Perth & Heimreise – 04.-08.08.2017

04.08.

Nachdem ich die beiden verlassen hatte, dauerte es nicht mehr lange bis zum Boarding. Es waren letztendlich doch noch einige Leute zusammen gekommen. Der 3-Stunden-Flug nach Perth war sehr kurzweilig. Ich kam schnell mit meinem Sitznachbarn ins Gespräch, der nach einigen Monaten Arbeit im Outback zurück nach Hause flog. Wir schauten schließlich noch Filme auf seinem Laptop, da es hier keine Bildschirme gab. Die Aussicht aus dem Fenster war beeindruckend, auch wenn rote Wüstenlandschaft die meiste Zeit unter uns war. Immerhin flogen wir über den Uluru, den ich auf der anderen Seite sehen konnte. Leider reichte die Zeit am Ende nicht mehr, um Passengers zuende zu schauen, das muss ich wohl noch nachholen. Am Ende wurde es draußen immer wolkiger und beim Landeanflug überraschte mich wie grün die Landschaft geworden war. Nun war ich in Perth, der letzten Station meiner Reise. Nachdem ich den Australier verabschiedet und mein Gepäck bekommen hatte, wollte ich mit einem Linienbus in die Stadt fahren. Der Busfahrer war vom ziemlich unfreundlichen Schlag und meckerte erstmal eine Kundin an, dass er erstmal Pause hat. Während er im Bus gefundenen Abfall präsentierte, teilte er uns seinen Frust mit und ein paar Minuten später durften wir schließlich einsteigen. Ich musste ein Ticket kaufen und befürchtete schon ihn zur Weißglut zu bringen. 4,70$ nur und ich hatte eben noch Geld abgeholt und entschuldigte mich ausdrücklich, bevor ich ihm den 50$-Schein übergab. Im ersten Moment dachte ich die Bombe sei gezündet. Zum Glück gab es aber nur eine kurze Unterweisung darüber, dass man zum Busfahren Kleingeld dabei haben sollte, während er mir widerwillig das Wechselgeld gab. Nur eine dreiviertel Stunde und schon stand ich mitten in der City und machte mich auf den Weg eine Straße entlang nach Northbridge, wo mein Hostel liegt.

Ein Känguru hatte ich schnell gefunden 😀

Ich ging die Strecke, un schon einmal einen Einblick von der Stadt zu bekommen. Das Hostel war ein ruhig gelegenes Haus mit einer freundlichen Familie als Besitzer. Dort hatte ich ein Bett in einem 6er-Zimmer gebucht für nur 13 € die Nacht. Die Hälfte des Zimmers war deutsch und insgesamt alle kurz vor der Heimkehr nach Hause. Erstmal wurden einige Erfahrungen ausgetauscht und dann bin ich nochmal in die Stadt gegangen, habe im Fitnessstudio nach einem Bodypumpkurs gefragt und bei Woolworths eingekauft. Am Abend gab es noch Pasta für alle und jede Menge Gespräche.
05.08.

Heute morgen bin ich um 9 aufgestanden und habe meine Sachen gepackt, eine Kleinigkeit gegessen und bin ins Fitnessstudio in der City, wo ich im Studio von gestern trainieren ging. Es war einfach der nächste Schritt als Vorbereitung auf die Heimat. Ich kaufte einen Tagespass und besuchte den Bodypumpkurs. Es war ein tolles Gefühl an dem Kurs teilzunehmen, aber auch verdammt hart nach der ganzen Zeit. Deshalb habe ich die Muskulatur anschließend intensiv gelockert, aber um Muskelkater würde ich sicher nicht drum herum kommen.

Perth mit seinem Swan River ist bekannt für Schwarze Schwäne. Hier mit Nachwuchs im Hyde Park

Nach dem Einkaufen bin ich wieder ins Hostel gegangen und habe die Beine nochmal hochgelegt. Später wollte ich einen Spaziergang durch die Stadt machen bis zum Fluss, von wo aus ich aber weiterging rüber zum Kings Park, um eine schöne Aussicht auf die Stadt mitzunehmen. Auf der Jacobs Ladder nach oben herrschte sportlicher Betrieb.

Sogar blauer Himmel war mir heute vergönnt 🙂

Nachdem ich die ein oder andere schöne Aussicht auf die Stadt ergattert hatte, ging ich zurück in die Innenstadt. Auf dem Rückweg zum Hostel war es dann dunkel geworden und am Abend verquatschte ich mich noch mit meinen Mitbewohnern.

06.08.

Nach dem Frühstück wurde ich heute von einer Freundin von der Hochschule in Bochum abgeholt, die auch am Freitag nach Australien gekommen ist, und mich quasi hier ablöst, um hier ihre Bachelorarbeit zu schreiben. Wir wollten heute an den Strand fahren und nach Fremantle. Ich war froh, dass ich vor der Haustür schon erwartet wurde, da nun der Muskelkater voll eingesetzt hatte. Als ich die Autotür öffnete saß da ein Frosch im Fußraum 😀 Das ist Australien! Der fuhr dann mit uns nach Cottesloe zum Strand, wo ich ihn im Gebüsch aussetzte. Ich ging mit Saskia eine Weile den Strand entlang, während die Sonne immer wieder durch die Wolken brach. Einfach toll die australischen Großstädte mit ihren Stränden.

Wieder war das Wetter besser als erwartet für eine lange Pause am Strand

Gegen 2 Uhr fuhren wir dann weiter nach Fremantle, einer Stadt am Rande von Perth, die alle als eigentlichen Tipp in Perth empfehlen. Die vielen Pubs und die lebhafte Atmosphäre in der idyllischen Nachbarstadt machen Fremantle zum Besuchermagnet. Wir schlenderten über den Markt und probierten uns an den Essensständen entlang, um am Ende eine Gözleme zu essen. Schließlich fuhren wir dann zurück zum Hostel, wo sich unsere Wege wieder trennten. Es war ein sehr schöner letzter Tag in Australien und toll sich hier getroffen zu haben. Zurück im Hostel zog ich nun in ein deutsch-österreichisches Zimmer um, da alle meine bisherigen Mitbewohner ausgeflogen waren. Nachdem ich die neuen Mitbewohner alle kennengelernt hatte, machte ich noch einen Abschiedsspaziergang zum Fluss, um die Stadt im Dunkeln zu erleben. Die vielen Lichter und die Ruhe machen den Uferabschnitt zu einem besonderen Erlebnis. Schon jetzt machte sich etwas Sehnsucht breit, nach dem Freiheitsgefühl und Erlebnissen der letzten Monate.

Sogar die Kräne leuchten 😀

07.08.

Heute morgen musste ich dann packen und zur Bank ewas abklären wegen der Kontoauflösung. Nachdem ich ausgiebig gefrühstückt hatte und online eingecheckt, habe ich mich schließlich mittags verabschiedet und bin langsam zum Bus aufgebrochen. Der Abschiedsschmerz von gestern schien verschwunden, vielmehr machte sich nun auch Vorfreude breit. Bis zur Personenkontrolle am Flughafen, ließ ich mir erstmal viel Zeit, aber als man mich dann zum zweiten mal auf Sprengstoffe filzen wollte, wurde es doch noch knapp, zur Boardingzeit im Gate anzukommen. Hier hob dann der Flieger nach Abu Dhabi fast pünktlich um 17 Uhr ab. Die moderne Maschine von Etihad mit ihrem Entertainment-Programm machte es mir leicht, den ersten Flug wach zu bleiben. Die letzten Blicke auf den australischen Koninent hatte ich auf wunderschöne Riffe. Der Entschluss, für die Westküste bald wiederzukommen, erleichterte den Abschied. Nach gefühlt weit weniger als den gut 10 Stunden Flug waren wir dann in Abu Dhabi, wo nach 1,5 Stunden das Boarding für den Flug nach Düsseldorf begann.

08.08.

Der Flieger war der selbe wie vorhin, nur diesmal voller Deutscher und Niederländer. Nach gut 6 Stunden landete ich dann pünktlich um 7:20 Uhr lokaler Zeit in der verbotenen Stadt, wo mich meine Eltern und Oma schon freudig erwarteten. Damit endete für mich die wunderschöne Reise! Ich hoffe euch sehr bald hier alle wiederzusehen 🙂 und wünsche noch viel Spaß bei den Blogs von Patrik und Natalie. Viele Grüße!

Ab ins Outback & Kings Canyon – 22.-27.07.2017

22.07.

