05.-09.08.2017 – South Australia

05.08.
Wie jeden Morgen haben wir auch für heute einen Wecker gestellt. Den kurzen Aufenthalt in Coober Pedy muss man sinnvoll nutzen.
Nachdem wir uns endlich aufgerafft haben und zur Rezeption gegangen sind, um uns über mögliche Touren zu informieren, wurde uns mitgeteilt, dass die einzige Tour für heute um 8:30 Uhr abgefahren ist. Schade, wäre aber auch sehr teuer gewesen. Die Dame gab uns aber noch weitere Tipps, was wir auf eigene Faust erkunden könnten. So hatten wir beim Frühstück keine Eile. Es wurde eines der wenigen „ausgiebigen“ Frühstücke in Australien. Leckeres krosses Toast, Eier und gebratene Würstchen. Eigentlich ziemlich gewöhnlich, wenn man an zu Hause denkt, aber für uns ein kleiner Luxus.
Gegen kurz nach 10 Uhr waren wir bereit und checkten aus. Unser Plan nun – Besichtigung eines unterirdischen Hauses und danach ins Museum der Stadt. Soweit so gut. Da die Stadt klein ist und die wenigen Sehenswürdigkeiten gut ausgeschildert sind, fanden wir das Haus direkt. Am Eingang wurde uns mitgeteilt, dass wir 15 Minuten warten müssten. Kein Problem. Heute haben wir genug Zeit. Es sammelten sich immer mehr Leute und dann ging die Tour auch los. Wir wurden von Raum zu Raum geführt und bekamen Hintergrundgeschichten erzählt. 3 Frauen haben dieses Haus über Jahre eigenhändig ausgehoben und immer mehr Räume hinzugefügt. Die Zimmer sind relativ altmodisch und kitschig eingerichtet, verleihen dem Haus aber einen gewissen Charm und tragen zur Gemütlichkeit bei.

Probiers mal mit Gemütlichkeit!

Nach maximal einer halben Stunde war alles vorbei. Unser nächstes Ziel, Umoona Opal Mine & Museum. Da wir nicht bis 14 Uhr warten wollten, entschieden wir uns gegen die geführte Tour. Wir liefen durch das Museum und lasen uns die Schilder durch. Beeindruckende Fossilien, die teilweise opalisiert waren und somit einen Grund hatten hier ausgestellt zu werden, denn Coober Pedy ist bekannt für sein hohes Opalvorkommen. Als es nichts mehr zu sehen gab, machten wir uns auf den Weg.
Nach kurzen Überlegungen fuhren wir ein paar Kilometer zurück, da uns ein Bild der Breakaways überzeugt hat. Um dorthin zu gelangen, mussten wir uns 9km über eine Gravelroad kämpfen, bis wir am Parkplatz ankamen und die atemberaubende Kulisse genossen.

Hier wären wir gerne länger geblieben*-*

Viel zu spät für die Strecke, die noch übrig war, verließen wir die Breakaways. Eigentlich wollten wir heute kurz vor Port Augusta campen, aber aus diesem Plan wurde nichts. Es wurde immer dunkler und wir hatten immer noch mindestens eine Stunde Fahrt vor uns. Dem ein oder anderen Känguru sind wir auch schon begegnet. Das heutige Problem bei dieser Fahrt war zum einen, dass Patis Handy wieder den Geist aufgegeben hatte und wir somit kein WikiCamps hatten, um einen anderen Campingplatz auszusuchen und zum anderen hatten wir nur sehr selten Netz. Dann… ENDLICH NETZ. Über Campermate fanden wir die Pimba Rest Area. Perfekt! Hier übernachten wir. Paar Minuten trennten uns dann nur noch vom Campingplatz. Schnell bauten wir das Zelt auf, machten uns Wraps und gingen nach der Abendroutine schlafen.

