Ab ins Outback & Kings Canyon – 22.-27.07.2017

22.07.

Heute war es dann soweit. Eine schöne ereignisreiche Woche ging zu Ende. Und das viel zu schnell!
Am Morgen wurde viel gepackt und vorbereitet, um nachdem wir Sarah und Michael zum Flughafen gebracht haben, das Spaceship abzugeben. Am Flughafen dauerte die Gepäckabgabe eine halbe Ewigkeit, vor allem da die Amerikaner so viele Daten von den beiden haben wollten. Dadurch blieb leider nicht mehr viel Zeit, sich zu verabschieden. Es war komisch, die beiden weiterfliegen zu lassen. Gerne hätten wir alle hier noch zusammen weitergemacht, aber alle hatten ja zumindest etwas aufregendes vor die nächsten Wochen. Also bis in vier Wochen in Deutschland 🙂
Jetzt hatten wir nur noch eine Stunde, um schnell zum Campingplatz zu fahren und mit dem Spaceships zur Waschanlage. Das war ein Stress. Schnell gesaugt, gewischt und ne Autowäsche und dann ab zu Spaceships. Als wir um 13 Uhr auf den Parkplatz fuhren, kam sofort ein Mitarbeiter heraus. Am längsten dauerte dann allerdings der Feedbackbogen 😀 Bye bye Starchild! Wer weiß, mit wem du in nem Monat den 20ten Geburtstag feierst.
Den Rest des Tages kauften wir für unsere Reise ins Outback ein. Lebensmittel bei Woolworths, einen kleinen Benzinkanister für den Notfall und ausreichend Gas. Dann fuhren wir nochmal zu Cold Rock, um einen noch größeren Eisbecher zu kaufen als beim letzten Mal. Den gönnten wir uns als Nachtisch am Abend. Heute Nacht schlief ich dann wieder im mittlerweile ziemlich vollen Auto. Ob das aber für die nächsten 2 Wochen eine gute Idee ist…
23.07.
Die Idee von Natalie, nach einer Isomatte bei Kmart zu gucken, wurde dann am nächsten Vormittag, als wir aufbrachen, sofort angegangen. Ich kaufte mir dort tatsächlich eine Luftmatraze für 9$ 😀 Da wir heute die Zeit bis zum Auschecken auch komplett ausnutzten, waren wir schon nicht mehr im Zeitplan. Wir wechselten wie geplant alle 1,5 bis 2 Stunden durch, was das Fahren sehr entspannte. Sobald wir dann hinter Townsville, wo wir nochmal günstig aufgetankt hatten, ins Landesinnere abbogen, bewährte sich vor allem der Tempomat. Wir fuhren heute insgesamt nur knapp 600 km bis zum Campaspe River Rest Stop, um nicht durchs Dunkle zu fahren.
24.07.

Man war das schön in der Horizontalen zu schlafen und dann so weich. Eins stand fest: Die beiden waren so neidisch, dass der nächste Kmart lockte. Heute morgen brachen wir dann schon um halb neun auf. Es ging weiter tiefer und tiefer ins Outback, knapp 900 km, bis kurz vor die Grenze zum Northern Territory auf einen Campingplatz hinter einer Tankstelle wieder pünktlich zum Sonnenuntergang. Und der ist im Outback schon jetzt wunderschön mit tollen Farben. Auch der Sternenhimmel inklusive Milchstraße im Anschluss gaben schon mal einen Eindruck von den tollen Besonderheiten des unbewohnten nachts sehr dunklen und kalten Outbacks. Heute hatten die beiden in Mount Isa zugeschlagen und sich im Kmart jeder eine Isomatte besorgt, sogar inklusive Pumpe 😀
25.7.

Heute ging der Wecker wieder früher und wir fuhren schon um 8 Uhr los und eine viertel Stunde später ließen wir Queensland hinter uns.

Welcome to the Northern Territory!

Jetzt ging es schneller voran, da im Northern Territory 130 km/h erlaubt sind. Dennoch nahm erfreulicherweise die Zahl der Roadkills am Straßenrand ab. Auch heute sahen wir wieder riesige Adler direkt am Fahrbahnrand, die gelegentlich auf den frischen Kadavern saßen. Leider bleiben sie nur sitzen, wenn man schnell vorbeirauscht. Auch die Landschaft wird immer wieder durch Hügel und Felskämme unterbrochen, die sich im Outback mit seiner rötlichen Farbpalette besonders gut machen. Richtung Alice Springs wurde die Landschaft dadurch immer schöner und besonders die Devil Marbles, eine Ansammlung von großen roten Felskugeln, waren ein Hingucker. Wir kamen jetzt so gut voran, dass wir uns spontan entschlossen, nicht vor sondern hinter Alice Spings einen Campingplatz anzufahren.