Heute war es dann soweit. Eine schöne ereignisreiche Woche ging zu Ende. Und das viel zu schnell!
Am Morgen wurde viel gepackt und vorbereitet, um nachdem wir Sarah und Michael zum Flughafen gebracht haben, das Spaceship abzugeben. Am Flughafen dauerte die Gepäckabgabe eine halbe Ewigkeit, vor allem da die Amerikaner so viele Daten von den beiden haben wollten. Dadurch blieb leider nicht mehr viel Zeit, sich zu verabschieden. Es war komisch, die beiden weiterfliegen zu lassen. Gerne hätten wir alle hier noch zusammen weitergemacht, aber alle hatten ja zumindest etwas aufregendes vor die nächsten Wochen. Also bis in vier Wochen in Deutschland 🙂
Jetzt hatten wir nur noch eine Stunde, um schnell zum Campingplatz zu fahren und mit dem Spaceships zur Waschanlage. Das war ein Stress. Schnell gesaugt, gewischt und ne Autowäsche und dann ab zu Spaceships. Als wir um 13 Uhr auf den Parkplatz fuhren, kam sofort ein Mitarbeiter heraus. Am längsten dauerte dann allerdings der Feedbackbogen 😀 Bye bye Starchild! Wer weiß, mit wem du in nem Monat den 20ten Geburtstag feierst.
Den Rest des Tages kauften wir für unsere Reise ins Outback ein. Lebensmittel bei Woolworths, einen kleinen Benzinkanister für den Notfall und ausreichend Gas. Dann fuhren wir nochmal zu Cold Rock, um einen noch größeren Eisbecher zu kaufen als beim letzten Mal. Den gönnten wir uns als Nachtisch am Abend. Heute Nacht schlief ich dann wieder im mittlerweile ziemlich vollen Auto. Ob das aber für die nächsten 2 Wochen eine gute Idee ist…
23.07.
Die Idee von Natalie, nach einer Isomatte bei Kmart zu gucken, wurde dann am nächsten Vormittag, als wir aufbrachen, sofort angegangen. Ich kaufte mir dort tatsächlich eine Luftmatraze für 9$ 😀 Da wir heute die Zeit bis zum Auschecken auch komplett ausnutzten, waren wir schon nicht mehr im Zeitplan. Wir wechselten wie geplant alle 1,5 bis 2 Stunden durch, was das Fahren sehr entspannte. Sobald wir dann hinter Townsville, wo wir nochmal günstig aufgetankt hatten, ins Landesinnere abbogen, bewährte sich vor allem der Tempomat. Wir fuhren heute insgesamt nur knapp 600 km bis zum Campaspe River Rest Stop, um nicht durchs Dunkle zu fahren.
24.07.

Man war das schön in der Horizontalen zu schlafen und dann so weich. Eins stand fest: Die beiden waren so neidisch, dass der nächste Kmart lockte. Heute morgen brachen wir dann schon um halb neun auf. Es ging weiter tiefer und tiefer ins Outback, knapp 900 km, bis kurz vor die Grenze zum Northern Territory auf einen Campingplatz hinter einer Tankstelle wieder pünktlich zum Sonnenuntergang. Und der ist im Outback schon jetzt wunderschön mit tollen Farben. Auch der Sternenhimmel inklusive Milchstraße im Anschluss gaben schon mal einen Eindruck von den tollen Besonderheiten des unbewohnten nachts sehr dunklen und kalten Outbacks. Heute hatten die beiden in Mount Isa zugeschlagen und sich im Kmart jeder eine Isomatte besorgt, sogar inklusive Pumpe 😀
25.7.

Heute ging der Wecker wieder früher und wir fuhren schon um 8 Uhr los und eine viertel Stunde später ließen wir Queensland hinter uns.

Welcome to the Northern Territory!

Jetzt ging es schneller voran, da im Northern Territory 130 km/h erlaubt sind. Dennoch nahm erfreulicherweise die Zahl der Roadkills am Straßenrand ab. Auch heute sahen wir wieder riesige Adler direkt am Fahrbahnrand, die gelegentlich auf den frischen Kadavern saßen. Leider bleiben sie nur sitzen, wenn man schnell vorbeirauscht. Auch die Landschaft wird immer wieder durch Hügel und Felskämme unterbrochen, die sich im Outback mit seiner rötlichen Farbpalette besonders gut machen. Richtung Alice Springs wurde die Landschaft dadurch immer schöner und besonders die Devil Marbles, eine Ansammlung von großen roten Felskugeln, waren ein Hingucker. Wir kamen jetzt so gut voran, dass wir uns spontan entschlossen, nicht vor sondern hinter Alice Spings einen Campingplatz anzufahren.

Und dann waren wir schon in der Hauptstadt des Outbacks

Also kauften wir heute schon in der Stadt ein und fuhren zügig weiter in den Sonnenuntergang zum nächsten freien Campingplatz am Straßenrand. Nach insgesamt gut 1000 km war hier dann auch Schluss. Nen Toilettengang verkneiften wir uns hier, da es auf den Klos nur so von Redback Spidern in ihren Netzen wimmelte.
26.07.

Heute morgen ließ ich mir den Sonnenaufgang nicht entgehen und wir kamen wieder sehr früh auf die Strecke. Von hier aus war das nächste Ziel der Kings Canyon. Der war aber auch immer noch etwa 400 km entfernt. Wir hatten zwei Campingplätze zur Auswahl. Da der erste zu teuer und weiter entfernt vom Canyon war, sind wir zum Kings Canyon Resort gefahren und haben auf dem wirklich schönen Campingplatz in toller Kulisse unser Lager aufgeschlagen. Zum Glück gab es einen Pool, denn es war hochsommerlich warm draußen. Am Abend schauten wir noch den Sonnenuntergang auf einer schön gelegenen Plattform. Die Hinweisschilder für Dingos hatten ihren Grund, denn, während wir unsere Wraps schlemmten, sahen wir später einen Dingo über den Platz streunen.
27.07.
Endlich waren wir an unserem ersten Ziel angekommen. Ich freute mich schon sehr auf die Wanderung heute. Wir brauchten nur eine viertel Stunde mit dem Auto zum Kings Canyon. Diesmal war ich derjenige der fertig war und schon ungeduldig auf die beiden wartete. Das Wetter war wieder bestens. Später hätten wir uns wohl über die ein oder andere Wolke gefreut 😀 Der Canyon faszinierte uns von Anfang an.

Einer der ersten Lookouts beim Aufstieg

Die Farben der ganzen roten, geschichteten Steinplatten, die weißen Eukalyptusbäume mit den im Schatten tiefgrünen Baumkronen, das goldene Gras und der blaue Himmel zogen uns ganz in ihren Bann. Das Tempo der Wanderung wurde aufgrund des fotogenen Panoramas extrem gesenkt. Nachdem der steile Anstieg auf den Canyon zu Beginn geschafft war, ging es teilweise kletternd weiter über Stock und Stein oben auf dem Plateau der ersten Canyonseite.

Watch out! Das Land der Aborigines

Angesetzt waren eigentlich 4 Stunden, aber nach über 3 Stunden waren wir nicht mal am Ende des Canyons angekommen. Dafür machten wir Snackpausen und bekamen Geselllschaft von einer roten Echse. So unglaublich schön der Canyon war, hätten wir eigentlich gerne noch viele Stunden dort verbracht, aber so langsam schien uns die Sonne zu stark auf die Köpfe.

Überm Garten Eden am Ende der Schlucht 🙂

Nachdem wir mit einem kurzen Ab- und Aufstieg in den Garten Eden die andere Seite des Canyons erreicht hatten und nach einem letzten Fotoshooting am Lookout auf die wunderschönen Steilwände wurde die Anzahl der noch erlaubten Fotos pro Gerät auf 15 begrenzt.

Einfach fantastisch die Farben der Sandsteinwände!

Das funktionierte ganz gut und so kamen wir nach 5 Stunden schließlich am Parkplatz an. Die Wanderung war der Hammer!

Einen Pfannekuchenstapel für jeden 😀

Wegen der klasse Landschaft eine der besten Wanderungen, die ich gemacht habe 🙂 Morgen wollen wir zurückkommen und ein Stück in der Schlucht wandern. Jetzt also zurück zum Campingplatz, wo wir beim Sprung in den eiskalten Pool meinten ein Zischen gehört zu haben 😀 Nachdem wir uns etwas im Zelt ausgeruht hatten, kochten wir richtig deutsch Rotkohl und Kartoffelpüree mit Würstchen, um uns dann vollgefuttert ins Zelt zu verkriechen. Morgen gehts  dannwieder zum Canyon 🙂 und den Sonnenaufgang möchte ich mir nicht entgehen lassen.
Liebe Grüße

Ankunft & Cape Tribulation – 16.-18.07.2017

16.07.

