10.-15.08.2017 – Die letzten Tage

10.08.

Als wir an diesem Morgen aufstanden, war überraschenderweise richtig gutes Wetter. Mit Vorfreude frühstückten wir. Doch plötzlich zog eine riesige Wolkendecke auf uns zu. Wir beeilten uns, um noch einen Ausblick am Reeds Lookout zu erhaschen. Die Wolken waren aber viel zu schnell. Als wir ankamen, hatte es sich total zugezogen… es war sehr windig und kalt draußen, sodass wir erstmal nur kurz den Blick über die Landschaft schweifen ließen. Wir konnten viel weiter sehen, als es vor 102 Tagen der Fall war. Damals stand Natalie aber sogar noch im Rock hier oben. Heute wäre das definitiv nicht drin gewesen 🙂

Gute Lichtverhältnisse bei den Grampians

Schnell wieder ins Auto. Nach kurzen Überlegungen machten wir uns doch auf den Weg zu den Balconies. Und es lohnte sich! Den kurzen Spaziergang von 10 Minuten kannten wir ja schon und dann setzten wir uns auf einen natürlichen Felsbalkon. Immer wieder kam die Sonne durch! Es war sehr schön und wir waren froh, den Weg doch noch gemacht zu haben. Da hat sich der Abstecher zu den Grampians gelohnt! Hier nahmen wir auch ein Geburtstagsvideo für Sarah auf. Noch einmal, Alles liebe zum 30.! Und viele Grüße in den Yellowstone National Park.
Anschließend hieß es Auto fahren. Wieder ging es an einen Ort, bei dem wir schon mal auf unserer Reise waren. Princetown, bei den 12 Aposteln an der Great Ocean Road. Den Campingplatz kannten wir ja und wie erwartet, waren zig Kängurus auf dem Gelände verteilt. Den Sonnenuntergang wollten wir eigentlich bei den 12 Aposteln verbringen, aber da spielte das Wetter, wie bereits befürchtet, so gar nicht mit! Es fing an zu schütten. Und wie… Als wir unter die wunderbaren Duschen gingen, dachten wir kurzzeitig die Welt ginge unter. Im Auto wurde danach gechillt, während sich die Kängurus neben dem Toilettenblock unterstellten, um sich vorm Regen zu schützen.
Bei einer kurzen Regenpause bauten wir schnell das Zelt auf und gingen rasch schlafen.

11.08.

Nach einem gemütlichen Morgen machten wir uns auf den Weg nach Geelong. Zuerst gingen wir aber auf Spritsuche. Durch unseren Ersatzkanister waren wir aber auch noch recht entspannt, als das Warnlämpchen anging. Ein wenig aufgetankt, da der Sprit so teuer war wie im Outback und dann ging es weiter auf der Great Ocean Road entlang. Einen Stopp legten wir bei Kennett River ein, um noch einmal Koalas zu sehen. Denn so langsam geht unsere Reise ja auch zuende… Die Great Ocean Road wird momentan echt viel bebaut. Immer wieder Straßen- oder Hangarbeiten. Einmal warten wir sogar 15 Minuten und schauen dabei zu, wie große Steine gelöst werden und auf die Straße fallen. Danach wurden die teils riesigen Brocken weggeräumt und wir konnten endlich weiter. Nun fuhren wir durch bis zum Aldi bei Geelong, wo wir kurz reinhopsten, um einen Lappen zu kaufen, denn heute wollten wir das Auto in Ordnung bringen. Übermorgen müssen wir es nämlich schon abgeben. Durch den heftigen Regen von gestern brauchten wir gar nicht lange, um alle ‚Off-Road-Hinweise‘ verschwinden zu lassen. Der Innenraum war auch schneller sauber als gedacht. Noch kurz einkaufen und weiter auf der M1 Richtung Melbourne. Da wir so schnell fertig waren, kamen wir sehr früh an der Raststätte an, bei der wir für heute unser Zelt aufschlagen wollten. Abends kochten wir Reis mit Erbsen und Chicken-Nuggets.

12.08.

Auch heute morgen ließen wir uns Zeit beim Aufbrechen. Nach dem Frühstück wurde alles eingepackt und anschließend ins Auto gesetzt, denn wir wollen heute nach Melbourne. Genauer gesagt zum Queen Victoria Market. Zunächst fuhren wir den Discovery Park an, der etwas westlich vom Stadtzentrum liegt und checkten dort ein. Wir schauten uns unseren Stellplatz an und uns gefiel die Anlage auf Anhieb sehr gut. Für unser Auto plus Zelt viel zu viel Platz, super Duschen und eine Campkitchen mit Ofen. Einen Ofen!!! Wie lange hatten wir keinen mehr*-*. Das wurde auch direkt mal zum Abendessen eingeplant.
Nun aber erstmal zum Markt. Der Stadtverkehr gefällt uns hier nicht so sehr und stellt das komplette Gegenteil zum sonst so entspannten Lifestyle der Australier dar. Wobei uns auffiel, dass Fahrer mit asiatischem Aussehen die Verkehrsregeln zu ignorieren scheinen 😉
Wir parkten das Auto direkt am Markt und schlenderten gemütllich von Stand zu Stand.

Da hinten haben wir damals gewohnt 😀

Man erkannte den ein oder anderen wieder und vor allem die Stimme des lauten Brotverkäufers hörten wir einige Reihen vorher. Für den 2 Stunden Aufenthalt bezahlten wir die Parkgebühr von 5$ und machten uns auf den Rückweg. Da durfte ich auch mal den Hook-Turn ausprobieren, das war gewöhnungsbedürftig! 🙂
Nun räumten wir alles aus dem Auto und packten unsere Backpacks zusammen.

Es wird gepackt!

Nachdem die Rucksäcke voll und das Auto abgabebereit war, hatten wir beide auch ziemlichen Kohldampf. Gut, dass der Woolworths direkt neben dem Campingplatz liegt. So gingen wir kurzerhand einkaufen und fingen an zu kochen. Kartoffelwedges und paniertes Hähnchenfleisch mit selbstgemachtem Sour-Creme-Dip. Das schmeckte uns! Abends wurde noch geskyped, doch Tobi war schon auf zur Hochzeit. An dieser Stelle die herzlichsten Glückwünsche an Christian und Catrin! 🙂

13.08.

Heute der Tag sollte ein sehr schöner und entspannter werden. Nach dem Frühstück sortierten wir alles in die große Box und stellten das ganze Zeug in die Campkitchen. Schade, dass wir keine Traveller mehr gefunden hatten, die unser ganzes Equipment und Nahrungsmittel gebrauchen konnten. Hier am Campingplatz waren aber sowieso kaum junge Reisende. Nagut, vielleicht guckt der ein oder andere ja in die Box und kann davon etwas gebrauchen 🙂
Anschließend hieß es um kurz nach 9 auschecken. Wir müssen ja zu Ace, um den Corolla abzugeben. Das lief auch alles problemlos ab und wir nutzten noch den kostenlosen Transfer zum Flughafen, um eine bessere Anbindung in die Stadt zu bekommen. Irgendwann hatten wir auch die versteckten Public Buses gefunden und fuhren ins Zentrum. Für heute wollten wir nochmal durch die Stadt laufen und so langsam Abschied von Melbourne und generell Australien nehmen. Zunächst ging es von der Central Station in Melbourne zum etwa 700 Meter entfernten Hostel, wo wir für diese Nacht ein Zimmer gemietet hatten. Alle Sachen auf die Betten geworfen und weiter. Wir gingen zum Aldi  und kauften uns ein paar Snacks für die Flüge, die die Tage dann anstehen sollten. Anschließend machten wir Halt bei ‚The Pancake Parlour‘. Den 50% Discount wollten wir uns doch nicht entgehen lassen 😉 Es war auch echt lecker und genau so viel, dass wir um 6 Uhr wieder richtig hunger hatten. Wir haben nämlich einen Tisch bei Taco Bill reserviert. Bis dahin schlenderten wir durch die Straßen, genoßen das sehr gute Wetter am Federation Square und machten noch einen Abstecher zur Hosier Lane. Diese gefiel uns dieses Mal besser als noch vor ziemlich genau 4 Monaten.

Das Beste aus der Hosier Lane

Die Zeit verging wie im Flug und wir machten uns auf den Weg zum mexikanischen Restaurant. Wir bestellten das Gleiche, La Combinacion. Tacos, Enchilladas und Taquitos. Zum Dessert gab es einen großen Schokoladeneis und -moussebecher namens ‚Death by Chocolate‘. Wir waren rappelvoll 😀
Den Abend verbrachten wir auf unserem Zimmer und schauten Filme. Die Betten waren so gemütlich, dass ich recht schnell einschlief. Aber gut so, denn morgen geht es früh raus!

14.-15.08.

Um 5 Uhr ging der Wecker. Oh nein, wir waren so müde! Aber es hieß fertig machen, da wir auschecken mussten. Also Toast zum Mitnehmen fertig gemacht und schwups waren wir aus dem Hostel. Wir gingen zum Bahnhof und suchten uns das richtige Gleis. Doch wofür der ganze Aufwand? Wir müssen zum Flughafen!

Juhu, wir backpacken wieder 😀

Die Verbindung kannten wir ja schon durch gestern. Um 7:30 Uhr standen wir am Terminal. Wir dachten erst, dass wir viel zu viel Zeit hätten, da wir erst in 3 Stunden fliegen sollten. Doch der Schalter zum Einchecken hatte bereits geöffnet. Die Zeit verging sehr schnell und wir fragten uns noch, wo die 3 Stunden hin waren, da saßen wir schon im Flugzeug. Wir hatten beste Plätze für alle Flüge. Pünktlich hebten wir ab mit dem Ziel Guangzhou. 10 Stunden Flug mit zig Filmen sind auch gar nicht so schlimm 🙂 The Fate of the Furious und mehrere Teile der Jason Bourne Reihe gaben wir uns, da kamen wir schon an. Die anschließende Wartezeit von 6 Stunden war da unangenehmer. Der nächste Flug nach Paris sollte dann gegen Mitternacht abheben. Natalie gönnte sich eine halbe Stunde Schlaf, da wir schon über 20 Stunden wach waren. Als wir im Flugzeug saßen, konnten wir unsere Augen kaum noch offen halten. Schnell die Schlafbrille an und dann wurde gepennt. Da der Flug 12 Stunden dauerte, hatten wir gegen Ende noch die Möglichkeit einen weiteren Film zu gucken. Ein Luftloch ließ viele Passagiere zwischenzeitlich aufschreien, doch dann waren wir auch schon in Paris. Leider mussten wir auch hier wieder 6 Stunden warten auf den Anschlussflug nach Düsseldorf. Wir waren ziemlich fit und vertrieben uns die Zeit mit Surfen im Internet. Erst 20 Minuten vor geplantem Abflug teilte man uns das Gate mit. Das 100-Mann-Flugzeug blieb etwa zur Hälfte unbesetzt. Alle waren bereit, bis auf die Stewardess. Diese kam mit 20 minütiger Verspätung. Endlich konnte es losgehen. Beim Start konnten wir noch einen Blick auf den Eifelturm werfen. Gefühlt flogen wir gar nicht über die Wolken und nach einem Brötchen-Snack gingen wir in den Landeanflug über. Dieses Mal sahen wir die Wahrzeichen unserer Gegend, Braunkohlekraftwerke 😀
Tobi erwartete uns schon. Wir waren wieder zu dritt! Aber eine große Überraschung war für heute geplant. Unsere Eltern rechneten mit uns erst in 2 Tagen 🙂
Auf dem Weg nach Hause mussten wir uns an den Rechtsverkehr gewöhnen und heckten einen Plan aus. Die Überraschung gelang uns seeehr gut! Beide Familien konnten ihren Augen nicht trauen als wir plötzlich auftauchten. So ging die Reise also mit einigen Lachern zuende.
Wir danken euch, dass ihr uns bei der Reise begleitet habt. Nun werden wir uns hoffentlich in den nächsten Tagen treffen 🙂

05.-09.08.2017 – South Australia

05.08.
Wie jeden Morgen haben wir auch für heute einen Wecker gestellt. Den kurzen Aufenthalt in Coober Pedy muss man sinnvoll nutzen.
Nachdem wir uns endlich aufgerafft haben und zur Rezeption gegangen sind, um uns über mögliche Touren zu informieren, wurde uns mitgeteilt, dass die einzige Tour für heute um 8:30 Uhr abgefahren ist. Schade, wäre aber auch sehr teuer gewesen. Die Dame gab uns aber noch weitere Tipps, was wir auf eigene Faust erkunden könnten. So hatten wir beim Frühstück keine Eile. Es wurde eines der wenigen „ausgiebigen“ Frühstücke in Australien. Leckeres krosses Toast, Eier und gebratene Würstchen. Eigentlich ziemlich gewöhnlich, wenn man an zu Hause denkt, aber für uns ein kleiner Luxus.
Gegen kurz nach 10 Uhr waren wir bereit und checkten aus. Unser Plan nun – Besichtigung eines unterirdischen Hauses und danach ins Museum der Stadt. Soweit so gut. Da die Stadt klein ist und die wenigen Sehenswürdigkeiten gut ausgeschildert sind, fanden wir das Haus direkt. Am Eingang wurde uns mitgeteilt, dass wir 15 Minuten warten müssten. Kein Problem. Heute haben wir genug Zeit. Es sammelten sich immer mehr Leute und dann ging die Tour auch los. Wir wurden von Raum zu Raum geführt und bekamen Hintergrundgeschichten erzählt. 3 Frauen haben dieses Haus über Jahre eigenhändig ausgehoben und immer mehr Räume hinzugefügt. Die Zimmer sind relativ altmodisch und kitschig eingerichtet, verleihen dem Haus aber einen gewissen Charm und tragen zur Gemütlichkeit bei.

