05.-09.08.2017 – South Australia

05.08.
Wie jeden Morgen haben wir auch für heute einen Wecker gestellt. Den kurzen Aufenthalt in Coober Pedy muss man sinnvoll nutzen.
Nachdem wir uns endlich aufgerafft haben und zur Rezeption gegangen sind, um uns über mögliche Touren zu informieren, wurde uns mitgeteilt, dass die einzige Tour für heute um 8:30 Uhr abgefahren ist. Schade, wäre aber auch sehr teuer gewesen. Die Dame gab uns aber noch weitere Tipps, was wir auf eigene Faust erkunden könnten. So hatten wir beim Frühstück keine Eile. Es wurde eines der wenigen „ausgiebigen“ Frühstücke in Australien. Leckeres krosses Toast, Eier und gebratene Würstchen. Eigentlich ziemlich gewöhnlich, wenn man an zu Hause denkt, aber für uns ein kleiner Luxus.
Gegen kurz nach 10 Uhr waren wir bereit und checkten aus. Unser Plan nun – Besichtigung eines unterirdischen Hauses und danach ins Museum der Stadt. Soweit so gut. Da die Stadt klein ist und die wenigen Sehenswürdigkeiten gut ausgeschildert sind, fanden wir das Haus direkt. Am Eingang wurde uns mitgeteilt, dass wir 15 Minuten warten müssten. Kein Problem. Heute haben wir genug Zeit. Es sammelten sich immer mehr Leute und dann ging die Tour auch los. Wir wurden von Raum zu Raum geführt und bekamen Hintergrundgeschichten erzählt. 3 Frauen haben dieses Haus über Jahre eigenhändig ausgehoben und immer mehr Räume hinzugefügt. Die Zimmer sind relativ altmodisch und kitschig eingerichtet, verleihen dem Haus aber einen gewissen Charm und tragen zur Gemütlichkeit bei.

Probiers mal mit Gemütlichkeit!

Nach maximal einer halben Stunde war alles vorbei. Unser nächstes Ziel, Umoona Opal Mine & Museum. Da wir nicht bis 14 Uhr warten wollten, entschieden wir uns gegen die geführte Tour. Wir liefen durch das Museum und lasen uns die Schilder durch. Beeindruckende Fossilien, die teilweise opalisiert waren und somit einen Grund hatten hier ausgestellt zu werden, denn Coober Pedy ist bekannt für sein hohes Opalvorkommen. Als es nichts mehr zu sehen gab, machten wir uns auf den Weg.
Nach kurzen Überlegungen fuhren wir ein paar Kilometer zurück, da uns ein Bild der Breakaways überzeugt hat. Um dorthin zu gelangen, mussten wir uns 9km über eine Gravelroad kämpfen, bis wir am Parkplatz ankamen und die atemberaubende Kulisse genossen.

Hier wären wir gerne länger geblieben*-*

Viel zu spät für die Strecke, die noch übrig war, verließen wir die Breakaways. Eigentlich wollten wir heute kurz vor Port Augusta campen, aber aus diesem Plan wurde nichts. Es wurde immer dunkler und wir hatten immer noch mindestens eine Stunde Fahrt vor uns. Dem ein oder anderen Känguru sind wir auch schon begegnet. Das heutige Problem bei dieser Fahrt war zum einen, dass Patis Handy wieder den Geist aufgegeben hatte und wir somit kein WikiCamps hatten, um einen anderen Campingplatz auszusuchen und zum anderen hatten wir nur sehr selten Netz. Dann… ENDLICH NETZ. Über Campermate fanden wir die Pimba Rest Area. Perfekt! Hier übernachten wir. Paar Minuten trennten uns dann nur noch vom Campingplatz. Schnell bauten wir das Zelt auf, machten uns Wraps und gingen nach der Abendroutine schlafen.

06.08.
Good morning, it’s a beautiful day. Oder auch nicht… Heute ist es ziemlich windig und teils bewölkt. Regen kündigt sich defintiv an. Wir frühstückten im Zelt und machten uns schnell fertig, damit wir nicht zu spät losfahren. 10 Uhr. Zeit zum Aufbruch. Nun steht wieder eine längere Autofahrt an. Port Augusta. Endlich sind wir angekommen. Eigentlich müssen wir hier nur stoppen, um zu tanken und einzukaufen. Mehr stand für uns hier nicht auf dem Programm. Unsere Fahrt setzten wir fort. Wir fuhren nach Quorn. Ein kleines Städtchen am südlichen Rande der Flinders Ranges. Von hier aus kann man den Devil’s Peak Walk sehr gut erreichen. Nach einer kurzen Irrfahrt durch das Dorf checkten wir im Caravan Park ein. Ein Platz war relativ schnell gefunden und so bauten wir das Zelt auf und erkundeten den Platz. Wir fanden eine Lounge und machten es uns hier direkt gemütlich. Dann packte uns irgendwann der Hunger. Kochen, duschen, schlafen. Im Badezimmer wartete eine kleine Überraschung. Ein kleiner Skorpion lief hier rum. Ich holte sofort Patrik und wir bestaunten das kleine Lebewesen. Generell hatte dieser Park einiges an Wildlife zu bieten. Vögel, Skorpione, Spinnen…
Nun aber ab ins Bett, um morgen fit für die Wanderung zu sein.

07.08.
Wecker klingelt. Wir werden langsam wach. Draußen hören wir nur wie der Wind weht und der Regen nieselt. Aufstehen und frühstücken. Beim Abbau des Zeltes werden wir ständig von einer Scharr Kakadus abgelenkt. Alles war fertig gemacht und auch wir waren bereit. Nun kann es direkt zum Devil’s Peak gehen. Schon gestern teilte uns der Besitzer mit, dass die Straße zum Parkplatz durch den Regen der letzten Tage ziemlich matschig ist. Die Gravelroad fing schon in der Stadt an, war aber recht gut befahrbar. Doch dann verstanden wir genau, was der Mann meinte. Wir sahen nur Spuren im Schlamm. Ich hüpfte raus, öffnete ein Gatter und Pati fuhr durch. Soweit so gut. Die Strecke danach war kein Problem mehr. Das Ausmaß der Schlammkur sahen wir am Parkplatz. Kaum mehr zu erkennen, wo da noch Reifen sein sollen. Um dieses Problem kümmern wir uns später, sonst kommen wir heute nicht mehr auf den Berg. Wir starteten die Wanderung. Nach kurzer Zeit wurde es steiler und wir merkten mit jedem Schritt, dass wir auf einem Berg wandern. Wobei… Teilweise grenzte es schon an klettern. Eine Stunde später und wir waren an der Spitze angekommen. Der Ausblick belohnte die ganzen Mühen. Wir genoßen die Aussicht und machten Fotos, bevor uns die annähernden Regenwolken zum Aufbruch zwangen.

Es ist uns nichts passiert 😉

Es wurde zu windig und kalt. Hier wollten wir nicht länger bleiben, da der Rückweg bei Regen wahrscheinlich die reinste Rutschpartie ist.
Auto in Sicht. Die Gravel-/Dirtroad war geschafft. Nun fuhren wir in Richtung Wilpena Pound mit einem Zwischenstopp am Jarvis Hill.

Fotopause am Jarvis Hill Lookout

Die Fahrt zum Campingplatz erwies sich als eine Safari. „Red Kangeroos“ hörte ich Patrik rufen, während er den Straßenrand anfuhr. Wir schleichten zurück, um diese prächtigen Tier aus der Nähe zu begutachten. Dies gefiel ihnen aber nicht und so waren sie mit paar Hüpfern weit genug aus unserem Sichtfeld. Im Auto entschlossen wir die kleine Straße an der wir standen, reinzufahren. Im ausgetrockneten Bachlauf parkten wir und gingen bewaffnet mit einer Kamera auf Suche.

Wir haben sie gesehen*-*

Wir haben mehrere Kängurus gesehen. Leider war diesen immer schnell bewusst, dass sie beobachtet werden und blieben deshalb kaum stehen.
Wir fuhren weiter. Am Straßenrand lagen einfach unglaublich viele Kängurus und uns wurde auch schnell klar wieso. Wir fuhren und sahen alle paar Meter neue Kängurus am Rand grasen. Auch Emus konnten wir auf unserer Safari entdecken. Also schon jetzt haben sich die Flinders Ranges gelohnt! Nach gefühlt 100km mit einer Geschwindigkeit von 60km/h kamen wir in der Dämmerung am Campingplatz an. Wie immer hieß es dann aufbauen, kochen, duschen, schlafen.