Heute konnte ich schon früh nicht mehr schlafen. Die Vorfreude wuchs als ich bei Flugradar schaute, wo sich unser Besuch für die nächste Woche gerade befindet. Sarah und Michael nehmen nämlich auf ihrer USA-Reise extra einen riesigen Unweg, um die Woche mit uns am Riff und im Regenwald zu verbringen. Schon fast über Brisbane! Also stand ich auf und begann schonmal die Erdbeermüslis vorzubereiten. Um 8 kletterten Patrik und Natalie aus dem Zelt und nach dem Frühstück mussten wir uns beeilen, damit wir pünktlich um 10 Uhr unseren neuen Mietwagen abholen können, denn nur gut eine halbe Stunde später sollten Sarah und Michael landen. Wir fuhren in die Stadt zu Ace, wo wir schneller als gedacht den Wagen, einen ziemlich neuen Toyota Corolla in auffälligem Gelbgrün, vorgefahren bekamen. Das sah uns mal nach einem zuverlässigen Auto fürs Outback aus. Perfekt! Wir teilten uns kurz auf. Patrik und Natalie fuhren zu JB-HiFi, um nach einem Induktionsladegerät für sein laderesistentes Handy zu schauen, und ich ging nochmal zur Bank. Jetzt wurde es aber Zeit zum Flughafen zu fahren, denn die beiden waren schon gelandet. Wir trafen uns bei Ace und fuhren von dort zum Flughafen, der nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfert liegt. Eine halbe Stunde mussten wir uns noch gedulden und die meisten Taxifahrer hatten ihre Gäste bereits eingesammelt, dann war es soweit 🙂 Die Freude war riesig. Es war so schön, sich nach so langer Zeit wiedersehen zu können! Und dass alles gut geklappt hatte. Das Empfangswetter hätte nicht besser sein können. Mit den beiden gut bepackten Wagen fuhren wir erst einkaufen. Hier erzählte Sarah uns dann auch endlich, welche Tour sie für uns alle für Freitag gebucht hat, eine geführte Tag- und Nacht-Regenwalderkundungstour in den Tablelands! Yes 🙂 Natürlich hatte es wie erwartet mit Tieren zu tun 😉 Wir waren schon gespannt! Dann sind wir aufgebrochen Richtung Norden, die Küste entlang und wie geplant bei Trinity Beach an einer Ausfahrt abgefahren. Den Ort hatten wir uns bei der Rückfahrt nach Cairns ausgeguckt, da man hier von der Straße aus schon einige Kängurus auf den Wiesen sehen kann. Die perfekte Gelegenheit die ersten australischen Tiere zu sehen. Allerdings waren die Kängurus etwas scheu und hielten uns auf Distanz und Sarah wurde auch noch durch Kopfschmerzen vom Jetlag geplagt.

Kakadus und Kängurus … check!

Das wurde nach einem Nickerchen bei der Weiterfahrt Richtung Cape Tribulation jedoch besser. Wir setzten mit einer Fähre über den Daintree River in den Daintree Rainforest National Park über. Und dass wir uns hier in eine Hochburg der Krokodile begaben, wurde durch die Warnhinwiese am Fluss und die Krokodiltour-Anbieter offensichtlich. Die Straße durch den Regenwald zu fahren, gefiel uns schon sehr und wir machten den ein oder anderen kurzen Stopp für Fotos. Erinnerungen an Jurassic Park wurden geweckt 😀 Unsere Unterkunft, das PK Jungle Village, und der Anbieter für unsere Schnorcheltour waren direkt gegenüber auf der Straße im Rainforest des bekannten Cape Tribulation. Hier trifft der Regenwald direkt auf den Strand. Was für ein toller Ort um hier die Woche zu vebringen 🙂 Voller Vorfreude auf unsere erste Tour ins Great Barrier Reef morgen früh gingen wir zunächst bei Ocean Safari vorbei, um unsere Buchung zu bestätigen. Dann erkundeten wir etwas den Regenwald bis zum Strand, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir blieben an diesem wahnsinnig tollen Ort bis die Sonne untergegangen war, indem wir den Strand entlang spazierten, auf Palmen kletterten und am Ende versuchten Kokosnüsse von ihren Schalen zu befreien.

Auf Erkundungstour am Cape 🙂

Als es zu dunkel wurde nahmen wir uns eine Nuss mit zurück ins Camp. Während ein Teil von uns begann zu kochen, präparierten die anderen die Türen und Fenster mit Mückennetzen. Beim Kochen bekamen wir kurz Gesellschaft von einer Beutelratte, die unterm Tisch herumschnüffelte. Leider waren wir nicht schnell genug für ein Foto. Zur Feier des Tages machten wir uns heute Burger und fielen anschließend alle satt und müde in die Betten.

Willkommen im Dschungel! Das gemeinsame Kapitel Great Barrier Reef und Daintree Rainforest hatte begonnen 🙂

17.07.

Pünktlich um 7 Uhr schaltete Sarah schon hellwach das Licht an. War das schön nochmal auf einer Matraze zu schlafen! Aber ausschlafen war heute nicht drin, denn um 8 Uhr mussten wir schon drüben bei Ocean Safari für den Schnorcheltrip sein. Aufgrund der Vorfreude kamen wir alle schnell aus den Betten. Trotzdem wurde es am Ende natürlich wieder knapp. Wir bekamen direkt jeder einen Wetsuit in die Hand gedrückt, den wir anzogen und schon ging die ganze Gruppe von gut 20 Leuten los durch den Wald zum Strand. Dort wartete schon ein Motorboot auf uns. Also Schuhe in die Box und durchs knietiefe Wasser an Bord! Wir verstauten eben unsere Sachen und schon schossen wir über das Wasser auf den Ozean und die Berge des Festlands wurden hinter uns immer kleiner und blasser.

Ein Blick zurück lohnt sich! Bis gleich Daintree Rainforest 😉

Das machte riesigen Spaß über die Wellen zu flitzen und die ein oder andere davon abzubekommen. Sarah begann jetzt schon zu frieren und flüchtete auf die Sonnenseite. Nach 25 Minuten waren wir dann beim Mackay Reef in der Nähe einer Sanddüne, die sich hier ein Stück aus den Ozean erhebt. Diese Farben des klaren Wassers um uns herum waren phänomenal und, als wir während den Instruktionen durch den Skipper auch noch eine Schildkröte auftauchen sahen, wollten alle nur noch los.

Bester Schnorchelspot 🙂 Leider gibts nur Bilder von über Wasser wegen ner Panne von Patriks GoPro. Aber auch dort war es traumhaft 🙂

Michael machte den Anfang mit einer Rückwärtsrolle und wir folgten ihm zügig nach. Mit Schwimmflossen war es besonders einfach das Riff zu erkunden und ohne Armbewegungen nah an die Fische heranzukommen. Die bunten Farben der Fische, Seesterne, Korallen und die Riesenmuscheln zogen uns in ihren Bann und ließen die Zeit wieder verfliegen. Auf unserem Weg über das Riff im seichten Wasser entdeckte Michael auch einen Oktopus. Unglaublich, wie schnell und perfekt er sich an die Umgebung anzupassen vermag. Ein Meister der Camouflage! Wir schnorchelten wieder zurück Richtung Boot, da es langsam kalt wurde und Sarah eine Pause machen wollte, um sich etwas aufzuwärmen. Aber vorher wollten wir noch auf der anderen Seite des Bootes vorbeischauen, wo zuvor die Schildkröte aufgetaucht war. Wir stellten fest, dass hier die meisten Schnorchler in einer großen Traube zusammengekommen waren. Hier musste es also etwas zu sehen geben! Wir sollten aber nie dort ankommen, weil wir auf dem Weg schon auf eine große Schildkröte stießen, die am Grund graste. Jetzt war auch Sarah nicht mehr kalt. Es machte einfach unglaublich viel Spaß zu der Schildkröte, die etwa 5 bis 6 Meter unter uns war, hinabzutauchen und ihr möglichst nah zu kommen. Am besten war es aber mit ihr zu schwimmen, wenn sie auftauchte, um zu atmen. Sich einen Moment in die Augen zu schauen und nebeneinander herzuschweben, das war einfach unbeschreiblich. Als die eine Schildkröte zu weit hinausgeschwommen war, stießen wir beim Rückweg schon auf die nächste. Und diese sollte auch nicht die letzte sein, mit der wir schwammen. Wir hätten fast kein Ende gefunden, aber dann kam schließlich das Signal zum Boot zurückzukehren, um den zweiten Schnorchelplatz anzufahren.

2 Minuten brauchte es nur, um zur zweiten Stelle näher an die Sandbank herüberzufahren. Ein kleiner Snack und schon sprangen wir wieder über Bord, um die Unterwasserwelt weiter zu erkunden. Sarah blieb noch etwas auf dem Boot in der Sonne. Es war so schön zu sehen, was dort unter Wasser alles los ist! Diese Vielfalt und Menge an Fischen, die man über Wasser nicht erahnen kann, ist wie eine andere Welt. Unsere Highlights hier waren ein blau-gepunkteter Stachelrochen und eine Gruppe großer Tintenfische, die wir entdeckten, als ich Sarah vom Boot abholte, um ihr den Rochen zu zeigen. Dann war auch hier die Zeit schon wieder um und wir jagten über die Wellen zurück Richtung Strand mit einem neuen überragenden Eindruck von der Unterwasserwelt da draußen 🙂 Für die Rückfahrt setzte ich mich auf einen der Plätze auf dem Schlauch am Rand. Hier musste man sich gut an Schlaufen festhalten, um nicht wie meine Sitznachbarin bei der ein oder anderen Welle im Boot zu landen. Jetzt noch die richtige Musik an und dann wurde vorm Strand nochmal richtig mit Vollspeed durch die Wellen gekurvt. Was für ein Spaß und was für ein Gesamtpaket! Nachdem wir dann zurück im Camp waren, dauerte es nicht lange, da gingen wir jeder mit einem Eis bewaffnet wieder runter zum Strand. Dort fanden wir diesmal zwei reifere Kokosnüsse, von denen relativ schnell die Schale entfernt war.

Endlich fiel eine Kokosnuss vom Himmel 😉 Am Cape Tribulation könnte man endlos spazieren!

