Port Douglas & Mossman Gorge – 09.-12.07.2017

09.07.

Aufgrund schwindender Vorräte gab es heute morgen Spiegeleier mit Toast statt Müsli. Demzufolge entschieden wir, heute nach Port Douglas zu fahren, den Markt zu besuchen und auf dem Weg alle Vorräte wieder aufzufüllen. Erst gegen Mittag fuhren wir los für etwa 1 Stunde und suchten dann eine Weile nach Parkplätzen, da der Markt am Sonntag einige Besucher anlockte. Die Stände waren sehr abwechslungsreich und vor allem die Essens- und Getränkestände lachten uns an. Bevor wir gingen gönnten wit uns noch frisch gepresste Säfte und schlenderten anschließend durch die Stadt bis zum Strand. Im tiefsten Winter war hier ordentlich was los, denn es war richtiges Badewetter. Zum Schwimmen war uns aber nicht zumute. Auf dem Rückweg blieben wir natürlich an einer Eisdiele hängen. Schnell hatten wir ausgeguckt, wer von den Verkäuferinnen die größten Türme baut und ein großes Eis auf der Hand. Nachdem Natalie sich um die Ecke einen Frozen Yoghurt besorgt hatte, waren alle glücklich. Und so begaben wir uns wieder auf den Rückweg zum Campingplatz. Dort hatten wir noch einen entspannten Abend und schauten endlich nochmal ein paar Fotos.
10.07.

Eigentlich war heute geplant, zur Mossman Gorge zu fahren und dort im Regenwald zu wandern und zu baden. Da wir morgens aber zu langsam in die Gänge kamen, wurde der Plan auf den nächsten Tag verschoben. Stattdessen wurde heute auf dem Campingplatz gechillt und gesonnt. Dabei bloggten wir, holten Notizen nach und spielten Karten.

Ein Kookaburra präsentierte uns seine Beute, eine Gottesanbeterin

Die kostenlose Dusche des freien Campingplatzes sorgte für die notwendige Abkühlung. Am Abend spielten wir noch etwas Karten und wünschten uns ein großes Gesellschaftsspiel herbei. Immerhin gewannen wir endlich The Game mit nur 5 Karten und schauten zum Schluss noch ein paar Schnorchelvideos.

11.07.

Heute morgen gehörten wir mal wieder zu den Letzten, die den Campingplatz verließen, um nach Mossman zu fahren. Vom Visitorcenter an der Mossman Gorge nahmen wir einen gut gefüllten Shuttlebus zum Startpunkt der Wanderungen direkt am Fluss. Da dieser aufgrund des Regens der vergangenen Woche mehr Wasser führen sollte, hatte man uns empfohlen nicht schwimmen zu gehen. Ein Steg führte ein Stück durch den Regenwald bis zum Naturpool, an dem sich jedoch einge Leute tummelten und doch Groß und Klein im klaren Fluss eine Abkühlung suchten. Wir entschieden uns, erstmal weiterzugehen und setzten die Wanderung über eine Hängebrücke in den Regenwald fort.

Welcome to the Jungle 🙂

Die Wege waren gut besucht, aber auf der großen Runde hinter dem Rex Creek wurde es ruhiger. Nach einer Pause auf den Steinen am Fluss, Hängen an Lianen und vielen Fotos vor allem von den riesigen Feigenbäumen nahmen wir eine Abzweigung zu einem kleinen Gebirgsbach.

Tarzaaaan! Lianen luden zum Klettern ein 🙂

Der Abstecher lohnte sich, da man am Ende an einem kleinen verzaubernden Wasserfall ankam, in dessen klaren Becken ein paar Fische schwammen. Die Sonne fiel durch einen Spalt in den Baumkronen. Ein Traum für jeden Fotografen!

