19.07.2017 – Great Barrier Reef

Biep, Biep, Biep – 4:45 Uhr!!! Das kann nur eins heißen. Tour-Time!! Heute ist Tauchen im Great Barrier Reef angesagt. Trotz der frühen Stunde und der Müdigkeit, die uns allen anzusehen war, mussten wir in die Gänge kommen. Einer nach dem anderen stieg aus dem Bett, um sich fertig zu machen. Viel zu packen gab es Gott sei Dank nicht, dennoch setzten wir uns viel zu spät an den Frühstückstisch und gerieten so am Ende in Stress. Deutlich nach der angesetzen Abfahrtszeit fuhren wir los. Das blöde dabei war, dass der Zeitplan relativ straff getaktet war und kaum Puffer bot. Trotz aller Umstände kamen wir sogar relativ pünktlich an der Fähre, die regelrecht auf uns gewartet hat, an. Die weitere Autofahrt zog sich so lang. Von Minute zu Minute wurde mir mulmiger zu Mute und die Aufregung stieg immer mehr. Pünktlich am Patkplatz des Hafens angekommen, schnappten wir unsere Sachen und betraten das Boot anders als erwartet sogar vor dem Guide. Es sollte eine lange Fahrt bis zum Divespot werden. 1 1/2 Stunden in einem kleinen, wackligen Boot. Das kann ja nur vielversprechend werden… Leider ließ das Übelkeitsgefühl auch nicht lange auf sich warten. Eigentlich war es auch auszuhalten und ich war der festen Überzeugung, ich würde es bis zum Tauchen überleben.

Maaaaan over board!!! – Da gings mir noch gut 😉

Doch dann mussten wir uns bei der Fahrt umziehen. Wetsuits sind für sich schon stets eine Herausforderung, aber bei Seegang hieß es für mich dann schnell anziehen, ans Ende des Bootes setzen und die Übelkeit mit dem Blick auf den Horizont besiegen. Weitere 20 Minuten Fahrt. Es war endlich geschafft. Ein kurzes Briefung der Zeichen zur Verständigung und es konnte losgehen.
Gut gings mir immer noch nicht, aber das Wasser sollte mir Linderung verschaffen. Gott sei Dank vergass ich beim Tauchen auch direkt die vorherigen Strapazen. Um eine kleines Riff schwammen wir herum, betrachteten die verschiedensten Korallen und Fische und gingen ganz in dem Element Wasser auf. Wir fünf wurden von unterschiedlichsten Korallen und Fischen angezogen. So dauerte es auch nicht lange, dass wir uns als Gruppe langsam auflösten. Zu schnell ging der erste Dive vorbei. Trotz der Tatsache, dass wir hier am „Bommie“ leider keine Haie, Rochen, Schildkröten oder ähnliches gesehen haben, war der Dive unglaublich schön. Die Farben, Formen und Anzahl der Fische, aber auch der Korallen lässt einen immer wieder ins Staunen versetzen. Ein unglaubliches Phänomen der Natur. Gegen Ende des Tauchganges hatten wir sogar das Vergnügen einen großen Fisch kennenzulernen. Dieser war total neugierig und wagte sich ziemlich nah an uns.

What a big fish

Teilweise war es möglich diesen zu streicheln. Grundsätzlich hab ich aber versucht alles was mit anfassen zu tun hatte zu vermeiden. 40 Minuten und schon war es zu Ende.
Tobi, Sarah, Pati und Michael ließen es sich nicht nehmen wieder ins Wasser zu springen, um bei einer kleinen Schnorcheltour weitere kleine Gebiete zu erkunden. Ich dagegen saß wieder am Rand und kämpfte mit meinem vorherigen Problem. Zum Glück verging nicht so viel Zeit bis zum zweiten Dive, der ebenfalls an diesem Reef stattfinden sollte. Wir zogen unsere Ausrüstung wieder an und tauchten mit einem PLATSCH in die Unterwasser ab. Dieses Mal hielten wir uns in flacheren Bereichen auf.

Bitte Lächeln!!

Die Attraktionen dieses Tauchgangs ähnelten natürlich sehr dem Vorherigen, aber dennoch gab es hier auch andere farbenprächtige Korallen.
45 Minuten und auch jetzt war alles vorbei. Wir mussten wieder an Board. Sehr ungerne wollte ich dem Nachgehen. Nicht nur, weil es so viel mehr zu sehen gibt, sondern auch, weil ich ahnte, dass meine Übelkeit auf dem Boot wieder schlimmer werden würde. Leider führte kein Weg dran vorbei. Esseeeen. Für mich gar nicht dran zu denken, doch die anderen ließen sich die Brötchen und den Salat schmecken. Ich saß wieder hinten und betete, dass wir schnell ankommen.
Maximal 15 Minuten und wir waren da. Nun hieß es wieder in die Wetsuits. Dieses Mal musste Patrik mir helfen mich in den Anzug zu quetschen.
Alle waren fertig. Es konnte ins Wasser gehen. Eigentlich wollte ich mich weigern und diesen Dive aussetzen. Gut, dass ich es nicht getan habe. Das war einer der besten Tauchgänge in Australien. Wieso? Zum einen weil wir Clownfische in ihren Anemonen beobachten konnten, zum anderen gab es mehrere Höhlen. Durch zwei Caves sind wir sogar getaucht.

Beautiful Caves

Eine ganz neue Erfahrung, die eigentlich bereichernd war, aber auf die ich erstmal hätte verzichten können. Wir als Anfänger hätten einige Schäden hinterlassen können, da unsere Fähigkeit den Auftrieb zu kontrollieren zwar immer besser wird, aber nach 8 Dives nicht perfekt ist. Wir tauchten um die „Twin Bommies“ bis fast allen die Luft ausging.
An Board zogen wir uns aus, wärmten uns auf und schauten zu, wie die Ausrüstung gewaschen wurde.
Nun musste ich nur noch die Fahrt zum Hafen ohne Eskalation überstehen. Ich setzte mich wieder an meinem heutigen Stammplatz und beobachtete den Horizont in der Hoffnung ein paar Wale zu sehen.
Wir fahren, fahren und fahren und kommen endlich an.
Fix einen Stempel für unser Logbuch geholt, Sachen gepackt und ab nach Port Douglas. Hier suchten wir uns ein schönes Pub aus. Wir suchten uns Pizza und Burger aus und ließen den erlebnisreichen Tag gemütlich ausklingen.

Abendprogramm! Danke Gertrud 🙂

Danke nochmal an dieser Stelle Gertrud. War ein super schöner Abend, den du uns ermöglicht hast.
Das Essen war schnell verputzt, sodass wir uns zeitig auf den Weg machen konnten, um so wenig wie möglich im Dunkeln zu fahren. Ich übernahm gerne das Steuer, da ich bei diesen kurvigen Straßen heute nicht hinten sitzen wollte. An der Fähre wollte ich nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr weiterfahren!
Unendlich müde erreichten wir das Hostel. Viel stand auch nicht mehr auf dem Plan. Duschen und so schnell wie möglich ins Bett.

Liebste Grüße an euch alle 🙂

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