10.-15.08.2017 – Die letzten Tage

10.08.

Als wir an diesem Morgen aufstanden, war überraschenderweise richtig gutes Wetter. Mit Vorfreude frühstückten wir. Doch plötzlich zog eine riesige Wolkendecke auf uns zu. Wir beeilten uns, um noch einen Ausblick am Reeds Lookout zu erhaschen. Die Wolken waren aber viel zu schnell. Als wir ankamen, hatte es sich total zugezogen… es war sehr windig und kalt draußen, sodass wir erstmal nur kurz den Blick über die Landschaft schweifen ließen. Wir konnten viel weiter sehen, als es vor 102 Tagen der Fall war. Damals stand Natalie aber sogar noch im Rock hier oben. Heute wäre das definitiv nicht drin gewesen 🙂

Gute Lichtverhältnisse bei den Grampians

Schnell wieder ins Auto. Nach kurzen Überlegungen machten wir uns doch auf den Weg zu den Balconies. Und es lohnte sich! Den kurzen Spaziergang von 10 Minuten kannten wir ja schon und dann setzten wir uns auf einen natürlichen Felsbalkon. Immer wieder kam die Sonne durch! Es war sehr schön und wir waren froh, den Weg doch noch gemacht zu haben. Da hat sich der Abstecher zu den Grampians gelohnt! Hier nahmen wir auch ein Geburtstagsvideo für Sarah auf. Noch einmal, Alles liebe zum 30.! Und viele Grüße in den Yellowstone National Park.
Anschließend hieß es Auto fahren. Wieder ging es an einen Ort, bei dem wir schon mal auf unserer Reise waren. Princetown, bei den 12 Aposteln an der Great Ocean Road. Den Campingplatz kannten wir ja und wie erwartet, waren zig Kängurus auf dem Gelände verteilt. Den Sonnenuntergang wollten wir eigentlich bei den 12 Aposteln verbringen, aber da spielte das Wetter, wie bereits befürchtet, so gar nicht mit! Es fing an zu schütten. Und wie… Als wir unter die wunderbaren Duschen gingen, dachten wir kurzzeitig die Welt ginge unter. Im Auto wurde danach gechillt, während sich die Kängurus neben dem Toilettenblock unterstellten, um sich vorm Regen zu schützen.
Bei einer kurzen Regenpause bauten wir schnell das Zelt auf und gingen rasch schlafen.

11.08.

Nach einem gemütlichen Morgen machten wir uns auf den Weg nach Geelong. Zuerst gingen wir aber auf Spritsuche. Durch unseren Ersatzkanister waren wir aber auch noch recht entspannt, als das Warnlämpchen anging. Ein wenig aufgetankt, da der Sprit so teuer war wie im Outback und dann ging es weiter auf der Great Ocean Road entlang. Einen Stopp legten wir bei Kennett River ein, um noch einmal Koalas zu sehen. Denn so langsam geht unsere Reise ja auch zuende… Die Great Ocean Road wird momentan echt viel bebaut. Immer wieder Straßen- oder Hangarbeiten. Einmal warten wir sogar 15 Minuten und schauen dabei zu, wie große Steine gelöst werden und auf die Straße fallen. Danach wurden die teils riesigen Brocken weggeräumt und wir konnten endlich weiter. Nun fuhren wir durch bis zum Aldi bei Geelong, wo wir kurz reinhopsten, um einen Lappen zu kaufen, denn heute wollten wir das Auto in Ordnung bringen. Übermorgen müssen wir es nämlich schon abgeben. Durch den heftigen Regen von gestern brauchten wir gar nicht lange, um alle ‚Off-Road-Hinweise‘ verschwinden zu lassen. Der Innenraum war auch schneller sauber als gedacht. Noch kurz einkaufen und weiter auf der M1 Richtung Melbourne. Da wir so schnell fertig waren, kamen wir sehr früh an der Raststätte an, bei der wir für heute unser Zelt aufschlagen wollten. Abends kochten wir Reis mit Erbsen und Chicken-Nuggets.

12.08.

Auch heute morgen ließen wir uns Zeit beim Aufbrechen. Nach dem Frühstück wurde alles eingepackt und anschließend ins Auto gesetzt, denn wir wollen heute nach Melbourne. Genauer gesagt zum Queen Victoria Market. Zunächst fuhren wir den Discovery Park an, der etwas westlich vom Stadtzentrum liegt und checkten dort ein. Wir schauten uns unseren Stellplatz an und uns gefiel die Anlage auf Anhieb sehr gut. Für unser Auto plus Zelt viel zu viel Platz, super Duschen und eine Campkitchen mit Ofen. Einen Ofen!!! Wie lange hatten wir keinen mehr*-*. Das wurde auch direkt mal zum Abendessen eingeplant.
Nun aber erstmal zum Markt. Der Stadtverkehr gefällt uns hier nicht so sehr und stellt das komplette Gegenteil zum sonst so entspannten Lifestyle der Australier dar. Wobei uns auffiel, dass Fahrer mit asiatischem Aussehen die Verkehrsregeln zu ignorieren scheinen 😉
Wir parkten das Auto direkt am Markt und schlenderten gemütllich von Stand zu Stand.

Da hinten haben wir damals gewohnt 😀

Man erkannte den ein oder anderen wieder und vor allem die Stimme des lauten Brotverkäufers hörten wir einige Reihen vorher. Für den 2 Stunden Aufenthalt bezahlten wir die Parkgebühr von 5$ und machten uns auf den Rückweg. Da durfte ich auch mal den Hook-Turn ausprobieren, das war gewöhnungsbedürftig! 🙂
Nun räumten wir alles aus dem Auto und packten unsere Backpacks zusammen.

Es wird gepackt!

Nachdem die Rucksäcke voll und das Auto abgabebereit war, hatten wir beide auch ziemlichen Kohldampf. Gut, dass der Woolworths direkt neben dem Campingplatz liegt. So gingen wir kurzerhand einkaufen und fingen an zu kochen. Kartoffelwedges und paniertes Hähnchenfleisch mit selbstgemachtem Sour-Creme-Dip. Das schmeckte uns! Abends wurde noch geskyped, doch Tobi war schon auf zur Hochzeit. An dieser Stelle die herzlichsten Glückwünsche an Christian und Catrin! 🙂

13.08.

Heute der Tag sollte ein sehr schöner und entspannter werden. Nach dem Frühstück sortierten wir alles in die große Box und stellten das ganze Zeug in die Campkitchen. Schade, dass wir keine Traveller mehr gefunden hatten, die unser ganzes Equipment und Nahrungsmittel gebrauchen konnten. Hier am Campingplatz waren aber sowieso kaum junge Reisende. Nagut, vielleicht guckt der ein oder andere ja in die Box und kann davon etwas gebrauchen 🙂
Anschließend hieß es um kurz nach 9 auschecken. Wir müssen ja zu Ace, um den Corolla abzugeben. Das lief auch alles problemlos ab und wir nutzten noch den kostenlosen Transfer zum Flughafen, um eine bessere Anbindung in die Stadt zu bekommen. Irgendwann hatten wir auch die versteckten Public Buses gefunden und fuhren ins Zentrum. Für heute wollten wir nochmal durch die Stadt laufen und so langsam Abschied von Melbourne und generell Australien nehmen. Zunächst ging es von der Central Station in Melbourne zum etwa 700 Meter entfernten Hostel, wo wir für diese Nacht ein Zimmer gemietet hatten. Alle Sachen auf die Betten geworfen und weiter. Wir gingen zum Aldi  und kauften uns ein paar Snacks für die Flüge, die die Tage dann anstehen sollten. Anschließend machten wir Halt bei ‚The Pancake Parlour‘. Den 50% Discount wollten wir uns doch nicht entgehen lassen 😉 Es war auch echt lecker und genau so viel, dass wir um 6 Uhr wieder richtig hunger hatten. Wir haben nämlich einen Tisch bei Taco Bill reserviert. Bis dahin schlenderten wir durch die Straßen, genoßen das sehr gute Wetter am Federation Square und machten noch einen Abstecher zur Hosier Lane. Diese gefiel uns dieses Mal besser als noch vor ziemlich genau 4 Monaten.

Das Beste aus der Hosier Lane

Die Zeit verging wie im Flug und wir machten uns auf den Weg zum mexikanischen Restaurant. Wir bestellten das Gleiche, La Combinacion. Tacos, Enchilladas und Taquitos. Zum Dessert gab es einen großen Schokoladeneis und -moussebecher namens ‚Death by Chocolate‘. Wir waren rappelvoll 😀
Den Abend verbrachten wir auf unserem Zimmer und schauten Filme. Die Betten waren so gemütlich, dass ich recht schnell einschlief. Aber gut so, denn morgen geht es früh raus!

14.-15.08.

Um 5 Uhr ging der Wecker. Oh nein, wir waren so müde! Aber es hieß fertig machen, da wir auschecken mussten. Also Toast zum Mitnehmen fertig gemacht und schwups waren wir aus dem Hostel. Wir gingen zum Bahnhof und suchten uns das richtige Gleis. Doch wofür der ganze Aufwand? Wir müssen zum Flughafen!