Auf dem Weg Richtung Kap aßen wir Kokusnuss, durchquerten einen kleinen Fluss und kletterten schließlich über die Felsen bis zum Ende des Cape Tribulation. Heute war einfach der Turtle Day, denn hier auf den Felsen am Kap sitzend beobachteten und fotografierten wir eine Hand voll Meeresschildkröten die in der Brandung immer wieder auftauchten.

Doch noch ein Schildkrötenfoto heute 😀

Auf dem Rückweg zum Camp trafen wir dann noch unseren Mitbewohner aus Byron Bay. Wieder einer dieser witzigen Zufälle 😀 Nach einer ordentlichen Runde Wraps und einem Krug Bier auf Michaels Masterabschluss in der Bar fielen wir schließlich alle müde ins Bett. Was für ein Tag! Ich hoffe ich hab euch Lust aufs Schnorcheln und aufs Riff gemacht! 😉 Die Vorfreude aufs Tauchen am Mittwoch war auf jeden Fall durch den tollen Tag im Riff heute weiter gewachsen 🙂

18.07.
Sarah war mal wieder als erste wach und sorgte bald dafür, dass auch wir nicht länger schliefen. Der Plan war, heute nach Port Douglas fahren, um beim Anbieter der Tauchtour für morgen einzuchecken und eventuell einen Flug übers Riff zu machen. Bei einem leckren Honigmelonenmüsli bekamen wir besonderen Besuch von einem Pfau. Wie schön es ist, im Regenwald zu wohnen 🙂 Patrik eskalierte etwas mit Sarahs Kamera, sodass wir haufenweise schöne Fotos davon haben.

Unser farbenfroher Besuch

Auf nach Port Douglas! Auf der Fahrt dorthin schauten wir noch im Internet nach angeboten zu Flügen, da uns die Flyer im Camp nicht überzeugt hatten. Außerdem informierten wir uns über eine spannende Tour für Donnerstag, zu der es im übernächsten Blog Informationen gibt. Angekommen in der Stadt schlenderten wir bis zu ABC, dem Anbieter unseres Tauchtrips. Dort wechselten wir uns mit Einchecken und Bespaßung des Border Collies ab und Michael fand ein passendes Tauchgehäuse für seine neue GoPro. Perfekt! Nachdem wir alle eingecheckt hatten, gingen wir noch ein Eis essen und schauten uns noch eine Weile die Stadt an. Dann wurde es Zeit für den Heimweg in den Dschungel. Da wir kein Angebot für einen günstigen Flug heute organisiert bekommen hatten, mussten wir uns von der Idee verabschieden, da man nach dem Tauchen in einem bestimmten Zeitfenster nicht fliegen sollte. Nach dem Essen im Jungle Village wären wir beinahe alle ins Bett gefallen, aber Sarah, Michael und ich konnten uns noch für eine kleine Nachtwanderung im Regenwald aufraffen. Und dort konnten wir jede Menge Augenpaare entdecken, die unsere Lichter reflektierten. Die meisten davon waren Spinnen, aber wir sahen auch einen Aal, eine Beutelratte und am Strand einige Fledermäuse, die uns teilweise erschreckend nah kamen 😀 Es war eine aufregende Nachtwanderung und der spannenste Fund eine große Tarantel, für die wir noch einen kleinen Abstecher durchs Laub nahmen, um ein gutes Foto zu schießen. Mehr oder weniger schweißgebadet kamen wir zurück und überlegten bereits, ob wir morgen nochmal losziehen. Um 11 Uhr wurde es dann auch höchste Zeit, zu schlafen, um morgen früh fit zu sein für den Tag, auf den wir schon Monate hingefiebert hatten.
Bis dahin viele Grüße:)

Port Douglas & Mossman Gorge – 09.-12.07.2017

09.07.

Aufgrund schwindender Vorräte gab es heute morgen Spiegeleier mit Toast statt Müsli. Demzufolge entschieden wir, heute nach Port Douglas zu fahren, den Markt zu besuchen und auf dem Weg alle Vorräte wieder aufzufüllen. Erst gegen Mittag fuhren wir los für etwa 1 Stunde und suchten dann eine Weile nach Parkplätzen, da der Markt am Sonntag einige Besucher anlockte. Die Stände waren sehr abwechslungsreich und vor allem die Essens- und Getränkestände lachten uns an. Bevor wir gingen gönnten wit uns noch frisch gepresste Säfte und schlenderten anschließend durch die Stadt bis zum Strand. Im tiefsten Winter war hier ordentlich was los, denn es war richtiges Badewetter. Zum Schwimmen war uns aber nicht zumute. Auf dem Rückweg blieben wir natürlich an einer Eisdiele hängen. Schnell hatten wir ausgeguckt, wer von den Verkäuferinnen die größten Türme baut und ein großes Eis auf der Hand. Nachdem Natalie sich um die Ecke einen Frozen Yoghurt besorgt hatte, waren alle glücklich. Und so begaben wir uns wieder auf den Rückweg zum Campingplatz. Dort hatten wir noch einen entspannten Abend und schauten endlich nochmal ein paar Fotos.
10.07.

Eigentlich war heute geplant, zur Mossman Gorge zu fahren und dort im Regenwald zu wandern und zu baden. Da wir morgens aber zu langsam in die Gänge kamen, wurde der Plan auf den nächsten Tag verschoben. Stattdessen wurde heute auf dem Campingplatz gechillt und gesonnt. Dabei bloggten wir, holten Notizen nach und spielten Karten.

Ein Kookaburra präsentierte uns seine Beute, eine Gottesanbeterin

Die kostenlose Dusche des freien Campingplatzes sorgte für die notwendige Abkühlung. Am Abend spielten wir noch etwas Karten und wünschten uns ein großes Gesellschaftsspiel herbei. Immerhin gewannen wir endlich The Game mit nur 5 Karten und schauten zum Schluss noch ein paar Schnorchelvideos.

11.07.

Heute morgen gehörten wir mal wieder zu den Letzten, die den Campingplatz verließen, um nach Mossman zu fahren. Vom Visitorcenter an der Mossman Gorge nahmen wir einen gut gefüllten Shuttlebus zum Startpunkt der Wanderungen direkt am Fluss. Da dieser aufgrund des Regens der vergangenen Woche mehr Wasser führen sollte, hatte man uns empfohlen nicht schwimmen zu gehen. Ein Steg führte ein Stück durch den Regenwald bis zum Naturpool, an dem sich jedoch einge Leute tummelten und doch Groß und Klein im klaren Fluss eine Abkühlung suchten. Wir entschieden uns, erstmal weiterzugehen und setzten die Wanderung über eine Hängebrücke in den Regenwald fort.

Welcome to the Jungle 🙂

Die Wege waren gut besucht, aber auf der großen Runde hinter dem Rex Creek wurde es ruhiger. Nach einer Pause auf den Steinen am Fluss, Hängen an Lianen und vielen Fotos vor allem von den riesigen Feigenbäumen nahmen wir eine Abzweigung zu einem kleinen Gebirgsbach.

Tarzaaaan! Lianen luden zum Klettern ein 🙂

Der Abstecher lohnte sich, da man am Ende an einem kleinen verzaubernden Wasserfall ankam, in dessen klaren Becken ein paar Fische schwammen. Die Sonne fiel durch einen Spalt in den Baumkronen. Ein Traum für jeden Fotografen!

Ein romantisches Örtchen 😉

Von hier ging es dann zurück. Wir beendeten den Rundweg und spazierten die Mossman Gorge entlang bis zum Startpunkt. Den Naturpool wollte ich mir aber nicht entgehen lassen. Auch wenn wir unsere Badehosen im Auto gelassen hatten, sind wir nochmal das Stück zurück und ab in den kühlen Fluss, die Steine entlang bis man sich in der Strömung des kleinen Wasserfalls wieder in den Pool treiben lassen konnte. Das machte Spaß 🙂 Genau das richtige für den Abschluss!

Mossman Gorge läd einfach zum Baden ein 🙂

Danach fuhren wir nämlich mit dem Busshuttle zurück, weiter nach Mossman einkaufen und schließlich zum schon fast altbekannten Campingplatz. Hier hatten wir wieder einen entspannten Abend und sind relativ früh ins Bett gegangen.
12.07.

Heute hatten wir keinen Tagesplan. Fest stand nur, dass wir morgen nach Port Douglas fahren wollten, um dort einzukaufen und abends ins Outdoorkino zu gehen. Dazu bot es sich an, ne weitere Nacht zu bleiben. Um nicht den ganzen Tag am Campingplatz zu verbringen, spazierten wir am frühen Nachmittag ins nahe gelegene kleine Städtchen, Mount Molloy, wo wir uns einen Eiskaffee bzw. Smoothie schmecken ließen. Zurück am Campingplatz spielten wir Yatzy, ein einfaches Würfelspiel, und, als es nach dem Essen anfing, leicht zu regnen, verzogen wir uns ins Auto. Ich zog dann später noch ins Zelt um.
Bis die Tage 🙂

Tablelands – 30.06.-04.07.2017

30.06.

