10.-15.08.2017 – Die letzten Tage

10.08.

Als wir an diesem Morgen aufstanden, war überraschenderweise richtig gutes Wetter. Mit Vorfreude frühstückten wir. Doch plötzlich zog eine riesige Wolkendecke auf uns zu. Wir beeilten uns, um noch einen Ausblick am Reeds Lookout zu erhaschen. Die Wolken waren aber viel zu schnell. Als wir ankamen, hatte es sich total zugezogen… es war sehr windig und kalt draußen, sodass wir erstmal nur kurz den Blick über die Landschaft schweifen ließen. Wir konnten viel weiter sehen, als es vor 102 Tagen der Fall war. Damals stand Natalie aber sogar noch im Rock hier oben. Heute wäre das definitiv nicht drin gewesen 🙂

Gute Lichtverhältnisse bei den Grampians

Schnell wieder ins Auto. Nach kurzen Überlegungen machten wir uns doch auf den Weg zu den Balconies. Und es lohnte sich! Den kurzen Spaziergang von 10 Minuten kannten wir ja schon und dann setzten wir uns auf einen natürlichen Felsbalkon. Immer wieder kam die Sonne durch! Es war sehr schön und wir waren froh, den Weg doch noch gemacht zu haben. Da hat sich der Abstecher zu den Grampians gelohnt! Hier nahmen wir auch ein Geburtstagsvideo für Sarah auf. Noch einmal, Alles liebe zum 30.! Und viele Grüße in den Yellowstone National Park.
Anschließend hieß es Auto fahren. Wieder ging es an einen Ort, bei dem wir schon mal auf unserer Reise waren. Princetown, bei den 12 Aposteln an der Great Ocean Road. Den Campingplatz kannten wir ja und wie erwartet, waren zig Kängurus auf dem Gelände verteilt. Den Sonnenuntergang wollten wir eigentlich bei den 12 Aposteln verbringen, aber da spielte das Wetter, wie bereits befürchtet, so gar nicht mit! Es fing an zu schütten. Und wie… Als wir unter die wunderbaren Duschen gingen, dachten wir kurzzeitig die Welt ginge unter. Im Auto wurde danach gechillt, während sich die Kängurus neben dem Toilettenblock unterstellten, um sich vorm Regen zu schützen.
Bei einer kurzen Regenpause bauten wir schnell das Zelt auf und gingen rasch schlafen.

11.08.

Nach einem gemütlichen Morgen machten wir uns auf den Weg nach Geelong. Zuerst gingen wir aber auf Spritsuche. Durch unseren Ersatzkanister waren wir aber auch noch recht entspannt, als das Warnlämpchen anging. Ein wenig aufgetankt, da der Sprit so teuer war wie im Outback und dann ging es weiter auf der Great Ocean Road entlang. Einen Stopp legten wir bei Kennett River ein, um noch einmal Koalas zu sehen. Denn so langsam geht unsere Reise ja auch zuende… Die Great Ocean Road wird momentan echt viel bebaut. Immer wieder Straßen- oder Hangarbeiten. Einmal warten wir sogar 15 Minuten und schauen dabei zu, wie große Steine gelöst werden und auf die Straße fallen. Danach wurden die teils riesigen Brocken weggeräumt und wir konnten endlich weiter. Nun fuhren wir durch bis zum Aldi bei Geelong, wo wir kurz reinhopsten, um einen Lappen zu kaufen, denn heute wollten wir das Auto in Ordnung bringen. Übermorgen müssen wir es nämlich schon abgeben. Durch den heftigen Regen von gestern brauchten wir gar nicht lange, um alle ‚Off-Road-Hinweise‘ verschwinden zu lassen. Der Innenraum war auch schneller sauber als gedacht. Noch kurz einkaufen und weiter auf der M1 Richtung Melbourne. Da wir so schnell fertig waren, kamen wir sehr früh an der Raststätte an, bei der wir für heute unser Zelt aufschlagen wollten. Abends kochten wir Reis mit Erbsen und Chicken-Nuggets.

12.08.