Probiers mal mit Gemütlichkeit!

Nach maximal einer halben Stunde war alles vorbei. Unser nächstes Ziel, Umoona Opal Mine & Museum. Da wir nicht bis 14 Uhr warten wollten, entschieden wir uns gegen die geführte Tour. Wir liefen durch das Museum und lasen uns die Schilder durch. Beeindruckende Fossilien, die teilweise opalisiert waren und somit einen Grund hatten hier ausgestellt zu werden, denn Coober Pedy ist bekannt für sein hohes Opalvorkommen. Als es nichts mehr zu sehen gab, machten wir uns auf den Weg.
Nach kurzen Überlegungen fuhren wir ein paar Kilometer zurück, da uns ein Bild der Breakaways überzeugt hat. Um dorthin zu gelangen, mussten wir uns 9km über eine Gravelroad kämpfen, bis wir am Parkplatz ankamen und die atemberaubende Kulisse genossen.

Hier wären wir gerne länger geblieben*-*

Viel zu spät für die Strecke, die noch übrig war, verließen wir die Breakaways. Eigentlich wollten wir heute kurz vor Port Augusta campen, aber aus diesem Plan wurde nichts. Es wurde immer dunkler und wir hatten immer noch mindestens eine Stunde Fahrt vor uns. Dem ein oder anderen Känguru sind wir auch schon begegnet. Das heutige Problem bei dieser Fahrt war zum einen, dass Patis Handy wieder den Geist aufgegeben hatte und wir somit kein WikiCamps hatten, um einen anderen Campingplatz auszusuchen und zum anderen hatten wir nur sehr selten Netz. Dann… ENDLICH NETZ. Über Campermate fanden wir die Pimba Rest Area. Perfekt! Hier übernachten wir. Paar Minuten trennten uns dann nur noch vom Campingplatz. Schnell bauten wir das Zelt auf, machten uns Wraps und gingen nach der Abendroutine schlafen.

06.08.
Good morning, it’s a beautiful day. Oder auch nicht… Heute ist es ziemlich windig und teils bewölkt. Regen kündigt sich defintiv an. Wir frühstückten im Zelt und machten uns schnell fertig, damit wir nicht zu spät losfahren. 10 Uhr. Zeit zum Aufbruch. Nun steht wieder eine längere Autofahrt an. Port Augusta. Endlich sind wir angekommen. Eigentlich müssen wir hier nur stoppen, um zu tanken und einzukaufen. Mehr stand für uns hier nicht auf dem Programm. Unsere Fahrt setzten wir fort. Wir fuhren nach Quorn. Ein kleines Städtchen am südlichen Rande der Flinders Ranges. Von hier aus kann man den Devil’s Peak Walk sehr gut erreichen. Nach einer kurzen Irrfahrt durch das Dorf checkten wir im Caravan Park ein. Ein Platz war relativ schnell gefunden und so bauten wir das Zelt auf und erkundeten den Platz. Wir fanden eine Lounge und machten es uns hier direkt gemütlich. Dann packte uns irgendwann der Hunger. Kochen, duschen, schlafen. Im Badezimmer wartete eine kleine Überraschung. Ein kleiner Skorpion lief hier rum. Ich holte sofort Patrik und wir bestaunten das kleine Lebewesen. Generell hatte dieser Park einiges an Wildlife zu bieten. Vögel, Skorpione, Spinnen…
Nun aber ab ins Bett, um morgen fit für die Wanderung zu sein.

07.08.
Wecker klingelt. Wir werden langsam wach. Draußen hören wir nur wie der Wind weht und der Regen nieselt. Aufstehen und frühstücken. Beim Abbau des Zeltes werden wir ständig von einer Scharr Kakadus abgelenkt. Alles war fertig gemacht und auch wir waren bereit. Nun kann es direkt zum Devil’s Peak gehen. Schon gestern teilte uns der Besitzer mit, dass die Straße zum Parkplatz durch den Regen der letzten Tage ziemlich matschig ist. Die Gravelroad fing schon in der Stadt an, war aber recht gut befahrbar. Doch dann verstanden wir genau, was der Mann meinte. Wir sahen nur Spuren im Schlamm. Ich hüpfte raus, öffnete ein Gatter und Pati fuhr durch. Soweit so gut. Die Strecke danach war kein Problem mehr. Das Ausmaß der Schlammkur sahen wir am Parkplatz. Kaum mehr zu erkennen, wo da noch Reifen sein sollen. Um dieses Problem kümmern wir uns später, sonst kommen wir heute nicht mehr auf den Berg. Wir starteten die Wanderung. Nach kurzer Zeit wurde es steiler und wir merkten mit jedem Schritt, dass wir auf einem Berg wandern. Wobei… Teilweise grenzte es schon an klettern. Eine Stunde später und wir waren an der Spitze angekommen. Der Ausblick belohnte die ganzen Mühen. Wir genoßen die Aussicht und machten Fotos, bevor uns die annähernden Regenwolken zum Aufbruch zwangen.

Es ist uns nichts passiert 😉

Es wurde zu windig und kalt. Hier wollten wir nicht länger bleiben, da der Rückweg bei Regen wahrscheinlich die reinste Rutschpartie ist.
Auto in Sicht. Die Gravel-/Dirtroad war geschafft. Nun fuhren wir in Richtung Wilpena Pound mit einem Zwischenstopp am Jarvis Hill.

Fotopause am Jarvis Hill Lookout

Die Fahrt zum Campingplatz erwies sich als eine Safari. „Red Kangeroos“ hörte ich Patrik rufen, während er den Straßenrand anfuhr. Wir schleichten zurück, um diese prächtigen Tier aus der Nähe zu begutachten. Dies gefiel ihnen aber nicht und so waren sie mit paar Hüpfern weit genug aus unserem Sichtfeld. Im Auto entschlossen wir die kleine Straße an der wir standen, reinzufahren. Im ausgetrockneten Bachlauf parkten wir und gingen bewaffnet mit einer Kamera auf Suche.

Wir haben sie gesehen*-*

Wir haben mehrere Kängurus gesehen. Leider war diesen immer schnell bewusst, dass sie beobachtet werden und blieben deshalb kaum stehen.
Wir fuhren weiter. Am Straßenrand lagen einfach unglaublich viele Kängurus und uns wurde auch schnell klar wieso. Wir fuhren und sahen alle paar Meter neue Kängurus am Rand grasen. Auch Emus konnten wir auf unserer Safari entdecken. Also schon jetzt haben sich die Flinders Ranges gelohnt! Nach gefühlt 100km mit einer Geschwindigkeit von 60km/h kamen wir in der Dämmerung am Campingplatz an. Wie immer hieß es dann aufbauen, kochen, duschen, schlafen.

08.08.
Heute versuchten wir früh mit der Wanderung zu starten. Um 10 Uhr waren wir bereit und hatten alles in den Daypack gepackt. Also mal los. Nachdem wir den Wanderweg gefunden hatten, wurden wir auch direkt von giftgrünen Papageien abgelenkt. Hier gibt es sehr viel Wildlife zu beobachten, aber den ausgeschilderten knallig rosanen Kakadu fanden wir leider nicht. Vorbei an zig Kängurus, führte ein leichter Pfad zum Homestead Hill. Hier ging es dann einen Hügel hinauf. Zum unteren Lookout waren es nur etws 500 Meter, doch dort blieben wir auch gar nicht lange. Der obere Aussichtspunkt gefiel uns schon eher. Von hier hat man einen besseren Blick auf die „Gewölbte Hand“, wie die Aboriginies den Wilpena Pound nennen.

In der ‚Gewölbten Hand‘

Nun ging es zurück zum Campingplatz, wo wir uns noch schnell eine warme Dusche gönnten. Jetzt wollten wir aber noch Strecke machen. Also schnell, aber bitte mit Vorsicht bei den ganzen Tieren am Straßenrand. Es ging zurück nach Port Augusta. Bei den Arid Lands Botanic Gardens wollten wir schnell vorbeischauen, vor allem um eine ganz bestimmte Pflanze zu sehen. Auf dem Weg nach Coober Pedy hatten wir von ihr ein riesiges Beet gesehen, haben aber leider nicht angehalten.

Sturt’s Desert Pea

Nun machten wir uns aber endgültig auf den Weg nach Adelaide. Der Campingplatz für heute liegt noch ein Stück davor. Wir kamen im Dunkeln an und bauten flott das Zelt auf. Zum Abschluss vom Tag fand Pati noch eine Redback-Spider auf dem Klo. Nadann mal gute Nacht..

09.08.
Der Wecker klingelte, keiner reagierte. Ich stellte den Wecker im Halbschlaf um. Hmm, wir sind wach und das ohne Wecker… Irgendwas stimmt nicht. Ich schaue auf mein Handy und sehe, dass wir schon 8:30 Uhr haben. Pfffu, das geht ja noch. Morgenroutine! Das Zähneputzen dieses Mal erwies sich dabei als spektakulärer als sonst. Der See gegenüber des Platzes erschien pink! Zwar nicht so intensiv, wie wir uns einen Pink Lake vorgestellt haben, aber besser als nichts.

Ganz überraschend einen Pink Lake gesehen

Ein paar Fotos später waren wir schon auf dem Weg. Erster Halt, der lang ersehnte Aldi! Danach tanken und weiter gehts. Vorbei an den Wine Vallies, kämpften wir uns Kilometer für Kilometer weiter in Richtung des Grampians National Parks. Alle paar Stunden wurde gewechselt. An diesem Tag wurden uns wieder einige Kilometer auf unserem Konto gutgeschrieben.
Als die Dämmerung einsetzte, musste Patrik einspringen und uns zum Campingplatz bringen. Wir fuhren noch ein Weilchen im Dunkeln. Das letzte Stück der Strecke sollte unser Corolla einer Gravel Road ausgesetzt werden. Wir kamen an, bauten alles auf und machten uns schnell Essen. Als das Zelt bereit war, legten wir uns eigentlich zum bloggen hin, doch innerhalb von paar Minuten waren wir im Schlummerland…

Perth & Heimreise – 04.-08.08.2017

04.08.

Nachdem ich die beiden verlassen hatte, dauerte es nicht mehr lange bis zum Boarding. Es waren letztendlich doch noch einige Leute zusammen gekommen. Der 3-Stunden-Flug nach Perth war sehr kurzweilig. Ich kam schnell mit meinem Sitznachbarn ins Gespräch, der nach einigen Monaten Arbeit im Outback zurück nach Hause flog. Wir schauten schließlich noch Filme auf seinem Laptop, da es hier keine Bildschirme gab. Die Aussicht aus dem Fenster war beeindruckend, auch wenn rote Wüstenlandschaft die meiste Zeit unter uns war. Immerhin flogen wir über den Uluru, den ich auf der anderen Seite sehen konnte. Leider reichte die Zeit am Ende nicht mehr, um Passengers zuende zu schauen, das muss ich wohl noch nachholen. Am Ende wurde es draußen immer wolkiger und beim Landeanflug überraschte mich wie grün die Landschaft geworden war. Nun war ich in Perth, der letzten Station meiner Reise. Nachdem ich den Australier verabschiedet und mein Gepäck bekommen hatte, wollte ich mit einem Linienbus in die Stadt fahren. Der Busfahrer war vom ziemlich unfreundlichen Schlag und meckerte erstmal eine Kundin an, dass er erstmal Pause hat. Während er im Bus gefundenen Abfall präsentierte, teilte er uns seinen Frust mit und ein paar Minuten später durften wir schließlich einsteigen. Ich musste ein Ticket kaufen und befürchtete schon ihn zur Weißglut zu bringen. 4,70$ nur und ich hatte eben noch Geld abgeholt und entschuldigte mich ausdrücklich, bevor ich ihm den 50$-Schein übergab. Im ersten Moment dachte ich die Bombe sei gezündet. Zum Glück gab es aber nur eine kurze Unterweisung darüber, dass man zum Busfahren Kleingeld dabei haben sollte, während er mir widerwillig das Wechselgeld gab. Nur eine dreiviertel Stunde und schon stand ich mitten in der City und machte mich auf den Weg eine Straße entlang nach Northbridge, wo mein Hostel liegt.

Ein Känguru hatte ich schnell gefunden 😀

Ich ging die Strecke, un schon einmal einen Einblick von der Stadt zu bekommen. Das Hostel war ein ruhig gelegenes Haus mit einer freundlichen Familie als Besitzer. Dort hatte ich ein Bett in einem 6er-Zimmer gebucht für nur 13 € die Nacht. Die Hälfte des Zimmers war deutsch und insgesamt alle kurz vor der Heimkehr nach Hause. Erstmal wurden einige Erfahrungen ausgetauscht und dann bin ich nochmal in die Stadt gegangen, habe im Fitnessstudio nach einem Bodypumpkurs gefragt und bei Woolworths eingekauft. Am Abend gab es noch Pasta für alle und jede Menge Gespräche.
05.08.