Nachdem wir heute schon in den Morgenstunden von einer lachenden Gruppe Kookabooras aufgeweckt wurden, schliefen wir anschließend nicht mehr wirklich lang. Der blaue Himmel lockte mich nach draußen für eine kleine Runde am Strand von Mission Beach. Nach Frühstück und Dusche fuhren wir nach Innisfail, wo wir zuerst wie gewohnt zur ANZ gebührenfrei Geld abheben und dieses anschließend zur Westpac auf unsere Konten einzahlen gingen. Im Anschluss wurde beim Einkaufen dann wieder etwas am Geldhahn gezapft. Mit einem kurzen Stopp zum Snacken fuhren wir zu den Josephine Falls, die uns von einem netten Campingplatzbewohner empfohlen worden waren. Hier sollte man über eine Steinrutsche in einen Naturpool rutschen können, in einem ganz besonderen Ambiente. Leider regnete es mittlerweile permanent, sodass wir zwar die 300 m in den Regenwald gingen bis zum Creek, aber dann nur den Pool mit ein paar badenden Gästen und den Wasserfall von verschiedenen Lookouts aus begutachteten. Hier war es trotzdem so schön, dass wir entschlossen, bei besserem Wetter wiederzukommen und uns den Badespaß somit nicht entgehen zu lassen. Wir fuhren weiter in die Atherton Tablelands. Dort sollte es weitere Bademöglichkeiten in der Natur geben, was uns aktuell magisch anzuziehen scheint, da wir ja nun kaum noch im Meer baden können. Außerdem ist es wohl eine nette und notwendige Ergänzung zu kostenlosen Campingplätzen ohne Dusche 😀 Aufgrund des Wetters war unser nächstes Ziel am Nachmittag ein solcher Campingplatz in Kairi. Dort war nicht viel los und unser Spaceship schnell in den Schlaf- und Chillmodus transformiert. Wir spielten Karten, aßen Tzatziki mit Baguettes und Salat und schauten am Abend einen Film.
01.07.

Heute morgen hörte ich schon den Regen unnachgiebig auf das Zelt prasseln, weshalb ich erstmal wenig motiviert war aufzustehen. Um 10 Uhr sorgte der Hunger dafür, dass wir schließlich aus den Betten krochen. Erst als die Wolkendecke brüchig wurde und die ersten Sonnenstrahlen durchbrachen, entschlossen wir nach Atherton zu fahren und in der Touristeninformation nachzufragen, was es in der Gegend zu sehen gibt. Wir brauchten nicht lange in die Stadt und bald hatten wir eine Karte und Tipps zur Region. Zunächst fuhren wir nun zum Curtain Fig Tree, einer einzigartigen Formation der Wurzeln eines Feigenbaums, dessen Wirt abgestorben und in einen Nachbarbaum gekippt war. Durch die unzähligen Wurzeln des Feigenbaums war mit der Zeit einen riesigen Vorhang im Regenwald entstanden.

Ganz schön alte Gardinen 😀

Am Infopoint gab es außerdem noch eine ziemlich große Spinne zu sehen, die es wohl nicht sonderlich stört, dass ihr die begeisterten Turisten – uns eingeschlossen – wohl ständig auf die Pelle rücken. Als weiteren Stopp heute hatten wir uns einen Kratersee, Lake Eacham, ausgesucht. Zunächst gingen wir an dem sehr klaren Badesee spazieren, in dem laut einer Infotafel auch ein friedfertiger Alligator leben soll. Diesen bekamen wir nicht zu sehen, dafür aber einige Schildkröten, die sich größtenteils auf Baumstämmen am Wasser sonnten.

Wer findet die Turtles?

Wir wären schon beinahe abgefahren, sind dann aber doch noch ins Wasser gesprungen. Letztendlich hatte sich der Ausflug echt gelohnt, da die Sonne gelegentlich rauskam und wir immerhin etwa ne dreiviertel Stunde dort plantschten und immer wieder von einer Stufe im Wasser sprangen.

Klappe die 30te 😀 Die Möhrenfresserin

Dann stand die Sonne schon wieder ziemlich tief, weshalb wir zum Campingplatz in Kairi zurückkehrten. Dort machten wir uns Hotdogs und aßen zu viel Pudding, sodass wir danach nur noch ins Bett wollten 😀

02.07.

Das Wetter heute meinte es nicht gut mit uns. Die ständigen Regenschauer der Nacht setzten sich weiter fort, weshalb wir uns nach dem Frühstück im Auto abgesehen vom Spülen in einer Regenpause lange nicht mehr hinausbewegten. Stattdessen wurde gespielt, gebloggt und hauptsächlich gechillt. Nach einem Hotdog-Snack wurde das Wetter langsam besser. Genug vom Faulenzen! Ich nutzte die Sonnenstrahlen, um eine Runde in den Feldern laufen zu gehen und konnte im Anschluss Patrik davon überzeugen, ein Workout auf dem Spielplatz mitzumachen. Als wir zurückkamen, hatte Natalie schon das Essen vorbereitet 🙂 Danach hieß es wieder entspannen, während wir uns endlich mal neue Fotos anschauten. Vorm Einschlafen hörte ich dann wieder die ersten Regentropfen aufs Zelt fallen.
03.07.

Der nächste Tag begann wie der letzte, nur dass wir etwas später aufstanden. Wir verbrachten wieder viel Zeit im Auto, während es draußen überwiegend regnete. Einen weiteren Tag wollte ich hier aber nicht verbingen. Also brachen wir am am frühen Nachmittag auf und fuhren nach einem Einkauf in Atherton runter zu den Millstream Falls. Das Wetter wurde allmählich besser und mit der Zeit war es sogar überwiegend sonnig. Bei meiner ersten Alkoholkontrolle ever kurz vor dem ausgewählten Campingplatz erzählte uns der Polizist von den Innot Hot Springs ein Stück weiter bei einem anderen Campingplatz. Mit der Aussicht auf ein Naturbad warfen wir nur einen kurzen Blick auf unseren Campingplatz und fuhren weiter zu den heißen Quellen. Als wir sie schließlich gefunden hatten, waren wir jedoch nicht überzeugt. Im warmen bis heißen Bach der derzeit knöcheltief war zu baden, reizte uns nicht und, da die Bewertungen des anliegenden Campingplatzes mit eigenen Pools nicht dafür sprachen, fuhren wir das Stück zurück und bauten unser Lager am vorab ausgesuchten Platz auf. Heute gab es sehr leckre Wraps und nach dem Essen verbrachten wir mal wieder etwas Zeit im Auto. Beim Zähneputzen am Toilettenhäuschen sahen wir wieder Frösche, Geckos und Kakerlaken und aus dem ein oder anderen Baum leuchteten die Augen eines vermeintlichen Opossums auf uns hinab.

04.07.

Diese Nacht fielen endlich die letzten Regentropfen. Unterm blauen Himmel war das Aufstehen wieder leicht 🙂 Wir ließen uns heute morgen Zeit, während ein Wohnwagen nach dem anderen vom Campingplatz rollte. Dann wurde es aber auch langsam Zeit, zu den Big Millstream Falls aufzubrechen, zumal ein Schwarm Papageien wieder im Baum über uns wütete und das Zelt einkackte. Ein kurzer Fußweg führte uns dort vom Parkplatz zur Aussichtsplattform.

Nur gucken! Nicht anfassen 😀 Es war trotzdem schön 🙂

Leider konnte man an dieser wundeschönen Stelle nicht schwimmen, aber dafür fuhren wir ja zu unserem nächsten Ziel, den Millaa Millaa Falls. Der Regen der letzten Tage hatte hier seine Spuren hinterlassen, sodass die Füße auf dem Weg die Treppe runter ein Schlammbad nahmen. Der Wasserfall ist wirklich schön und das Becken darunter eine offensichtliche Einladung zum Badespaß. Aus dem Grund waren wir aber auch alles andere als die Einzigen. Hier kommen regelmäßig Busse aus Cairns an, die eine neue Ladung Turisten für circa eine halbe Stunde absetzen. Wir nutzten immer die Gelegenheit, wenn gerade eine Busladung aufbrach und die Sonne rauskam und waren so hauptsächlich ganz alleine im Wasser.

Der Klassiker an den Millaa Millaa Falls! Hier besonders gelungen 😀

Man konnte hier bis hinter den Wasserfall schwimmen und ihn dann wieder durchspringen. Es war eine hervorragende Erfrischung 😀 Später waren uns zu viele Leute dort, weshalb wir zurück zum Parkplatz aufbrachen. Dort wurde gerade eine Diamantpython im Wald ausgesetzt die sich in eine Werkstatt verirrt hatte. Gutes Timing! Das war die bisher größte wilde Schlange unserer Reise, ein faszinierendes Raubtier! Wir hatten ja noch ein Ziel auf der Liste, zu dem wie zurückkehren wollten. Da es heute aber schon spät war, fuhren wir einen kostenlosen Campingplatz in der Nähe der Josephine Falls an, am Golden Hole. Den Campingplatz hatten wir ganz für uns allein. Ob das wohl an dem Krokodilwarnhinweis lag, der am Weg zum Flussufer aufgestellt war? Neugierig schauten wir am Fluss vorbei, um endlich ein Krokodil zu sehen. Mit Sicherheitsabstand natürlich 😉 Fehlanzeige … keine Crocs zu sichten. Dann kann ich wohl auch entspannt im Zelt schlafen 😀 Vorher gabs noch ein meisterliches Essen mit belegtem türkischen Brot und einen Kinoabend. The Ridiculous 6. Schaut ihn euch an 😀
Bis die Tage

Magnetic Island – 23.-25.06.2017

23.06.