Ein romantisches Örtchen 😉

Von hier ging es dann zurück. Wir beendeten den Rundweg und spazierten die Mossman Gorge entlang bis zum Startpunkt. Den Naturpool wollte ich mir aber nicht entgehen lassen. Auch wenn wir unsere Badehosen im Auto gelassen hatten, sind wir nochmal das Stück zurück und ab in den kühlen Fluss, die Steine entlang bis man sich in der Strömung des kleinen Wasserfalls wieder in den Pool treiben lassen konnte. Das machte Spaß 🙂 Genau das richtige für den Abschluss!

Mossman Gorge läd einfach zum Baden ein 🙂

Danach fuhren wir nämlich mit dem Busshuttle zurück, weiter nach Mossman einkaufen und schließlich zum schon fast altbekannten Campingplatz. Hier hatten wir wieder einen entspannten Abend und sind relativ früh ins Bett gegangen.
12.07.

Heute hatten wir keinen Tagesplan. Fest stand nur, dass wir morgen nach Port Douglas fahren wollten, um dort einzukaufen und abends ins Outdoorkino zu gehen. Dazu bot es sich an, ne weitere Nacht zu bleiben. Um nicht den ganzen Tag am Campingplatz zu verbringen, spazierten wir am frühen Nachmittag ins nahe gelegene kleine Städtchen, Mount Molloy, wo wir uns einen Eiskaffee bzw. Smoothie schmecken ließen. Zurück am Campingplatz spielten wir Yatzy, ein einfaches Würfelspiel, und, als es nach dem Essen anfing, leicht zu regnen, verzogen wir uns ins Auto. Ich zog dann später noch ins Zelt um.
Bis die Tage 🙂

Cairns – 05.-08.07.2017

05.07.
Auch heute blieben wir von den Krokodilen verschont. Als wir frühstückten, ging jedoch ein Päärchen mit Badeklamotten an den Fluss. Wir dachten uns, die werden doch nicht wirklich dort schwimmen gehen trotz der Warnungen. Doch genau das taten die beiden, wie wir an den nassen Badesachen erkannten, als sie 10 Minuten später zurückkamen. Dumm sich solch einer Gefahr auszusetzen… Auch wir haben manchmal verrückte Ideen, aber lebensmüde sind wir nicht. So verließen wir das Golden Hole Richtung Josephine Falls.
Da wir heute so früh am Wasserfall ankamen, war es echt leer und teilweise hatten wir den Spaß ganz für uns alleine. Also gingen wir vorsichtig die rutschigen Felsen hinauf, setzten uns am Wasserfall auf den Hintern und glitten hinab. Versuche, gleichzeitig hinabzurutschen, schlugen fast immer fehl, da die Strömung vor allem Natalie gerne die Beine wegzog. Dann wurde schnell ‚Gogogo‘ gerufen und alle rutschten versetzt herunter 😀

Eine absolute Empfehlung!

Das machte echt Spaß, doch als es zunehmend voller wurde, legten wir eine Pause ein. Wir beobachteten hauptsächlich 3 Teenager, die vollkommen übermütig jeglichen Quatsch anstellten und beispielsweise auf Füßen die Felsen hinabschlidderten. Sie verletzten sich auch mehrfach, aber eigentlich nur als sie unvorsichtig über die rutschigen Steine liefen. Nachdem es wieder leerer wurde, gingen wir auch wieder ins Wasser und tasteten uns gemächlich an das ‚Felssurfen‘ ran. Das war auch echt cool und hat ordentlich Spaß gemacht, wobei wir auch ein wenig Sorge um Tobi hatten 😉 Die Zeit verging wie im Flug und wir machten uns so langsam auf den Weg nach Babinda. Der Campingplatz hatte auch wieder einiges zu bieten und war dementsprechend voll. Abends, als wir schlafen gehen wollten, fiel dann auf, dass meine Isomatte ein Loch hatte. Ein super Abschluss 😀
06.07.
Der Weg zu unserem ersten Ziel für heute war nicht weit. Zu den Babinda Boulders brauchten wir keine 10 Minuten. Während wir von Plattform zu Plattform gingen und jedes Mal einen schönen Ausblick auf unterschiedliche Felsanordnungen am Fluss hatten, machte uns die Sonne das Leben schwer 😉

Die Babinda Boulders

Heute war endlich wieder richtig gutes Wetter und zum Glück gibt es keine Krokodile im Fluss. Schnell zum Auto, Badesachen angezogen und schwups ins Wasser gesprungen. Das Wasser war sehr erfrischend!