08.08.
Heute versuchten wir früh mit der Wanderung zu starten. Um 10 Uhr waren wir bereit und hatten alles in den Daypack gepackt. Also mal los. Nachdem wir den Wanderweg gefunden hatten, wurden wir auch direkt von giftgrünen Papageien abgelenkt. Hier gibt es sehr viel Wildlife zu beobachten, aber den ausgeschilderten knallig rosanen Kakadu fanden wir leider nicht. Vorbei an zig Kängurus, führte ein leichter Pfad zum Homestead Hill. Hier ging es dann einen Hügel hinauf. Zum unteren Lookout waren es nur etws 500 Meter, doch dort blieben wir auch gar nicht lange. Der obere Aussichtspunkt gefiel uns schon eher. Von hier hat man einen besseren Blick auf die „Gewölbte Hand“, wie die Aboriginies den Wilpena Pound nennen.

In der ‚Gewölbten Hand‘

Nun ging es zurück zum Campingplatz, wo wir uns noch schnell eine warme Dusche gönnten. Jetzt wollten wir aber noch Strecke machen. Also schnell, aber bitte mit Vorsicht bei den ganzen Tieren am Straßenrand. Es ging zurück nach Port Augusta. Bei den Arid Lands Botanic Gardens wollten wir schnell vorbeischauen, vor allem um eine ganz bestimmte Pflanze zu sehen. Auf dem Weg nach Coober Pedy hatten wir von ihr ein riesiges Beet gesehen, haben aber leider nicht angehalten.

Sturt’s Desert Pea

Nun machten wir uns aber endgültig auf den Weg nach Adelaide. Der Campingplatz für heute liegt noch ein Stück davor. Wir kamen im Dunkeln an und bauten flott das Zelt auf. Zum Abschluss vom Tag fand Pati noch eine Redback-Spider auf dem Klo. Nadann mal gute Nacht..

09.08.
Der Wecker klingelte, keiner reagierte. Ich stellte den Wecker im Halbschlaf um. Hmm, wir sind wach und das ohne Wecker… Irgendwas stimmt nicht. Ich schaue auf mein Handy und sehe, dass wir schon 8:30 Uhr haben. Pfffu, das geht ja noch. Morgenroutine! Das Zähneputzen dieses Mal erwies sich dabei als spektakulärer als sonst. Der See gegenüber des Platzes erschien pink! Zwar nicht so intensiv, wie wir uns einen Pink Lake vorgestellt haben, aber besser als nichts.

Ganz überraschend einen Pink Lake gesehen

Ein paar Fotos später waren wir schon auf dem Weg. Erster Halt, der lang ersehnte Aldi! Danach tanken und weiter gehts. Vorbei an den Wine Vallies, kämpften wir uns Kilometer für Kilometer weiter in Richtung des Grampians National Parks. Alle paar Stunden wurde gewechselt. An diesem Tag wurden uns wieder einige Kilometer auf unserem Konto gutgeschrieben.
Als die Dämmerung einsetzte, musste Patrik einspringen und uns zum Campingplatz bringen. Wir fuhren noch ein Weilchen im Dunkeln. Das letzte Stück der Strecke sollte unser Corolla einer Gravel Road ausgesetzt werden. Wir kamen an, bauten alles auf und machten uns schnell Essen. Als das Zelt bereit war, legten wir uns eigentlich zum bloggen hin, doch innerhalb von paar Minuten waren wir im Schlummerland…

Wanderlust – 28.-30.07.2017

Hallo ihr lieben Gefährten,

wie ihr gelesen habt, steht seit dem gestrigen Tag hauptsächlich wandern auf dem Programm, so auch heute. Nach dem anstrengenden und doch erlebnisreichen Tag im Kings Canyon begeben wir uns wieder dort hin, da wir uns den deutlich kürzeren Creek Walk nicht entgehen lassen wollten. Schon am Morgen zeigt hier die Sonne was sie kann. Die Hitze war schon deutlich zu spüren und so waren wir ziemlich dankbar, dass die Bäume uns viel Schatten boten. Wir folgten dem ausgetrockneten Bachlauf, kletterten über diverse Steine, die uns auf dem Weg begegneten und kamen ganz unerwartet nach 15 Minuten an einer Absperrung an. Auf Grund eines Unwetters letzten Jahres, kann die Plattform fürs Erste nicht mehr betreten werden. Da meldet sich wieder unser Glück der Reise zu Wort. Naja… Schade wars, aber auch an dieser Stelle konnten wir gute Fotos machen und uns zusätzlich in Ruhe hinsetzen und die Stille genießen.

Dieses Mal im Canyon

Ok, nun reicht es! Wir kehrten um. Im Wlan am Parkplatz schauten wir noch kurz was im Internet nach. Würde es diese Hotspots an einigen Sehenwürdigkeiten nicht geben, wäre man im Outback ziemlich aufgeschmissen. Sowas wie Empfang sucht man vergebens.
Unser nächster Halt waren die Kathleen Springs. Hier gibt es einen relativ kurzen Wanderweg zu einer Wasserquelle. Im Gegensatz zu dem Rim Walk beim Kings Canyon war dieser eine Wohltat. Der Weg war asphaltiert und es gab kaum Steigerungen zu bewältigen. Die Wanderungen am und um Kings Canyon sind definitiv zu empfehlen!
Nun kam aber der Zeitpunkt, wo nur noch Strecke gemacht werden musste. Die Sehenwürdigkeiten liegen vielleicht „nur“ 100-200 km Luftlinie auseinander, sind mit dem Auto aber erst nach 3-4 Stunden erreicht.
Es war schon Mittag als wir losfuhren und so auch nicht verwunderlich, dass wir spät am Campingplatz ankamen. Außerdem haben wir noch einen Stopp bei einem Lookout gemacht, um Fotos vom Mount Connor, den wir anfangs fälschlicherweise für den Uluru gehalten haben, zu machen.

Mt. Connor – Fliegenalarm

Eine Plage kündigte sich hier schon an! Wir stiegen aus und wurden direkt von Fliegen belagert. Es war kaum auszuhalten. Sie machten keinen Halt vor Augen, Nase, Ohren oder generell dem Gesicht. So wurde der Aufenthalt schnell beendet!! Am Campingplatz angekommen bauten wir unser Zelt auf und fingen an zu kochen. Auch hier erwiesen sich die Fliegen als Plage. Es ging sogar so weit, dass ich mein netzähnliches Oberteil auf den Kopf setzte. Dies erwies sich nicht vorteilhaft, weshalb ich mir eine Tüte schnappte und mir Augen und Atemlöcher rausschneidete. Diese Aktion sah wohl so grausam aus, dass mir eine Frau ihr Fliegennetz, extra für Hüte und den Kopf gemacht, anbot. Liebe, hilfsbereite Australier!! Auch später bekamen wir wieder die australische Art zu spüren. Ein älteres Pärchen bat uns ihre 3 Tages-Tickets für den Uluru-Kata Tjuta NP an, da sie heute nur einen Tag dort waren. Wir nahmen die Karten dankbar an. Leider waren es nur zwei Karten, aber die Geste war einfach unglaublich nett. Gemütlich beendeten wir unseren Tag im Zelt. Als ich mich kurz zum Klo aufmachen wollte, hörte ich ein Rascheln im Busch. Ein Dingo lief an mir vorbei…

29.07.2017
Obwohl wir uns heute vorgenommen haben, den Uluru Base Walk zu starten, haben wir uns bei unserer Morgenroutine Zeit gelassen. Als alles erledigt war, tankten wir auf und fuhren endlich los. Etwas mehr als eine Stunde Fahrt trennten uns vom geplanten Campingplatz.
Am Campground angekommen, bauten wir direkt unser Zelt auf und suchten eine geeignete Wanderung für den verbleibenden Tag. Da der Einkauf noch ausstand, die Fahrt bis zum Uluru und den Kata Tjutas (Olgas) mindestens eine halbe Stunde dauern wird und wir keine lange Wanderung in der Mittagssonne machen wollten, entschieden wir uns für den Walpa Gorge Track. 1 Stunde sollte heute noch zu schaffen sein.
Einkauf – Check! Schnell zum Campingplatz, um alle Sachen im Kühlschrank zu verstauen. Unser eigentliches Ziel für heute kann nun endlich angesteuert werden. Zwei Karten für den Nationalpark haben wir schon, d.h. gleich müssen wir uns nur noch eine Karte besorgen. Kurz vor dem Gate fragte Tobi noch, was wir denen sagen, wenn wir nach der Herkunft der anderen zwei Karten gefragt werden. Ach, da machen wir uns keine Gedanken! Die werden schon nicht fragen! Haha… Tobi: „Wir bräuchten noch ein Ticket. Wir waren gestern schon im Park und haben nun eine Freundin dabei, die ein Ticket braucht.“ Verkäuferin: „Woher haben Sie die Tickets?“ Ehm… Wir haben uns etwas zusammen gestottert, bis wir ihr einfach gesagt haben, dass wir die Karten angeblich in der Stadt gekauft haben… Zack, Tickets weg. 75$ bitte. Mit unseren neu erworbenen 3 Tages-Tickets fuhren wir in den Park.
Auf dem Weg nach Kata Tjuta hielten wir an einem Lookout an. Von hier aus hatten wir einen unglaublichen 360° Blick über die Gegend. Zur Rechten der Uluru, zur Linken die Kata Tjutas. Nun stellt euch vor, wie schön das ausgesehen haben muss.