Juhu, wir backpacken wieder 😀

Die Verbindung kannten wir ja schon durch gestern. Um 7:30 Uhr standen wir am Terminal. Wir dachten erst, dass wir viel zu viel Zeit hätten, da wir erst in 3 Stunden fliegen sollten. Doch der Schalter zum Einchecken hatte bereits geöffnet. Die Zeit verging sehr schnell und wir fragten uns noch, wo die 3 Stunden hin waren, da saßen wir schon im Flugzeug. Wir hatten beste Plätze für alle Flüge. Pünktlich hebten wir ab mit dem Ziel Guangzhou. 10 Stunden Flug mit zig Filmen sind auch gar nicht so schlimm 🙂 The Fate of the Furious und mehrere Teile der Jason Bourne Reihe gaben wir uns, da kamen wir schon an. Die anschließende Wartezeit von 6 Stunden war da unangenehmer. Der nächste Flug nach Paris sollte dann gegen Mitternacht abheben. Natalie gönnte sich eine halbe Stunde Schlaf, da wir schon über 20 Stunden wach waren. Als wir im Flugzeug saßen, konnten wir unsere Augen kaum noch offen halten. Schnell die Schlafbrille an und dann wurde gepennt. Da der Flug 12 Stunden dauerte, hatten wir gegen Ende noch die Möglichkeit einen weiteren Film zu gucken. Ein Luftloch ließ viele Passagiere zwischenzeitlich aufschreien, doch dann waren wir auch schon in Paris. Leider mussten wir auch hier wieder 6 Stunden warten auf den Anschlussflug nach Düsseldorf. Wir waren ziemlich fit und vertrieben uns die Zeit mit Surfen im Internet. Erst 20 Minuten vor geplantem Abflug teilte man uns das Gate mit. Das 100-Mann-Flugzeug blieb etwa zur Hälfte unbesetzt. Alle waren bereit, bis auf die Stewardess. Diese kam mit 20 minütiger Verspätung. Endlich konnte es losgehen. Beim Start konnten wir noch einen Blick auf den Eifelturm werfen. Gefühlt flogen wir gar nicht über die Wolken und nach einem Brötchen-Snack gingen wir in den Landeanflug über. Dieses Mal sahen wir die Wahrzeichen unserer Gegend, Braunkohlekraftwerke 😀
Tobi erwartete uns schon. Wir waren wieder zu dritt! Aber eine große Überraschung war für heute geplant. Unsere Eltern rechneten mit uns erst in 2 Tagen 🙂
Auf dem Weg nach Hause mussten wir uns an den Rechtsverkehr gewöhnen und heckten einen Plan aus. Die Überraschung gelang uns seeehr gut! Beide Familien konnten ihren Augen nicht trauen als wir plötzlich auftauchten. So ging die Reise also mit einigen Lachern zuende.
Wir danken euch, dass ihr uns bei der Reise begleitet habt. Nun werden wir uns hoffentlich in den nächsten Tagen treffen 🙂

Uluru & West MacDonnell Ranges – 31.07.-04.08.2017

31.07.
An diesem Morgen war der Wecker wieder früh für 6:30 Uhr gestellt worden. Dieses Mal standen wir aber auch auf, um den Sonnenaufgang beim Uluru zu sehen. Natalie hatte etwas Magenschmerzen und schlief lieber weiter. Also machten Tobi und ich uns auf den Weg. Wir waren etwas spät dran und entschieden uns spontan bei der gleichen Stelle Stopp zu machen, wie beim gestrigen Sonnenuntergang. Die ‚richtige‘ Plattform befindet sich genau auf der anderen Seite des Ulurus. Dafür blieb aber keine Zeit mehr, da die Sonne schon leicht zu sehen war.

Guten Morgen allerseits 🙂

Um 8 Uhr waren wir zurück am Zelt und legten uns noch eine Weile zum Aufwärmen hin bevor wir frühstückten. Anschließend räumten wir alles ins Auto und fuhren los. Gegen kurz vor 11 starteten wir unsere Base Walk Wanderung. Diese führt einmal um den Ulurz herum. Viele klettern auch auf den Uluru hinauf, doch für die Aboriginies ist dies eine Art der Entehrung ihres heiligen Berges. Deswegen dachten wir, es reicht uns bestimmt auch die Umrundung. Wir erkannten schnell das Problem, warum so viele Menschen den Uluru immer noch besteigen. Die Seile, die von Pfahl zu Pfahl gespannt wurden, laden gerade dazu ein hinaufzuklettern.
Der Weg um den Uluru erstreckt sich über 10 km und mittlerweile schien die Sonne recht stark. Also bei wunderbarem Wetter die Wanderung gestartet 🙂 Es gibt einige Stellen, bzw. Unterschlüpfe am Fuße des riesigen Felsens, bei denen die Kinder ‚unterrichtet‘ wurden oder die Frauen gekocht haben. Jede Höhle diente einem anderen Zweck.
An einem Wasserloch vorbei, bei dem die Aboriginies öfters auf Jagd gegangen waren, entfernte man sich ein Stück vom Uluru. Das Ausmaß des über 350 Meter hohen Inselberges konnte man noch immer nur erahnen. Besonders die riesigen Bruchstellen beeindruckten uns. Etwa nach der Hälfte der Strecke legten wir eine Fotopause ein.

Wuuuhuuu!

Nach 3,5 Stunden kamen wir auch wieder am Parkplatz an. Die Wanderung ist ganz schön, aber mir gefällt das Lichtspektakel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang um einiges besser.
Mit dem Auto ging es nochmal um den Uluru rum und wir legten einen kurzen Halt bei der Sonnenaufgangsplattform ein, da wir es ja morgens nicht geschafft hatten herzukommen. Ein paar Fotos und dann hieß es leider Abschied nehmen. Goodbye Kata Tjuta National Park 🙂

Es war sehr schön hier*-*

Der Plan bis kurz vor Alice Springs zu kommen, wurde kurzerhand verworfen, da wir schon 4 Uhr hatten. In der Dämmerung kamen wir in Curtin Springs an und fingen sofort an zu kochen. Nudeln mit Thunfischsoße.
01.08.
Nachdem wir uns morgens extrem viel Zeit gelassen hatten, ging es heute wieder Richtung Alice Springs. Dort steuerten wir zunächst mal die ANZ an, um unsere Geldvorräte aufzustocken. Danach ging es einkaufen, bevor wir uns auf den Weg in die West MacDonnell Ranges machten. Für heute war aber nichts mehr geplant, sodass wir auch direkt einen Campingplatz am Ellery Creek Big Hole anfuhren. Zu Abend machten wir uns wieder leckere Wraps mit Hähnchen.
02.08.
Für heute war der Plan die Sehenswürdigkeiten der MacDonnell Ranges anzulaufen. Nach dem Frühstück mussten wir gar nicht lange gehen, denn wir haben bei einem übernachtet. Also gingen wir nur wenige Hundert Meter und kamen am Wasserloch des Ellery Creek an. Eine sehr schöne Stelle und man kann hier schwimmen gehen. Doch dafür war es und definitiv nicht warm genug! 😀

Bestes Wetter um den Tag zu starten

Es sollte dann so weitergehen, dass wir immer eine recht kurze Strecke fuhren und eine mehr oder weniger kleine Wanderung bis zum Ziel machten. Als nächstes steuerten wir die Serpentine Gorge an. Der Spaziergang am Flussbett entlang genügte uns jedoch nicht. Deswegen kletterten wir einen ziemlich steilen Weg hinauf zum Lookout. Der Weg war für Natalie so anstrengend, dass sie für kein Bild mehr zu haben war. Oben angekommen, legte sie sich flach auf die Steine am Rande der Klippen und regenerierte im Wind 🙂

Das war die Anstrengung wert

Eine wunderbare Aussicht und mein Highlight für heute! Nach einigen Fotos konnte Natalie schließlich auch wieder aufstehen und so gingen wir zurück.
Der nächste Halt war bei den Ochre Pits. Dies ist eine kleine Schlucht an einem Bachlauf und besonders für das verschiedenfarbige Gestein bekannt. Bloß nichts von den Felswänden abbrechen, das wird mit einer hohen Geldstrafe versehen!
Nun fuhren wir bis nach Glen Helen durch, unserem westlichsten Stopp. Am Finke River entlang, dem bedeutensten Fluss Zentralaustraliens, der an dieser Stelle nur sehr trocken dafür wirkte, kamen wir auch an dieser Schlucht an. Und hier führte der Fluss auch gut Wasser. Besonders lange hielten wir uns eigentlich niegends auf und so fuhren wir zum Mt. Sonder Lookout. Bei der schönen Aussicht wollten wir eigentlich eine Snackpause einlegen, doch die Fliegen… also schnell wieder ins Auto!
Es ging zurück in die Richtung des Campingplatzes und der letzte Halt für heute war bei der Ormister Gorge. Bevor wir uns diese anschauten gönnten wir uns das ein oder andere Eis und Natalie zusätzlich einen Eiscafe. Nun aber los, wir entschieden uns dazu, zunächst den kurzen Walk zu machen, der über ein ausgetrocknetes Flussbett zum Wasserloch führte. Die kunterbunten Vögel gefielen uns hier sehr, besonders die rosafarbenen Kakadus.

Guckguck, wer ist da? 😀

Das Wasserloch selber lud definitiv nicht zum Schwimmen ein. Sehr bräunlich und mehrere tote Fische… Die Schlucht war dafür sehr schön. Das rötliche Gebirge hat es uns auch hier angetan!
Wir wollten uns eigentlich nur etwas wärmer anziehen und anschließend einen längeren Walk zu einem Aussichtspunkt starten, doch die Sonne stand schon sehr tief und das Gebirge wurde kaum noch bestrahlt. Also nahmen wir eine kurze Dusche beim gegenüberliegenden Campingplatz und fuhren zurück zum Ellery Creek. Es ist ganz gut, dass die Reise so langsam zuende geht, denn eine Stange vom Zelt war kaputt gegangen. Die Reperatur dauerte eine Weile, aber sie sollte halten! 🙂
03.08.
Nach dem Frühstück ging es heute gegen 10 Uhr weiter mit den MacDonnell Ranges. Wir fuhren eine ganze Weile bis zur Standley Chasm. Dort muss man jedoch ein Ticket kaufen, um zur Bergspalte spazieren zu können. Zumindest soll man das. Also kauften wir jeder ein Ticket für 10$ und gingen los. Informationsschilder geben auf dem Weg Auskunft über die Gegend, die vor hunderten Millionen Jahren etwa die Höhe vom heutigen Himalaya-Gebirge hatte. Man kommt aber recht schnell am Ziel an. Die Spalte ist etwa 15 Meter hoch und überzeugt mit ihren rötlich braunen Farben. Leider ist sie nur nicht allzu lang, sodass nach nicht einmal 100 Metern eine Absperrung den Weg blockiert.