Da ich draußen auf dem Parkplatz vor der Rezeption im Auto schlief, befürchtete ich schon, dass man mich wecken würde, um zu überprüfen, ob ich überhaupt zum Hostel gehöre. Aber nichts dergleichen. Ich konnte die Nacht durchschlafen, wenn auch spät, weil die Musik der Bar mich noch eine Weile wach hielt. Wir frühstückten im Garten der Anlage und packten dann alles ins Auto, um auf die andere Seite der Insel rüber zu fahren. Die Bucht die wir dort ansteuerten hieß mal wieder Horseshoe Bay und es brauchte nur etwa 10 Minuten, die Küste entlang und über ein paar Berge zu fahren. Da es ja gestern Abend dunkel war, sahen wir nun schon etwas von der recht ruhig und idyllisch wirkenden Insel. Da der überwiegend bedeckte Himmel unsere Lust aufs Schnorcheln dämpfte, nahmen wir auf einer Picknickbank an der Horseshoe Bay Platz und verbrachten dort einige Zeit bis wir einer Portion Fish’n’chips vom Laden gegenüber nicht mehr widerstehen konnten. Nach dem Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang am Strand, wobei man aufgrund der Ebbe dem Meer an ein paar Booten vorbei hinterherlaufen musste. Wir gingen über den wattartigen Boden bis zum Riff wobei dies mit Schlamm überzogen war und eher die Seesterne, Schnecken, Krebse und die schwarze Matschepampe interessant waren. Zurück an der Picknickbank wurden wir noch von Papageien besucht, wobei zwischenzeitlich jeder von uns einen auf dem Kopf hatte.

Sorgt immer für viel Spaß 😀

Leider waren wir nicht schnell genug, um ein Gruppenselfie zu machen. Schließlich brachen wir auf und fuhren zunächst zum hier gelegenen Bungalow Park, der uns aber nicht so sehr zusagte, da auch hier das Auto auf einem Parkplatz vor der Anlage geparkt wird. Wir entschieden doch wieder in der XBase zu übernachten und machten auf dem Weg dorthin am Bremner Point am Geoffrey Bay Halt, wo wir direkt einige der erhofften Felskängurus antrafen. Man hatte bereits etwas Futter am Rande der Felsen abgelegt, weshalb dort gut was los war. Einige besonders faule Exemplare schliefen, andere aktivere sprangen umher und einige warteten darauf etwas zu fressen angeboten zu bekommen. Es war nämlich nicht schwer die kleinen Klettermeister von den Felsen herunterzulocken und z.B. an einer Möhre knabbern zu lassen. Ein Jungtier war besonders neugierig und ließ sich immer wieder aus der Deckung locken.

Das Kleine war ganz vorne mit dabei 😀

Wir spazierten noch etwas die Küste entlang an dem ein oder anderen Felskänguru vorbei. Es ist echt beeindruckend zu sehen, wie flink und geschickt sie über die Steine springen. Nun fuhren wir zurück zur XBase, wo wir kochten und uns nochmal ein riesiges Eis machten. Am Abend hielten wir uns noch etwas bei der Bar auf, bevor wir um 11 Uhr schlafen gingen.

24.06.

Heute morgen brauchten wir zwar nicht auszuchecken, aber wir brachen trotzdem relativ früh auf zum The Forts Track, um ein Stück zu wandern. Denn dafür hatte ich mich morgens aufgrund des vorerst bedeckten Wetters als Alternative zum Schnorcheln eingesetzt. Vom Parkplatz aus ging es in den Wald auf einer Strecke, die zu den militärischen Befestigungsanlagen aus dem zweiten Weltkrieg führt, die herrliche Aussichten auf die Insel, den Ozean und das Festland ermöglichen sollen. Das Wetter war natürlich brilliant, als wir loszogen und die ersten Echsen, Nester der Grünen Ameisen und schließlich auch eine dünne aber lange Schlange am Wegrand erblickten.

Endlich wurde wieder gewandert 🙂 Lookout-Hopping!

Höhepunkt dieses Wanderweges, zu dem wir uns aufgrund einer Ankündigung von Koalas entschieden haben, waren tatsächlich die alten Militärbauten. Denn dort hatte man vor allem von den Aussichtstürmen einen phänomenalen Blick auf die mit Wald und unzähligen großen runden Gesteinsbrocken übersähte Insel mit ihren Buchten und der Meeresstraße zum Festland. Auf dem Rückweg haben wir dann tatsächlich noch einen Koala gesehen, der direkt auf Gesichtshöhe am Wegrand in einem Baum döste. Es war schön nochmal so nah zu kommen 🙂

Unser Quotenkoala für Magnetic Island 😉 im Traumland wahrscheinlich ganz aktiv 😀

Auf der Rückfahrt machten wir einen kleinen Abstecher zu den Felskängurus, von denen aber, da wir früher ankamen, erst wenige Tiere anwesend waren.

Hmm welchen Namen kann man denen denn geben? Felskängurus 😀

Zurück an der XBase haben wir uns den Strand angeschaut, wobei das Wasser allerdings zu trüb zum Schnorcheln wirkte. Wir spielten Billiard an der Bar, während der ein oder anderen Backpacker dazustieß. Schließlich wurde es Zeit zu essen. Es gab Wraps und zum Nachtisch nochmal Eis. Dann entspannten wir noch etwas in den Hängematten und ließen den Tag mit einem Workout im Garten und Cocktails an der Bar ausklingen.
25.06.

Um 9 Uhr morgens kam das Aufweckkommando am Auto vorbei. Zum Glück waren es nur Patrik und Natalie. Nach dem Frühstück packten wir wieder alle Sachen und ließen die XBase hinter uns. Und es ging wieder zur Horseshoe Bay mit der Überlegung dort zu schnorcheln. Das Wetter war auch am letzten Tag vorwiegend bedeckt, weshalb wir erstmal über den heutigen Markt spazierten und uns anschließend etwas abseits eine Bank suchten.

Trotzdem eine tolle Atmosphäre!

Später spielten wir aus, wer die heutige Runde Fish’n’chips bezahlen muss, was vor allem auf Natalie ging und kauften uns zum Abschluss ein Eis, das ich im Gegensatz zu den anderen beiden schon auf dem Weg zum Strand aufgegessen hatte. Also spazierten wir etwas durch die Bucht und fuhren vor der Überfahrt nochmal an der XBase auf eine Dusche vorbei, bevor wir um viertel nach 5 die Fähre nach Townsville nahmen. Wir hatten eine schöne Aussicht, als die Abendsonne hinter den Bergen verschwand und beobachteten ein in den Hafen einfahrendes Containerschiff. Auf dem Festland wurde erstmal ein Woolworth aufgesucht, der aber kurz zuvor geschlossen hatte. Also fuhren wir einen Campingplatz an einer Raststation an und griffen auf Nudeln mit Pesto zurück. Nach ein paar Runden The Game machten wir es uns dann alle in unseren Betten im Auto so bequem wie möglich, da Zelten mal wieder nicht erlaubt war.
Bis morgen 🙂

Bowen – 19.-20.06.2017

19.06.

Heute morgen mussten wir uns nach dem Frühstück beeilen, um pünktlich um 10 Uhr die Schranke des Campingplatzes zu passieren. Unser nächter Stopp war in Bowen, denn dort erhofften wir uns Arbeit zu finden. Schneller als erwartet standen wir vor dem ersten Workinghostel. Allerdings erfuhren wir gleich, dass man uns erst in circa 3 Wochen einen Job vermitteln könnte. Bis dahin dort ohne Einkommen die Unterkunft zu bezahlen, machte natürlich keinen Sinn. Der Zyklon hatte die Erntezeit wohl deutlich nach hinten verschoben… was für ein Pech! Bei zwei weiteren Adressen hatten wir ebenfalls kein Glück und fuhren schließlich zu einem Holidaypark um die Ecke. Dort schauten wir im Internet noch etwas nach Stellenanzeigen und waren nach der ernüchternden Suche bei der Hitze besonders froh, erstmal ein Bad im Pool zu nehmen. Danach kochten wir noch ein Thai Curry und machten uns ein riesiges Eis, um den Tag erfreulich ausklingen zu lassen.
20.06.

Der nächste Morgen begann, wo der letzte Tag geendet hatte, mit einem Frühstück am Pool. Wir hatten eigentlich noch keinen Plan, was wir mit dem Tag heute anfangen sollten, als wir mit dem Starchild vom Campingplatz fuhren. Deshalb machten wir einen Halt direkt davor auf einem Parkplatz und schauten in den Reiseführern und im WLAN, wo es in der Nähe einen Badestrand gibt. Na endlich war ein Ziel gefunden. Also Motor an und los! Grrrrr … Das wurde mal wieder zum Problem. Der Batterie hatte die Kurzstrecke gar nicht gefallen. Aber wir wussten ja wie der Hase läuft und riefen direkt den Pannendienst an, der nach einer guten halben Stunde ankam und uns Starthilfe gab. Nachdem uns der Mechaniker den miserablen Zustand unserer Batterie bescheinigt hatte, folgten wir ihm zur Werkstatt. Dort warteten wir noch eine Weile im Wartezimmer neben einem Aquarium mit dem wohl menschenfeindlichsten Fisch der Welt. Zumindest versuchte er permanent in meinen Kopf zu beißen. Insgesamt 1,5 Stunden kostete uns die Panne, aber dann fuhren wir mit einer neuen Batterie ausgerüstet endlich los zu unserem Ziel, dem Horseshoe Bay. Echt gut, dass wir mit der Bezahlung nichts zu tun hatten. Das wurde alles von Spaceships geregelt. Schnell besorgten wir noch ein paar Dinge, sodass wir uns an der Bucht erstmal an eine Bank setzen und Croissants schlemmen konnten.