Kata Tjuta Lookout

Wir setzten unsere Fahrt fort. Kurze Fotopause an der Picknick-Area der Olgas. Liebe Grüße an dich Oma, musste dort an dich denken! 🙂
Nun waren wir in nicht mal einer Minute am Carpark. Heute wie jeden Tag hier im Outback war es ziemlich warm. Gut, dass die Schlucht uns einiges an Schatten bot. Der Pfad führte uns zu einer Plattform, von welcher aus wir eine gute Aussicht auf beide Seiten der Schlucht hatten.

Spaziergang im Schatten*-*

Da wir auf dem Hinweg vom Wildlife enttäuscht wurden, machten wir einen kleinen Abstecher auf die Plateaus, um Wallabies, Echidnas oder Ähnlichem zu begegnen. Auch hier leider eine Enttäuschung. Trotzdem war es ein schöner, kurzer Track, bei dem man einen ersten Eindruck von den Olgas bekommt.

Schöne Kulisse

16 Uhr. Die große Frage nun: Bleiben wir hier und warten 2 Stunden auf den Sonnenuntergang oder fahren wir direkt zur Campsite? Wir entschieden uns fürs Warten. Die Zeit verbrachten wir mit Bloggen. Und so lange hat es eigentlich auch nicht mehr gedauert. Kurz vor 18 Uhr suchten wir uns einen schönen Platz. Mit jeder Minute, in der die Sonne unterging, wurden die Berge in eine andere Farbe getaucht. Rot, orange, lila, braun und verschiedenste Kombination.

Nur noch die Olgas werden beschienen

Wir schauten uns das Spektakel eine Weile an. Die Dämmerung hat nun eingesetzt und wir müssen los, sonst wird es zu dunkel. Und im Dunkeln in Australien zu fahren ist nie eine gute Idee!!!
Es wurde immer dunkler… Zum Glück liefen kaum Tiere rum und so sind wir ohne einen Unfall am Campingplatz angekommen.
Nun hieß es schnell kochen, duschen und schlafen. Als wir nach dem Abendessen spülten, bemerkte Tobi an unserem Tischbein eine Redback. Gut, dass uns in letzter Zeit so viele Redbacks bei unseren Tätigkeiten mit ihrer Anwesenheit beehren.

Naja… Morgen steht der Sonnenaufgang am Uluru und eine lange Wanderung an.

30.07.
Der Wecker geht, keiner reagiert. Heute steht eigentlich der Sonnenaufgang an, aber dafür haben wir den Wecker zu spät gestellt und beim ersten Blick raus, sahen wir nur Wolken. Also wieder zurück in den warmen Schlafsack noch ein wenig rumliegen.
Wie immer lagen wir zu lange rum, dass es nachher wieder in Hektik ausgeartet ist. Zur Morgenroutine gehörte heute glücklicherweise nur das Frühstück und Zähne putzen, da wir den Aufenthalt um einen Tag verlängert haben. Danach konnten wir auch schon losdüsen. Uluru Base-Walk wurde auf den nächsten Morgen verschoben, da wir bei diesem Wetter eher den Valley of the Winds Walk an den Olgas machen wollten. Einen steilen Aufstieg mit Treppen bewältigt man oder wohl eher ich besser bei kühlerem Wetter.
Am Parkplatz bereiteten wir uns auf den Walk vor. Warm anziehen, Wasser und Proviant einpacken und los. Eins haben wir vorher leider vergessen. Hier gibt es kein Klo, also einhalten. Auch die Backpackergruppe, die in der Nähe von uns geparkt hat, hatte das gleich Problem. Ach, hey, seid ihr nicht die, die neben uns am letzten Campingplatz gecampt haben? Und so kamen wir ins Gespräch. Schnell hat uns die Gruppe in ihre Kreise aufgenommen und wir gingen den Walk zusammen. Wir quatschten, lachten und merkten die Anstrengung dabei gar nicht. Und auch das Zeitgefühl wurde ein wenig eingeschränkt. Der erste Lookout, Karu Lookout, war schnell und mühelos erreicht. Ein Ausblick über das Tal bot sich uns hier. Nicht lange hielten wir uns an diesem Aussichtspunkt auf, sondern setzten unseren Walk fort. Zum Karingana Lookout führte das steilste und anstrengendste Stück des ganzen Rundwegs. Auf einem Felsplateau kämpften wir uns hoch und wurden oben mit einem unglaublichen Ausblick auf das Tal belohnt. Ach, quatsch… Wen treffen wir oben? Die französische Familie, die uns am Cairns Holiday Park das Geld gewechselt hat und der wir unsere Bodyboards andrehen wollten. Unglaublich wie groß dieses Land ist und wie häufig wir schon den gleichen Leuten begegnet sind.
Hier oben verweilten wir, um zu snacken und vor allem Fotos zu machen.

Valley of the Winds

In dieser Zeit merkten wir auch wieso es Valley of the Winds heißt. Wir waren dankbar für jede Sekunde in der die kalten Windströme nachließen. Irgendwann wurde es uns zu kalt, sodass wir uns runterbegaben und uns dort durch die Büsche kämpften. Nach 3 Stunden war es dann auch vorbei. Wir verabschiedeten uns und fuhren wieder in die „Stadt“. Kurz einkaufen und dann zur Campsite. Wir erledigten alle offenen To Do’s und verbrachten die Zeit bis zum Sonnenuntergang im Zelt. Zum Glück haben sich die Wolken verzogen. Gegen 17:30 Uhr mussten wir uns sputen, um rechtzeitig am Lookout zu sein. Mensch, da war was los. Trotzdem haben wir eine schöne Stelle gefunden. Auch am Uluru war der Sonnenuntergang beeindruckend. Die Sonne ließ den Himmel und den Monolithen in verschiedensten Farben erstrahlen.

Der Uluru brennt 😀

Leider ist dieses Farbenspiel immer sehr schnell vorbei und so machten wir uns wieder auf den Weg.

Ein kurzer Halt für die Olgas-Silhouette

Es war Zeit zu kochen. Da es jeden Abend super kalt ist und ich eigentlich immer friere, legten wir uns ins Zelt und ließen den Tag in unseren warmen Schlafsäcken ausklingen.

Liebe Grüße und bis bald!

19.07.2017 – Great Barrier Reef

Biep, Biep, Biep – 4:45 Uhr!!! Das kann nur eins heißen. Tour-Time!! Heute ist Tauchen im Great Barrier Reef angesagt. Trotz der frühen Stunde und der Müdigkeit, die uns allen anzusehen war, mussten wir in die Gänge kommen. Einer nach dem anderen stieg aus dem Bett, um sich fertig zu machen. Viel zu packen gab es Gott sei Dank nicht, dennoch setzten wir uns viel zu spät an den Frühstückstisch und gerieten so am Ende in Stress. Deutlich nach der angesetzen Abfahrtszeit fuhren wir los. Das blöde dabei war, dass der Zeitplan relativ straff getaktet war und kaum Puffer bot. Trotz aller Umstände kamen wir sogar relativ pünktlich an der Fähre, die regelrecht auf uns gewartet hat, an. Die weitere Autofahrt zog sich so lang. Von Minute zu Minute wurde mir mulmiger zu Mute und die Aufregung stieg immer mehr. Pünktlich am Patkplatz des Hafens angekommen, schnappten wir unsere Sachen und betraten das Boot anders als erwartet sogar vor dem Guide. Es sollte eine lange Fahrt bis zum Divespot werden. 1 1/2 Stunden in einem kleinen, wackligen Boot. Das kann ja nur vielversprechend werden… Leider ließ das Übelkeitsgefühl auch nicht lange auf sich warten. Eigentlich war es auch auszuhalten und ich war der festen Überzeugung, ich würde es bis zum Tauchen überleben.