Heute morgen bin ich um 9 aufgestanden und habe meine Sachen gepackt, eine Kleinigkeit gegessen und bin ins Fitnessstudio in der City, wo ich im Studio von gestern trainieren ging. Es war einfach der nächste Schritt als Vorbereitung auf die Heimat. Ich kaufte einen Tagespass und besuchte den Bodypumpkurs. Es war ein tolles Gefühl an dem Kurs teilzunehmen, aber auch verdammt hart nach der ganzen Zeit. Deshalb habe ich die Muskulatur anschließend intensiv gelockert, aber um Muskelkater würde ich sicher nicht drum herum kommen.

Perth mit seinem Swan River ist bekannt für Schwarze Schwäne. Hier mit Nachwuchs im Hyde Park

Nach dem Einkaufen bin ich wieder ins Hostel gegangen und habe die Beine nochmal hochgelegt. Später wollte ich einen Spaziergang durch die Stadt machen bis zum Fluss, von wo aus ich aber weiterging rüber zum Kings Park, um eine schöne Aussicht auf die Stadt mitzunehmen. Auf der Jacobs Ladder nach oben herrschte sportlicher Betrieb.

Sogar blauer Himmel war mir heute vergönnt 🙂

Nachdem ich die ein oder andere schöne Aussicht auf die Stadt ergattert hatte, ging ich zurück in die Innenstadt. Auf dem Rückweg zum Hostel war es dann dunkel geworden und am Abend verquatschte ich mich noch mit meinen Mitbewohnern.

06.08.

Nach dem Frühstück wurde ich heute von einer Freundin von der Hochschule in Bochum abgeholt, die auch am Freitag nach Australien gekommen ist, und mich quasi hier ablöst, um hier ihre Bachelorarbeit zu schreiben. Wir wollten heute an den Strand fahren und nach Fremantle. Ich war froh, dass ich vor der Haustür schon erwartet wurde, da nun der Muskelkater voll eingesetzt hatte. Als ich die Autotür öffnete saß da ein Frosch im Fußraum 😀 Das ist Australien! Der fuhr dann mit uns nach Cottesloe zum Strand, wo ich ihn im Gebüsch aussetzte. Ich ging mit Saskia eine Weile den Strand entlang, während die Sonne immer wieder durch die Wolken brach. Einfach toll die australischen Großstädte mit ihren Stränden.

Wieder war das Wetter besser als erwartet für eine lange Pause am Strand

Gegen 2 Uhr fuhren wir dann weiter nach Fremantle, einer Stadt am Rande von Perth, die alle als eigentlichen Tipp in Perth empfehlen. Die vielen Pubs und die lebhafte Atmosphäre in der idyllischen Nachbarstadt machen Fremantle zum Besuchermagnet. Wir schlenderten über den Markt und probierten uns an den Essensständen entlang, um am Ende eine Gözleme zu essen. Schließlich fuhren wir dann zurück zum Hostel, wo sich unsere Wege wieder trennten. Es war ein sehr schöner letzter Tag in Australien und toll sich hier getroffen zu haben. Zurück im Hostel zog ich nun in ein deutsch-österreichisches Zimmer um, da alle meine bisherigen Mitbewohner ausgeflogen waren. Nachdem ich die neuen Mitbewohner alle kennengelernt hatte, machte ich noch einen Abschiedsspaziergang zum Fluss, um die Stadt im Dunkeln zu erleben. Die vielen Lichter und die Ruhe machen den Uferabschnitt zu einem besonderen Erlebnis. Schon jetzt machte sich etwas Sehnsucht breit, nach dem Freiheitsgefühl und Erlebnissen der letzten Monate.

Sogar die Kräne leuchten 😀

07.08.

Heute morgen musste ich dann packen und zur Bank ewas abklären wegen der Kontoauflösung. Nachdem ich ausgiebig gefrühstückt hatte und online eingecheckt, habe ich mich schließlich mittags verabschiedet und bin langsam zum Bus aufgebrochen. Der Abschiedsschmerz von gestern schien verschwunden, vielmehr machte sich nun auch Vorfreude breit. Bis zur Personenkontrolle am Flughafen, ließ ich mir erstmal viel Zeit, aber als man mich dann zum zweiten mal auf Sprengstoffe filzen wollte, wurde es doch noch knapp, zur Boardingzeit im Gate anzukommen. Hier hob dann der Flieger nach Abu Dhabi fast pünktlich um 17 Uhr ab. Die moderne Maschine von Etihad mit ihrem Entertainment-Programm machte es mir leicht, den ersten Flug wach zu bleiben. Die letzten Blicke auf den australischen Koninent hatte ich auf wunderschöne Riffe. Der Entschluss, für die Westküste bald wiederzukommen, erleichterte den Abschied. Nach gefühlt weit weniger als den gut 10 Stunden Flug waren wir dann in Abu Dhabi, wo nach 1,5 Stunden das Boarding für den Flug nach Düsseldorf begann.

08.08.

Der Flieger war der selbe wie vorhin, nur diesmal voller Deutscher und Niederländer. Nach gut 6 Stunden landete ich dann pünktlich um 7:20 Uhr lokaler Zeit in der verbotenen Stadt, wo mich meine Eltern und Oma schon freudig erwarteten. Damit endete für mich die wunderschöne Reise! Ich hoffe euch sehr bald hier alle wiederzusehen 🙂 und wünsche noch viel Spaß bei den Blogs von Patrik und Natalie. Viele Grüße!

Uluru & West MacDonnell Ranges – 31.07.-04.08.2017

31.07.
An diesem Morgen war der Wecker wieder früh für 6:30 Uhr gestellt worden. Dieses Mal standen wir aber auch auf, um den Sonnenaufgang beim Uluru zu sehen. Natalie hatte etwas Magenschmerzen und schlief lieber weiter. Also machten Tobi und ich uns auf den Weg. Wir waren etwas spät dran und entschieden uns spontan bei der gleichen Stelle Stopp zu machen, wie beim gestrigen Sonnenuntergang. Die ‚richtige‘ Plattform befindet sich genau auf der anderen Seite des Ulurus. Dafür blieb aber keine Zeit mehr, da die Sonne schon leicht zu sehen war.

Guten Morgen allerseits 🙂

Um 8 Uhr waren wir zurück am Zelt und legten uns noch eine Weile zum Aufwärmen hin bevor wir frühstückten. Anschließend räumten wir alles ins Auto und fuhren los. Gegen kurz vor 11 starteten wir unsere Base Walk Wanderung. Diese führt einmal um den Ulurz herum. Viele klettern auch auf den Uluru hinauf, doch für die Aboriginies ist dies eine Art der Entehrung ihres heiligen Berges. Deswegen dachten wir, es reicht uns bestimmt auch die Umrundung. Wir erkannten schnell das Problem, warum so viele Menschen den Uluru immer noch besteigen. Die Seile, die von Pfahl zu Pfahl gespannt wurden, laden gerade dazu ein hinaufzuklettern.
Der Weg um den Uluru erstreckt sich über 10 km und mittlerweile schien die Sonne recht stark. Also bei wunderbarem Wetter die Wanderung gestartet 🙂 Es gibt einige Stellen, bzw. Unterschlüpfe am Fuße des riesigen Felsens, bei denen die Kinder ‚unterrichtet‘ wurden oder die Frauen gekocht haben. Jede Höhle diente einem anderen Zweck.
An einem Wasserloch vorbei, bei dem die Aboriginies öfters auf Jagd gegangen waren, entfernte man sich ein Stück vom Uluru. Das Ausmaß des über 350 Meter hohen Inselberges konnte man noch immer nur erahnen. Besonders die riesigen Bruchstellen beeindruckten uns. Etwa nach der Hälfte der Strecke legten wir eine Fotopause ein.

Wuuuhuuu!

Nach 3,5 Stunden kamen wir auch wieder am Parkplatz an. Die Wanderung ist ganz schön, aber mir gefällt das Lichtspektakel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang um einiges besser.
Mit dem Auto ging es nochmal um den Uluru rum und wir legten einen kurzen Halt bei der Sonnenaufgangsplattform ein, da wir es ja morgens nicht geschafft hatten herzukommen. Ein paar Fotos und dann hieß es leider Abschied nehmen. Goodbye Kata Tjuta National Park 🙂

Es war sehr schön hier*-*

Der Plan bis kurz vor Alice Springs zu kommen, wurde kurzerhand verworfen, da wir schon 4 Uhr hatten. In der Dämmerung kamen wir in Curtin Springs an und fingen sofort an zu kochen. Nudeln mit Thunfischsoße.
01.08.
Nachdem wir uns morgens extrem viel Zeit gelassen hatten, ging es heute wieder Richtung Alice Springs. Dort steuerten wir zunächst mal die ANZ an, um unsere Geldvorräte aufzustocken. Danach ging es einkaufen, bevor wir uns auf den Weg in die West MacDonnell Ranges machten. Für heute war aber nichts mehr geplant, sodass wir auch direkt einen Campingplatz am Ellery Creek Big Hole anfuhren. Zu Abend machten wir uns wieder leckere Wraps mit Hähnchen.
02.08.
Für heute war der Plan die Sehenswürdigkeiten der MacDonnell Ranges anzulaufen. Nach dem Frühstück mussten wir gar nicht lange gehen, denn wir haben bei einem übernachtet. Also gingen wir nur wenige Hundert Meter und kamen am Wasserloch des Ellery Creek an. Eine sehr schöne Stelle und man kann hier schwimmen gehen. Doch dafür war es und definitiv nicht warm genug! 😀

Bestes Wetter um den Tag zu starten

Es sollte dann so weitergehen, dass wir immer eine recht kurze Strecke fuhren und eine mehr oder weniger kleine Wanderung bis zum Ziel machten. Als nächstes steuerten wir die Serpentine Gorge an. Der Spaziergang am Flussbett entlang genügte uns jedoch nicht. Deswegen kletterten wir einen ziemlich steilen Weg hinauf zum Lookout. Der Weg war für Natalie so anstrengend, dass sie für kein Bild mehr zu haben war. Oben angekommen, legte sie sich flach auf die Steine am Rande der Klippen und regenerierte im Wind 🙂

Das war die Anstrengung wert

Eine wunderbare Aussicht und mein Highlight für heute! Nach einigen Fotos konnte Natalie schließlich auch wieder aufstehen und so gingen wir zurück.
Der nächste Halt war bei den Ochre Pits. Dies ist eine kleine Schlucht an einem Bachlauf und besonders für das verschiedenfarbige Gestein bekannt. Bloß nichts von den Felswänden abbrechen, das wird mit einer hohen Geldstrafe versehen!
Nun fuhren wir bis nach Glen Helen durch, unserem westlichsten Stopp. Am Finke River entlang, dem bedeutensten Fluss Zentralaustraliens, der an dieser Stelle nur sehr trocken dafür wirkte, kamen wir auch an dieser Schlucht an. Und hier führte der Fluss auch gut Wasser. Besonders lange hielten wir uns eigentlich niegends auf und so fuhren wir zum Mt. Sonder Lookout. Bei der schönen Aussicht wollten wir eigentlich eine Snackpause einlegen, doch die Fliegen… also schnell wieder ins Auto!
Es ging zurück in die Richtung des Campingplatzes und der letzte Halt für heute war bei der Ormister Gorge. Bevor wir uns diese anschauten gönnten wir uns das ein oder andere Eis und Natalie zusätzlich einen Eiscafe. Nun aber los, wir entschieden uns dazu, zunächst den kurzen Walk zu machen, der über ein ausgetrocknetes Flussbett zum Wasserloch führte. Die kunterbunten Vögel gefielen uns hier sehr, besonders die rosafarbenen Kakadus.

Guckguck, wer ist da? 😀

Das Wasserloch selber lud definitiv nicht zum Schwimmen ein. Sehr bräunlich und mehrere tote Fische… Die Schlucht war dafür sehr schön. Das rötliche Gebirge hat es uns auch hier angetan!
Wir wollten uns eigentlich nur etwas wärmer anziehen und anschließend einen längeren Walk zu einem Aussichtspunkt starten, doch die Sonne stand schon sehr tief und das Gebirge wurde kaum noch bestrahlt. Also nahmen wir eine kurze Dusche beim gegenüberliegenden Campingplatz und fuhren zurück zum Ellery Creek. Es ist ganz gut, dass die Reise so langsam zuende geht, denn eine Stange vom Zelt war kaputt gegangen. Die Reperatur dauerte eine Weile, aber sie sollte halten! 🙂
03.08.
Nach dem Frühstück ging es heute gegen 10 Uhr weiter mit den MacDonnell Ranges. Wir fuhren eine ganze Weile bis zur Standley Chasm. Dort muss man jedoch ein Ticket kaufen, um zur Bergspalte spazieren zu können. Zumindest soll man das. Also kauften wir jeder ein Ticket für 10$ und gingen los. Informationsschilder geben auf dem Weg Auskunft über die Gegend, die vor hunderten Millionen Jahren etwa die Höhe vom heutigen Himalaya-Gebirge hatte. Man kommt aber recht schnell am Ziel an. Die Spalte ist etwa 15 Meter hoch und überzeugt mit ihren rötlich braunen Farben. Leider ist sie nur nicht allzu lang, sodass nach nicht einmal 100 Metern eine Absperrung den Weg blockiert.