Wo sich einst der Fluss seinen Weg bahnte…

Nun ging es zur Simpsons Gap. Die war auch gar nicht mehr weit. Dort angekommen, spazierten wir wieder gleich drauf los. Wir hielten vor allem Ausschau nach den Schwarzfuß-Felskängurus. Doch die wussten sich gut zu verstecken! Auch diese Schlucht inklusive Wasserloch sah sehr schön aus. Doch wir wollten wenigstens diese Felskängurus zu Gesicht bekommen. Wir hielten es schon generell für ein Gerücht, dass im Outback unter anderem die Riesenkängurus leben 😉
Auf dem Weg zum Auto entdeckten wir dann endlich ein Exemplar mithilfe eines Rangers. Von nun an fanden wir immer mehr von ihnen. Sie versteckten sich verdankt gut in den ganzen Felsbrocken.

Endlich nochmal ein paar lebende Tieren 😉

Jetzt ließen wir diesen Nationalpark hinter uns. Er ist zwar nicht so spektakulär wie der Kings Canyon oder Kata Tjuta, aber vor allem ein Besuch wert bevor man weiter ins Outback reist. In Alice Springs fuhren wir, nachdem Tobi Klebeband für seinen Flug nach Perth besorgt hatte, zum Anzac Hill. Dieser dient als Aussichtspunkt über Alice, doch wir nutzten hier eigentlich nur den Empfang 😀
Von hier aus fuhren wir ein Stück aus der Stadt hinaus zu einem kostenlosen Campingplatz, wo Tobi anfing seinen Backpack zu packen. Ja, morgen ist es dann so weit… Tobi verlässt uns und verbringt die letzten 3 Tage seiner Australienreise in Perth, bevor es zurück nach Deutschland geht. Am Abend stand mit Nudeln und Pesto Resteverwertung an. Lange blieben wir nicht mehr wach, da Tobis Flug recht früh geht.
04.08.
Da wir um 8 Uhr losfahren wollten, wurden wir gegen 7 Uhr vom Wecker geweckt. Aber keine Eile, wir drehten uns erst nochmal um. Nach einem dürftigen Toast-Frühstück machten wir uns kurz nach 8 Uhr auf den Weg. Bis zum Flughafen von Alice Springs ist es aber auch nicht weit. Um kurz nach halb 9 zogen wir das Parkticket und begaben uns ins Terminal. Das Terminal war dann auch direkt der ganze Flughafen. Wir witzelten schon, dass Tobi mit einer 10-Mann Propeller-Maschine fliegen würde 😀
Gegen viertel nach 9 checkte Tobi ein und dann hieß es langsam Abschied nehmen. Ein paar Tränen kullerten und wir mussten uns echt darüber kaputtlachen, aber dann ein letzter Drücker. Wir kommen ja bald schon nach.
Eine Ära geht zuende… eine sehr schöne!

Time to say Goodbye

Ein letztes Mal gewunken, machten wir und nun auf den Weg in die Stadt, einkaufen. Von da an hieß es Strecke machen, doch dieses Mal gen Süden. South Australia, wir kommen!
Es dauerte auch gar nicht lange, da waren wir auch schon über die Grenze.

Und wieder ein neuer Bundesstaat

Der Weg führte uns heute bis nach Coober Pedy. Eine Stadt, die zu etwa 2/3 unter der Erde liegt. Doch wir kamen spät an und suchten uns nur noch einen Schlafplatz. Beim Oasis Tourist Park wurden wir fündig. Die Besichtigung der ‚Stadt‘ stand für morgen an.
Also bis bald 🙂

Krokodilsafari & Regenwaldexpedition – 20.-21.07.2017

20.07.
Heute hätten wir etwas Schlaf nachholen können, aber Sarah stand trotzdem schon um kurz nach 7 hellwach im Raum. Alle wurden langsam wach und während die einen Frühstück vorbereiteten, gingen die anderen die Krokodiltour für heute um 10:45 Uhr buchen. Auch heute kamen wir in Zeitnot und hatten wenige Minuten Verspätung. Aber halb so wild, gerade als wir ausstiegen, kam das Boot am Ufer an. Wir wurden nett empfangen und es wurde schnell wieder abgelegt. Die restlichen Leute wurden auf der anderen Seite eingesammelt. Dann konnte es endlich los gehen. Wir waren extrem auf die riesigen Reptilien gespannt. Zu weit lehnten wir uns auch nicht über die Stangen, denn wer weiß, wo das nächste hungrige Krokodil lauert 😉
Der Guide zeigte uns zu Beginn einen echt gut getarnten Frosch, der in den Ästen der Mangroven saß. Über eine Kamera, die das Live-Bild auf einem Bildschirm wiedergab, zeigte er, wo genau dieser sich versteckte. Ich hatte ihn auch erst gar nicht sehen können. Ein sehr hübsches Exemplar.
Ein kleines Stückchen weiter sahen wir dann eines der größten Krokodile überhaupt, zumindest eines von der größten Krokodilart der Welt. Es war noch ein junges und gut einen halben Meter lang. Kurz darauf bekamen wir aber ein größeres zu sehen. Faszinierend diese Tiere, richtige Dinosaurier! Auf der Fahrt weiter den Daintree River entlang sahen wir noch einige Krokodile, Männchen wie Weibchen.

Was ein Anblick 😮

Als wir vor einem Weibchen stoppten, zeigte der Guide uns auf dem Bildschirm ein Bild von diesem zusammen mit dem wohl größten männlichen Krokodil dieser Gegend. Es heißt Scarface und wirkte 3-mal so groß wie das Weibchen, welches vor uns im Wasser entspannte. Während die Weibchen irgendwann aufhören zu wachsen, werden die Männchen immer größer und größer. Wir lernten einiges über Krokodile und in den Sommermonaten könne man wohl den ein oder anderen Kampf beobachten. Zur Zeit wärmen sich die Krokodile tagsüber eigentlich nur auf und regulieren ihre Körpertemperatur durch Öffnen des Mauls.
Auf dem Weg zurück war ein Krokodil nicht mehr zu finden. Der Guide sagte, es könne überall sein, denn die Krokodile lassen keine Luftblasen aufsteigen, wenn sie nicht gesehen werden wollen. Krokodile sehen einen aus dem Wasser, aber man selber kann sie nicht erkennen! Doch plötzlich deutete er auf die Mitte des Flusses. Dort war das Krokodil tatsächlich aufgetaucht. Man merkte kaum, dass es sich bewegte, aber trotzdem schwamm es flott vorwärts. Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher in einen Flussarm, der nur so von Mangroven übersäht war. Ein sehr schöner Anblick. Nun ging es aber zurück zur Anlegestelle. Als wir am Auto standen, tauschten wir uns aus und alle würden die Tour am liebsten nochmal machen. Wir wollten nämlich unbedingt Scarface sehen! Was das wohl für ein gigantisches Krokodil ist. Das war echt eine mega coole Tour!
Bevor es zurück ging, nutzten wir den Netzempfang, um eine Unterkunft in Cairns für die letzte Nacht mit Sarah und Michael zu buchen. Es wurde wieder der Cairns Holiday Park, also werden wir wohl zu fünft campen 🙂
Nun ging es zurück und an der Unterkunft angekommen, gönnten wir uns zumächst das ein oder andere Eis. Anschließend brachen wir auf, um zum Cape Trib Beach zu spazieren. Dieser befindet sich auf der anderen Seite des Kaps. Also gingen wir den schon bekannten Myall Beach hinauf, über die kleine Flussmündung in den Regenwald. Kleinere Hügel hinauf, an so einigen Lianen vorbei und schon kamen wir auf der anderen Seite an. Der Strand schien kein Ende zu nehmen. Ein Sonnensegel aus Palmenblättern erschien uns da perfekt für eine Fotosession.

Wer hat die Kokosnuss geklaut? 😀

Von hier aus ging es auch nur noch bis zu einigen Mangroven und dann machten wir kehrt. Es war auch schon ganz schön spät geworden. Auf dem Weg zurück spielten wir Schnick-Schnack-Schnuck und die beiden Verlierer sollten schon mal kochen gehen während die anderen nochmal zu den Meeresschildkröten gehen könnten. Michael und mich traf es, aber es sollte doch anders kommen. Denn die Flut war schon stark fortgeschritten. Wir wollten uns lieber schnell beeilen, da die Flussmündung schon einiges tiefer war als beim Hinweg. Während es vorhin knapp bis auf Kniehöhe war, war es nun mehr als Hüfttief. Vor allem durch das Wissen, dass die Krokodile nun aktiv sein könnten, eilten wir durch das Wasser. Unsere Wertsachen hielten wir dabei so weit wie möglich nach oben, doch es wurden ein paar Sachen nass. Aber wir waren froh, dass wir alle heile drüben waren 😀 Nun mal zurück zum Camp und endlich kochen. Anschließend fielen wir alle müde in die Betten.
21.07.
Zum Sonnenaufgang stiegen wir heute aus den Betten und spazierten den kurzen Weg zum Strand. Relativ viele Wolken, aber trotzdem ein wunderbarer Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang am Cape Trib!