Und dann waren wir schon in der Hauptstadt des Outbacks

Also kauften wir heute schon in der Stadt ein und fuhren zügig weiter in den Sonnenuntergang zum nächsten freien Campingplatz am Straßenrand. Nach insgesamt gut 1000 km war hier dann auch Schluss. Nen Toilettengang verkneiften wir uns hier, da es auf den Klos nur so von Redback Spidern in ihren Netzen wimmelte.
26.07.

Heute morgen ließ ich mir den Sonnenaufgang nicht entgehen und wir kamen wieder sehr früh auf die Strecke. Von hier aus war das nächste Ziel der Kings Canyon. Der war aber auch immer noch etwa 400 km entfernt. Wir hatten zwei Campingplätze zur Auswahl. Da der erste zu teuer und weiter entfernt vom Canyon war, sind wir zum Kings Canyon Resort gefahren und haben auf dem wirklich schönen Campingplatz in toller Kulisse unser Lager aufgeschlagen. Zum Glück gab es einen Pool, denn es war hochsommerlich warm draußen. Am Abend schauten wir noch den Sonnenuntergang auf einer schön gelegenen Plattform. Die Hinweisschilder für Dingos hatten ihren Grund, denn, während wir unsere Wraps schlemmten, sahen wir später einen Dingo über den Platz streunen.
27.07.
Endlich waren wir an unserem ersten Ziel angekommen. Ich freute mich schon sehr auf die Wanderung heute. Wir brauchten nur eine viertel Stunde mit dem Auto zum Kings Canyon. Diesmal war ich derjenige der fertig war und schon ungeduldig auf die beiden wartete. Das Wetter war wieder bestens. Später hätten wir uns wohl über die ein oder andere Wolke gefreut 😀 Der Canyon faszinierte uns von Anfang an.

Einer der ersten Lookouts beim Aufstieg

Die Farben der ganzen roten, geschichteten Steinplatten, die weißen Eukalyptusbäume mit den im Schatten tiefgrünen Baumkronen, das goldene Gras und der blaue Himmel zogen uns ganz in ihren Bann. Das Tempo der Wanderung wurde aufgrund des fotogenen Panoramas extrem gesenkt. Nachdem der steile Anstieg auf den Canyon zu Beginn geschafft war, ging es teilweise kletternd weiter über Stock und Stein oben auf dem Plateau der ersten Canyonseite.

Watch out! Das Land der Aborigines

Angesetzt waren eigentlich 4 Stunden, aber nach über 3 Stunden waren wir nicht mal am Ende des Canyons angekommen. Dafür machten wir Snackpausen und bekamen Geselllschaft von einer roten Echse. So unglaublich schön der Canyon war, hätten wir eigentlich gerne noch viele Stunden dort verbracht, aber so langsam schien uns die Sonne zu stark auf die Köpfe.

Überm Garten Eden am Ende der Schlucht 🙂

Nachdem wir mit einem kurzen Ab- und Aufstieg in den Garten Eden die andere Seite des Canyons erreicht hatten und nach einem letzten Fotoshooting am Lookout auf die wunderschönen Steilwände wurde die Anzahl der noch erlaubten Fotos pro Gerät auf 15 begrenzt.

Einfach fantastisch die Farben der Sandsteinwände!

Das funktionierte ganz gut und so kamen wir nach 5 Stunden schließlich am Parkplatz an. Die Wanderung war der Hammer!

Einen Pfannekuchenstapel für jeden 😀

Wegen der klasse Landschaft eine der besten Wanderungen, die ich gemacht habe 🙂 Morgen wollen wir zurückkommen und ein Stück in der Schlucht wandern. Jetzt also zurück zum Campingplatz, wo wir beim Sprung in den eiskalten Pool meinten ein Zischen gehört zu haben 😀 Nachdem wir uns etwas im Zelt ausgeruht hatten, kochten wir richtig deutsch Rotkohl und Kartoffelpüree mit Würstchen, um uns dann vollgefuttert ins Zelt zu verkriechen. Morgen gehts  dannwieder zum Canyon 🙂 und den Sonnenaufgang möchte ich mir nicht entgehen lassen.
Liebe Grüße

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