Wo sich einst der Fluss seinen Weg bahnte…

Nun ging es zur Simpsons Gap. Die war auch gar nicht mehr weit. Dort angekommen, spazierten wir wieder gleich drauf los. Wir hielten vor allem Ausschau nach den Schwarzfuß-Felskängurus. Doch die wussten sich gut zu verstecken! Auch diese Schlucht inklusive Wasserloch sah sehr schön aus. Doch wir wollten wenigstens diese Felskängurus zu Gesicht bekommen. Wir hielten es schon generell für ein Gerücht, dass im Outback unter anderem die Riesenkängurus leben 😉
Auf dem Weg zum Auto entdeckten wir dann endlich ein Exemplar mithilfe eines Rangers. Von nun an fanden wir immer mehr von ihnen. Sie versteckten sich verdankt gut in den ganzen Felsbrocken.

Endlich nochmal ein paar lebende Tieren 😉

Jetzt ließen wir diesen Nationalpark hinter uns. Er ist zwar nicht so spektakulär wie der Kings Canyon oder Kata Tjuta, aber vor allem ein Besuch wert bevor man weiter ins Outback reist. In Alice Springs fuhren wir, nachdem Tobi Klebeband für seinen Flug nach Perth besorgt hatte, zum Anzac Hill. Dieser dient als Aussichtspunkt über Alice, doch wir nutzten hier eigentlich nur den Empfang 😀
Von hier aus fuhren wir ein Stück aus der Stadt hinaus zu einem kostenlosen Campingplatz, wo Tobi anfing seinen Backpack zu packen. Ja, morgen ist es dann so weit… Tobi verlässt uns und verbringt die letzten 3 Tage seiner Australienreise in Perth, bevor es zurück nach Deutschland geht. Am Abend stand mit Nudeln und Pesto Resteverwertung an. Lange blieben wir nicht mehr wach, da Tobis Flug recht früh geht.
04.08.
Da wir um 8 Uhr losfahren wollten, wurden wir gegen 7 Uhr vom Wecker geweckt. Aber keine Eile, wir drehten uns erst nochmal um. Nach einem dürftigen Toast-Frühstück machten wir uns kurz nach 8 Uhr auf den Weg. Bis zum Flughafen von Alice Springs ist es aber auch nicht weit. Um kurz nach halb 9 zogen wir das Parkticket und begaben uns ins Terminal. Das Terminal war dann auch direkt der ganze Flughafen. Wir witzelten schon, dass Tobi mit einer 10-Mann Propeller-Maschine fliegen würde 😀
Gegen viertel nach 9 checkte Tobi ein und dann hieß es langsam Abschied nehmen. Ein paar Tränen kullerten und wir mussten uns echt darüber kaputtlachen, aber dann ein letzter Drücker. Wir kommen ja bald schon nach.
Eine Ära geht zuende… eine sehr schöne!

Time to say Goodbye

Ein letztes Mal gewunken, machten wir und nun auf den Weg in die Stadt, einkaufen. Von da an hieß es Strecke machen, doch dieses Mal gen Süden. South Australia, wir kommen!
Es dauerte auch gar nicht lange, da waren wir auch schon über die Grenze.

Und wieder ein neuer Bundesstaat

Der Weg führte uns heute bis nach Coober Pedy. Eine Stadt, die zu etwa 2/3 unter der Erde liegt. Doch wir kamen spät an und suchten uns nur noch einen Schlafplatz. Beim Oasis Tourist Park wurden wir fündig. Die Besichtigung der ‚Stadt‘ stand für morgen an.
Also bis bald 🙂

Wanderlust – 28.-30.07.2017

Hallo ihr lieben Gefährten,

wie ihr gelesen habt, steht seit dem gestrigen Tag hauptsächlich wandern auf dem Programm, so auch heute. Nach dem anstrengenden und doch erlebnisreichen Tag im Kings Canyon begeben wir uns wieder dort hin, da wir uns den deutlich kürzeren Creek Walk nicht entgehen lassen wollten. Schon am Morgen zeigt hier die Sonne was sie kann. Die Hitze war schon deutlich zu spüren und so waren wir ziemlich dankbar, dass die Bäume uns viel Schatten boten. Wir folgten dem ausgetrockneten Bachlauf, kletterten über diverse Steine, die uns auf dem Weg begegneten und kamen ganz unerwartet nach 15 Minuten an einer Absperrung an. Auf Grund eines Unwetters letzten Jahres, kann die Plattform fürs Erste nicht mehr betreten werden. Da meldet sich wieder unser Glück der Reise zu Wort. Naja… Schade wars, aber auch an dieser Stelle konnten wir gute Fotos machen und uns zusätzlich in Ruhe hinsetzen und die Stille genießen.

Dieses Mal im Canyon

Ok, nun reicht es! Wir kehrten um. Im Wlan am Parkplatz schauten wir noch kurz was im Internet nach. Würde es diese Hotspots an einigen Sehenwürdigkeiten nicht geben, wäre man im Outback ziemlich aufgeschmissen. Sowas wie Empfang sucht man vergebens.
Unser nächster Halt waren die Kathleen Springs. Hier gibt es einen relativ kurzen Wanderweg zu einer Wasserquelle. Im Gegensatz zu dem Rim Walk beim Kings Canyon war dieser eine Wohltat. Der Weg war asphaltiert und es gab kaum Steigerungen zu bewältigen. Die Wanderungen am und um Kings Canyon sind definitiv zu empfehlen!
Nun kam aber der Zeitpunkt, wo nur noch Strecke gemacht werden musste. Die Sehenwürdigkeiten liegen vielleicht „nur“ 100-200 km Luftlinie auseinander, sind mit dem Auto aber erst nach 3-4 Stunden erreicht.
Es war schon Mittag als wir losfuhren und so auch nicht verwunderlich, dass wir spät am Campingplatz ankamen. Außerdem haben wir noch einen Stopp bei einem Lookout gemacht, um Fotos vom Mount Connor, den wir anfangs fälschlicherweise für den Uluru gehalten haben, zu machen.

Mt. Connor – Fliegenalarm

Eine Plage kündigte sich hier schon an! Wir stiegen aus und wurden direkt von Fliegen belagert. Es war kaum auszuhalten. Sie machten keinen Halt vor Augen, Nase, Ohren oder generell dem Gesicht. So wurde der Aufenthalt schnell beendet!! Am Campingplatz angekommen bauten wir unser Zelt auf und fingen an zu kochen. Auch hier erwiesen sich die Fliegen als Plage. Es ging sogar so weit, dass ich mein netzähnliches Oberteil auf den Kopf setzte. Dies erwies sich nicht vorteilhaft, weshalb ich mir eine Tüte schnappte und mir Augen und Atemlöcher rausschneidete. Diese Aktion sah wohl so grausam aus, dass mir eine Frau ihr Fliegennetz, extra für Hüte und den Kopf gemacht, anbot. Liebe, hilfsbereite Australier!! Auch später bekamen wir wieder die australische Art zu spüren. Ein älteres Pärchen bat uns ihre 3 Tages-Tickets für den Uluru-Kata Tjuta NP an, da sie heute nur einen Tag dort waren. Wir nahmen die Karten dankbar an. Leider waren es nur zwei Karten, aber die Geste war einfach unglaublich nett. Gemütlich beendeten wir unseren Tag im Zelt. Als ich mich kurz zum Klo aufmachen wollte, hörte ich ein Rascheln im Busch. Ein Dingo lief an mir vorbei…

29.07.2017
Obwohl wir uns heute vorgenommen haben, den Uluru Base Walk zu starten, haben wir uns bei unserer Morgenroutine Zeit gelassen. Als alles erledigt war, tankten wir auf und fuhren endlich los. Etwas mehr als eine Stunde Fahrt trennten uns vom geplanten Campingplatz.
Am Campground angekommen, bauten wir direkt unser Zelt auf und suchten eine geeignete Wanderung für den verbleibenden Tag. Da der Einkauf noch ausstand, die Fahrt bis zum Uluru und den Kata Tjutas (Olgas) mindestens eine halbe Stunde dauern wird und wir keine lange Wanderung in der Mittagssonne machen wollten, entschieden wir uns für den Walpa Gorge Track. 1 Stunde sollte heute noch zu schaffen sein.
Einkauf – Check! Schnell zum Campingplatz, um alle Sachen im Kühlschrank zu verstauen. Unser eigentliches Ziel für heute kann nun endlich angesteuert werden. Zwei Karten für den Nationalpark haben wir schon, d.h. gleich müssen wir uns nur noch eine Karte besorgen. Kurz vor dem Gate fragte Tobi noch, was wir denen sagen, wenn wir nach der Herkunft der anderen zwei Karten gefragt werden. Ach, da machen wir uns keine Gedanken! Die werden schon nicht fragen! Haha… Tobi: „Wir bräuchten noch ein Ticket. Wir waren gestern schon im Park und haben nun eine Freundin dabei, die ein Ticket braucht.“ Verkäuferin: „Woher haben Sie die Tickets?“ Ehm… Wir haben uns etwas zusammen gestottert, bis wir ihr einfach gesagt haben, dass wir die Karten angeblich in der Stadt gekauft haben… Zack, Tickets weg. 75$ bitte. Mit unseren neu erworbenen 3 Tages-Tickets fuhren wir in den Park.
Auf dem Weg nach Kata Tjuta hielten wir an einem Lookout an. Von hier aus hatten wir einen unglaublichen 360° Blick über die Gegend. Zur Rechten der Uluru, zur Linken die Kata Tjutas. Nun stellt euch vor, wie schön das ausgesehen haben muss.

Kata Tjuta Lookout

Wir setzten unsere Fahrt fort. Kurze Fotopause an der Picknick-Area der Olgas. Liebe Grüße an dich Oma, musste dort an dich denken! 🙂
Nun waren wir in nicht mal einer Minute am Carpark. Heute wie jeden Tag hier im Outback war es ziemlich warm. Gut, dass die Schlucht uns einiges an Schatten bot. Der Pfad führte uns zu einer Plattform, von welcher aus wir eine gute Aussicht auf beide Seiten der Schlucht hatten.

Spaziergang im Schatten*-*

Da wir auf dem Hinweg vom Wildlife enttäuscht wurden, machten wir einen kleinen Abstecher auf die Plateaus, um Wallabies, Echidnas oder Ähnlichem zu begegnen. Auch hier leider eine Enttäuschung. Trotzdem war es ein schöner, kurzer Track, bei dem man einen ersten Eindruck von den Olgas bekommt.

Schöne Kulisse

16 Uhr. Die große Frage nun: Bleiben wir hier und warten 2 Stunden auf den Sonnenuntergang oder fahren wir direkt zur Campsite? Wir entschieden uns fürs Warten. Die Zeit verbrachten wir mit Bloggen. Und so lange hat es eigentlich auch nicht mehr gedauert. Kurz vor 18 Uhr suchten wir uns einen schönen Platz. Mit jeder Minute, in der die Sonne unterging, wurden die Berge in eine andere Farbe getaucht. Rot, orange, lila, braun und verschiedenste Kombination.

Nur noch die Olgas werden beschienen

Wir schauten uns das Spektakel eine Weile an. Die Dämmerung hat nun eingesetzt und wir müssen los, sonst wird es zu dunkel. Und im Dunkeln in Australien zu fahren ist nie eine gute Idee!!!
Es wurde immer dunkler… Zum Glück liefen kaum Tiere rum und so sind wir ohne einen Unfall am Campingplatz angekommen.
Nun hieß es schnell kochen, duschen und schlafen. Als wir nach dem Abendessen spülten, bemerkte Tobi an unserem Tischbein eine Redback. Gut, dass uns in letzter Zeit so viele Redbacks bei unseren Tätigkeiten mit ihrer Anwesenheit beehren.

Naja… Morgen steht der Sonnenaufgang am Uluru und eine lange Wanderung an.