Zurück am Camp machten wir Frühstück. Wie eigentlich an jedem Morgen ließen wir uns ein wenig zu viel Zeit, sodass wir nachher etwas in Zeitverzug gerieten. Nach dem Frühstück hieß es nämlich packen. Alle packten ihre Sachen zusammen und räumten diese in die Autos. Wir checkten noch rechtzeitig vor 10 Uhr aus und konnten losfahren in Richtung Cairns. Um 20 nach 1 sollte uns dort ja die Tour erwarten, die Sarah für uns alle gebucht hat. Nur dauert es echt lange bis man von Cape Tribulation in Cairns ankommt. Beim Croctouranbieter machten wir nochmal Halt und verschenkten unser letztes Fährenticket 🙂
Wir beeilten uns beim Einkauf und kamen um 20 nach 1 beim Holiday Park an. Schnell eingecheckt und dann zum kleinen Bus gegangen, der schon abfahrbereit war. Day and Night Wildlife Tour stand nun auf dem Programm.
Endlich saßen wir im Transporter und freuten uns alle extrem auf die Tour. Zunächst holten wir noch die restlichen Personen ab. Der aus Deutschland stammende Guide fragte zunächst, ob jeder schon Kängurus gesehen habe. Durch unseren kleinen Abstecher nach Trinity Beach konnten sogar Michael und Sarah diese Frage bejahen. Kurz darauf fuhren wir an einer Wiese vorbei, an der einige Kängurus grasten. Für jeden gab es ein Fernglas und so versuchte man einen besseren Blick auf die Känguruart zu erhaschen. Nun hatten wir eine längere Autofahrt vor uns. Von Cairns bis zu den Atherton Tablelands ist es eine gute Stunde. Doch diese war alles andere als langweilig! Der Guide gab uns jede Menge interessante Informationen über den Regen- und Trockenwald. Alle lauschten ihm während er über die Serpentinen raste. Dann kam die Frage, was wir denn alles heute sehen wollen. Eigentlich erhofften sich alle Schnabeltiere und Baumkängurus sehen zu können. Der Guide schien ganz zuversichtlich mindestens eins von beiden aufzufinden. Der erste Stopp war beim Lake Barrine. Dem zweitgrößten Kratersee der Tablelands. Den größten haben wir ja schon vor knapp 2 Wochen gesehen, Lake Eacham. Wir spazierten dort runter zum See und wollten eine Wanderung durch den Regenwald starten. Doch direkt beim Start zeigte uns der Guide eine Schlange, die schwarze rot-Bauch Schlange. Die Tour gefiel uns schon jetzt richtig gut und es sollte so weitergehen. Bei der kurzen Wanderung sahen wie zwar nicht die erhofften Rat-Kängurus, die die Größe eines Meerschweinchen haben, aber wir sahen ein paar Spinnen, Truthähne, Kauribäume und eine riesige Liane, auf der man Schaukeln konnte. Nebenbei gab es massig Informationen über Termiten und alles weitere, was wir zu Gesicht bekamen. Unser Highlight war ein relativ kleines Insekt, eine Stachelschrecke. Wie unser Guide die überhaupt entdeckt hat!

Camouflage at its best, wo ist sie?

Von hier aus sollte es dann auf die Suche von Schnabeltieren gehen. Also fuhren wir wieder durch die Tablelands und kamen nach einer Viertelstunde an einem ruhigen Bachlauf an. Der Guide meinte, wir sollen Ausschau halten und wenn noch keines aktiv ist, würden wir gleich nochmal vorbeischauen. Doch sie waren schon aktiv. 3 Schnabeltiere waren immer wieder abwechselnd zu sehen. Leider konnten wir nicht auf die Grasfläche direkt am Wasser, weil dort Kühe herumliefen.
Nach einer Weile machten wir uns auf die Suche nach den Baumkängurus. Dafür fuhren wir etwa 10 Minuten und wählten schon einmal das Gericht aus, welches wir bei einem schweiz-italiänischem Restaurant essen wollten. Der Transporter stoppte am Straßenrand und wir stiegen aus. Und es schien als hätten wir heute großes Glück. Am ersten Baum neben dem Auto hing ein Baumkänguru in der Krone. Erst bewegte es sich kaum, doch nach einigen Minuten aß es etwas und posierte dabei für gute Bilder 😀

Ja, wer ist denn da? 😀

Da wir so schnell ein Baumkänguru gefunden hatten, entschieden wir uns dazu wieder zurück zu den Schnabeltieren zu fahren und dort noch einige Minuten zu verharren. Wieder waren die Schnabeltiere sehr aktiv und dieses Mal konnten wir auf die Weide.

Es ist schwer ein Schnabeltier zu erwischen 🙂

Nachdem alle glücklich waren, Schnabeltiere und Baumkängurus gesehen zu haben, fuhren wir das Restaurant an. Wir hatten auch alle gut Hunger. Da wir schon vorher bestellt hatten, warteten wir auch nicht lange, da stand zunächst der Salat und dann das Chicken-Gericht auf dem Tisch. Es war zwar relativ wenig, aber den Hunger schmälerte es und wir wollten den Abend ja nicht mit Essen verbringen. Wir wollten nämlich die Nachtwanderung starten.
Mittlerweile war es stockfinster und wir haben auf der Reise bisher immer versucht das Autofahren im Dunkeln zu vermeiden, aber heute ging es ja gar nicht anders. Es dauerte nicht lange, da hielten wir im Gras neben einer Straße an. In den Scheinwerfern sah man kurz ein kleines Wallaby sitzen. Alle ausgestiegen, ging unser Guide mit Stirnlampe bewaffnet voran. Immer wieder hörten wir es rascheln in den Bäumen und ab und zu hörte man eine Eule. Es war echt cool, so mit der Geräuschkulisse nachts am Regenwald entlang zu laufen. Einige Baumbeutler bekamen wir zu Gesicht und einen echt gut getarnten Blattschwanzgecko. Wir fragten uns wieder einmal wie er diese überhaupt finden konnte! Mit der Kamera machten wir ein Foto, damit allen gezeigt werden konnte, wo sie sich aufhält. Wir drehten langsam um, da wir noch an einen anderen Spot wollten. Auf dem Weg entdeckte der Guide etwas hoch in den Bäumen. Er versuchte uns zu erklären, wo genau das Tier sein sollte. Nach einer Weile hatten es dann alle gefunden. Es war die Eule. Durch das Licht der Stirnlampe konnte man eine rote Reflektion von den Augen wahrnehmen. Schon mystisch!
Den zweiten Spot kannten wir drei schon. Wir fuhren zum Curtain Fig Tree. Doch im Dunkeln ist es schon was ganz anderes! Ein kleiner Spaziergang um den riesigen Baum herum und so langsam ging es zurück zum Transporter. Zum Abschluss sahen wir noch einen letzten, aber sehr fotogenen Baumbäutler.

Schmatz, schmatz

Es war schon spät und wir hatten einen langen Tag hinter uns. Auf der Fahrt nach Cairns schlief der ein oder andere ein und auch ich wachte erst in Cairns wieder auf. Wir bedankten uns beim Guide für eine echt mega coole Tour und gingen dann zum Zeltplatz. Das Lager wurde schnell aufgeschlagen, doch Hotdogs aßen wir heute keine mehr. Sarah und Michael hatten die Ehre die letzte Nacht in unserem Starchild zu verbringen. Nicht nur Sarah und Michael werden morgen zum Flughafen gebracht, sondern auch das Spaceship geben wir ab. Eine sehr schöne Woche geht zuende, aber ein nächstes Abenteuer steht an!
Bis die Tage

Totalschaden? – 13.-15.07.2017

13.07.
Den Morgen gingen wir sehr entspannt an, da wir für heute wieder sehr wenig auf dem Programm hatten. Einkaufen und abends zum Moonlight Cinema in Port Douglas, falls das Wetter mitspielen sollte. Nach dem Frühstück machten wir uns so langsam fertig und packten auch das Zelt mit ein. Denn bei schlechtem Wetter würden wir uns schon nach Cairns begeben. Alles im Auto und losgefahren. Nach 100 Metern fallen uns Warn-Lämpchen auf. Wir fahren lieber nochmal zurück und wollen mal nachschauen.
Im „Handbuch“ von Spaceships steht, dass das Aufleuchten der Symbole für die Batterie und „erschöpfte Termperatur“ ein Anzeichen für ein Problem am Katalysator sein könnte. Man soll das Auto 10 Minuten ruhen lassen und wenn nichts angefangen hat zu brennen, es nochmal versuchen. Gewartet und getestet. Alles beim Alten! Also Spaceships anrufen… mal wieder. Der Mechaniker soll innerhalb der nächsten Stunde kommen.
Aus der Stunde wurden letzten Endes 3 Stunden bis er endlich da war. Er schaute sich die Batterie an und maß die Stromspannung während ich das Gaspedal immer weiter durchtrat. Es tat sich nichts. Die Batterie wird nicht geladen meinte er. Es ist vermutlich der Generator kaputt. Wir könnten vielleicht noch ein paar Kilometer fahren, doch dann würden wir liegenbleiben…
Also müssen wir abgeschleppt werden. Bis wir in Cairns ankommen würden, hätte schon alles zu und so einigten wir uns, dass er Spaceships kontaktieren wird und uns morgen früh um 7 Uhr abholt, um uns nach Cairns zu bringen. Juhu! Das scheint ja toll zu werden. Vor allem da wir kein Essen, Trinken und Strom hatten. Es wäre wohl ein Worstcase-Szenario, wenn wir nun mitten im Nirgendwo sein würden. Ich meine, wir sind zwar im Nirgendwo, aber wenigstens ist das kleine Dörfchen in Reichweite. Also bauten wir das Zelt wieder auf und gingen dorthin, um wenigstens schonmal Wasser zu kaufen. Nebenbei bemerkt, haben uns unsere Campnachbarn auch schon Hilfe angeboten. Im General Store kauften wir total überteuert Wasser und Milch und schauten uns nach einer Essensgelegenheit um. Das National Hotel hatte etwas leckeres auf der Speisekarte für uns. Als die Küche um 6 Uhr aufgemacht hatte, bestellten wir uns jeder einen Burger und ließen den Abend entspannt ausklingen. Zum Moonlight Cinema wären wir vemutlich sowieso nicht gegangen, da es immer mal wieder leicht regnete. Wenigstens haben wir die Tage nichts Großes geplant gehabt, sonst hätten wir nicht so entspannt und geduldig den Tag lang gewartet. Naja, solange wir morgen wieder los können…
Nachdem wir satt waren und unsere Handys vollgeladen waren, begaben wir uns zurück zum Campingplatz. Auf dem Weg sahen wir noch eine echt große Kreuzspinne, die wir eine Weile beobachteten. Dann ging es auch schon früh schlafen, da wir ja morgen um 7 Uhr abgeholt werden.
14.07.
Um kurz vor 6 ging der Wecker. Aufstehen, frühstücken, alles einpacken. Um 7 Uhr waren wir bereit und warteten auf den Mechaniker. Nachdem wir etwa 1 1/2 Stunden gewartet hatten, riefen wir wieder beim Roadservice an, damit die Kontakt zu RACQ aufnehmen können. Das Ergebnis, es ist kein Auftrag zum Abschleppen bestätigt worden. Das Problem ist nämlich, dass Spaceships zunächst ‚Ja‘ sagen muss. Bei den grandiosen Öffnungszeiten ein schweres Unterfangen. Gestern um 4 Uhr geschlossen und heute erst ab 9:30 Uhr erreichbar. Deswegen konnte der Mechaniker uns auch gar nicht abholen und nach Cairns schleppen.
Den ganzen Tag verbrachten wir eigentlich mit warten… zunächst warteten wir, dass Spaceships öffnet. Gut, der Mechaniker ist nun unterwegs, aber wir werden nicht nach Cairns, sondern nach Mossman gebracht. Die Dame am Telefon fragte noch nett, ob es dort etwas zu machen gibt. Auf unseren Wunsch nach Cairns gebracht zu werden, gab es nicht mal mehr den versprochenen Rückruf.
Wir waren bisher sehr geduldig, aber langsam fühlten wir uns verarscht! Wir hatten das Gefühl, Spaceships wollte nur so günstig wie möglich weg kommen und interessiert sich kaum für uns Reisende.
Der Mechaniker kam gegen halb 11 zu uns nachdem er noch jemand anderem auf dem Campingplatz geholfen hatte und sagte uns, dass er nun die Bestätigung habe und den Truck hole, um uns abzuschleppen. In einer Stunde sollte er wieder da sein.
Anscheinend brauchte der Truck wohl einiges länger, um die Serpentinen hinaufzufahren. Nach 2 Stunden kam er dann wieder und lud schnell unser Starchild auf.