Am Ende des Hufeisens 🙂

Baden gingen wir hier zwar nicht, aber zumindest schlenderten wir am Wasser entlang und kletterten über die großen Steinbrocken am Ende des Strandes. Dort suchten wir uns eine Stelle, von der aus wir eine Weile die Aussicht genossen, bevor wir uns langsam wieder auf den Weg machten.

Entspannen auf den Felsbrocken

Endstation war ein kostenloser Campingplatz hinter Bowen, wo wir uns an einer Picknickbank ausbreiteten. Wir kochten, als die Dämmerung gerade begann und der Startschuss für die Mosquitoinvasion gefallen war. Es war eine Plage. All unsere Insektensprays und die langen Klamotten halfen nicht wirklich, sodass wir uns zum Essen ins Auto flüchteten. Da verbrachten wir dann auch den restlichen Abend, bis ich mich schließlich im Zelt schlafen legte.
Bis gleich 🙂

Rockhampton & Eungalla NP – 13.-16.06.2017

13.06.

Beim Frühstück heute morgen gab es eine Neuigkeit. Nachdem unsere Edelsteinsuche nicht erfolgreich war, wurde es jetzt Zeit, sich wieder auf herkömmliche Mittel zu fokussieren. Und dazu gab es ein interessantes Inserat für Fruitpicking ein Stück weiter südlich. Natalie und Patrik schickten gleich eine Bewerbung raus. Danach fuhren wir noch bei einem Geschäft vorbei, bei dem wir nochmal einen Eimer Minenstaub durchsuchten, denn das hatte gestern am meisten Spaß gemacht. Bobby gab uns nochmal einige Tipps und wir fanden einige kleine Edelsteine in verschiedenen Farben. Am Ende schenkte der Verkäufer uns noch ein paar dazu. So kamen 90 Gramm zusammen, ungefähr 900 bis 4000 €, wenn es sich dabei um einen einzigen Stein handeln würde. Von hier ging es dann wieder zurück Richtung Küste durch die trockene, karge Landschaft, die aufgrund der roten Erde bereits einen Vorgeschmack zum Outback gab. Wir fuhren bis Rockhampton, wo wir Einkaufen gehen wollten. Und, als wir vergebens nach einem Aldi in der Umgebung schauten, dämmerte es uns, dass wir wohl nicht die Gelegenheit genutzt hatten, im letzten Aldi Richtung Norden nochmal richtig zuzuschlagen. Also begannen wir damit uns an Woolworth zu gewöhnen und fuhren anschließend zu einem kostenlosen Campingplatz etwas außerhalb der Stadt.
14.06.
Heute morgen gabs leider keine Rückmeldung von der Farm. Stattdessen buchten wir einen Segeltrip auf einem ehemaligen Rennsegelboot, der Matador, für 2 Tage und eine Nacht bei den Whitsunday Islands. Wenigstens das Schnäppchen zum halben Preis von 199$, dass wir bei bookme gefunden hatten, gab uns das Gefühl, nicht nur Geld ausgegeben, sondern auch etwas verdient bzw. gespart zu haben 😀
Wir nutzten noch die erfrischende Outdoor-Dusche des Campingplatzes, bevor wir in die Stadt fuhren. In Rockhampton spazierten wir die Quay Street und die Promenade herunter, die mit ihren Häusern im viktorianischen Stil für den Westerncharakter dieser Hauptstadt der Rindzucht steht. Dann wollten wir noch ein Eis bei Gelatissimo essen, was wir bei einem Stopp am Einkaufszentrum erledigten. Von hier fuhren wir weiter in den Sonnenuntergang bis zum Rande des Eungalla National Parks, der wieder etwas landeinwärts liegt. Am angesteuerten Campingplatz begrüßte uns ein Schild mit dem Hinweis, dass Camping nicht erlaubt ist, weshalb wir zu einem Hotel in der Nähe fuhren, das Campen auf einer ehemaligen Weide dahinter anbietet. Beim Kochen im Dunkeln verabschiedete sich noch einer unserer Campingstühle.

15.06.

Am Morgen schauten uns zwei Pferde von ihrer Koppel nebenan aus zu, als wir aus unseren Betten krabbelten. Heute brachen wir in den Eungalla National Park auf, zuerst zur Finch Hatton Gorge. Der Weg dorthin führte durch den ein oder anderen Bach hindurch, bis wir den Parkplatz am Fuß der Berge erreichten.

Doch ein Amphibienfahrzeug 😀

Der Wanderweg selber war an sich schon wunderschön. Es ging durch den Wald an einem glasklaren Gebirgsbach entlang, der sich immer weiter ins Gestein hineinarbeitete, je näher wir unserem Ziel kamen.

Einfach geniale Aussichten am Wegrand

Und das waren die Pools der Wasserfälle, in denen man schwimmen kann. Zuerst erreichten wir die Araluen Falls, in deren Pool zunächst nur Patrik und ich schwimmen gingen, da Natalie uns erstmal den Vortritt ließ. Denn das Wasser war saukalt und dementsprechend schwammen wir nur eben zum Wasserfall und wieder zurück. Die Haut brannte richtig als wir wieder aus dem Wasser waren. Einmal musste Natalie aber auch noch rein für ein Foto 😀

Doch noch ein Gruppenfoto 😀

Danach konnten wir uns in der Sonne wieder aufwärmen. Dabei bekamen wir Gesellschaft von einigen Echsen. Der Wanderweg führte noch 1,5 km weiter hoch bis zum Wheel of Fire, einem weiteren Staubecken, in das ein sprudelnder mehrstufiger Wasserfall aus einer riesigen Felsrinne fließt. Wir machten Fotos und entschieden uns dann für ein weiteres Bad. Natalie nahm dabei unfreiwillig eine Rutsche als Einstieg.

Um den Wasserfall so zu sehen, muss man ins Wasser 😀 aber nicht zu lang!

Dann gingen wir schließlich den schönen Pfad wieder zurück und fuhren mit dem Auto hoch in die Berge des Nationalparks bis nach Broken River. Hier gingen wir einen kleinen Rundweg am Fluss, wo man Schnabeltiere sehen kann. Am letzten Aussichtspunkt hatten wir Glück. Hier sahen wir tatsächlich unsere ersten wilden Schnabeltiere. Immer wieder kamen zwei Exemplare für einige Sekunden an die Oberfläche, um zu fressen. Unser Campingplatz war direkt dort am Fluss auf der anderen Seite, sodass wir hofften sie morgen früh nochmals beobachten zu können.

Ganz schön klein, so ein Platypus 🙂

16.06.

Die Nacht über habe ich nicht gut geschlafen, sodass ich schon früh am Flussufer war und ein Schnabeltier beobachtete. Auch Patrik und Natalie kamen gleich dazu. Eines war aktiv, aber dennoch waren auch heute die Lichtverhältnisse nicht optimal für meine Kamera. Schließlich brachen wir nach Mackay an die Küste auf. In der Lagune gingen wir doch nicht schwimmen, da es bedeckt war und ein Großteil gesperrt. Wir nutzten hier die Gelegenheit, einzukaufen und bei Kmart einen neuen Campingstuhl zu besorgen. Den bekamen wir hier für unschlagbare 6$ und fanden auch einen Großteil des Spaceships-Inventars. Gut zu wissen! Dann wurde es Zeit nach Airlie Beach zu fahren, wo wir ja morgen früh zum Segeln aufbrechen werden. Dort angekommen waren wir froh noch einen guten Zeltplatz in einem Holidaypark zu bekommen. Nach dem Waschen gingen Patrik und Natalie schonmal in den Pool. Ich ging anschließend auch noch alleine, weil ich in der Zeit mit einem netten deutschen Paar gequatscht hatte. Das Baden hätte ich besser sein gelassen, weil ich die Gelegenheit nutzte, mir ein paar Schrammen zuzuziehen. Am Abend nach dem Essen entspannten wir noch bei Livemusik und packten unsere Sachen für morgen. Wir freuten uns schon riesig auf die Whitsundays! Dazu morgen mehr 🙂

Fraser Island III – 08.06.2017

Heute sind wir zeitig aufgestanden, haben gefrühstückt und waren pünktlich um viertel vor 10, dem Beginn der Strandfahrzeit, bereit zur Abfahrt. Der Plan war, den Strand weiter hinaufzufahren, um in den Champagne Pools zu baden und am Indian Head die Aussicht zu genießen. Zuerst fuhren wir dazu am Indian Head vorbei und stellten unseren Wagen auf halbem Weg von hier zu den Champagne Pools ab, da es nach der Karte, die wir vom Autoverleih bekommen hatten, so aussah, als ob wir nicht weiter fahren dürften. Wir spazierten das Stück am Strand entlang bis wir die Champagne Pools erreichten. Das sind natürliche Pools im Gestein direkt am Meer. Hier war zwar nicht wenig los, aber wir hatten sogar einen Pool für uns… abgesehen von den vielen bunten Fischen, die darin herumschwammen 🙂 Ich nahm ein Bad in einem der Pools, während die anderen beiden die Fische filmten und die Aussicht genossen.