06.08.
Good morning, it’s a beautiful day. Oder auch nicht… Heute ist es ziemlich windig und teils bewölkt. Regen kündigt sich defintiv an. Wir frühstückten im Zelt und machten uns schnell fertig, damit wir nicht zu spät losfahren. 10 Uhr. Zeit zum Aufbruch. Nun steht wieder eine längere Autofahrt an. Port Augusta. Endlich sind wir angekommen. Eigentlich müssen wir hier nur stoppen, um zu tanken und einzukaufen. Mehr stand für uns hier nicht auf dem Programm. Unsere Fahrt setzten wir fort. Wir fuhren nach Quorn. Ein kleines Städtchen am südlichen Rande der Flinders Ranges. Von hier aus kann man den Devil’s Peak Walk sehr gut erreichen. Nach einer kurzen Irrfahrt durch das Dorf checkten wir im Caravan Park ein. Ein Platz war relativ schnell gefunden und so bauten wir das Zelt auf und erkundeten den Platz. Wir fanden eine Lounge und machten es uns hier direkt gemütlich. Dann packte uns irgendwann der Hunger. Kochen, duschen, schlafen. Im Badezimmer wartete eine kleine Überraschung. Ein kleiner Skorpion lief hier rum. Ich holte sofort Patrik und wir bestaunten das kleine Lebewesen. Generell hatte dieser Park einiges an Wildlife zu bieten. Vögel, Skorpione, Spinnen…
Nun aber ab ins Bett, um morgen fit für die Wanderung zu sein.

07.08.
Wecker klingelt. Wir werden langsam wach. Draußen hören wir nur wie der Wind weht und der Regen nieselt. Aufstehen und frühstücken. Beim Abbau des Zeltes werden wir ständig von einer Scharr Kakadus abgelenkt. Alles war fertig gemacht und auch wir waren bereit. Nun kann es direkt zum Devil’s Peak gehen. Schon gestern teilte uns der Besitzer mit, dass die Straße zum Parkplatz durch den Regen der letzten Tage ziemlich matschig ist. Die Gravelroad fing schon in der Stadt an, war aber recht gut befahrbar. Doch dann verstanden wir genau, was der Mann meinte. Wir sahen nur Spuren im Schlamm. Ich hüpfte raus, öffnete ein Gatter und Pati fuhr durch. Soweit so gut. Die Strecke danach war kein Problem mehr. Das Ausmaß der Schlammkur sahen wir am Parkplatz. Kaum mehr zu erkennen, wo da noch Reifen sein sollen. Um dieses Problem kümmern wir uns später, sonst kommen wir heute nicht mehr auf den Berg. Wir starteten die Wanderung. Nach kurzer Zeit wurde es steiler und wir merkten mit jedem Schritt, dass wir auf einem Berg wandern. Wobei… Teilweise grenzte es schon an klettern. Eine Stunde später und wir waren an der Spitze angekommen. Der Ausblick belohnte die ganzen Mühen. Wir genoßen die Aussicht und machten Fotos, bevor uns die annähernden Regenwolken zum Aufbruch zwangen.

Es ist uns nichts passiert 😉

Es wurde zu windig und kalt. Hier wollten wir nicht länger bleiben, da der Rückweg bei Regen wahrscheinlich die reinste Rutschpartie ist.
Auto in Sicht. Die Gravel-/Dirtroad war geschafft. Nun fuhren wir in Richtung Wilpena Pound mit einem Zwischenstopp am Jarvis Hill.

Fotopause am Jarvis Hill Lookout

Die Fahrt zum Campingplatz erwies sich als eine Safari. „Red Kangeroos“ hörte ich Patrik rufen, während er den Straßenrand anfuhr. Wir schleichten zurück, um diese prächtigen Tier aus der Nähe zu begutachten. Dies gefiel ihnen aber nicht und so waren sie mit paar Hüpfern weit genug aus unserem Sichtfeld. Im Auto entschlossen wir die kleine Straße an der wir standen, reinzufahren. Im ausgetrockneten Bachlauf parkten wir und gingen bewaffnet mit einer Kamera auf Suche.