30.07.
Der Wecker geht, keiner reagiert. Heute steht eigentlich der Sonnenaufgang an, aber dafür haben wir den Wecker zu spät gestellt und beim ersten Blick raus, sahen wir nur Wolken. Also wieder zurück in den warmen Schlafsack noch ein wenig rumliegen.
Wie immer lagen wir zu lange rum, dass es nachher wieder in Hektik ausgeartet ist. Zur Morgenroutine gehörte heute glücklicherweise nur das Frühstück und Zähne putzen, da wir den Aufenthalt um einen Tag verlängert haben. Danach konnten wir auch schon losdüsen. Uluru Base-Walk wurde auf den nächsten Morgen verschoben, da wir bei diesem Wetter eher den Valley of the Winds Walk an den Olgas machen wollten. Einen steilen Aufstieg mit Treppen bewältigt man oder wohl eher ich besser bei kühlerem Wetter.
Am Parkplatz bereiteten wir uns auf den Walk vor. Warm anziehen, Wasser und Proviant einpacken und los. Eins haben wir vorher leider vergessen. Hier gibt es kein Klo, also einhalten. Auch die Backpackergruppe, die in der Nähe von uns geparkt hat, hatte das gleich Problem. Ach, hey, seid ihr nicht die, die neben uns am letzten Campingplatz gecampt haben? Und so kamen wir ins Gespräch. Schnell hat uns die Gruppe in ihre Kreise aufgenommen und wir gingen den Walk zusammen. Wir quatschten, lachten und merkten die Anstrengung dabei gar nicht. Und auch das Zeitgefühl wurde ein wenig eingeschränkt. Der erste Lookout, Karu Lookout, war schnell und mühelos erreicht. Ein Ausblick über das Tal bot sich uns hier. Nicht lange hielten wir uns an diesem Aussichtspunkt auf, sondern setzten unseren Walk fort. Zum Karingana Lookout führte das steilste und anstrengendste Stück des ganzen Rundwegs. Auf einem Felsplateau kämpften wir uns hoch und wurden oben mit einem unglaublichen Ausblick auf das Tal belohnt. Ach, quatsch… Wen treffen wir oben? Die französische Familie, die uns am Cairns Holiday Park das Geld gewechselt hat und der wir unsere Bodyboards andrehen wollten. Unglaublich wie groß dieses Land ist und wie häufig wir schon den gleichen Leuten begegnet sind.
Hier oben verweilten wir, um zu snacken und vor allem Fotos zu machen.

Valley of the Winds

In dieser Zeit merkten wir auch wieso es Valley of the Winds heißt. Wir waren dankbar für jede Sekunde in der die kalten Windströme nachließen. Irgendwann wurde es uns zu kalt, sodass wir uns runterbegaben und uns dort durch die Büsche kämpften. Nach 3 Stunden war es dann auch vorbei. Wir verabschiedeten uns und fuhren wieder in die „Stadt“. Kurz einkaufen und dann zur Campsite. Wir erledigten alle offenen To Do’s und verbrachten die Zeit bis zum Sonnenuntergang im Zelt. Zum Glück haben sich die Wolken verzogen. Gegen 17:30 Uhr mussten wir uns sputen, um rechtzeitig am Lookout zu sein. Mensch, da war was los. Trotzdem haben wir eine schöne Stelle gefunden. Auch am Uluru war der Sonnenuntergang beeindruckend. Die Sonne ließ den Himmel und den Monolithen in verschiedensten Farben erstrahlen.

Der Uluru brennt 😀

Leider ist dieses Farbenspiel immer sehr schnell vorbei und so machten wir uns wieder auf den Weg.

Ein kurzer Halt für die Olgas-Silhouette

Es war Zeit zu kochen. Da es jeden Abend super kalt ist und ich eigentlich immer friere, legten wir uns ins Zelt und ließen den Tag in unseren warmen Schlafsäcken ausklingen.

Liebe Grüße und bis bald!

Ab ins Outback & Kings Canyon – 22.-27.07.2017

22.07.

Heute war es dann soweit. Eine schöne ereignisreiche Woche ging zu Ende. Und das viel zu schnell!
Am Morgen wurde viel gepackt und vorbereitet, um nachdem wir Sarah und Michael zum Flughafen gebracht haben, das Spaceship abzugeben. Am Flughafen dauerte die Gepäckabgabe eine halbe Ewigkeit, vor allem da die Amerikaner so viele Daten von den beiden haben wollten. Dadurch blieb leider nicht mehr viel Zeit, sich zu verabschieden. Es war komisch, die beiden weiterfliegen zu lassen. Gerne hätten wir alle hier noch zusammen weitergemacht, aber alle hatten ja zumindest etwas aufregendes vor die nächsten Wochen. Also bis in vier Wochen in Deutschland 🙂
Jetzt hatten wir nur noch eine Stunde, um schnell zum Campingplatz zu fahren und mit dem Spaceships zur Waschanlage. Das war ein Stress. Schnell gesaugt, gewischt und ne Autowäsche und dann ab zu Spaceships. Als wir um 13 Uhr auf den Parkplatz fuhren, kam sofort ein Mitarbeiter heraus. Am längsten dauerte dann allerdings der Feedbackbogen 😀 Bye bye Starchild! Wer weiß, mit wem du in nem Monat den 20ten Geburtstag feierst.
Den Rest des Tages kauften wir für unsere Reise ins Outback ein. Lebensmittel bei Woolworths, einen kleinen Benzinkanister für den Notfall und ausreichend Gas. Dann fuhren wir nochmal zu Cold Rock, um einen noch größeren Eisbecher zu kaufen als beim letzten Mal. Den gönnten wir uns als Nachtisch am Abend. Heute Nacht schlief ich dann wieder im mittlerweile ziemlich vollen Auto. Ob das aber für die nächsten 2 Wochen eine gute Idee ist…
23.07.
Die Idee von Natalie, nach einer Isomatte bei Kmart zu gucken, wurde dann am nächsten Vormittag, als wir aufbrachen, sofort angegangen. Ich kaufte mir dort tatsächlich eine Luftmatraze für 9$ 😀 Da wir heute die Zeit bis zum Auschecken auch komplett ausnutzten, waren wir schon nicht mehr im Zeitplan. Wir wechselten wie geplant alle 1,5 bis 2 Stunden durch, was das Fahren sehr entspannte. Sobald wir dann hinter Townsville, wo wir nochmal günstig aufgetankt hatten, ins Landesinnere abbogen, bewährte sich vor allem der Tempomat. Wir fuhren heute insgesamt nur knapp 600 km bis zum Campaspe River Rest Stop, um nicht durchs Dunkle zu fahren.
24.07.

Man war das schön in der Horizontalen zu schlafen und dann so weich. Eins stand fest: Die beiden waren so neidisch, dass der nächste Kmart lockte. Heute morgen brachen wir dann schon um halb neun auf. Es ging weiter tiefer und tiefer ins Outback, knapp 900 km, bis kurz vor die Grenze zum Northern Territory auf einen Campingplatz hinter einer Tankstelle wieder pünktlich zum Sonnenuntergang. Und der ist im Outback schon jetzt wunderschön mit tollen Farben. Auch der Sternenhimmel inklusive Milchstraße im Anschluss gaben schon mal einen Eindruck von den tollen Besonderheiten des unbewohnten nachts sehr dunklen und kalten Outbacks. Heute hatten die beiden in Mount Isa zugeschlagen und sich im Kmart jeder eine Isomatte besorgt, sogar inklusive Pumpe 😀
25.7.

Heute ging der Wecker wieder früher und wir fuhren schon um 8 Uhr los und eine viertel Stunde später ließen wir Queensland hinter uns.

Welcome to the Northern Territory!

Jetzt ging es schneller voran, da im Northern Territory 130 km/h erlaubt sind. Dennoch nahm erfreulicherweise die Zahl der Roadkills am Straßenrand ab. Auch heute sahen wir wieder riesige Adler direkt am Fahrbahnrand, die gelegentlich auf den frischen Kadavern saßen. Leider bleiben sie nur sitzen, wenn man schnell vorbeirauscht. Auch die Landschaft wird immer wieder durch Hügel und Felskämme unterbrochen, die sich im Outback mit seiner rötlichen Farbpalette besonders gut machen. Richtung Alice Springs wurde die Landschaft dadurch immer schöner und besonders die Devil Marbles, eine Ansammlung von großen roten Felskugeln, waren ein Hingucker. Wir kamen jetzt so gut voran, dass wir uns spontan entschlossen, nicht vor sondern hinter Alice Spings einen Campingplatz anzufahren.

Und dann waren wir schon in der Hauptstadt des Outbacks

Also kauften wir heute schon in der Stadt ein und fuhren zügig weiter in den Sonnenuntergang zum nächsten freien Campingplatz am Straßenrand. Nach insgesamt gut 1000 km war hier dann auch Schluss. Nen Toilettengang verkneiften wir uns hier, da es auf den Klos nur so von Redback Spidern in ihren Netzen wimmelte.
26.07.

Heute morgen ließ ich mir den Sonnenaufgang nicht entgehen und wir kamen wieder sehr früh auf die Strecke. Von hier aus war das nächste Ziel der Kings Canyon. Der war aber auch immer noch etwa 400 km entfernt. Wir hatten zwei Campingplätze zur Auswahl. Da der erste zu teuer und weiter entfernt vom Canyon war, sind wir zum Kings Canyon Resort gefahren und haben auf dem wirklich schönen Campingplatz in toller Kulisse unser Lager aufgeschlagen. Zum Glück gab es einen Pool, denn es war hochsommerlich warm draußen. Am Abend schauten wir noch den Sonnenuntergang auf einer schön gelegenen Plattform. Die Hinweisschilder für Dingos hatten ihren Grund, denn, während wir unsere Wraps schlemmten, sahen wir später einen Dingo über den Platz streunen.
27.07.
Endlich waren wir an unserem ersten Ziel angekommen. Ich freute mich schon sehr auf die Wanderung heute. Wir brauchten nur eine viertel Stunde mit dem Auto zum Kings Canyon. Diesmal war ich derjenige der fertig war und schon ungeduldig auf die beiden wartete. Das Wetter war wieder bestens. Später hätten wir uns wohl über die ein oder andere Wolke gefreut 😀 Der Canyon faszinierte uns von Anfang an.

Einer der ersten Lookouts beim Aufstieg

Die Farben der ganzen roten, geschichteten Steinplatten, die weißen Eukalyptusbäume mit den im Schatten tiefgrünen Baumkronen, das goldene Gras und der blaue Himmel zogen uns ganz in ihren Bann. Das Tempo der Wanderung wurde aufgrund des fotogenen Panoramas extrem gesenkt. Nachdem der steile Anstieg auf den Canyon zu Beginn geschafft war, ging es teilweise kletternd weiter über Stock und Stein oben auf dem Plateau der ersten Canyonseite.

Watch out! Das Land der Aborigines

Angesetzt waren eigentlich 4 Stunden, aber nach über 3 Stunden waren wir nicht mal am Ende des Canyons angekommen. Dafür machten wir Snackpausen und bekamen Geselllschaft von einer roten Echse. So unglaublich schön der Canyon war, hätten wir eigentlich gerne noch viele Stunden dort verbracht, aber so langsam schien uns die Sonne zu stark auf die Köpfe.

Überm Garten Eden am Ende der Schlucht 🙂

Nachdem wir mit einem kurzen Ab- und Aufstieg in den Garten Eden die andere Seite des Canyons erreicht hatten und nach einem letzten Fotoshooting am Lookout auf die wunderschönen Steilwände wurde die Anzahl der noch erlaubten Fotos pro Gerät auf 15 begrenzt.

Einfach fantastisch die Farben der Sandsteinwände!

Das funktionierte ganz gut und so kamen wir nach 5 Stunden schließlich am Parkplatz an. Die Wanderung war der Hammer!

Einen Pfannekuchenstapel für jeden 😀

Wegen der klasse Landschaft eine der besten Wanderungen, die ich gemacht habe 🙂 Morgen wollen wir zurückkommen und ein Stück in der Schlucht wandern. Jetzt also zurück zum Campingplatz, wo wir beim Sprung in den eiskalten Pool meinten ein Zischen gehört zu haben 😀 Nachdem wir uns etwas im Zelt ausgeruht hatten, kochten wir richtig deutsch Rotkohl und Kartoffelpüree mit Würstchen, um uns dann vollgefuttert ins Zelt zu verkriechen. Morgen gehts  dannwieder zum Canyon 🙂 und den Sonnenaufgang möchte ich mir nicht entgehen lassen.
Liebe Grüße

Krokodilsafari & Regenwaldexpedition – 20.-21.07.2017

20.07.
Heute hätten wir etwas Schlaf nachholen können, aber Sarah stand trotzdem schon um kurz nach 7 hellwach im Raum. Alle wurden langsam wach und während die einen Frühstück vorbereiteten, gingen die anderen die Krokodiltour für heute um 10:45 Uhr buchen. Auch heute kamen wir in Zeitnot und hatten wenige Minuten Verspätung. Aber halb so wild, gerade als wir ausstiegen, kam das Boot am Ufer an. Wir wurden nett empfangen und es wurde schnell wieder abgelegt. Die restlichen Leute wurden auf der anderen Seite eingesammelt. Dann konnte es endlich los gehen. Wir waren extrem auf die riesigen Reptilien gespannt. Zu weit lehnten wir uns auch nicht über die Stangen, denn wer weiß, wo das nächste hungrige Krokodil lauert 😉
Der Guide zeigte uns zu Beginn einen echt gut getarnten Frosch, der in den Ästen der Mangroven saß. Über eine Kamera, die das Live-Bild auf einem Bildschirm wiedergab, zeigte er, wo genau dieser sich versteckte. Ich hatte ihn auch erst gar nicht sehen können. Ein sehr hübsches Exemplar.
Ein kleines Stückchen weiter sahen wir dann eines der größten Krokodile überhaupt, zumindest eines von der größten Krokodilart der Welt. Es war noch ein junges und gut einen halben Meter lang. Kurz darauf bekamen wir aber ein größeres zu sehen. Faszinierend diese Tiere, richtige Dinosaurier! Auf der Fahrt weiter den Daintree River entlang sahen wir noch einige Krokodile, Männchen wie Weibchen.