An diesem wunderbaren Ort ging es Plantschen. Die großen hungrigen Fische sind hinter den Felsen 😀

Nach einigen Fotos sind wir wieder aufgebrochen, da es Zeit wurde weiter Richtung Süden zu fahren. Der nächste Stopp war allerdings bereits am Indian Head, einer in den Ozean ragende Felsschanze, die den ewig langen Sandstrand unterbricht. Von hier oben hat man eine fantastische Aussicht auf die Küste und Sandverwehungen der Insel, den Ozean und wir sahen tatsächlich auch einige Haie und riesige Rochen unter uns im Wasser.

Einfach unglaublich die Aussicht von hier in alle Richtungen! Diese Farben 🙂

Später konnten wir auch noch die Fontänen einiger Wale erblicken, die die Küste entlangzogen. So fesselnd die Kulisse dort oben auch war, wir mussten leider weiter. Und jetzt war es soweit. Ein Dingo kam uns am Strand entgegengelaufen, völlig unbeeindruckt vom Auto lief er an uns vorbei.

Glück gehabt! Doch noch ein wilder Dingo 🙂

Es war schon später als gedacht und so entschieden wir uns nicht wie geplant bis zum Lake Allom zu fahren, sondern den Weg nur ein Stück ins Landesinnere zu nehmen bis zu einem Lookout auf die größte Sandverwehung Frasers, Knifeblade Sandblow. Leider blieb keine Zeit mit den Bodyboards loszuziehen, also fuhren wir wieder zurück an den Strand und dann weiter gen Süden. Wir machten nochmal einen Stopp am Schiffswrack, um zu snacken. Die Ebbe war weit fortgeschritten, sodass man es sich sogar von der anderen Seite anschauen konnte. Von hier fuhren wir ohne weiteren Halt den Strand runter Richtung Fähre.

Wir hatten Spaß mit dem Wagen!

Mit der Zeit wurden die beiden immer nervöser und, als der Strand durch die Flut immer schmaler wurde und der Sand auf dem wir fuhren immer weicher, begann ich auch immer häufiger auf die Uhr zu schauen. Um 5 Uhr sollten wir nämlich die letzte Fähre nehmen. Es machte aber nochmal richtig Spaß am Ende durch den weichen Sand zu fahren. Es fühlte sich an wie auf Schnee. Nicht einfach die Spur zu halten. Um viertel vor 5 standen wir an der Anlegestelle, die nur durch ein Schild und ein weiteres Auto zu identifizieren war. Die Fähre kam und fuhr uns pünktlich durch den Sonnenuntergang zurück zum Inskip Point. Zuerst fuhren wir zur Waschanlage und mit dem sauberen Wagen zur Tankstelle. Da alle Tankstellen hier jedoch gerade eben um halb 6 geschlossen hatten, mussten wir den Wagen schließlich so abgegeben. Uns ärgerte, dass man uns darauf nicht hingewiesen hatte, da wir keine Zusatzgebühr zahlen wollten. Naja dann hinterlegten wir zumindest einen Zettel mit dem Schlüssel, um anzukündigen, dass wir morgen früh vorbeikommen und gerne dann noch tanken können. Keiner hatte mehr Lust zu kochen, weshalb wir einen Stopp auf eine Portion Fish’n’chips machten. Gut, dass wir zumindest wieder am Campingplatz in Rainbow Beach einchecken konnten, auf dem wir vor Fraser Island auch waren. Nach einer langen Dusche legten wir uns dann schlafen. Ein wahnsinnig toller Trip war zu Ende! Ein absolutes Highlight unserer Reise 🙂
Bis morgen unsere Lieben

Tin Can Bay & Rainbow Beach – 04.-05.06.2017

04.06.

Der Wecker ging heute morgen zeitig, um pünktlich zur Delfinankunft zwischen halb 8 und 8 Uhr am Barnacles Cafe anzukommen. Dort kauften wir zusätzlich für 5$ einen Bon, den man nachher gegen einen Fisch eintauschen kann. Kurz vor 8 Uhr kam der erste Delfin. Er hatte eine frische Verletzung an der Rückenflosse, die wohl von Artgenossen stammt, denen er sich versucht anzuschließen. Er gesellte sich zu den Rangern im Wasser, die begannen über die Delfine und das Fütterungsprogramm zu erzählen. Sie kriegen nur einen kleinen Teil ihres Bedarfs, sodass sie selber jagen müssen und nicht in die Abhängigkeit der Menschen geraten. Einige Minuten später trafen noch drei weitere Delfine ein, eine Mutter mit ihrem wenige Monate alten Kalb und seiner großen Schwester. Es wurde durchgewechselt und wir gingen nun auch nach unten ins Wasser und hörten den Erzählungen der Ranger zu, während das Kalb mit seiner Schwester spielte und Blätter mit der Schnauze aus dem Wasser stupste. Mama war nicht in Spiellaune wurde aber ganz oft von ihm aufgefordert, indem es gegen sie und auf sie drauf schwamm. Als die beiden älteren Männchen nach einer halben Stunde nicht aufgetaucht waren, war es dann soweit und fast alle Besucher tauschten ihren Bon gegen einen Fisch ein, den jeder einer nach dem anderen einem der größeren beiden Delfine fütterte. Geschätzt haben die beiden dabei jeweils wesentlich mehr als die offiziellen 3kg gefressen 😀 Wir konnten die Mutter füttern, während das Kalb dahinter umherschwamm. Ganz vorsichtig nahm sie sich den Fisch 🙂 Wahnsinn! So nah waren wir noch keinem Delfin!

Ein besonderer Moment 🙂

Danach kehrten wir zum Campingplatz zurück, wo wir endlich frühstückten. Von hier aus brachen wir anschließend nach Hervey Bay auf. Auf dem Weg erledigten wir einen Einkauf in Maryborough, das mit seinen Häusern an eine Westernstadt erinnert. Als wir in Hervey Bay nach fast 2 Stunden ankamen, war gerade Ebbe. Hier machten wir einen Spaziergang am Strand und wateten durchs Wasser.

Hätten wir doch Badesachen angezogen 😀

Wale gab es leider nicht zu sehen. Schließlich sind wir zurück nach Tin Can Bay gefahren und haben dort am BBQ endlich mal gegrillt. Das war toll! 🙂 Am Abend fing es dann tatsächlich kurz an zu regnen, auch wenn wir die Regenwolke kaum sehen konnten. Ein Schwarm rosa Kakadus wurde aufgeschreckt und flüchtete sich auf die Stromleitungen. Das war ein Spaß 😀 Sie konnten sich dort nicht gut halten und machten einen Looping nach dem anderen. Aber sie lernten dazu und schafften es nach ein paar Minuten sich auszubalancieren.

Wenn sich einer dazugesellte, drehten alle wieder am Rad 😀

 

Heute Abend wurde dann noch etwas entspannt, ein paar Jobbewerbungen rausgeschickt, ein Film geschaut und geskyped, bevor wir schlafen gingen.
05.06.

Heute war ein Traumhafter Tag, denn wir fuhren nach dem Auschecken nach Rainbow Beach und das Wetter war überragend. Und diesmal wollten wir an den Strand! Vorher fuhren wir zum Campingplatz nicht weit vom Stadtzentrum und bauten unser Zelt dort schonmal auf. Und dann sind wir in die Stadt gefahren und parkten am Strand. Wir nahmen die Aussicht auf Rainbow Beach und auf Fraser Island mit und gingen erstmal in die Stadt. Patrik ging hier erstmal zum Frisör und zahlte unglaubliche 20$ weniger als ich in Sydney. Dabei waren es immer noch 30$ also etwa 20 € 😀 Wir kauften hier sogar glatt noch 2 Bodyboards für die Sanddünen auf Fraser. Ein Eis durfte natürlich nicht fehlen auf unserem Weg zum Strand. Dort schlenderten wir ein Stück am Wasser entlang, bevor uns eine rieisge Sanddüne nach oben lockte. Jeder kletterte sie hoch, um anschließend mit großen Sprüngen wieder herunterzulaufen. Das machte riesigen Spaß, war aber auch ziemlich anstrengend 🙂

Ein schöner sandiger Tag !

Wir spazierten noch ein Stück weiter an den Sandsteinbergen vorbei, von deren unterschiedlichen Farben Rainbow Beach seinen Namen hat.

Hier kann man stundenlang spazieren und die Sandsteinhänge werden immer schöner 🙂

Da es mittlerweile schon spät geworden war, brachen wir schließlich zum Campingplatz auf, wo wir uns die Bäuche mit Chili con Carne vollschlugen. Nach einer langen Dusche und einem Film war der wunderbare Tag schließlich zu Ende. Schöne Träume 🙂