Jetzt geht’s in die Werkstatt

Wir setzten uns mit in den Truck und fuhren etwa 1 Stunde bis Mossman. Mittlerweile war es schon halb 2 und das Warten hatte noch kein Ende…
In der Werkstatt wurde das Starchild unter die Lupe genommen und es war tatsächlich nur der Generator, der gewechselt werden muss. Die Empfangsdame rief bei Spaceships an und erklärte, dass ein neuer Generator bis 3 Uhr hier zu sein hat, ansonsten passiert mit dem Auto nichts mehr! Generell waren die Mitarbeiter von RACQ sehr hilfsbereit und nett. Nun hieß es wieder warten und die Zeit vertreiben.
Zu Fuß ging es dann zum Woolworths, um Wasser und ein paar Snacks zu kaufen. Die wurden auch schnell verputzt, ehe wir wieder in der Rezeption Platz nahmen. Um Punkt 3 Uhr wurde der Generator vorbeigebracht und um 4 Uhr hatten wir endlich ein komplett funktionierendes Auto. Wahrscheinlich zum ersten Mal auf dieser Reise 😀

Ausgetauscht und wieder vereint 🙂

Schwups saßen wir im Auto auf dem Weg nach Cairns. Gut, dass wir noch beim Cairns Holiday Park reserviert hatten, denn als wir ankamen, war kein weiterer Platz mehr verfügbar. Zu Abend wollten wir mal nichts warmes und machten uns Joghurt mit einigen Früchten, yummy!

Das sieht doch richtig gut aus!

Wir waren froh nun doch in Cairns angekommen zu sein und hatten einen entspannten Abend.
15.07.
Dieser Tag war sehr entspannt. Nach einem Frühstück mit Spiegelei, brachten wir zunächst den Generator zu Spaceships und gingen anschließend im Woolworths einkaufen. Tobi ging noch zum Frisör. Dieses Mal für nur knapp 30$ 😉 Gegen Abend spielten wir The Game und kochten Kartoffeln und Süßkartoffeln mit Spießen auf dem BBQ.

Lecker Abendessen

Danach ließ ich den beiden keine Chance bei Sudoku, was besonders Natalie beinahe zur Weißglut brachte 😀
Das war’s aber auch schon für heute. Ab Morgen geht es dann auch wieder was spektakulärer zu. Morgen geht es nämlich zum Flughafen, um jemanden abzuholen 🙂
Also seid gespannt. Viele Grüße um die Welt

Cairns – 05.-08.07.2017

05.07.
Auch heute blieben wir von den Krokodilen verschont. Als wir frühstückten, ging jedoch ein Päärchen mit Badeklamotten an den Fluss. Wir dachten uns, die werden doch nicht wirklich dort schwimmen gehen trotz der Warnungen. Doch genau das taten die beiden, wie wir an den nassen Badesachen erkannten, als sie 10 Minuten später zurückkamen. Dumm sich solch einer Gefahr auszusetzen… Auch wir haben manchmal verrückte Ideen, aber lebensmüde sind wir nicht. So verließen wir das Golden Hole Richtung Josephine Falls.
Da wir heute so früh am Wasserfall ankamen, war es echt leer und teilweise hatten wir den Spaß ganz für uns alleine. Also gingen wir vorsichtig die rutschigen Felsen hinauf, setzten uns am Wasserfall auf den Hintern und glitten hinab. Versuche, gleichzeitig hinabzurutschen, schlugen fast immer fehl, da die Strömung vor allem Natalie gerne die Beine wegzog. Dann wurde schnell ‚Gogogo‘ gerufen und alle rutschten versetzt herunter 😀

Eine absolute Empfehlung!

Das machte echt Spaß, doch als es zunehmend voller wurde, legten wir eine Pause ein. Wir beobachteten hauptsächlich 3 Teenager, die vollkommen übermütig jeglichen Quatsch anstellten und beispielsweise auf Füßen die Felsen hinabschlidderten. Sie verletzten sich auch mehrfach, aber eigentlich nur als sie unvorsichtig über die rutschigen Steine liefen. Nachdem es wieder leerer wurde, gingen wir auch wieder ins Wasser und tasteten uns gemächlich an das ‚Felssurfen‘ ran. Das war auch echt cool und hat ordentlich Spaß gemacht, wobei wir auch ein wenig Sorge um Tobi hatten 😉 Die Zeit verging wie im Flug und wir machten uns so langsam auf den Weg nach Babinda. Der Campingplatz hatte auch wieder einiges zu bieten und war dementsprechend voll. Abends, als wir schlafen gehen wollten, fiel dann auf, dass meine Isomatte ein Loch hatte. Ein super Abschluss 😀
06.07.
Der Weg zu unserem ersten Ziel für heute war nicht weit. Zu den Babinda Boulders brauchten wir keine 10 Minuten. Während wir von Plattform zu Plattform gingen und jedes Mal einen schönen Ausblick auf unterschiedliche Felsanordnungen am Fluss hatten, machte uns die Sonne das Leben schwer 😉

Die Babinda Boulders

Heute war endlich wieder richtig gutes Wetter und zum Glück gibt es keine Krokodile im Fluss. Schnell zum Auto, Badesachen angezogen und schwups ins Wasser gesprungen. Das Wasser war sehr erfrischend!

Hier haben wir ein Bad genommen

Wir beobachteten eine Gruppe, wie einer nach dem anderen von einem Stein in den Fluss sprang. Als sie weg waren, mussten wir das natürlich auch sofort mal ausprobieren. Gut, dass es hier tief genug ist. Ein paar Sprünge und wir schwammen noch etwas umher. Anschließend ging es dann zurück zum Auto. Tobi wollte noch ein paar Fotos machen und ich ging ihm nach. Auf dem Weg gab mir ein Mann den Hinweis, dass am Ufer eine Schlange sei. Die haben wir uns dann auch nicht entgehen lassen. Nun hieß es aber Anschnallen und auf geht es nach Cairns.
Beim Cairns Holiday Park checkten wir nach einem größeren Einkauf ein und begannen relativ früh mit dem Kochen. Da wir im Woolworths ein deutsches Eckchen gefunden hatten, gab es heute Rotkohl mit selbstgemachtem Püree und Frikadellen. Dazu hatten wir uns noch Senf gekauft. Der roch extrem lecker, war jedoch mindestens genauso scharf 🙂
07.07.
Diesen Morgen ließen wir ziemlich gemächlich angehen. Nach einem ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Zuerst gingen wir zu einem Schlüsselmacher, der uns jedoch wegen eines Stromausfalls nicht weiterhelfen konnte. Wir sollen morgen wiederkommen. Ziel für heute war die Lagune. Auf dem Weg dorthin schauten wir bei Eisdielen nach Preisen, denn wir kennen uns ja.. wir sind in einer Großstadt 😀
Obwohl zur Zeit Winter ist, lässt es sich hier mit 25 bis 30°C echt gut entspannen. Dafür ist es hier aber auch recht voll… Wie mag das wohl im Sommer sein?
Wir gingen direkt mal ins Wasser und machten so einigen Quatsch. Ich saß mit Natalie auf meinen Schultern sitzend auf Tobis Schultern und wir konnten uns sogar halten. Daraufhin wollten wir das Ganze im Stehen versuchen, doch da schritt der Lifeguard ein 🙂 Nach einigen weiteren lustigen Spielchen gingen wir uns zunächst etwas sonnen und anschließend auf endgültige Eissuche. Fündig wurden wir bei Cold Rock. In einem dicken Becher gönnten wir uns Ferrero mit Mini-M&Ms, weiße Schokolade mit Brownies und Cookies & Cream mit Keksteig. Das war richtig gut! Auf dem Weg zum Woolworths kamen wir an einem Baum vorbei, in dem hunderte Flughunde randalierten. Das Geschrei der Flughunde hörte man schon eine Kreuzung vorher 😀

Flying Foxes everywhere

Abends gab es Fackeln vom BBQ, Tzatziki mit Baguette und einem Tomaten-Feta-Teller. Das war wieder einmal richtig lecker.
08.07.
Direkt nachdem wir ausgecheckt hatten, fuhren wir den Schlosser wieder an. Heute lief alles wieder und innerhalb weniger Minuten hatten wir einen neuen Ersatzschlüssel. Sehr gut. Das konnten wir von unserer To-Do-Liste streichen! Nun ging es nach Kuranda, denn dort wollten wir zunächst mal über die Märkte schlendern. Der Kuranda Original Market ist ein eher alternativer Markt, mit allen möglichen Souvenirs, selbstgemachtem Essen und Trinken und einem Honigladen. Hier probierten wir uns durch die verschiedenen Sorten und besonderes Honig aus dem Regenwald fand ich sehr lecker. Beim Kuranda Heritage Market schauten wir bei vielen Souvenirshops, einem deutschen Restaurant, in dem es Bratwurst und Weizenbier zu kaufen gibt und einem Fotoladen mit wunderschönen Bildern aus Australien vorbei. Einen etwas längeren Halt legten wir bei einem Stand mit Tüftelspielen ein. Unser Ergeiz hatte uns gepackt und wir hörten nicht auf bis wir es geschafft hatten. Es dauerte etwas, aber wir sind dann doch noch weggekommen 😀
Von hier aus ging es zu den Barron Falls. Wir spazierten über Stege, die in den Bäumen befestigt wurden durch den Regenwald und hielten Ausschau nach Schlangen. Außer Truthähne sahen wir aber leider nicht viel Lebendes.