Auch heute morgen ließen wir uns Zeit beim Aufbrechen. Nach dem Frühstück wurde alles eingepackt und anschließend ins Auto gesetzt, denn wir wollen heute nach Melbourne. Genauer gesagt zum Queen Victoria Market. Zunächst fuhren wir den Discovery Park an, der etwas westlich vom Stadtzentrum liegt und checkten dort ein. Wir schauten uns unseren Stellplatz an und uns gefiel die Anlage auf Anhieb sehr gut. Für unser Auto plus Zelt viel zu viel Platz, super Duschen und eine Campkitchen mit Ofen. Einen Ofen!!! Wie lange hatten wir keinen mehr*-*. Das wurde auch direkt mal zum Abendessen eingeplant.
Nun aber erstmal zum Markt. Der Stadtverkehr gefällt uns hier nicht so sehr und stellt das komplette Gegenteil zum sonst so entspannten Lifestyle der Australier dar. Wobei uns auffiel, dass Fahrer mit asiatischem Aussehen die Verkehrsregeln zu ignorieren scheinen 😉
Wir parkten das Auto direkt am Markt und schlenderten gemütllich von Stand zu Stand.

Da hinten haben wir damals gewohnt 😀

Man erkannte den ein oder anderen wieder und vor allem die Stimme des lauten Brotverkäufers hörten wir einige Reihen vorher. Für den 2 Stunden Aufenthalt bezahlten wir die Parkgebühr von 5$ und machten uns auf den Rückweg. Da durfte ich auch mal den Hook-Turn ausprobieren, das war gewöhnungsbedürftig! 🙂
Nun räumten wir alles aus dem Auto und packten unsere Backpacks zusammen.

Es wird gepackt!

Nachdem die Rucksäcke voll und das Auto abgabebereit war, hatten wir beide auch ziemlichen Kohldampf. Gut, dass der Woolworths direkt neben dem Campingplatz liegt. So gingen wir kurzerhand einkaufen und fingen an zu kochen. Kartoffelwedges und paniertes Hähnchenfleisch mit selbstgemachtem Sour-Creme-Dip. Das schmeckte uns! Abends wurde noch geskyped, doch Tobi war schon auf zur Hochzeit. An dieser Stelle die herzlichsten Glückwünsche an Christian und Catrin! 🙂

13.08.

Heute der Tag sollte ein sehr schöner und entspannter werden. Nach dem Frühstück sortierten wir alles in die große Box und stellten das ganze Zeug in die Campkitchen. Schade, dass wir keine Traveller mehr gefunden hatten, die unser ganzes Equipment und Nahrungsmittel gebrauchen konnten. Hier am Campingplatz waren aber sowieso kaum junge Reisende. Nagut, vielleicht guckt der ein oder andere ja in die Box und kann davon etwas gebrauchen 🙂
Anschließend hieß es um kurz nach 9 auschecken. Wir müssen ja zu Ace, um den Corolla abzugeben. Das lief auch alles problemlos ab und wir nutzten noch den kostenlosen Transfer zum Flughafen, um eine bessere Anbindung in die Stadt zu bekommen. Irgendwann hatten wir auch die versteckten Public Buses gefunden und fuhren ins Zentrum. Für heute wollten wir nochmal durch die Stadt laufen und so langsam Abschied von Melbourne und generell Australien nehmen. Zunächst ging es von der Central Station in Melbourne zum etwa 700 Meter entfernten Hostel, wo wir für diese Nacht ein Zimmer gemietet hatten. Alle Sachen auf die Betten geworfen und weiter. Wir gingen zum Aldi  und kauften uns ein paar Snacks für die Flüge, die die Tage dann anstehen sollten. Anschließend machten wir Halt bei ‚The Pancake Parlour‘. Den 50% Discount wollten wir uns doch nicht entgehen lassen 😉 Es war auch echt lecker und genau so viel, dass wir um 6 Uhr wieder richtig hunger hatten. Wir haben nämlich einen Tisch bei Taco Bill reserviert. Bis dahin schlenderten wir durch die Straßen, genoßen das sehr gute Wetter am Federation Square und machten noch einen Abstecher zur Hosier Lane. Diese gefiel uns dieses Mal besser als noch vor ziemlich genau 4 Monaten.