Was ein Anblick 😮

Als wir vor einem Weibchen stoppten, zeigte der Guide uns auf dem Bildschirm ein Bild von diesem zusammen mit dem wohl größten männlichen Krokodil dieser Gegend. Es heißt Scarface und wirkte 3-mal so groß wie das Weibchen, welches vor uns im Wasser entspannte. Während die Weibchen irgendwann aufhören zu wachsen, werden die Männchen immer größer und größer. Wir lernten einiges über Krokodile und in den Sommermonaten könne man wohl den ein oder anderen Kampf beobachten. Zur Zeit wärmen sich die Krokodile tagsüber eigentlich nur auf und regulieren ihre Körpertemperatur durch Öffnen des Mauls.
Auf dem Weg zurück war ein Krokodil nicht mehr zu finden. Der Guide sagte, es könne überall sein, denn die Krokodile lassen keine Luftblasen aufsteigen, wenn sie nicht gesehen werden wollen. Krokodile sehen einen aus dem Wasser, aber man selber kann sie nicht erkennen! Doch plötzlich deutete er auf die Mitte des Flusses. Dort war das Krokodil tatsächlich aufgetaucht. Man merkte kaum, dass es sich bewegte, aber trotzdem schwamm es flott vorwärts. Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher in einen Flussarm, der nur so von Mangroven übersäht war. Ein sehr schöner Anblick. Nun ging es aber zurück zur Anlegestelle. Als wir am Auto standen, tauschten wir uns aus und alle würden die Tour am liebsten nochmal machen. Wir wollten nämlich unbedingt Scarface sehen! Was das wohl für ein gigantisches Krokodil ist. Das war echt eine mega coole Tour!
Bevor es zurück ging, nutzten wir den Netzempfang, um eine Unterkunft in Cairns für die letzte Nacht mit Sarah und Michael zu buchen. Es wurde wieder der Cairns Holiday Park, also werden wir wohl zu fünft campen 🙂
Nun ging es zurück und an der Unterkunft angekommen, gönnten wir uns zumächst das ein oder andere Eis. Anschließend brachen wir auf, um zum Cape Trib Beach zu spazieren. Dieser befindet sich auf der anderen Seite des Kaps. Also gingen wir den schon bekannten Myall Beach hinauf, über die kleine Flussmündung in den Regenwald. Kleinere Hügel hinauf, an so einigen Lianen vorbei und schon kamen wir auf der anderen Seite an. Der Strand schien kein Ende zu nehmen. Ein Sonnensegel aus Palmenblättern erschien uns da perfekt für eine Fotosession.

Wer hat die Kokosnuss geklaut? 😀

Von hier aus ging es auch nur noch bis zu einigen Mangroven und dann machten wir kehrt. Es war auch schon ganz schön spät geworden. Auf dem Weg zurück spielten wir Schnick-Schnack-Schnuck und die beiden Verlierer sollten schon mal kochen gehen während die anderen nochmal zu den Meeresschildkröten gehen könnten. Michael und mich traf es, aber es sollte doch anders kommen. Denn die Flut war schon stark fortgeschritten. Wir wollten uns lieber schnell beeilen, da die Flussmündung schon einiges tiefer war als beim Hinweg. Während es vorhin knapp bis auf Kniehöhe war, war es nun mehr als Hüfttief. Vor allem durch das Wissen, dass die Krokodile nun aktiv sein könnten, eilten wir durch das Wasser. Unsere Wertsachen hielten wir dabei so weit wie möglich nach oben, doch es wurden ein paar Sachen nass. Aber wir waren froh, dass wir alle heile drüben waren 😀 Nun mal zurück zum Camp und endlich kochen. Anschließend fielen wir alle müde in die Betten.
21.07.
Zum Sonnenaufgang stiegen wir heute aus den Betten und spazierten den kurzen Weg zum Strand. Relativ viele Wolken, aber trotzdem ein wunderbarer Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang am Cape Trib!

Zurück am Camp machten wir Frühstück. Wie eigentlich an jedem Morgen ließen wir uns ein wenig zu viel Zeit, sodass wir nachher etwas in Zeitverzug gerieten. Nach dem Frühstück hieß es nämlich packen. Alle packten ihre Sachen zusammen und räumten diese in die Autos. Wir checkten noch rechtzeitig vor 10 Uhr aus und konnten losfahren in Richtung Cairns. Um 20 nach 1 sollte uns dort ja die Tour erwarten, die Sarah für uns alle gebucht hat. Nur dauert es echt lange bis man von Cape Tribulation in Cairns ankommt. Beim Croctouranbieter machten wir nochmal Halt und verschenkten unser letztes Fährenticket 🙂
Wir beeilten uns beim Einkauf und kamen um 20 nach 1 beim Holiday Park an. Schnell eingecheckt und dann zum kleinen Bus gegangen, der schon abfahrbereit war. Day and Night Wildlife Tour stand nun auf dem Programm.
Endlich saßen wir im Transporter und freuten uns alle extrem auf die Tour. Zunächst holten wir noch die restlichen Personen ab. Der aus Deutschland stammende Guide fragte zunächst, ob jeder schon Kängurus gesehen habe. Durch unseren kleinen Abstecher nach Trinity Beach konnten sogar Michael und Sarah diese Frage bejahen. Kurz darauf fuhren wir an einer Wiese vorbei, an der einige Kängurus grasten. Für jeden gab es ein Fernglas und so versuchte man einen besseren Blick auf die Känguruart zu erhaschen. Nun hatten wir eine längere Autofahrt vor uns. Von Cairns bis zu den Atherton Tablelands ist es eine gute Stunde. Doch diese war alles andere als langweilig! Der Guide gab uns jede Menge interessante Informationen über den Regen- und Trockenwald. Alle lauschten ihm während er über die Serpentinen raste. Dann kam die Frage, was wir denn alles heute sehen wollen. Eigentlich erhofften sich alle Schnabeltiere und Baumkängurus sehen zu können. Der Guide schien ganz zuversichtlich mindestens eins von beiden aufzufinden. Der erste Stopp war beim Lake Barrine. Dem zweitgrößten Kratersee der Tablelands. Den größten haben wir ja schon vor knapp 2 Wochen gesehen, Lake Eacham. Wir spazierten dort runter zum See und wollten eine Wanderung durch den Regenwald starten. Doch direkt beim Start zeigte uns der Guide eine Schlange, die schwarze rot-Bauch Schlange. Die Tour gefiel uns schon jetzt richtig gut und es sollte so weitergehen. Bei der kurzen Wanderung sahen wie zwar nicht die erhofften Rat-Kängurus, die die Größe eines Meerschweinchen haben, aber wir sahen ein paar Spinnen, Truthähne, Kauribäume und eine riesige Liane, auf der man Schaukeln konnte. Nebenbei gab es massig Informationen über Termiten und alles weitere, was wir zu Gesicht bekamen. Unser Highlight war ein relativ kleines Insekt, eine Stachelschrecke. Wie unser Guide die überhaupt entdeckt hat!

Camouflage at its best, wo ist sie?

Von hier aus sollte es dann auf die Suche von Schnabeltieren gehen. Also fuhren wir wieder durch die Tablelands und kamen nach einer Viertelstunde an einem ruhigen Bachlauf an. Der Guide meinte, wir sollen Ausschau halten und wenn noch keines aktiv ist, würden wir gleich nochmal vorbeischauen. Doch sie waren schon aktiv. 3 Schnabeltiere waren immer wieder abwechselnd zu sehen. Leider konnten wir nicht auf die Grasfläche direkt am Wasser, weil dort Kühe herumliefen.
Nach einer Weile machten wir uns auf die Suche nach den Baumkängurus. Dafür fuhren wir etwa 10 Minuten und wählten schon einmal das Gericht aus, welches wir bei einem schweiz-italiänischem Restaurant essen wollten. Der Transporter stoppte am Straßenrand und wir stiegen aus. Und es schien als hätten wir heute großes Glück. Am ersten Baum neben dem Auto hing ein Baumkänguru in der Krone. Erst bewegte es sich kaum, doch nach einigen Minuten aß es etwas und posierte dabei für gute Bilder 😀

Ja, wer ist denn da? 😀

Da wir so schnell ein Baumkänguru gefunden hatten, entschieden wir uns dazu wieder zurück zu den Schnabeltieren zu fahren und dort noch einige Minuten zu verharren. Wieder waren die Schnabeltiere sehr aktiv und dieses Mal konnten wir auf die Weide.

Es ist schwer ein Schnabeltier zu erwischen 🙂

Nachdem alle glücklich waren, Schnabeltiere und Baumkängurus gesehen zu haben, fuhren wir das Restaurant an. Wir hatten auch alle gut Hunger. Da wir schon vorher bestellt hatten, warteten wir auch nicht lange, da stand zunächst der Salat und dann das Chicken-Gericht auf dem Tisch. Es war zwar relativ wenig, aber den Hunger schmälerte es und wir wollten den Abend ja nicht mit Essen verbringen. Wir wollten nämlich die Nachtwanderung starten.
Mittlerweile war es stockfinster und wir haben auf der Reise bisher immer versucht das Autofahren im Dunkeln zu vermeiden, aber heute ging es ja gar nicht anders. Es dauerte nicht lange, da hielten wir im Gras neben einer Straße an. In den Scheinwerfern sah man kurz ein kleines Wallaby sitzen. Alle ausgestiegen, ging unser Guide mit Stirnlampe bewaffnet voran. Immer wieder hörten wir es rascheln in den Bäumen und ab und zu hörte man eine Eule. Es war echt cool, so mit der Geräuschkulisse nachts am Regenwald entlang zu laufen. Einige Baumbeutler bekamen wir zu Gesicht und einen echt gut getarnten Blattschwanzgecko. Wir fragten uns wieder einmal wie er diese überhaupt finden konnte! Mit der Kamera machten wir ein Foto, damit allen gezeigt werden konnte, wo sie sich aufhält. Wir drehten langsam um, da wir noch an einen anderen Spot wollten. Auf dem Weg entdeckte der Guide etwas hoch in den Bäumen. Er versuchte uns zu erklären, wo genau das Tier sein sollte. Nach einer Weile hatten es dann alle gefunden. Es war die Eule. Durch das Licht der Stirnlampe konnte man eine rote Reflektion von den Augen wahrnehmen. Schon mystisch!
Den zweiten Spot kannten wir drei schon. Wir fuhren zum Curtain Fig Tree. Doch im Dunkeln ist es schon was ganz anderes! Ein kleiner Spaziergang um den riesigen Baum herum und so langsam ging es zurück zum Transporter. Zum Abschluss sahen wir noch einen letzten, aber sehr fotogenen Baumbäutler.

Schmatz, schmatz

Es war schon spät und wir hatten einen langen Tag hinter uns. Auf der Fahrt nach Cairns schlief der ein oder andere ein und auch ich wachte erst in Cairns wieder auf. Wir bedankten uns beim Guide für eine echt mega coole Tour und gingen dann zum Zeltplatz. Das Lager wurde schnell aufgeschlagen, doch Hotdogs aßen wir heute keine mehr. Sarah und Michael hatten die Ehre die letzte Nacht in unserem Starchild zu verbringen. Nicht nur Sarah und Michael werden morgen zum Flughafen gebracht, sondern auch das Spaceship geben wir ab. Eine sehr schöne Woche geht zuende, aber ein nächstes Abenteuer steht an!
Bis die Tage

19.07.2017 – Great Barrier Reef

Biep, Biep, Biep – 4:45 Uhr!!! Das kann nur eins heißen. Tour-Time!! Heute ist Tauchen im Great Barrier Reef angesagt. Trotz der frühen Stunde und der Müdigkeit, die uns allen anzusehen war, mussten wir in die Gänge kommen. Einer nach dem anderen stieg aus dem Bett, um sich fertig zu machen. Viel zu packen gab es Gott sei Dank nicht, dennoch setzten wir uns viel zu spät an den Frühstückstisch und gerieten so am Ende in Stress. Deutlich nach der angesetzen Abfahrtszeit fuhren wir los. Das blöde dabei war, dass der Zeitplan relativ straff getaktet war und kaum Puffer bot. Trotz aller Umstände kamen wir sogar relativ pünktlich an der Fähre, die regelrecht auf uns gewartet hat, an. Die weitere Autofahrt zog sich so lang. Von Minute zu Minute wurde mir mulmiger zu Mute und die Aufregung stieg immer mehr. Pünktlich am Patkplatz des Hafens angekommen, schnappten wir unsere Sachen und betraten das Boot anders als erwartet sogar vor dem Guide. Es sollte eine lange Fahrt bis zum Divespot werden. 1 1/2 Stunden in einem kleinen, wackligen Boot. Das kann ja nur vielversprechend werden… Leider ließ das Übelkeitsgefühl auch nicht lange auf sich warten. Eigentlich war es auch auszuhalten und ich war der festen Überzeugung, ich würde es bis zum Tauchen überleben.