Barron Falls zur Trockzeit

Der Wasserfall führt momentan leider recht wenig Wasser. In der Regenzeit hätten wir ihn mal gerne gesehen, das ist bestimmt beeindruckend.
Nun aber wieder zurück zum Auto und Richtung Port Douglas einen Campingplatz anfahren.
Viele Grüße an die fleißigen Leser

Paluma National Park bis Mission Beach – 26.-29.06.2017

26.06
Zunächst mussten wir heute morgen nach dem Aufstehen einkaufen gehen, da wir ja gestern vorm geschlossenen Woolworths gestanden hatten. Anschließend fuhren wir erst ein Stück bevor wie Halt an einem Campingplatz machten, um zu frühstücken.
Das heutige Ziel war der Paluma National Park, den wir von einem netten älteren Paar empfohlen bekommen haben. Dort sollte es zum Big Crystal Creek gehen. Als wir ankamen, zogen wir uns Badesachen an und spazierten einige Hundert Meter bis zum Bach. Es ist kein normaler Bach, denn hier kann man eine natürliche Steinrutsche hinabgleiten. Es ist zwar nur etwa 5 Meter lang, aber sah trotzdem sehr einladend aus. Das machten wir natürlich direkt mal! Auf die Steine gesetzt und los.

Und ab dafür 😀

Das kristallklare Wasser machte dem Namem alle Ehre.
Nach einigen Rutschpartien musste Tobi es übertreiben und wurde aus der Bahn geschleudert, sodass er uns beide fast umhaute. Dabei hat er sich aber auch das Steißbein gestoßen. Tobi scheint auf dieser Reise wirklich auf Sammlung von kleinen Narben und blauen Flecken zu sein 😉
Im kleinen Becken vor der Steinrutsche nahmen wir eine erfrischende Dusche beim Wasserfall und glitten noch wenige Male hinab. Das ist ein cooler Ort, aber die Rutsche dürfte etwas länger sein 🙂
Von hier ging es zum Little Crystal Creek. Wir kletterten über Steine und mit einer Brücke im Hintergrund, war diese Stelle ein sehr schönes Fotomotiv. Nur leider waren immer fremde Leute im Weg.

Little Crystal Creek

Nun ging es wieder die engen Serpentinen entlang, zurück Richtung Strand. Fast direkt am Strand liegt nämlich unser heutiger Campingplatz. Doch ins Wasser gehen, ist hier eine eher schlechte Idee. Denn hier stehen Krododil-Warnschilder. Da blieben wir doch dem Wasser fern und hofften, dass heute Nacht kein Krokodil das Zelt durchsucht 😀
27.06.
Zum Glück ist Tobi von den Krokodilen verschont geblieben, wobei wir alle doch gerne eins sehen würden 🙂
Nach einem Einkauf in Ingham, führte unser Weg heute zu den Wallaman Falls, der größte einstufige Wasserfall Australiens. Doch während sich das Starchild Hügel um Hügel weiter bergauf kämpfte, fing es langsam an zu regnen. Am Campingplatz angekommen, schüttete es wie aus Eimern. Zum Glück gab es ein Münztelefon, um eine Campingbewilligung zu erwerben. Denn hier mitten im Nirgendwo gab es kein Empfang. Aber alles halb so wild 🙂
Heute wollten wir dann nicht bei dem Regen zum Wasserfall und verbrachten den Nachmittag im Auto. Nach einigen Runden The Game, die wir alle verloren haben, begaben wir uns ans Kochen. Kartoffel mit Tzatziki und einem Feta-Tomaten-Teller. Das schmeckte echt gut.
In einer Regenpause bauten wir das Zelt auf und hofften, dass es sich nun ausgeregnet hatte. Dem war nicht so… 😀
28.06.
Die Nacht hat es komplett durchgeregnet und auch im Zelt ist es ein wenig nass geworden. Beim Frühstück habe ich Tobi vor einem Käfer gerettet, der erst aussah wie eine Redback-Spider. Tobis Wanderlust konnten wir beide aufgrund des matschigen Bodens und immernoch diesigem Wetter nicht so wirklich teilen 😀
Wir fuhren erstmal zum Parkplatz von den Wallaman Falls und gingen zum Lookout. Der Wasserfall verschwindet leider immer wieder hinter den Wolken, sodass wir relativ lange am Lookout standen, um einen freien Blick zu erhaschen.
Der Wasserfall ist 268 Meter hoch, doch danach sieht es überhaupt nicht aus. Ich stand eine ganze Weile am Geländer und dachte, wie mir eine solche Dimension so ‚klein‘ vorkommen kann. Als wir dann Menschen am Fuß des Wasserfalls erkannten, wurde es uns direkt klar. Die Menschen unten wirkten wie winzige Figürchen, die über Felsen hin zum Wasser kletterten. Ohne diesen Vergleich hätte ich die Größe vermutlich für ein Gerücht gehalten.
Ein Stück weiter schauten wir beim Gorge Lookout vorbei. Von hier hat man zu unserer Verwunderung keinen Ausblick auf die Wassermassen. Doch uns fiel vor allem auf, dass sich die Wolken verzogen hatten. Wir gingen die paar Hundert Meter zügig zurück, um noch einen schönen Ausblick auf den ganzen Wasserfall zu kriegen.

Schnell ein Foto machen!

Nun ging es zurück Richtung Küste. Halt machten wir in Cardwell. Kurz im Visitor Center reingeschaut und anschließend einen Steg entlang gelaufen. Wir hielten Ausschau nach Krokodilen, denn diese sollte es auch hier wieder geben. Am Ende des Steges sahen wir nur, wie etwas kurzzeitig aus dem Wasser schoss. Natürlich hofften wir auf ein Krododil, aber vermutlich war es nur ein dickerer Fisch gewesen, der dem Angler an den Haken gegangen war.
Von hier fuhren wir wenige Kilometer weiter zu den Spa Pools. Nein, wir gönnten uns kein teures Wellnessprogramm, sondern schauten bei kleinen, natürlichen Becken in einem Flusslauf vorbei. Trotz des Regens der letzten Tage führte der Fluss nicht so viel Wasser.

Unser Pool *-*

Nachdem Tobi und ich eine Zeit ‚Staudamm‘ gespielt hatten, flüchteten wir vom Gewässer, da uns einige Mücken mal wieder auf die Pelle rückten. Nach einem Snack machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Der Abend hatte vor allem etwas für Spinnenliebhaber. Zunächst wollte Natalie auf Klo gehen und kam dann zurückgelaufen mit den Worten, „Wollt ihr mal ’ne ecklige Spinne sehen“. Im Bad wartete dann eine Tarantel auf uns. Zwar eklig, aber auch faszinierend! Das war die größte Spinne soweit, die wir in Australien gesehen hatten. Doch am Abend, nachdem ich eine ewig lange Ameisenstraße verfolgt hatte, sahen wir noch ein schönes Exemplar. Diese hatte sich im Baum versteckt.
Wir merken schon, wir kommen immer weiter in den Norden! Willkommen in den Tropen 😉
29.06.
Nach einer schwülen Nacht machten wir uns recht früh auf nach Mission Beach. Mittlerweile befinden wir uns in Cassowary-Zone. Vor diesen Laufvögeln sollte man sich jedoch in Acht nehmen. Der Reiseführer empfiehlt uns bei Sichtung eines Kasuaren, nicht wegzulaufen, aber auch nicht stehen zu bleiben. Man soll sich möglichst hinter einem Baum verstecken 😀 Besonders wenn sie Junge haben, können sie ziemlich gefährlich werden. Wir hielten Ausschau, doch leider konnten wir keinen auffinden. Obwohl gefühlt jeden Kilometer ein Warnschild stand, dass man lansgam fahren und nach Kasuaren Ausschau halten sollte. Als wir es gerade abgeschrieben hatten einen zu sehen, rief Natalie vom Rücksitz „Da links ist einer!“ Wir bremsten sofort ab, um einen besseren Blick auf ihn zu bekommen.

Im Auto waren wir in Sicherheit 😉

Der Kasuar überquerte die Straße und lief auf dem Fußgängerweg davon. Tobi dachte schon an die Passanten, die dem Kasuar entgegenkommen und dann panisch in die Büsche springen 😀
Am Campingplatz ergatterten wir glücklicherweise noch den letzten verfügbaren Stellplatz und bauten unser Lager auf.