Das Beste aus der Hosier Lane

Die Zeit verging wie im Flug und wir machten uns auf den Weg zum mexikanischen Restaurant. Wir bestellten das Gleiche, La Combinacion. Tacos, Enchilladas und Taquitos. Zum Dessert gab es einen großen Schokoladeneis und -moussebecher namens ‚Death by Chocolate‘. Wir waren rappelvoll 😀
Den Abend verbrachten wir auf unserem Zimmer und schauten Filme. Die Betten waren so gemütlich, dass ich recht schnell einschlief. Aber gut so, denn morgen geht es früh raus!

14.-15.08.

Um 5 Uhr ging der Wecker. Oh nein, wir waren so müde! Aber es hieß fertig machen, da wir auschecken mussten. Also Toast zum Mitnehmen fertig gemacht und schwups waren wir aus dem Hostel. Wir gingen zum Bahnhof und suchten uns das richtige Gleis. Doch wofür der ganze Aufwand? Wir müssen zum Flughafen!

Juhu, wir backpacken wieder 😀

Die Verbindung kannten wir ja schon durch gestern. Um 7:30 Uhr standen wir am Terminal. Wir dachten erst, dass wir viel zu viel Zeit hätten, da wir erst in 3 Stunden fliegen sollten. Doch der Schalter zum Einchecken hatte bereits geöffnet. Die Zeit verging sehr schnell und wir fragten uns noch, wo die 3 Stunden hin waren, da saßen wir schon im Flugzeug. Wir hatten beste Plätze für alle Flüge. Pünktlich hebten wir ab mit dem Ziel Guangzhou. 10 Stunden Flug mit zig Filmen sind auch gar nicht so schlimm 🙂 The Fate of the Furious und mehrere Teile der Jason Bourne Reihe gaben wir uns, da kamen wir schon an. Die anschließende Wartezeit von 6 Stunden war da unangenehmer. Der nächste Flug nach Paris sollte dann gegen Mitternacht abheben. Natalie gönnte sich eine halbe Stunde Schlaf, da wir schon über 20 Stunden wach waren. Als wir im Flugzeug saßen, konnten wir unsere Augen kaum noch offen halten. Schnell die Schlafbrille an und dann wurde gepennt. Da der Flug 12 Stunden dauerte, hatten wir gegen Ende noch die Möglichkeit einen weiteren Film zu gucken. Ein Luftloch ließ viele Passagiere zwischenzeitlich aufschreien, doch dann waren wir auch schon in Paris. Leider mussten wir auch hier wieder 6 Stunden warten auf den Anschlussflug nach Düsseldorf. Wir waren ziemlich fit und vertrieben uns die Zeit mit Surfen im Internet. Erst 20 Minuten vor geplantem Abflug teilte man uns das Gate mit. Das 100-Mann-Flugzeug blieb etwa zur Hälfte unbesetzt. Alle waren bereit, bis auf die Stewardess. Diese kam mit 20 minütiger Verspätung. Endlich konnte es losgehen. Beim Start konnten wir noch einen Blick auf den Eifelturm werfen. Gefühlt flogen wir gar nicht über die Wolken und nach einem Brötchen-Snack gingen wir in den Landeanflug über. Dieses Mal sahen wir die Wahrzeichen unserer Gegend, Braunkohlekraftwerke 😀
Tobi erwartete uns schon. Wir waren wieder zu dritt! Aber eine große Überraschung war für heute geplant. Unsere Eltern rechneten mit uns erst in 2 Tagen 🙂
Auf dem Weg nach Hause mussten wir uns an den Rechtsverkehr gewöhnen und heckten einen Plan aus. Die Überraschung gelang uns seeehr gut! Beide Familien konnten ihren Augen nicht trauen als wir plötzlich auftauchten. So ging die Reise also mit einigen Lachern zuende.
Wir danken euch, dass ihr uns bei der Reise begleitet habt. Nun werden wir uns hoffentlich in den nächsten Tagen treffen 🙂

Ein Gedanke zu „10.-15.08.2017 – Die letzten Tage

  • 16. August 2017 um 9:58
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    Schön euch wieder hier zu haben aber die schönen Blogs werde ich vermissen

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