Maaaaan over board!!! – Da gings mir noch gut 😉

Doch dann mussten wir uns bei der Fahrt umziehen. Wetsuits sind für sich schon stets eine Herausforderung, aber bei Seegang hieß es für mich dann schnell anziehen, ans Ende des Bootes setzen und die Übelkeit mit dem Blick auf den Horizont besiegen. Weitere 20 Minuten Fahrt. Es war endlich geschafft. Ein kurzes Briefung der Zeichen zur Verständigung und es konnte losgehen.
Gut gings mir immer noch nicht, aber das Wasser sollte mir Linderung verschaffen. Gott sei Dank vergass ich beim Tauchen auch direkt die vorherigen Strapazen. Um eine kleines Riff schwammen wir herum, betrachteten die verschiedensten Korallen und Fische und gingen ganz in dem Element Wasser auf. Wir fünf wurden von unterschiedlichsten Korallen und Fischen angezogen. So dauerte es auch nicht lange, dass wir uns als Gruppe langsam auflösten. Zu schnell ging der erste Dive vorbei. Trotz der Tatsache, dass wir hier am „Bommie“ leider keine Haie, Rochen, Schildkröten oder ähnliches gesehen haben, war der Dive unglaublich schön. Die Farben, Formen und Anzahl der Fische, aber auch der Korallen lässt einen immer wieder ins Staunen versetzen. Ein unglaubliches Phänomen der Natur. Gegen Ende des Tauchganges hatten wir sogar das Vergnügen einen großen Fisch kennenzulernen. Dieser war total neugierig und wagte sich ziemlich nah an uns.

What a big fish

Teilweise war es möglich diesen zu streicheln. Grundsätzlich hab ich aber versucht alles was mit anfassen zu tun hatte zu vermeiden. 40 Minuten und schon war es zu Ende.
Tobi, Sarah, Pati und Michael ließen es sich nicht nehmen wieder ins Wasser zu springen, um bei einer kleinen Schnorcheltour weitere kleine Gebiete zu erkunden. Ich dagegen saß wieder am Rand und kämpfte mit meinem vorherigen Problem. Zum Glück verging nicht so viel Zeit bis zum zweiten Dive, der ebenfalls an diesem Reef stattfinden sollte. Wir zogen unsere Ausrüstung wieder an und tauchten mit einem PLATSCH in die Unterwasser ab. Dieses Mal hielten wir uns in flacheren Bereichen auf.

Bitte Lächeln!!

Die Attraktionen dieses Tauchgangs ähnelten natürlich sehr dem Vorherigen, aber dennoch gab es hier auch andere farbenprächtige Korallen.
45 Minuten und auch jetzt war alles vorbei. Wir mussten wieder an Board. Sehr ungerne wollte ich dem Nachgehen. Nicht nur, weil es so viel mehr zu sehen gibt, sondern auch, weil ich ahnte, dass meine Übelkeit auf dem Boot wieder schlimmer werden würde. Leider führte kein Weg dran vorbei. Esseeeen. Für mich gar nicht dran zu denken, doch die anderen ließen sich die Brötchen und den Salat schmecken. Ich saß wieder hinten und betete, dass wir schnell ankommen.
Maximal 15 Minuten und wir waren da. Nun hieß es wieder in die Wetsuits. Dieses Mal musste Patrik mir helfen mich in den Anzug zu quetschen.
Alle waren fertig. Es konnte ins Wasser gehen. Eigentlich wollte ich mich weigern und diesen Dive aussetzen. Gut, dass ich es nicht getan habe. Das war einer der besten Tauchgänge in Australien. Wieso? Zum einen weil wir Clownfische in ihren Anemonen beobachten konnten, zum anderen gab es mehrere Höhlen. Durch zwei Caves sind wir sogar getaucht.

Beautiful Caves

Eine ganz neue Erfahrung, die eigentlich bereichernd war, aber auf die ich erstmal hätte verzichten können. Wir als Anfänger hätten einige Schäden hinterlassen können, da unsere Fähigkeit den Auftrieb zu kontrollieren zwar immer besser wird, aber nach 8 Dives nicht perfekt ist. Wir tauchten um die „Twin Bommies“ bis fast allen die Luft ausging.
An Board zogen wir uns aus, wärmten uns auf und schauten zu, wie die Ausrüstung gewaschen wurde.
Nun musste ich nur noch die Fahrt zum Hafen ohne Eskalation überstehen. Ich setzte mich wieder an meinem heutigen Stammplatz und beobachtete den Horizont in der Hoffnung ein paar Wale zu sehen.
Wir fahren, fahren und fahren und kommen endlich an.
Fix einen Stempel für unser Logbuch geholt, Sachen gepackt und ab nach Port Douglas. Hier suchten wir uns ein schönes Pub aus. Wir suchten uns Pizza und Burger aus und ließen den erlebnisreichen Tag gemütlich ausklingen.

Abendprogramm! Danke Gertrud 🙂

Danke nochmal an dieser Stelle Gertrud. War ein super schöner Abend, den du uns ermöglicht hast.
Das Essen war schnell verputzt, sodass wir uns zeitig auf den Weg machen konnten, um so wenig wie möglich im Dunkeln zu fahren. Ich übernahm gerne das Steuer, da ich bei diesen kurvigen Straßen heute nicht hinten sitzen wollte. An der Fähre wollte ich nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr weiterfahren!
Unendlich müde erreichten wir das Hostel. Viel stand auch nicht mehr auf dem Plan. Duschen und so schnell wie möglich ins Bett.

Liebste Grüße an euch alle 🙂

Ankunft & Cape Tribulation – 16.-18.07.2017

16.07.

Heute konnte ich schon früh nicht mehr schlafen. Die Vorfreude wuchs als ich bei Flugradar schaute, wo sich unser Besuch für die nächste Woche gerade befindet. Sarah und Michael nehmen nämlich auf ihrer USA-Reise extra einen riesigen Unweg, um die Woche mit uns am Riff und im Regenwald zu verbringen. Schon fast über Brisbane! Also stand ich auf und begann schonmal die Erdbeermüslis vorzubereiten. Um 8 kletterten Patrik und Natalie aus dem Zelt und nach dem Frühstück mussten wir uns beeilen, damit wir pünktlich um 10 Uhr unseren neuen Mietwagen abholen können, denn nur gut eine halbe Stunde später sollten Sarah und Michael landen. Wir fuhren in die Stadt zu Ace, wo wir schneller als gedacht den Wagen, einen ziemlich neuen Toyota Corolla in auffälligem Gelbgrün, vorgefahren bekamen. Das sah uns mal nach einem zuverlässigen Auto fürs Outback aus. Perfekt! Wir teilten uns kurz auf. Patrik und Natalie fuhren zu JB-HiFi, um nach einem Induktionsladegerät für sein laderesistentes Handy zu schauen, und ich ging nochmal zur Bank. Jetzt wurde es aber Zeit zum Flughafen zu fahren, denn die beiden waren schon gelandet. Wir trafen uns bei Ace und fuhren von dort zum Flughafen, der nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfert liegt. Eine halbe Stunde mussten wir uns noch gedulden und die meisten Taxifahrer hatten ihre Gäste bereits eingesammelt, dann war es soweit 🙂 Die Freude war riesig. Es war so schön, sich nach so langer Zeit wiedersehen zu können! Und dass alles gut geklappt hatte. Das Empfangswetter hätte nicht besser sein können. Mit den beiden gut bepackten Wagen fuhren wir erst einkaufen. Hier erzählte Sarah uns dann auch endlich, welche Tour sie für uns alle für Freitag gebucht hat, eine geführte Tag- und Nacht-Regenwalderkundungstour in den Tablelands! Yes 🙂 Natürlich hatte es wie erwartet mit Tieren zu tun 😉 Wir waren schon gespannt! Dann sind wir aufgebrochen Richtung Norden, die Küste entlang und wie geplant bei Trinity Beach an einer Ausfahrt abgefahren. Den Ort hatten wir uns bei der Rückfahrt nach Cairns ausgeguckt, da man hier von der Straße aus schon einige Kängurus auf den Wiesen sehen kann. Die perfekte Gelegenheit die ersten australischen Tiere zu sehen. Allerdings waren die Kängurus etwas scheu und hielten uns auf Distanz und Sarah wurde auch noch durch Kopfschmerzen vom Jetlag geplagt.

Kakadus und Kängurus … check!

Das wurde nach einem Nickerchen bei der Weiterfahrt Richtung Cape Tribulation jedoch besser. Wir setzten mit einer Fähre über den Daintree River in den Daintree Rainforest National Park über. Und dass wir uns hier in eine Hochburg der Krokodile begaben, wurde durch die Warnhinwiese am Fluss und die Krokodiltour-Anbieter offensichtlich. Die Straße durch den Regenwald zu fahren, gefiel uns schon sehr und wir machten den ein oder anderen kurzen Stopp für Fotos. Erinnerungen an Jurassic Park wurden geweckt 😀 Unsere Unterkunft, das PK Jungle Village, und der Anbieter für unsere Schnorcheltour waren direkt gegenüber auf der Straße im Rainforest des bekannten Cape Tribulation. Hier trifft der Regenwald direkt auf den Strand. Was für ein toller Ort um hier die Woche zu vebringen 🙂 Voller Vorfreude auf unsere erste Tour ins Great Barrier Reef morgen früh gingen wir zunächst bei Ocean Safari vorbei, um unsere Buchung zu bestätigen. Dann erkundeten wir etwas den Regenwald bis zum Strand, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir blieben an diesem wahnsinnig tollen Ort bis die Sonne untergegangen war, indem wir den Strand entlang spazierten, auf Palmen kletterten und am Ende versuchten Kokosnüsse von ihren Schalen zu befreien.

Auf Erkundungstour am Cape 🙂

Als es zu dunkel wurde nahmen wir uns eine Nuss mit zurück ins Camp. Während ein Teil von uns begann zu kochen, präparierten die anderen die Türen und Fenster mit Mückennetzen. Beim Kochen bekamen wir kurz Gesellschaft von einer Beutelratte, die unterm Tisch herumschnüffelte. Leider waren wir nicht schnell genug für ein Foto. Zur Feier des Tages machten wir uns heute Burger und fielen anschließend alle satt und müde in die Betten.

Willkommen im Dschungel! Das gemeinsame Kapitel Great Barrier Reef und Daintree Rainforest hatte begonnen 🙂

17.07.

Pünktlich um 7 Uhr schaltete Sarah schon hellwach das Licht an. War das schön nochmal auf einer Matraze zu schlafen! Aber ausschlafen war heute nicht drin, denn um 8 Uhr mussten wir schon drüben bei Ocean Safari für den Schnorcheltrip sein. Aufgrund der Vorfreude kamen wir alle schnell aus den Betten. Trotzdem wurde es am Ende natürlich wieder knapp. Wir bekamen direkt jeder einen Wetsuit in die Hand gedrückt, den wir anzogen und schon ging die ganze Gruppe von gut 20 Leuten los durch den Wald zum Strand. Dort wartete schon ein Motorboot auf uns. Also Schuhe in die Box und durchs knietiefe Wasser an Bord! Wir verstauten eben unsere Sachen und schon schossen wir über das Wasser auf den Ozean und die Berge des Festlands wurden hinter uns immer kleiner und blasser.

Ein Blick zurück lohnt sich! Bis gleich Daintree Rainforest 😉

Das machte riesigen Spaß über die Wellen zu flitzen und die ein oder andere davon abzubekommen. Sarah begann jetzt schon zu frieren und flüchtete auf die Sonnenseite. Nach 25 Minuten waren wir dann beim Mackay Reef in der Nähe einer Sanddüne, die sich hier ein Stück aus den Ozean erhebt. Diese Farben des klaren Wassers um uns herum waren phänomenal und, als wir während den Instruktionen durch den Skipper auch noch eine Schildkröte auftauchen sahen, wollten alle nur noch los.

Bester Schnorchelspot 🙂 Leider gibts nur Bilder von über Wasser wegen ner Panne von Patriks GoPro. Aber auch dort war es traumhaft 🙂

Michael machte den Anfang mit einer Rückwärtsrolle und wir folgten ihm zügig nach. Mit Schwimmflossen war es besonders einfach das Riff zu erkunden und ohne Armbewegungen nah an die Fische heranzukommen. Die bunten Farben der Fische, Seesterne, Korallen und die Riesenmuscheln zogen uns in ihren Bann und ließen die Zeit wieder verfliegen. Auf unserem Weg über das Riff im seichten Wasser entdeckte Michael auch einen Oktopus. Unglaublich, wie schnell und perfekt er sich an die Umgebung anzupassen vermag. Ein Meister der Camouflage! Wir schnorchelten wieder zurück Richtung Boot, da es langsam kalt wurde und Sarah eine Pause machen wollte, um sich etwas aufzuwärmen. Aber vorher wollten wir noch auf der anderen Seite des Bootes vorbeischauen, wo zuvor die Schildkröte aufgetaucht war. Wir stellten fest, dass hier die meisten Schnorchler in einer großen Traube zusammengekommen waren. Hier musste es also etwas zu sehen geben! Wir sollten aber nie dort ankommen, weil wir auf dem Weg schon auf eine große Schildkröte stießen, die am Grund graste. Jetzt war auch Sarah nicht mehr kalt. Es machte einfach unglaublich viel Spaß zu der Schildkröte, die etwa 5 bis 6 Meter unter uns war, hinabzutauchen und ihr möglichst nah zu kommen. Am besten war es aber mit ihr zu schwimmen, wenn sie auftauchte, um zu atmen. Sich einen Moment in die Augen zu schauen und nebeneinander herzuschweben, das war einfach unbeschreiblich. Als die eine Schildkröte zu weit hinausgeschwommen war, stießen wir beim Rückweg schon auf die nächste. Und diese sollte auch nicht die letzte sein, mit der wir schwammen. Wir hätten fast kein Ende gefunden, aber dann kam schließlich das Signal zum Boot zurückzukehren, um den zweiten Schnorchelplatz anzufahren.