Kurzer Blick auf den Mission Beach

Als es wieder anfing zu regnen, zogen wir in die Campkitchen um und verloren wieder einige Runden The Game. Später fiel uns auf, dass wir die ganze Zeit mit zu wenig Handkarten spielten. Anschließend gewannen wir beinahe jede Runde und das Spiel wurde zu einfach 😀 Nachdem eine Gruppe älterer Leute uns fasziniert vom Geruch beim Kochen beobachtet hatten, schlemmten wir die Nudeln mit Thunfischsoße. Das mit einfachste Gericht kommt hier in Australien echt gut an 🙂 Den Abend verbrachten wir mit Skypen und Schiffeversenken.
Bis Morgen

Townsville – 21.-22.06.2017

21.06.
Heute gab es nach dem Frühstück eine weitere Trainingseinheit. Und dieses Mal ließ sich Natalie sogar dazu überreden auch mitzumachen. Das wird morgen bestimmt Muskelkater geben 🙂
Weit fuhren wir heute nicht, denn der nächste Campingplatz lag noch vor Ayr in Home Hill. Mit Campkitchen und kostenlosen, warmen Duschen stand für uns sofort fest, hier bleiben wir! Zuerst gingen wir aber noch in Ayr einkaufen. Dann hieß es zurück zum Campingplatz und eine Stelle suchen, denn bei dem Angebot gibt es einige Camper, die hier ihre Nacht verbringen wollen. Der einzige Nachteil war, dass man kein Zelt aufbauen konnte. Also hieß es wieder alle Mann im Auto übernachten.
Bei einem kleinen Pet Shop um die Ecke schauten wir auch noch vorbei, doch Hunde oder Kaninchen gab es leider nicht zu sehen. Nur ein paar Vögel und Fische, denen es aber auch nicht so gut zu gehen schien. Zurück zum Auto, bauten wir Stühle und Tische draußen auf und begannen Kartenspiele zu spielen. Nach ein paar Runden setzten wir Pudding an. Schön selbstgemachter Schokoladen-Pudding. Es war noch lange Zeit und wir spielten einige Runden während der Pudding abkühlte. Später aßen wir dann Tzatziki mit Baguette und zum Nachtisch Schokoladenpudding mit Schlagsahne. Yummy!
Da uns Mücken anfingen zu belästigen, verschwanden wir im Auto nach einem sehr ruhigen Tag.
22.06.
Die Nacht war erholsamer als man sich vorstellt, wenn wie alle im Auto schlafen. Dabei macht sich Natalie’s Größe aber bezahlt. Denn sie schläft einfach quer 😀
Der Plan für heute war, nach Townsville zu fahren und abends an einem nahgelegenen Campingplatz, ebenso mit Duschen, zu übernachten. Doch es wird anders kommen…
Unser erster Halt war bei der Riverway-Lagune. Generell finden wir richtig gut, dass es überall BBQs gibt und kostenlose Lagunen, in denen man sich bei heißem Wetter abkühlen konnte.
Heute war es zwar ein wenig bewölkt, aber sobald die Sonne auf uns schien, sehnten wir uns nach einer Abkühlung. Also Schwimmsachen an und nach einem kurzen Snack ging es ins Wasser.

Ab in die Lagune 🙂

Schön entspannt geplanscht und zum Ende hin veranstalteten Natalie und ich einen Tauchwettbewerb, den zu meiner Überraschung Natalie gewann 🙂 Tobi gab mir einen Tipp, ich solle ein wenig hyperventilieren. Ich atmete eine Weile schnell ein und aus und tauchte ein weiteres Mal los. Und tatsächlich kam ich um einiges weiter als zuvor. Nun hatten wir langsam genug und duschten uns ab.
Im Auto überlegten wir, was wir nun machen wollen. Unsere Entscheidung fiel auf das Infocentre. Schnell dorthin gefahren und uns dort über Magnetic Island informiert. Wir buchten spontan eine Fähre für heute Abend. Ab Morgen solle der Preis nämlich teurer werden, da die Schulferien in Queensland anfangen.
Ein bisschen Zeit blieb uns noch, sodass wir im Woolworths für die Tage einkauften.
Auf dem Weg zur Fähre standen wir plötzlich vorm Eingang für die Containerschiffe, doch unsere Ablegestation hatten wir dann auch noch gefunden. Kurz gewartet und schon fuhren wir samt Starchild auf die Fähre auf.

Auf nach Magnetic Island*-*

Die Überfahrt war vor allem länger und wackliger als gedacht! Vom Sitzbereich aus schauten wir immer wieder zu den Autos und hofften, dass sie stehen bleiben würden. Denn ein rötliches Auto war besonders rollfreudig 😀
Als wir ankamen, war es aber auch schon dunkel, sodass für heute eigentlich nur noch Einchecken auf dem Programm hatten. Magnetic Island ist relativ klein. Deswegen waren wir auch innerhalb weniger Minuten an der XBase angekommen. Für 10$ pro Person und Nacht konnten wir dort unser Zelt aufbauen. Anschließend machten wir uns Wraps und schlürften den Willkommens-Cocktail.
Die Erkundung der Insel beginnt dann hoffentlich morgen 🙂

Whitsundays II – 18.06.2017

Wie gestern Abend angekündigt, ging gegen kurz nach 6 Uhr der Motor an. Ich war aber schon ein paar Minuten vorher wach, da viele Leute auf Toilette gingen. Und das Klo lag eben direkt neben unserem Bett. Ansonsten ließ es sich richtig gut schlafen und das Schwanken war auch minimal. Aus dem Bett geklettert und an Deck. Natalie und ich legten uns gemütlich in die Hängematte und verfolgten den Sonnenaufgang.

So lässt es sich leben 😉

Nach einem leckeren Frühstück ging es schon gegen 8 Uhr das erste Mal Schnorcheln. Etwas überrascht, so früh ins Wasser zu „müssen“, waren wir schon 😀
Stingersuits angezogen und alle waren bereit. Die Crew warf Toast über Bord und wollte Fische anlocken. Das gelang auch! Unglaublich große und interessante Fische schnappten sich die Stücke.

Es wurden immer mehr!

Per Schlauchboot wurden wir näher an die Küste gefahren und sprangen ins Wasser. Unfassbar wie viele unterschiedliche Fische dort waren. Kunterbunt und wild gestreift. Manche sahen aus wie gelbe Skalare. Aus den Felsen kamen lange, weiße Fühler hervor, wir gingen davon aus, dass sich dort Hummer versteckten. Grünliche und rosane Papageienfische überall. Das war beeindruckend! In einer tieferen Spalte sahen wir größere Schattierungen und ab und zu konnte man einen weißen Mund erkennen 🙂 Fischschwärme umzingelten uns und schwammen teilweise gegen die GoPro. Dann kam auch einmal ein dicker Fisch von weit unten hervor. Mit Sicherheit über einen Meter lang.
So langsam machten wir uns zum Boot auf. Als wir dort ankamen, wurden die großen Fische immernoch gefüttert. Die Crew warf die Toaststücke fast auf uns, sodass die Fische um uns herum eskalierten und teilweise gegen unsere Köpfe schwammen. Das war mega cool!
Am Deck sonnten wir uns etwas, aber keine Stunde später sollte es dann schon wieder an der nächsten Bucht Schnorcheln gehen. Diese Stelle liegt etwas geschützter und wurde nicht vom Zyklon beschädigt. Somit sind vor allem mehr Korallen vorhanden. Wir platschten ins Wasser und schwammen an einem Felsrand entlang. Hier gibt es wirklich sehr viele Korallen. Ein ganz anderes Erlebnis als vorher aber trotzdem sehr schön bei all den Farben.
Tobi zeigte uns dann sogar etwas wonach jeder Ausschau gehalten hatte, eine Anemone. Und in dieser war sogar ein Clownfisch. Er ist dunkler und größer als die, die man aus Dokumentationen oder Findet Nemo kennt 😀

Ein wenig versteckt, aber da ist unser erster Clownfisch 🙂

Zurück an Bord gab es eine Früchteplatte. Als es weiterging, lockte einer der Crew einen Seeadler mit einer Pfeife an. Er warf einige Stücke rohes Fleisch in die Luft, die der Seeadler dann gekonnt auffing. Kleinere Raubvögel kamen auch dazu, doch diese hatten mehr Schwierigkeiten das Fleisch zu fangen. Eine Möwe stibitzte das Fleisch dann wenn es auf der Wasseroberfläche aufkam.
Später machten wir nochmal Halt und sprangen nacheinander vom Boot ins Wasser. Nebenbei fuhr der Skipper ein Pärchen an einen Strand. Dort machte der Mann seiner Freundin einen Heiratsantrag. Nach einigen Glückwünschen fuhren wir weiter und hissten noch einmal die Segel. Die restliche Fahrt entspannten wir dann auf der Safeside, bis wir wieder am Hafen ankamen. Da Flut war konnte die Matador dieses Mal sogar dort anlegen. Wir packten unsere Sachen zusammen und so ging dieses Erlebnis langsam zuende.
Wir können die Matador nur empfehlen. Super Essen, tolle Schnorcheltrips, hilfreiche und interessante Informationen über Tier- und Pflanzenwelt und eine echt coole Crew! Danke!
Wir checkten beim gleichen Campingplatz ein wie vorm Segeln und aßen abends Hotdogs.
Das waren sehr schöne 2 Tage! Viele Grüße um die Welt.