Maaaaan over board!!! – Da gings mir noch gut 😉

Doch dann mussten wir uns bei der Fahrt umziehen. Wetsuits sind für sich schon stets eine Herausforderung, aber bei Seegang hieß es für mich dann schnell anziehen, ans Ende des Bootes setzen und die Übelkeit mit dem Blick auf den Horizont besiegen. Weitere 20 Minuten Fahrt. Es war endlich geschafft. Ein kurzes Briefung der Zeichen zur Verständigung und es konnte losgehen.
Gut gings mir immer noch nicht, aber das Wasser sollte mir Linderung verschaffen. Gott sei Dank vergass ich beim Tauchen auch direkt die vorherigen Strapazen. Um eine kleines Riff schwammen wir herum, betrachteten die verschiedensten Korallen und Fische und gingen ganz in dem Element Wasser auf. Wir fünf wurden von unterschiedlichsten Korallen und Fischen angezogen. So dauerte es auch nicht lange, dass wir uns als Gruppe langsam auflösten. Zu schnell ging der erste Dive vorbei. Trotz der Tatsache, dass wir hier am „Bommie“ leider keine Haie, Rochen, Schildkröten oder ähnliches gesehen haben, war der Dive unglaublich schön. Die Farben, Formen und Anzahl der Fische, aber auch der Korallen lässt einen immer wieder ins Staunen versetzen. Ein unglaubliches Phänomen der Natur. Gegen Ende des Tauchganges hatten wir sogar das Vergnügen einen großen Fisch kennenzulernen. Dieser war total neugierig und wagte sich ziemlich nah an uns.

What a big fish

Teilweise war es möglich diesen zu streicheln. Grundsätzlich hab ich aber versucht alles was mit anfassen zu tun hatte zu vermeiden. 40 Minuten und schon war es zu Ende.
Tobi, Sarah, Pati und Michael ließen es sich nicht nehmen wieder ins Wasser zu springen, um bei einer kleinen Schnorcheltour weitere kleine Gebiete zu erkunden. Ich dagegen saß wieder am Rand und kämpfte mit meinem vorherigen Problem. Zum Glück verging nicht so viel Zeit bis zum zweiten Dive, der ebenfalls an diesem Reef stattfinden sollte. Wir zogen unsere Ausrüstung wieder an und tauchten mit einem PLATSCH in die Unterwasser ab. Dieses Mal hielten wir uns in flacheren Bereichen auf.

Bitte Lächeln!!

Die Attraktionen dieses Tauchgangs ähnelten natürlich sehr dem Vorherigen, aber dennoch gab es hier auch andere farbenprächtige Korallen.
45 Minuten und auch jetzt war alles vorbei. Wir mussten wieder an Board. Sehr ungerne wollte ich dem Nachgehen. Nicht nur, weil es so viel mehr zu sehen gibt, sondern auch, weil ich ahnte, dass meine Übelkeit auf dem Boot wieder schlimmer werden würde. Leider führte kein Weg dran vorbei. Esseeeen. Für mich gar nicht dran zu denken, doch die anderen ließen sich die Brötchen und den Salat schmecken. Ich saß wieder hinten und betete, dass wir schnell ankommen.
Maximal 15 Minuten und wir waren da. Nun hieß es wieder in die Wetsuits. Dieses Mal musste Patrik mir helfen mich in den Anzug zu quetschen.
Alle waren fertig. Es konnte ins Wasser gehen. Eigentlich wollte ich mich weigern und diesen Dive aussetzen. Gut, dass ich es nicht getan habe. Das war einer der besten Tauchgänge in Australien. Wieso? Zum einen weil wir Clownfische in ihren Anemonen beobachten konnten, zum anderen gab es mehrere Höhlen. Durch zwei Caves sind wir sogar getaucht.

Beautiful Caves

Eine ganz neue Erfahrung, die eigentlich bereichernd war, aber auf die ich erstmal hätte verzichten können. Wir als Anfänger hätten einige Schäden hinterlassen können, da unsere Fähigkeit den Auftrieb zu kontrollieren zwar immer besser wird, aber nach 8 Dives nicht perfekt ist. Wir tauchten um die „Twin Bommies“ bis fast allen die Luft ausging.
An Board zogen wir uns aus, wärmten uns auf und schauten zu, wie die Ausrüstung gewaschen wurde.
Nun musste ich nur noch die Fahrt zum Hafen ohne Eskalation überstehen. Ich setzte mich wieder an meinem heutigen Stammplatz und beobachtete den Horizont in der Hoffnung ein paar Wale zu sehen.
Wir fahren, fahren und fahren und kommen endlich an.
Fix einen Stempel für unser Logbuch geholt, Sachen gepackt und ab nach Port Douglas. Hier suchten wir uns ein schönes Pub aus. Wir suchten uns Pizza und Burger aus und ließen den erlebnisreichen Tag gemütlich ausklingen.

Abendprogramm! Danke Gertrud 🙂

Danke nochmal an dieser Stelle Gertrud. War ein super schöner Abend, den du uns ermöglicht hast.
Das Essen war schnell verputzt, sodass wir uns zeitig auf den Weg machen konnten, um so wenig wie möglich im Dunkeln zu fahren. Ich übernahm gerne das Steuer, da ich bei diesen kurvigen Straßen heute nicht hinten sitzen wollte. An der Fähre wollte ich nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr weiterfahren!
Unendlich müde erreichten wir das Hostel. Viel stand auch nicht mehr auf dem Plan. Duschen und so schnell wie möglich ins Bett.

Liebste Grüße an euch alle 🙂

17.06.2017 – Whitsundays I

Hallo ihr Lieben,

unser Wecker klingelte heute sehr früh, denn unsere Segeltour startet heute. Juhu!!!
Unser Frühstück fiel sehr spartanisch aus. Wir brauchten nur alles auf, was wir noch hatten.
Gegen kurz nach halb acht waren wir mit allen Vorbereitungen und Aufräumarbeiten fertig. Fast wie geplant. Die Strecke bis zum Hafen war relativ kurz und so waren wir nach 5 Minuten angekommen. Wir zogen uns ein Parkticket. Nun können wir zum Treffpunkt. Ab und an kamen mir ein paar Zweifel, ob wir tatsächlich unter den richtigen Sonnenschirmen stehen. Nach einigen Minuten der erlösende Ruf: „Matador“. Endlich… Wir sammelten uns an einem Tisch, um einige Formulare zur Sicherheitsunterweisung zu unterschreiben. Es war nicht leicht sich auf den Text zu konzentrieren, wenn ein kleiner Goldi einen die ganze Zeit ablenkt. Die Prodezur hat sich gezogen. Doch endlich kriegten wir die Stingersuits und wurden sogar für die erste Überfahrt zum Schiff aufgerufen. Die Matador konnte auf Grund der Ebbe nicht in den Hafen einfahren und so mussten die 27 Leute in 3 Fuhren zum Schiff gebracht werden. Als alle sicher am Segelschiff angekommen waren, wurden die Betten zugeteilt. Pati und ich bekamen eines der oberen Doppelbetten und Tobi durfe es sich in dem Einzelbett unter uns bequem machen. Schnell in Schwimmsachen geschlüpft und was drüber gezogen. So können wir uns oben ans Deck setzen. Wie kleine I-Dötzchen saßen wir uns hin und lauschten dem Skipper. Auf eine humorvolle Art und Weise brachte er uns alles nah, was auf dem Schiff passieren könnte. Ach. Und unser heutiges Ziel wurde uns auch mitgeteilt. WHITEHAVEN BEACH!!! Etwa eine halbe Stunde bis Stunde später wurden die Segel gesetzt. Das Boot hatte ab jetzt Schräglage. Nun durfen wir uns für die Safe-Side oder Suicide entscheiden. Natürlich mussten wir alle die hochgelegene Safe-Side nehmen. Aber vorne konnte selbst diese Seite uns keinen Schutz vor Spritzwasser geben. Wir segelten und segelten. Plötzlich… Etwas wie ein großer Fisch jagte an der Wasseroberfläche. Es kam näher. Es war kein Fisch, sondern ein kleiner Hammerhai. Unglaublich. Wir haben uns alle so gefreut einen Hammerhai gesehen zu haben, auch wenn es nur wenige Sekunden gedauert hat. Wir segelten noch ein wenig weiter. Eine windstille Passage war erreicht und die Segel mussten wieder eingefahren werden. Nun waren wir wieder auf den Motor angewiesen. LUUUNCH! Juhu. Essen. Das wurde nun langsam Zeit. Wir konnten uns Brötchen belegen. Hört sich unspektakulär an, war aber ganz lecker. Glücklicherweise war der Ozean relativ still, sodass wir in Ruhe essen konnten und dennoch unserem Ziel immer näher kamen. Aus der Ferne sahen wir schon andere Schiffe, die in einer kleinen Bucht geankert haben. Dennoch… Ein paar Fragezeichen hatten wir ins Gesicht geschrieben. Nach Whitehaven sah es hier ganz und gar nicht aus.
Shity Beach wie uns der Skipper nachher mitteilte, trifft es wahrlich gut. Dieser Strand dient aber auch nur als Startpunkt einer kurzen Wanderung zum Whitehaven Beach.
Mit einem kleinen Boot wurden wir zum Shity Beach rübergefahren. Alle angekommen und so konnte die Wanderung losgehen. Am Hill Inlet Lookout hieß es ganz viele Fotos machen.