Wir haben sie gesehen*-*

Wir haben mehrere Kängurus gesehen. Leider war diesen immer schnell bewusst, dass sie beobachtet werden und blieben deshalb kaum stehen.
Wir fuhren weiter. Am Straßenrand lagen einfach unglaublich viele Kängurus und uns wurde auch schnell klar wieso. Wir fuhren und sahen alle paar Meter neue Kängurus am Rand grasen. Auch Emus konnten wir auf unserer Safari entdecken. Also schon jetzt haben sich die Flinders Ranges gelohnt! Nach gefühlt 100km mit einer Geschwindigkeit von 60km/h kamen wir in der Dämmerung am Campingplatz an. Wie immer hieß es dann aufbauen, kochen, duschen, schlafen.

08.08.
Heute versuchten wir früh mit der Wanderung zu starten. Um 10 Uhr waren wir bereit und hatten alles in den Daypack gepackt. Also mal los. Nachdem wir den Wanderweg gefunden hatten, wurden wir auch direkt von giftgrünen Papageien abgelenkt. Hier gibt es sehr viel Wildlife zu beobachten, aber den ausgeschilderten knallig rosanen Kakadu fanden wir leider nicht. Vorbei an zig Kängurus, führte ein leichter Pfad zum Homestead Hill. Hier ging es dann einen Hügel hinauf. Zum unteren Lookout waren es nur etws 500 Meter, doch dort blieben wir auch gar nicht lange. Der obere Aussichtspunkt gefiel uns schon eher. Von hier hat man einen besseren Blick auf die „Gewölbte Hand“, wie die Aboriginies den Wilpena Pound nennen.

In der ‚Gewölbten Hand‘

Nun ging es zurück zum Campingplatz, wo wir uns noch schnell eine warme Dusche gönnten. Jetzt wollten wir aber noch Strecke machen. Also schnell, aber bitte mit Vorsicht bei den ganzen Tieren am Straßenrand. Es ging zurück nach Port Augusta. Bei den Arid Lands Botanic Gardens wollten wir schnell vorbeischauen, vor allem um eine ganz bestimmte Pflanze zu sehen. Auf dem Weg nach Coober Pedy hatten wir von ihr ein riesiges Beet gesehen, haben aber leider nicht angehalten.

Sturt’s Desert Pea

Nun machten wir uns aber endgültig auf den Weg nach Adelaide. Der Campingplatz für heute liegt noch ein Stück davor. Wir kamen im Dunkeln an und bauten flott das Zelt auf. Zum Abschluss vom Tag fand Pati noch eine Redback-Spider auf dem Klo. Nadann mal gute Nacht..

09.08.
Der Wecker klingelte, keiner reagierte. Ich stellte den Wecker im Halbschlaf um. Hmm, wir sind wach und das ohne Wecker… Irgendwas stimmt nicht. Ich schaue auf mein Handy und sehe, dass wir schon 8:30 Uhr haben. Pfffu, das geht ja noch. Morgenroutine! Das Zähneputzen dieses Mal erwies sich dabei als spektakulärer als sonst. Der See gegenüber des Platzes erschien pink! Zwar nicht so intensiv, wie wir uns einen Pink Lake vorgestellt haben, aber besser als nichts.

Ganz überraschend einen Pink Lake gesehen

Ein paar Fotos später waren wir schon auf dem Weg. Erster Halt, der lang ersehnte Aldi! Danach tanken und weiter gehts. Vorbei an den Wine Vallies, kämpften wir uns Kilometer für Kilometer weiter in Richtung des Grampians National Parks. Alle paar Stunden wurde gewechselt. An diesem Tag wurden uns wieder einige Kilometer auf unserem Konto gutgeschrieben.
Als die Dämmerung einsetzte, musste Patrik einspringen und uns zum Campingplatz bringen. Wir fuhren noch ein Weilchen im Dunkeln. Das letzte Stück der Strecke sollte unser Corolla einer Gravel Road ausgesetzt werden. Wir kamen an, bauten alles auf und machten uns schnell Essen. Als das Zelt bereit war, legten wir uns eigentlich zum bloggen hin, doch innerhalb von paar Minuten waren wir im Schlummerland…

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