Auf Schatzsuche – 09.-12.06.2017

09.06.
Nachdem wir gestern unser fantastisches Abenteuer auf Fraser Island beendet hatten und leider nicht mehr das Auto aufgetankt hatten, wollten wir das heute so früh wie möglich erledigen. Also wurde morgens schnell alles zusammengepackt. Alle abfahrbereit! Auf geht’s.. Grrrrrrrrr.. Das Auto springt wieder nicht an! Yeah.. Wir riefen beim Road Service an und verbrachten die Wartezeit mit einem Liegestützworkout. Der Mitarbeiter von RACQ startete unser Starchild und empfahl uns, die Batterie beim nächsten Stop wechseln zu lassen. Da es erst das zweite Mal passiert war in nun knapp 2 Monaten, entschieden wir uns dazu, die Batterie aber erstmal noch nicht wechseln zu lassen.
Schnell zum Autoverleih gedüst und dort konnten wir dann ohne Probleme das Auto auftanken. Anschließend fuhren wir das Starchild richtig aus, denn wir wollen Strecke machen. Es wurde kurz Halt zum Einkaufen gemacht, wo wir unsere Vorräte wieder aufstockten. Ansonsten fuhren wir immer und immer weiter. Bei Bororen, etwas südlich von Gladstone, fuhren wir dann einen Campingplatz an. Bushchooks Travellers Village. Eine absolute Empfehlung! Für 10$ pro Person einer der besten Campingplätze in Australien. Zumindest von dem, was wir bisher gesehen haben. Neben einem super netten und hilfsbereiten Besitzer, gibt es hier freies WLAN, einen Pool, eine bestens ausgestattete Küche, freie lebensmittel fürs Frühstück und einen großen TV, an dem wir den Abend bei Spaghetti Bolognese coole Filme schauen konnten. Wer mal in der Nähe sein sollte, fahrt diesen Campingplatz an.
10.06.
Da wir uns dazu entschieden hatten, noch einen Tag länger an diesem Campingplatz zu bleiben, schliefen wir heute auch was länger. Das Frühstück war auch mal was anderes, denn wir konnten uns Sandwiches im Toaster machen. Den heutigen Tag wollten wir dann zum Organisieren nutzen. Neben Bewerbungen für die Zeit in Deutschland, liefen die ganze Zeit Tierdokus im Hintergrund. Abends kochten wir Risotto.
11.06.
Laut dem Besitzer sollte man sich keinen Stress machen, auszuchecken. Also frühstückten wir gemütlich und verabschiedeten uns. Heute soll wieder einiges an Strecke gemacht werden. Doch nicht in den Norden, sondern ins Landesinnere 🙂
Anstatt zum Uluru steuern wir Emerald an. Doch warum genau? Weil wir auf Schatzsuche gehen wollen. In der Nähe befinden sich einige Edelsteinfelder und der ein oder andere große Saphir wurde hier schon entdeckt. Das wäre die perfekte Alternative zum Fruit Picking 😀 Morgen wird danach gegraben.
Wir fuhren Kilometer für Kilometer und die Erde färbte sich immer rötlicher.

Auf ins Outback? 😉

Der Emerald Tourist Park war dann günstiger als gedacht und wir verbrachten den Abend am Lagerfeuer 🙂
12.06.
Nach dem Frühstück und den restlichen Pfannekuchen von gestern, brachen wir Richtung Rubyvale auf. Beim Blue Gem Tourist Park erwarben wir eine Erlaubnis, um nach Edelsteinen suchen zu dürfen und liehen uns das nötige Equipment. Anschließend wurde uns noch gezeigt, wie man die Saphire erkennen kann. Winzig kleine Edelsteine fanden wir sogar in einem Wash-Bucket. Motiviert zogen wir mit Schaufel, Spitzhacke und Sieb bewaffnet los!
Auf dem Weg lief uns eine Gruppe Emus über den Weg 🙂

Safari 🙂

Es dauerte eine ganze Weile bis wir eine ‚gute Stelle‘ gefunden hatten. Wir stiegen aus und zogen uns erstmal Sachen an, die dreckig werden können. Ein älterer Mann parkte in der Nähe und erzählte uns, dass er schon seit einer Woche auf der Suche nach Edelsteinen ist. Doch leider erfolglos..
Ein wenig demotiviert, dass wir Anfänger dann etwas finden würden, waren wir schon. Aber mal weiter. Eine Stelle am Flussbett schien uns optimal und wir fingen an neben anderen Löchern zu graben. Wir schlugen die Spitzhacke in die Erde, haben sie mit der Schaufel in das Sieb gehoben und siebten die Erde von den Steinen. Danach wuschen wir die Steinchen in der Faltschüssel. Leider hatten wir nach einigen Versuchen noch nichts gefunden, sodass uns die Motivation weiter verließ. Nach einiger Zeit wollten wir den Ort wechseln, vielleicht haben wir woanders mehr Glück 🙂
Wir fuhren Wege, die wohl eher für Allradantrieb geeignet waren, hielten noch einmal in der Nähe des Shotgun Hills an und nahmen eine Probe. Auch hier sah es nicht erfolgversprechender aus.
An einer anderen Stelle sah es dann besser aus. Es waren schon einige Löcher gegraben, die teilweise über einen Meter tief waren. Wir nahmen einige Proben aus verschiedenen Löchern und gruben noch selber ein wenig.

Saphire, wo seid ihr?

Doch es wurde uns so langsam klar, dass wir hier nichts außer Staub und wertloser Steine finden würden. Das wir etwas graben und dann einen schönen Saphir finden, war vermutlich zu viel erwartet, aber dass man echt gar nichts findet.. schade 😀
Es ging dann zurück zum Tourist Park, wir gaben dort die Ausrüstung zurück und buchten einen Stellplatz für die Nacht.
Zu meinem Bedauern gab es zum Essen Couscous. Zwar mit Frikadellen, aber der Versuch mir Couscous schmackhaft zu machen, schlug fehl. Die anderen beiden gaben aber auch zu, dass es nicht der beste Couscous war.
Bis morgen 🙂

Fraser Island I – 06.06.2017

Guten Morgen,
Heute mussten wir dann früh raus. Schnell alles vorbereiten und unsere Taschen gepackt. Alles fertig und alle abfahrbereit, dass Frühstück wollten wir auf Fraser Island nachholen!
Um kurz nach 7 kamen wir dann beim Autoverleih an und füllten zunächst einiges an Papierkram aus. Schnell im Gebäude nebenan ein Fährticket und Campingbewilligungen gekauft. Nun bekamen wir unseren Land Cruiser. Nachdem wir alles abgeklärt hatten, ging es zum Strand, wo wir eine Einweisung zum Fahren auf Sand bekamen. Unter anderem zeigte der nette Mitarbeiter uns auch, wie man sich wieder befreit, wenn man sich festgefahren hatte. Alles nicht so schwer 🙂 Ein kleines Highlight war hier ein Jurassic-Park-Jeep, der am Strand parkte.
Zurück zum Shop und das Auto gehörte uns. Zumindest für die nächsten 3 Tage 😀
Alle nötigen Sachen vom Spaceship in den Land Cruiser gepackt und los ging es. Ich war heute der erste, der die dicke Karre fahren durfte. Den Schildern gefolgt, kamen wir bei einer kleineren Fähre an und wurden direkt eingewunken.
10 Minuten später fuhren wir auch schon auf den Strand von Fraser Island auf. Wir fuhren eine Weile auf dem festen Sand in der Nähe des Wasserrandes und entschieden uns dann dazu, unser Frühstück nachzuholen. Die Heckklappe eignete sich bestens als Tisch.

Perfekter Platz für unser Frühstück 🙂

Eine Dingospur führte hier entlang und wir sahen uns um.. vielleicht ist er ja noch in der Nähe. Aufgrund der vielen Dingo-Warnschilder hoffen wir darauf einen zu Gesicht zu bekommen. Es ging anschließend weiter am Strand entlang bis nach Dilli Village. Von hier wollten wir ins Landesinnere zu den Seen fahren. Problem war der Wechsel auf den weichen, trockenen Sand an einem Hügel. Also steckten wir erst zwei Mal fest, bevor ich es dann beim dritten Versuch schaffte, mit ordentlich Schwung den Hügel hinaufzukommen.
Bei perfektem Wetter machten wir den ersten Halt beim Lake Boomanjin. Es blieb aber nur bei einem kleineren Spaziergang. Denn wir wollten weiter. Der Lake McKenzie ist der bekannteste, doch auch die Anlaufstation von sämtlich angebotenen Touren. Der Lake Birrabeen soll etwa genauso schön sein und weniger überlaufen. Zu diesem ging es auch als nächstes. Als wir dort ankamen, wurden wir beinahe geblendet! Der Sand ist wirklich total weiß.. definitv weißer als jegliche Strände, die wir bisher gesehen hatten.

Schneeweiß*-*

Wir waren überwältigt! Das Wasser war sooo klar und es war kaum eine Pflanze oder Alge im Wasser zu sehen. Erst nach etwa 15 Meter wurde der Boden mit Planzen übersät. Natürlich nahmen wir erst einmal ein Bad.
Tatsächlich waren kaum Leute hier, es kamen zwar immer Mal wieder ein paar Leute an den See und gingen schwimmen, doch die meisten blieben nicht lange. Nach einem Sonnenbad schnappten wir unsere neuen Bodyboards und nutzten sie an einem Sandhügel. Das hat Spaß gemacht.

Yeeeehaaaa!

Danach ging es für die Bodyboards aber auch noch ins Wasser. Mit Anlauf versuchten wir draufzuspringen und zu surfen. Das klappte mal mehr und mal weniger 😀 Mit Taucherbrille und Schnorchel trieben Tobi und ich ein wenig herum und hielten Ausschau nach Fischen. Doch viel gab es hier nicht zu sehen.
Nach 2 bis 3 Stunden fuhren wir weiter, denn wir wollten noch beim Lake McKenzie vorbeischauen. Im Auto und ab dafür 🙂 Die Strecken sind echt abenteurlich, denn man wird ganz schön durchgerüttelt. Bei maximal 30 km/h im Inland braucht man auch für kleinere Strecken eine ganze Weile.
Als wir ankamen war der See leider schon im Schatten, wodurch man das schöne Blau leider kaum zu sehen bekam. Der Sand ist auch hier verdammt weiß und wir konnten uns alle vorstellen, dass es hier mit Sonnenlicht bezaubernd aussehen würde. Aufgrund der einbrechenden Dämmerung machten wir uns auf den Weg zu unserem Campingplatz, der Central Station, mitten im Regenwald. Vielleicht kommen wir morgen nochmal zum See.

Ab durch den Regenwald

Am Campingplatz gab es dann Nudeln mit Thunfischsoße und wir gingen gegen 8 Uhr ins schlafen, um morgen möglichst viel vom Tag zu haben.