Hill Inlet bei Ebbe

Wenn wir wiederkommen und die Flut fortgeschritten ist, wird der Whitehaven Beach nicht mehr aussehen wie zuvor. Nach einem Gruppenbild und einigen Informationen setzten wir unsere Wanderung fort. Über einen Steg wurden wir langsam zum weißen Sand geführt. Endlich. Unsere Füße berührten den Sand. „Der Sand fühlt sich an wie Mehl“ ist wohl eine passende Beschreibung. Nun heißt es den Strand erkunden. Ein kleiner Stopp zum Schnorcheln. Gut, dass Pati mir erfolgreich ausgeredet hat meine Schnorchel Sachen mitzunehmen. Danke nochmal. Die Jungs schnorchelten vor sich hin, aber viel zu sehen gab es wohl nicht. Einen kurzen Fußweg später waren wir an den kleinen Flüsschen, die durch die Ebbe entstanden sind, angekommen. In diesem Inlet sollte es Stachelrochen und Babyzitronenhaie geben. Leider bekamen wir nur die Stachelrochen zu sehen. Naja, was heißt leider. Der Anblick hat auch schon gereicht. Faszinierende Tiere!! Vorsichtig pirschten wir uns immer näher an die runden schwarzen Schatten, um einen besseren Blick zu erhalten. Das ein oder andere Mal wurden wir auch belohnt. Wir merkten wie sich die Flut vorarbeitet. Definitiv der richtige Zeitpunkt um zu gehen und auf dem Weg noch ein paar Fotos zu machen. Ein großer weißer Baumstamm lag mitten am Strand. Hier machten wir ein paar Fotos.

Whitehaven Beach *-*

Ein wenig übermütig versuchte ich am Ende auf dem Stamm zu balancieren und bewies, dass auch ich ein Talent besitze mir wehzutun. Ein paar Schürfwunden sind schon ok! Wir warteten kurz auf Tobi und mussten uns dann beeilen, da wir nochmal zum Lookout wollten, um das Inlet bei Flut zu betrachten.

Hill Inlet bei Flut

Nun hieß es etwas hetzen. Im Endeffekt gar nicht nötig, da noch einige von unserer Truppe am Lookout waren und sogar länger als wir blieben. Mit dem kleinen Boot wurden wir wieder zum Segelboot gebracht. Während wir zum Ankerpunkt segelten, gab es einen gesunden Snack. Wie sich rausstellte war unsere Anlegestelle in der kleinen windstillen Passage, die wir zuvor durchfahren haben. Der Skipper lud uns zu einer Erzählstunde ein, um uns die Zeit bis zum Essen zu vertreiben. Keine halbe Stunde später wurden wir zum essen gerufen. Spaghetti Bolognese. Yummy. Erste Runde. Essen auf den Teller. Essen. Zweite Runde. Am Ende war dennoch ganz schön viel übrig. Kein Problem. Der Mast wurde zum Meer hin ausgefahren und die Beleuchtung angeschaltet. Wir sollten die Reste einfach ins Wasser werfen, um so Riffhaie anzulocken. Die Leute fingen an ihre Reste ins Wasser zu schütten. Kleine Fische, größere Fische und nach einer ganzen Weile auch kleine Riffhaie. Diese machten Jagt auf die kleinen Fische. Leider waren sie viel zu schnell, als dass wir sie richtig gut erkennen könnten. Das Spekatakel war vorbei. Der Mast wurde eingefahren. Da es draußen zwar schon dunkel war, aber kein bisschen kalt, blieben wir auf dem Deck liegen und beobachteten die Sterne. Ein schöner Weg, um diesen Tag ausklingen zu lassen.

Bis Bald 🙂

Fraser Island II – 07.06.2017

Hallo Zusammen,

heute habe ich mal wieder die Ehre euch zu berichten und zwar von Fraser Island Tag 2.
Wie immer standen wir auf und zogen wie gewohnt unsere morgendliche Routine durch und starteten relativ spät und weit nach der Beach Driving Time. Definitv nicht gut geplant, wie sich noch rausstellen wird.
Da wir gestern nicht mehr viel vom Lake McKenzie hatten, sollte der See unser erster Stopp werden. Auch heute war der Weg dorthin nicht weniger holprig und ich kämpfte mich durch. Eigentlich wollten wir dort nicht so viel Zeit verbringen, aber der Anblick lud zum Verweilen ein.

Wären gerne noch länger geblieben

Schöner weißer Sandstrand, hellblaues Wasser am Ufer und eine kleine Halbinsel, die wir auf einem Weg durchs Wasser erreichen konnten. Patrik wagte sich als Erstes ins Wasser, um zu testen wie tief der Weg wohl sei. Bei Kniehöhe wurde kehrt gemacht, da er noch angezogen war. Tobi zögerte nicht lange und stolzierte zielstrebig auf die andere Seite zu. Patrik mit mir auf dem Rücken folgte zeitnah. Wir erkundeten das kleine Paradies, machten Fotos und gingen über einen Landweg zurück, da wir uns langsam auf den Weg machen mussten. Am Strand entschieden sich die Jungs noch ihre Trainingseinheit zu absolvieren, um daraufhin ins Wasser zu springen. Nach einem doch länger als gedachten Aufenthalt, fuhren wir weiter zum Lake Wabby. Und glaubt mir die „Straße“ war mehr als holprig. Die Wege riefen in mir wieder die Erinnerung an das Mountain Biking in Queenstown hervor. Hoffentlich ist das Auto auch so stabil wie es scheint. Es gab zwei Stellen, wo ich echt gedacht habe, dass das Auto mit meinen Fahrkünsten dies nicht überleben würde. Aber als diese Stellen geschafft waren, fand ichs doch ziemlich aufregend und wäre am liebsten nochmal gefahren. Am Parkplatz angekommen, stapften wir den Wanderweg mit der Hoffnung, aber auch der Angst Schlangen zu sehen zum Aussichtspunkt entlang. Der See war an sich nicht sonderlich schön. Ziemlich klein und grün. Das besondere an dem See war die Sandmasse, die als perfekte Rutsche ins Wasser diente. Leider hatten wir heute nicht genug Zeit, um diese coole Möglichkeit zu nutzen.

Ausblick auf Lake Wabby

Auf dem Rückweg zum Auto hatte Patrik noch einen Varan im Busch entdeckt. Und Tobi der Reptilliebhaber zögerte nicht lange und kletterte in den Busch, um ein Foto zu machen. Um Tobi muss man sich immer Sorgen machen bei der Anzahl an Schäden, die er hier schon genommen hat und der gefühlt unvereinbaren Vorliebe zum Klettern.
Fast am Auto angekommen, sahen wir noch eine Echse. Und Tobis Herz ging wieder in Flammen auf.
Wir hatten schon nach 13 Uhr und so wurde es langsam Zeit an den Strand zu kommen und ein wenig Strecke zu machen. Den Plan in den Norden zu den Campagne Pools und zum Indian Head zu fahren, haben wir schon lange verworfen.
Durch etliche Washouts und vorbei an diversen Steinansammlungen sind wir endlich am Eli Creek angekommen. Auch Eli Creek ist eine beliebte Anlaufstelle für die Tourbusse. Vollkommen berechtigt bei dem klaren und erfrischenden Wasser, wo man sich auch noch keine Gedanken um allmöglichen Tiere, die einen schwerwiegend verletzten können, machen muss. Trotz der Anzahl junger und alter Reisenden haben wir hier eine Snackpause gemacht. Wir setzten uns auf eine Sanddüne und beobachteten zwischendurch unseren Schatten. Sobald die Silhouette eines Hundes erscheint, sollten unsere Alarmglocken angehen… Be Dingo aware! Nachdem unser kurzer Snack beendet war, liefen wir den einzigen Steg am Creek entlang. Vor uns eine Tourgruppe. Alle sollten sich von der Treppe Rückwärts ins Wasser fallen lassen. Bei annähernd 30 Person nahm es eine gewisse Zeit ein. Endlich! Die Gruppe ist fertig und wir können uns ins Wasser wagen.