2 Minuten brauchte es nur, um zur zweiten Stelle näher an die Sandbank herüberzufahren. Ein kleiner Snack und schon sprangen wir wieder über Bord, um die Unterwasserwelt weiter zu erkunden. Sarah blieb noch etwas auf dem Boot in der Sonne. Es war so schön zu sehen, was dort unter Wasser alles los ist! Diese Vielfalt und Menge an Fischen, die man über Wasser nicht erahnen kann, ist wie eine andere Welt. Unsere Highlights hier waren ein blau-gepunkteter Stachelrochen und eine Gruppe großer Tintenfische, die wir entdeckten, als ich Sarah vom Boot abholte, um ihr den Rochen zu zeigen. Dann war auch hier die Zeit schon wieder um und wir jagten über die Wellen zurück Richtung Strand mit einem neuen überragenden Eindruck von der Unterwasserwelt da draußen 🙂 Für die Rückfahrt setzte ich mich auf einen der Plätze auf dem Schlauch am Rand. Hier musste man sich gut an Schlaufen festhalten, um nicht wie meine Sitznachbarin bei der ein oder anderen Welle im Boot zu landen. Jetzt noch die richtige Musik an und dann wurde vorm Strand nochmal richtig mit Vollspeed durch die Wellen gekurvt. Was für ein Spaß und was für ein Gesamtpaket! Nachdem wir dann zurück im Camp waren, dauerte es nicht lange, da gingen wir jeder mit einem Eis bewaffnet wieder runter zum Strand. Dort fanden wir diesmal zwei reifere Kokosnüsse, von denen relativ schnell die Schale entfernt war.

Endlich fiel eine Kokosnuss vom Himmel 😉 Am Cape Tribulation könnte man endlos spazieren!

Auf dem Weg Richtung Kap aßen wir Kokusnuss, durchquerten einen kleinen Fluss und kletterten schließlich über die Felsen bis zum Ende des Cape Tribulation. Heute war einfach der Turtle Day, denn hier auf den Felsen am Kap sitzend beobachteten und fotografierten wir eine Hand voll Meeresschildkröten die in der Brandung immer wieder auftauchten.

Doch noch ein Schildkrötenfoto heute 😀

Auf dem Rückweg zum Camp trafen wir dann noch unseren Mitbewohner aus Byron Bay. Wieder einer dieser witzigen Zufälle 😀 Nach einer ordentlichen Runde Wraps und einem Krug Bier auf Michaels Masterabschluss in der Bar fielen wir schließlich alle müde ins Bett. Was für ein Tag! Ich hoffe ich hab euch Lust aufs Schnorcheln und aufs Riff gemacht! 😉 Die Vorfreude aufs Tauchen am Mittwoch war auf jeden Fall durch den tollen Tag im Riff heute weiter gewachsen 🙂

18.07.
Sarah war mal wieder als erste wach und sorgte bald dafür, dass auch wir nicht länger schliefen. Der Plan war, heute nach Port Douglas fahren, um beim Anbieter der Tauchtour für morgen einzuchecken und eventuell einen Flug übers Riff zu machen. Bei einem leckren Honigmelonenmüsli bekamen wir besonderen Besuch von einem Pfau. Wie schön es ist, im Regenwald zu wohnen 🙂 Patrik eskalierte etwas mit Sarahs Kamera, sodass wir haufenweise schöne Fotos davon haben.

Unser farbenfroher Besuch

Auf nach Port Douglas! Auf der Fahrt dorthin schauten wir noch im Internet nach angeboten zu Flügen, da uns die Flyer im Camp nicht überzeugt hatten. Außerdem informierten wir uns über eine spannende Tour für Donnerstag, zu der es im übernächsten Blog Informationen gibt. Angekommen in der Stadt schlenderten wir bis zu ABC, dem Anbieter unseres Tauchtrips. Dort wechselten wir uns mit Einchecken und Bespaßung des Border Collies ab und Michael fand ein passendes Tauchgehäuse für seine neue GoPro. Perfekt! Nachdem wir alle eingecheckt hatten, gingen wir noch ein Eis essen und schauten uns noch eine Weile die Stadt an. Dann wurde es Zeit für den Heimweg in den Dschungel. Da wir kein Angebot für einen günstigen Flug heute organisiert bekommen hatten, mussten wir uns von der Idee verabschieden, da man nach dem Tauchen in einem bestimmten Zeitfenster nicht fliegen sollte. Nach dem Essen im Jungle Village wären wir beinahe alle ins Bett gefallen, aber Sarah, Michael und ich konnten uns noch für eine kleine Nachtwanderung im Regenwald aufraffen. Und dort konnten wir jede Menge Augenpaare entdecken, die unsere Lichter reflektierten. Die meisten davon waren Spinnen, aber wir sahen auch einen Aal, eine Beutelratte und am Strand einige Fledermäuse, die uns teilweise erschreckend nah kamen 😀 Es war eine aufregende Nachtwanderung und der spannenste Fund eine große Tarantel, für die wir noch einen kleinen Abstecher durchs Laub nahmen, um ein gutes Foto zu schießen. Mehr oder weniger schweißgebadet kamen wir zurück und überlegten bereits, ob wir morgen nochmal losziehen. Um 11 Uhr wurde es dann auch höchste Zeit, zu schlafen, um morgen früh fit zu sein für den Tag, auf den wir schon Monate hingefiebert hatten.
Bis dahin viele Grüße:)

Totalschaden? – 13.-15.07.2017

13.07.
Den Morgen gingen wir sehr entspannt an, da wir für heute wieder sehr wenig auf dem Programm hatten. Einkaufen und abends zum Moonlight Cinema in Port Douglas, falls das Wetter mitspielen sollte. Nach dem Frühstück machten wir uns so langsam fertig und packten auch das Zelt mit ein. Denn bei schlechtem Wetter würden wir uns schon nach Cairns begeben. Alles im Auto und losgefahren. Nach 100 Metern fallen uns Warn-Lämpchen auf. Wir fahren lieber nochmal zurück und wollen mal nachschauen.
Im „Handbuch“ von Spaceships steht, dass das Aufleuchten der Symbole für die Batterie und „erschöpfte Termperatur“ ein Anzeichen für ein Problem am Katalysator sein könnte. Man soll das Auto 10 Minuten ruhen lassen und wenn nichts angefangen hat zu brennen, es nochmal versuchen. Gewartet und getestet. Alles beim Alten! Also Spaceships anrufen… mal wieder. Der Mechaniker soll innerhalb der nächsten Stunde kommen.
Aus der Stunde wurden letzten Endes 3 Stunden bis er endlich da war. Er schaute sich die Batterie an und maß die Stromspannung während ich das Gaspedal immer weiter durchtrat. Es tat sich nichts. Die Batterie wird nicht geladen meinte er. Es ist vermutlich der Generator kaputt. Wir könnten vielleicht noch ein paar Kilometer fahren, doch dann würden wir liegenbleiben…
Also müssen wir abgeschleppt werden. Bis wir in Cairns ankommen würden, hätte schon alles zu und so einigten wir uns, dass er Spaceships kontaktieren wird und uns morgen früh um 7 Uhr abholt, um uns nach Cairns zu bringen. Juhu! Das scheint ja toll zu werden. Vor allem da wir kein Essen, Trinken und Strom hatten. Es wäre wohl ein Worstcase-Szenario, wenn wir nun mitten im Nirgendwo sein würden. Ich meine, wir sind zwar im Nirgendwo, aber wenigstens ist das kleine Dörfchen in Reichweite. Also bauten wir das Zelt wieder auf und gingen dorthin, um wenigstens schonmal Wasser zu kaufen. Nebenbei bemerkt, haben uns unsere Campnachbarn auch schon Hilfe angeboten. Im General Store kauften wir total überteuert Wasser und Milch und schauten uns nach einer Essensgelegenheit um. Das National Hotel hatte etwas leckeres auf der Speisekarte für uns. Als die Küche um 6 Uhr aufgemacht hatte, bestellten wir uns jeder einen Burger und ließen den Abend entspannt ausklingen. Zum Moonlight Cinema wären wir vemutlich sowieso nicht gegangen, da es immer mal wieder leicht regnete. Wenigstens haben wir die Tage nichts Großes geplant gehabt, sonst hätten wir nicht so entspannt und geduldig den Tag lang gewartet. Naja, solange wir morgen wieder los können…
Nachdem wir satt waren und unsere Handys vollgeladen waren, begaben wir uns zurück zum Campingplatz. Auf dem Weg sahen wir noch eine echt große Kreuzspinne, die wir eine Weile beobachteten. Dann ging es auch schon früh schlafen, da wir ja morgen um 7 Uhr abgeholt werden.
14.07.
Um kurz vor 6 ging der Wecker. Aufstehen, frühstücken, alles einpacken. Um 7 Uhr waren wir bereit und warteten auf den Mechaniker. Nachdem wir etwa 1 1/2 Stunden gewartet hatten, riefen wir wieder beim Roadservice an, damit die Kontakt zu RACQ aufnehmen können. Das Ergebnis, es ist kein Auftrag zum Abschleppen bestätigt worden. Das Problem ist nämlich, dass Spaceships zunächst ‚Ja‘ sagen muss. Bei den grandiosen Öffnungszeiten ein schweres Unterfangen. Gestern um 4 Uhr geschlossen und heute erst ab 9:30 Uhr erreichbar. Deswegen konnte der Mechaniker uns auch gar nicht abholen und nach Cairns schleppen.
Den ganzen Tag verbrachten wir eigentlich mit warten… zunächst warteten wir, dass Spaceships öffnet. Gut, der Mechaniker ist nun unterwegs, aber wir werden nicht nach Cairns, sondern nach Mossman gebracht. Die Dame am Telefon fragte noch nett, ob es dort etwas zu machen gibt. Auf unseren Wunsch nach Cairns gebracht zu werden, gab es nicht mal mehr den versprochenen Rückruf.
Wir waren bisher sehr geduldig, aber langsam fühlten wir uns verarscht! Wir hatten das Gefühl, Spaceships wollte nur so günstig wie möglich weg kommen und interessiert sich kaum für uns Reisende.
Der Mechaniker kam gegen halb 11 zu uns nachdem er noch jemand anderem auf dem Campingplatz geholfen hatte und sagte uns, dass er nun die Bestätigung habe und den Truck hole, um uns abzuschleppen. In einer Stunde sollte er wieder da sein.
Anscheinend brauchte der Truck wohl einiges länger, um die Serpentinen hinaufzufahren. Nach 2 Stunden kam er dann wieder und lud schnell unser Starchild auf.

Jetzt geht’s in die Werkstatt

Wir setzten uns mit in den Truck und fuhren etwa 1 Stunde bis Mossman. Mittlerweile war es schon halb 2 und das Warten hatte noch kein Ende…
In der Werkstatt wurde das Starchild unter die Lupe genommen und es war tatsächlich nur der Generator, der gewechselt werden muss. Die Empfangsdame rief bei Spaceships an und erklärte, dass ein neuer Generator bis 3 Uhr hier zu sein hat, ansonsten passiert mit dem Auto nichts mehr! Generell waren die Mitarbeiter von RACQ sehr hilfsbereit und nett. Nun hieß es wieder warten und die Zeit vertreiben.
Zu Fuß ging es dann zum Woolworths, um Wasser und ein paar Snacks zu kaufen. Die wurden auch schnell verputzt, ehe wir wieder in der Rezeption Platz nahmen. Um Punkt 3 Uhr wurde der Generator vorbeigebracht und um 4 Uhr hatten wir endlich ein komplett funktionierendes Auto. Wahrscheinlich zum ersten Mal auf dieser Reise 😀

Ausgetauscht und wieder vereint 🙂

Schwups saßen wir im Auto auf dem Weg nach Cairns. Gut, dass wir noch beim Cairns Holiday Park reserviert hatten, denn als wir ankamen, war kein weiterer Platz mehr verfügbar. Zu Abend wollten wir mal nichts warmes und machten uns Joghurt mit einigen Früchten, yummy!

Das sieht doch richtig gut aus!

Wir waren froh nun doch in Cairns angekommen zu sein und hatten einen entspannten Abend.
15.07.
Dieser Tag war sehr entspannt. Nach einem Frühstück mit Spiegelei, brachten wir zunächst den Generator zu Spaceships und gingen anschließend im Woolworths einkaufen. Tobi ging noch zum Frisör. Dieses Mal für nur knapp 30$ 😉 Gegen Abend spielten wir The Game und kochten Kartoffeln und Süßkartoffeln mit Spießen auf dem BBQ.

Lecker Abendessen

Danach ließ ich den beiden keine Chance bei Sudoku, was besonders Natalie beinahe zur Weißglut brachte 😀
Das war’s aber auch schon für heute. Ab Morgen geht es dann auch wieder was spektakulärer zu. Morgen geht es nämlich zum Flughafen, um jemanden abzuholen 🙂
Also seid gespannt. Viele Grüße um die Welt