Läd zum Treiben ein 🙂

Wir spazierten durch den Bach und wünschten uns auch einen Schwimmreifen, mit dem wir uns ein wenig treiben lassen konnten. Unseren Aufenthalt mussten wir nach dem Spaziergang aber auch direkt beenden, da wir noch zum Wrack wollten und noch paar Kilometer bis zum Campingplatz vor uns hatten.
Das Wrack war schon von Weitem zu sehen. Es ist nicht mehr viel von dem ehemaligen Schiff übrig geblieben. Ein Großteil ist schon im Sand versunken.

SS Maheno Wreck.

Foto vom Wrack, Foto von dem Wrack und uns, Foto, Foto, Foto. Der Schatten der Berge kämpfte sich immer mehr durch. Das Wrack war nun vom Schatten umhüllt. Ein klares Zeichen für uns. Wir müssen fahren!
Ich fuhr und ließ mir dabei sogar relativ viel Zeit, da ich nicht diejenige sein wollte, die für Salzwasserspuren am Motor sorgt. Plötzlich schrien die Jungs auf. Wale. Halt an! Und tatsächlich sahen wir einige Wale im Wasser spielen. Trotz der Entfernung konnten wir diese Tiere unglaublich gut erkennen. Da kann man sich ausmalen, wie gigantisch Wale sein müssen!

Sie haben uns endlich eingeholt!

Die Zeit drängte, also mussten wir uns langsam von dem Anblick dieser erstaunlichen Tiere verabschieden.
Nur noch 20 Minuten trennten uns von der Campsite.
Wir kamen an, bauten das Zelt auf und gingen wieder relativ früh schlafen.

Bis zum nächsten Mal!!!

Reinfall – 08.04.2017

Hallo Zusammen,

die Tage bis Australien werden gezählt. Doch auch in Neuseeland wollten wir auf letztem Wege noch ein paar schöne Erinnerungen mitnehmen. Wie angekündigt haben wir für heute eine Tour gebucht. Swimming with Dolphins! Hektordelfine wollten wir heute hautnah in ihrem Territorium erleben. Dann starten wir mal. Wie fast immer sind wir auch heute an einem Campingplatz in unserem resistenten Zelt aufgewacht. Heute hieß es nur schnell alle Sachen zusammen packen und nichts wie weg. Dieser Platz bot nicht sonderlich viel. Zwei stinkende Plumpsklos, eine Bank und anscheinend einen See mit toxischen Algen. So beschlossen wir einen Platz mit öffentlichen Toiletten und Sitzbänken anzufahren. Hier haben wir in Ruhe gefrühstückt und uns fertig gemacht. Dann ging es auch schon weiter. Strecke musste gemacht werden! Wir wollten ja unbedingt mit den Delfinen schwimmen. Und auch das Wetter hat heute mitgespielt. Es war anfangs bewölkt, aber je näher wir Akaroa kammen, desto sonniger wurde es. Wir freuten uns sehr die Reise mit einem solchen Erlebnis abzuschließen. Nach 2 Stunden waren wir endlich da. Sogar mehr als pünktlich. 12 o’clock zeigte uns die Uhr an. Also hatten wir noch 1 1/2 Stunden Zeit. Trotzdem gingen wir zu dem Shop, um uns zu erkundigen, was wir alles mitbringen müssen und um uns anzumelden. Eine deutsche Mitarbeiterin teilte uns mit, dass wir um „viertel eins“ nochmal vorbeischauen sollen, damit uns genaure Informationen zu den „Conditions“ auf dem Meer mitgeteilt werden können. Dann machen wir uns auf den Weg und schlendern mal durch die Stadt. Auch wenn diese ziemlich klein war, haben wir am Auto festgestellt, dass wir fast eine Stunde dort verbracht haben. Nun aber schnell alle Sachen packen und auf zum Shop!!! Die Vorfreue wurde immer größer und größer. Nun saßen wir in einem kleinen Raum und bekamen mitgeteilt, was der Skipper in Bezug auf die vorherige Fahrt über die Conditions mitgeteilt hat. Leider schlechte Nachrichten. Ständig wiederholte die Mitarbeiterin nur, rough Conditions, strong and confident swimmer, very wavy, sea sick. Alle Beteiligten sollten sich überlegen, ob sie unter diesen Bedingungen rausfahren wollten oder nicht. Denn es könnte sein, dass Delfine zwar gesichtet werden, aber ein Swim unmöglich ist. Ein Paar hat sich sofort entschieden und ist gegangen. Bei drei Personen mit verschiedenen sportlichen und finanziellen Hintergründen ist es aber nie einfach eine Entscheidung zu treffen und so ging die Diskussion los. Eigentlich hatten wir alle ein etwas mulmiges Gefühl. Würde uns das Schwimmen unter diesen Bedinungen Spaß machen? Würden wir überhaupt zu einem Swim kommen und ist uns das Geld dann für NUR Delfine gucken überhaupt wert? Entscheidung getroffen. Wir canceln die Fahrt. In Australien gibt es bestimmt auch gute Gelegenheiten mit Delfinen zu schwimmen. Enttäuscht gingen wir zum Auto. Naja wenn wir schon hier auf der Halbinsel sind, können wir auch eine Bucht anfahren. Vielleicht haben wir mal Glück und treffen dort auf Delfine! Le Bons Bay gaben wir in Google Maps ein.

Le Bons Bay

Circa 30 Minuten hat die Fahrt gedauert. Die Bucht war ganz schön, aber da haben wir in Neuseeland schon bessere gesehen. Und auch Delfine konnten wir leider nicht aufspüren. Eigentlich könnten wir fahren, da auch Baden bei dieser kalten Brise rausfiel. Einen kleinen Spaziergang am Strand machten wir aber dennoch. Ah. Was ist das? Ein Knochen. Tobias Augen leuchteten auf! Er war fasziniert von diesem Fund und begann Spekulationen aufzustellen, was es für ein Knochen sein könnte und zu welchem Tier es gehören könnte. Skelett eines Delfines setzen wir auf die To Google Liste. Uns setze der Wind immer zu. Von Sekunde zu Sekunde wurde es gefühlt immer kälter… Lasst uns lieber schnell ins Auto und unsere gebuchte Unterkunft in Christchurch anfahren. Schließlich muss das Auto vor der Abgabe morgen noch komplett ausgeräumt werden. Gesagt, getan. Es ging weiter.

Letzter Blick auf Akaroa

An einem Countdown konnten wir natürlich nicht einfach vorbeifahren! Mit unseren dieses mal erstaunlich leeren Tüten fuhren wir die letzten Minuten zur Unterkunft. Angekommen. Von außen wirkt das kleine Häuschen ganz süß und gepflegt. Die Gastgeberin war super freundlich und hat uns direkt herzlich empfangen. Unseren Schlüssel hatten wir. Das große Auspacken ging los. Unser Zimmer sah zwischenzeitlich aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Chaos, Chaos, Chaos

Wider aller Erwartungen haben wir das Auto zu dritt schnell ausgeräumt. Die erste Zeit verbrachten wir damit ein wenig Ordnung zu schaffen, unsere Backpacks teilweise zu packen und vor allem uns nach Tagen endlich wieder vernünftig zu duschen. 21:30 Uhr. Wir haben immer noch nicht gekocht, der Hunger war langsam groß. Jetzt noch ausgiebig kochen? Hmm. Die Lust hält sich in Grenzen. Stichwort hier, Teamwork und Arbeitsteilung. Alle Reste sollten soweit es möglich war verwertet werden. Das Ergebnis der Kochsession: ein leckerer Salat, Reis mit Gemüse und Hähnchenbrust mit einer selfmade Nachopanade. Lecker, aber viel zu viel. Essen, erledigt. Abwasch, erledigt. Bettfertig machen, erledigt. Doch danach zog sich unser Abend doch länger als geplant. Vor 12 Uhr sind wir nicht eingeschlafen, auch wenn unsere Betten unglaublich weich und einladen waren!!! Zzzzz…

Curio Bay – 04.04.2017

Halli Hallo,

langsam neigt sich unsere Zeit in Neuseeland dem Ende. Uns bleiben noch ein paar Tage bis es nach Australien geht. Travel hatten wir nun einige Wochen. In Oz soll zum Travel auch das Work dazukommen. Aber dazu zu späteren Zeitpunkten mehr. Lasst uns nun auf den 4. April konzentrieren. Unser Tag begang mit einem fast klaren Himmel am Monkey Island.

Die Affen sind los!

Diesen Sonnenschein wollten wir direkt mal nutzen und ein wenig Wäsche waschen. Für den ein oder anderen von uns wurde es auch mal dringend Zeit. Unsere geplante Dusche wurde erstmal aufgeschoben.
Frühstück im Zelt? Erledigt.
Da die Ebbe an diesem Morgen relativ fortgeschritten war, hatten wir die Chance zur Monkey Island zu gehen. Die „Insel‘ ist sehr klein und auch nur bei Flut tatsächlich eine Insel. Wir hielten uns nicht lange dort auf. Wir hatten noch andere Punkte auf unserem heutigen Programm. Nun stand nach diesem kurzen Besuch nur noch die Körperpflege aus. Im Meer versteht sich. Heute wurde nicht groß gezögert. Kurzer Prozess. Ab ins Wasser. Schön mit Anlauf! Chicken, Chicken, Chicken und fertig waren wir. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie kalt das Wasser war. Und trotz Sonne war uns nicht sonderlich warm. Im Gegenteil! Der Wind machte alles noch schlimmer. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich ahnen wie sich tausende Nadelstiche anfühlen müssen. Leider war die Prozedur noch nicht beendet. Wir mussten uns nämlich von dem Salzwasser befreien. Brrrr…
Mit einem frischen Gefühl konnten wir daraufhin das Zelt abbauen und uns auf den Weg Richtung Curio Bay machen.
Heute durfte Tobi ans Steuer und uns ans Ziel bringen. Dieses Mal mehr oder weniger sicher. Denn zwischenzeitlich war er wohl mit den Gedanken in Deutschland und bewies sich dabei als guter Geisterfahrer. Was sich wohl die Dame im Auto hinter uns gedacht haben muss als wir wieder vor ihr von der anderen Straßenseite eingeschert sind. Gott sei Dank war unser Zwischenstopp PaknSave fast erreicht. Am Parkplatz gestand Tobi uns nach der rasanten Aktion, dass er diese Erfahrung nicht nochmal machen möchte! Einmal in Neuseeland Geisterfahrer spielen, kann er von seiner To Do Liste abhaken! Am PaknSave wollten wir nur kurz das Wlan nutzen, um uns um den Blog zu kümmern und über das Wetter der nächsten Tage zu informieren. Dann ging es auch schon weiter. Unser nächster Stopp sollte Bluff sein. Hier fuhren wir noch eine halbe Stunde hin. Eigentlich wollten wir in dieser kleinen Stadt nichts besonderes sehen. Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass Bluff der südlichste Punkt Neuseelands ist. Doch eine Broschüre belehrte uns eines Besserens. Slope Point ist der südlichste Punkt der Südinsel. Naja Bluff wollten wir dennoch nicht ausfallen lassen. So sind wir für einen kurzen Snack zum Bluff Hill Lookout gefahren. Der Lookout ist eigentlich ziemlich schön gestaltet. Über einen spirlarförmigen Weg mit zahlreichen Informationen zu einheimischen Tieren oder auch zu geschichtlichen Hintergründen gelangt man auf den Aussichtspunkt. Hier zeigen Marmorplatten welche Insel am Horizont zu sehen sind. Unseren Aufenthalt in Bluff beendeten wir mit einigen Fotos am Stirling Point.
Unser letzter Stopp vor der Curio Bay war der Slope Point. Diesen erreichten wir über eine längere holprige Gravelroad. Am Parkplatz angekommen, waren wir etwas verwundert. Es führte kein Weg zu den Klippen. Wir konnten lediglich riesen Weiden mit Schaafen sehen. Einem Schild am Zaun konnten wir entnehmen, dass wir über die Weide spazieren müssen, um an den südlichsten Punkt zu gelangen. Am liebsten wäre ich einem Schaaf hinterher gelaufen, hätte es gefangen und gestreichelt. Leider waren diese nicht sehr kontaktfreudig. Circa 10 Minuten trennten uns noch vom Slope Point. Dort angekommen lauschten wir den an den Klippen brechenden Wellen, genossen den Ausblick auf den Ozean und hielten stets Ausschau nach Delfinen. Vergebens. Auch trotz der kalten Winde konnten wir diesen Punkt nicht ohne ein paar Fotos verlassen.

Wo wollt ihr lieber hin? 😀

Langsam mussten wir aber gehen, da uns zum einen ziemlich kalt wurde und zum anderen unser eigentliches Ziel die Curio Bay noch nicht erreicht war. Eine gute halbe Stunde später konnte das Navi ausgemacht und unser Auto abgestellt werden. Um an die Bay zu gelangen, muss man durch einen Holiday Park fahren. Hm, wenn wir schon hier sind, können wir eigentlich auch nach den Preisen fragen und gegebenenfalls hier bleiben. Ok. Gegen 40$ ist nichts einzuwenden. So suchten wir uns eine windstille Stelle und stellten das Auto ab. Das Zelt konnte erstmal warten. Viel wichtiger waren die Delfine, Seelöwen und Pinguine, die wir in dieser Bucht sehen wollten. Leider wurden wir enttäuscht. Morgen ist auch ein Tag!!

Ausschau halten nach Delfinen 🙂

Also machten wir uns auf den Rückweg, um das Zelt aufzubauen und die letzten Stunden, die die Küche noch geöffnet war, zu nutzen und uns Pfannkuchen zu machen. Kurz vor neun wurde es dann ein wenig stressig. Gut, dass wir relativ gesättigt waren. Und was Gutes hatte die Sache auch an sich. Wir werden morgen was leckeres zum Frühstück haben.
Alle Sachen wurden schnell gespült und eingeräumt. Was steht dann abends noch aus? Das fertig Machen für die Schlafsäcke. Na dann gute Nacht und bis demnächst!

Lakes, Lakes, Lakes – 01.04.2017

Hallo Freunde und Familie,

nach der Planänderung gestern steht heute nun die Erkundung der Umgebung an. Das heißt Lake Tasman und Lake Tekapo! Wobei Lake Pukaki auch sehr schön ist und einen unglaublichen Anblick auf Mount Cook bietet. So fiel uns der Entschluss eine weitere Nacht hier zu bleiben sehr einfach. Unser Zeitplan war… Eigentlich war kein richtiger Zeitplan vorhanden und so murmelten wir uns noch etwas in unsere Schlafsäcke ein. Irgendwann wurde es aber Zeit fürs Frühstück. Da die Jungs mit der Karte für den Blog beschäftigt waren, schnappte ich mir kurzer Hand alle Frühstückssachen und machte uns Müsli. Gestärkt machten wir uns langsam auf den Weg, denn die Sonne kämpfe sich hinter den Bergen hervor und auch die Wolken verzogen sich immer mehr. Ein kurzer Halt am Visitor Center und wir waren wieder frisch. Die Fahrt konnte vorgesetzt werden. Richtung Mount Cook Nationalpark sollte es gehen. Eine gute Stunde verging bis wir am Parkplatz ankamen. Ein kurzer Blick auf die Schilder sollte uns helfen die möglichen Wanderwege aufzusuchen. Die Blue Lakes, den Tasman Glacier und Lake Tasman wollten wir uns mal anschauen. Naja die Blue Lakes waren alles andere als Blue. Enttäuschend. Aber das wurde uns auch schon im Vorhinein mitgeteilt.

bluE Lakes? 😀

Aber so schlimm ist es auch nicht. Wir haben schon einige blaue Seen und vor allem diverse türkis-blaue Strände gesehen. Über weitere Treppen kamen wir an einem kleinen und überschaulichen Aussichtspunkt an. Wow. Beeindruckend. Von hier konnten wir die Aussicht auf den Glacier und den Lake genießen. Wobei ich sagen muss, dass ich den Glacier gar nicht auf Anhieb sah, da er zum einen hauptsächlich hinter einer Ecke des Berges verläuft und zum anderen fast komplett von Asche bedeckt war. Lake Tasman war noch weiter von der Farbe blau entfernt als die Blue Lakes. Er war nämlich grau! Nichtsdestotrotz ein fantastischer Anblick hier in Mitten der Bergketten. Nach einem kurzen Besuch von Gollum mussten wir dann auch mal langsam gehen.

Gollum is following you!

 

Wolken zogen langsam über den Mount Cook und die anderen anliegenden Berge. Oh Nein! Wir müssen schnell zum Lake Tekapo. Die Treppen sind wir runtergelaufen, ziemlich gefährlich. Nicht das ich nachher die Treppen runterstürze und mir noch mehr blaue Flecke hole. Schnell einsteigen und losfahren. Der Sonne hinterher!!! Dieser Plan ging nicht ganz auf. Die Wolkenfront hatte uns eingeholt. Am Lake Tekapo war es dann leider nicht mehr so schön. Aber solange es nicht regnet ist alles in Ordnung. Wobei es durch den Wind ziemlich kalt wurde. Generell wird es in Neuseeland im Süden leider nicht wärmer, sondern kälter. Anlässlich des Wetters und paar anderer Gründe haben wir unseren Aufenthalt nach wenigen Fotos beendet.

Tada! Lake Tekapo!

Auf ging es zum Campingplatz oder wohl eher zum Visitor Center. Hier konnten wir kochen und uns direkt fertig machen. Danach ging es aber wirklich zum Campingplatz. Ab in die Schlasäck und darauf freuen, dass uns in der Nacht eine Stunde geschenkt wird und wir uns morgen in Richtung Milford Sound aufmachen.

Hallo Queenstown – 28.03.2017


Hallo Gefährten,

heute steht die Fahrt nach Queenstown an und ich glaube jeder von uns freut sich. Queestown soll wohl die perfekte Anlaufstelle sein, um sich den ein oder anderen Adrenalinkick zu holen. Dann starten wir mal den Tag. Morgenroutine ist angesagt. Aufstehen, packen, frühstücken, alles vom Abend zuvor spülen, fertig machen und fahren. Wobei der Morgen war doch etwas anders. Wir hatten hohen Besuch! Enten wollten uns mit ihrer Anwesenheit beehren. Eigentlich ganz nett und amüsant anzuschauen, wenn sie nicht gerade versuchten unser Frühstück zu klauen.

Was kommt denn da?

Routine abgeschlossen. Dann lasst uns in die Stadt reinfahren und ein paar Sachen, die noch offen sind, erledigen. Nachdem wir Informationen bei der i-Site von Wanaka eingeholt haben und Patrik mir anlässlich unseres Montagstages ein im Vergleich zu Deutschland teueres Eis ausgegeben hatte, machten wir es uns am Strand noch ein wenig gemütlich. Um diesen kurzen Aufenthalt abzuschließen, durfte ein Strandspaziergang nicht fehlen. Zwei Stunden waren schnell um. Für uns wurde es langsam Zeit sich auf den Weg nach Queenstown zu machen. Die einstündige Fahrt war durch diverse Lookouts geprägt. Leider fuhren wir nur einen dieser an. Doch hier bekamen wir eine schönen Ausblick auf Queenstown. Eingebettet in zahlreiche Bergketten und direkt am Lake Wakatipu liegend, kann ich mir nun vorstellen, dass diese Stadt einiges an Aktivitäten zu bieten hat.
Auch in Queenstown war unsere erste Station die i-Site. Hier wollten wir uns einige Broschüren zu möglichen Abenteuern besorgen. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem jungen Mitarbeiter von HappyTravels angesprochen. Hier werden wir die Tage mehr Geld lassen als uns am Anfang wohl lieb war… Alle Erledigungen in der Stadt waren abgeschlossen und so konnten wir nun den auserwählten Campingplatz anfahren! Wow. Unglaublich. Wir sind endlich mal im Hellen angekommen. Kaum zu glauben! Und nun zu unserem Abend. Unsere abendliche Kochprozedur wurde ein wenig in die Länge gezogen, da das ein oder andere Foto vom Sonnenuntergang gemacht werden musste.

Die Wolken brennen 🙂

So schön wie dieser war, wurde der Hunger und die Tatsache, dass es Cordon Bleu gab, schnell verdrängt. Yamyam. Unsere Bäuche waren gefüllt und der Hunger verflogen. Nun stand eigentlich nur noch Duschen aus. Leider hatte der Campingplatz nur Plumpsklos und ein Waschbecken zu bieten. So klein wie ich bin, pass ich doch nicht überall rein. Nicht weiter schlimm, wir sind ja direkt an einem See. Ob das wohl eine gute Entscheidung ist im Dunkeln den See als Waschmöglichkeit zu nutzen. Das war sie. Das Wasser war zwar eisig kalt, aber danach haben wir uns wenigstens ziemlich erfrischt gefüllt. Dennoch, zackzack schnell in den warmen Schlafsack und ab ins Land der Träume…

It’s raining men – 26.03.2017

Hallo liebe Leute,

heute ist Sonntag und mal wieder ein Regentag, wie man sich ihn auf einer Reise nicht wünschen würde. Wie jeden Morgen auf unserer Neuseeland Rundfahrt ist der Wecker am Abend zuvor gestellt worden. Dieses Mal wollten wir unbedingt früh aufstehen, um das uns angepriesene „free breakfast“ zu inspizieren. Doch wie immer Zzzzz.
Wir gingen in die Küche, sahen Waffeleisen, Marmeladen, Toast und Müsli. Ehrlich gesagt, habe ich mir ein richtig vielfältiges Frühstück erhofft. Aber eigentlich sind Waffeln zum Frühstück auch mal eine nette Abwechslung. Die Jungs waren hellauf begeistert. Und auch ich muss zugeben, dass es ziemlich lecker war.
Das Frühstück neigte sich dem Ende. So entschied sich Patrik sich noch ein paar Waffeln zu gönnen. Aus diesem Plan wurde leider nichts, denn eine liebe Dame hatte sich vorher bedient und ihr Tupperdose randvoll gefüllt. An dieser Stelle nochmal ein Danke von Patrik!
Wir machten uns langsam auf den Weg ins Zelt, um bis zum Check-Out noch zu überlegen, ob wir bleiben oder weiterfahren sollten.

Unser Stellplatz unter Palmen!

Auf Grund des Wetters, der Vorhersagen für die nächsten Tage und des guten Angebots fiel unsere Entscheidung eindeutig aus. Wir bleiben! Unseren Tag verbrachten wir mit dem ein oder anderen Nickerchen, Tagebucheintrag, mit Recherchen und Blogeinträgen. Zwischenzeitlich haben wir unsere Location gewechselt. Vom Zelt ging es in einen Aufenthaltsraum mit ziemlich bequemen Sesseln und Sofas. Die oben relativ kurzgefassten und bescheidenen Aktivitäten nahmen unerwartet unseren ganzen Tag ein. Immer öfter hörte man einen von uns sagen: „Ich habe hunger. Was kochen wir? Oder sollen wir Burger essen gehen?“. Nie wurde eine endgültige Entscheidung getroffen.
Zum Glück waren es wieder 18 Uhr und somit Souptime! Der kleine hunger war gestillt und wir setzten uns wieder an unsere Aufgaben. Burger! Lasst uns Burger essen gehen! Gesagt, getan… Auf ging es zum Burgerladen. Damdam. Kitchen closed. Keine Burger für uns. Auf Empfehlung der Empfangsdame gingen wir die Straße runter, um nach einem ähnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis zu suchen. Leider sind wir nicht fündig geworden. Dann müssen wir wohl selber Burger machen. Eine Küche dazu haben wir ja! Also gönnen wir uns das mal!!! Nachdem im 4 Sqaure alle Zutaten besorgt wurden, ging es wieder zum Hostel. Wir konnten gar nicht schnell genug ankommen. Unser Hunger war enorm und uns stand neben schnibeln auch noch braten bevor. Oh je! 45 Minuten später stand das Essen auf dem Tisch. Neben uns haben sich noch zwei deutsche Backpackerinnen, Nathalie und Sophia gesellt. Wir kamen langsam in ein Gespräch, welches sich über den ganzen Abend zog. Nach etlichen Tipps, Geschichten, Lachern und Gebeten, dass unser Zelt dem strömenden Regen standhält, musste der Abend bzw. schon Nacht enden. Wir hatten mittlerweile 1 Uhr. Und DIE Schlussfolgerung, die wir aus den Gesprächen gezogen haben, war, dass Sophia eine leidenschaftliche und überzeugte Vielesserin ist. Also mussten wir am nächsten Morgen noch früher aufstehen, um was abzubekommen 😀 Alle Sachen waren gepackt und so ging es ins Zelt. Um die ein oder andere nasse Stelle sind wir nicht drum rum gekommen, aber schlafen konnten wir definitiv im Zelt! Da unsere Schlafsachen schon bereit lagen, hieß es direkt gute Nacht und bis demnächst.

P.S.: Nathalie und Sophia, wenn ihr das lest, schreibt uns mal, wie eure weitere Reise verlaufen ist 🙂 Ich hoffe eure Namen sind richtig geschrieben 😉