Hier haben wir ein Bad genommen

Wir beobachteten eine Gruppe, wie einer nach dem anderen von einem Stein in den Fluss sprang. Als sie weg waren, mussten wir das natürlich auch sofort mal ausprobieren. Gut, dass es hier tief genug ist. Ein paar Sprünge und wir schwammen noch etwas umher. Anschließend ging es dann zurück zum Auto. Tobi wollte noch ein paar Fotos machen und ich ging ihm nach. Auf dem Weg gab mir ein Mann den Hinweis, dass am Ufer eine Schlange sei. Die haben wir uns dann auch nicht entgehen lassen. Nun hieß es aber Anschnallen und auf geht es nach Cairns.
Beim Cairns Holiday Park checkten wir nach einem größeren Einkauf ein und begannen relativ früh mit dem Kochen. Da wir im Woolworths ein deutsches Eckchen gefunden hatten, gab es heute Rotkohl mit selbstgemachtem Püree und Frikadellen. Dazu hatten wir uns noch Senf gekauft. Der roch extrem lecker, war jedoch mindestens genauso scharf 🙂
07.07.
Diesen Morgen ließen wir ziemlich gemächlich angehen. Nach einem ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Zuerst gingen wir zu einem Schlüsselmacher, der uns jedoch wegen eines Stromausfalls nicht weiterhelfen konnte. Wir sollen morgen wiederkommen. Ziel für heute war die Lagune. Auf dem Weg dorthin schauten wir bei Eisdielen nach Preisen, denn wir kennen uns ja.. wir sind in einer Großstadt 😀
Obwohl zur Zeit Winter ist, lässt es sich hier mit 25 bis 30°C echt gut entspannen. Dafür ist es hier aber auch recht voll… Wie mag das wohl im Sommer sein?
Wir gingen direkt mal ins Wasser und machten so einigen Quatsch. Ich saß mit Natalie auf meinen Schultern sitzend auf Tobis Schultern und wir konnten uns sogar halten. Daraufhin wollten wir das Ganze im Stehen versuchen, doch da schritt der Lifeguard ein 🙂 Nach einigen weiteren lustigen Spielchen gingen wir uns zunächst etwas sonnen und anschließend auf endgültige Eissuche. Fündig wurden wir bei Cold Rock. In einem dicken Becher gönnten wir uns Ferrero mit Mini-M&Ms, weiße Schokolade mit Brownies und Cookies & Cream mit Keksteig. Das war richtig gut! Auf dem Weg zum Woolworths kamen wir an einem Baum vorbei, in dem hunderte Flughunde randalierten. Das Geschrei der Flughunde hörte man schon eine Kreuzung vorher 😀

Flying Foxes everywhere

Abends gab es Fackeln vom BBQ, Tzatziki mit Baguette und einem Tomaten-Feta-Teller. Das war wieder einmal richtig lecker.
08.07.
Direkt nachdem wir ausgecheckt hatten, fuhren wir den Schlosser wieder an. Heute lief alles wieder und innerhalb weniger Minuten hatten wir einen neuen Ersatzschlüssel. Sehr gut. Das konnten wir von unserer To-Do-Liste streichen! Nun ging es nach Kuranda, denn dort wollten wir zunächst mal über die Märkte schlendern. Der Kuranda Original Market ist ein eher alternativer Markt, mit allen möglichen Souvenirs, selbstgemachtem Essen und Trinken und einem Honigladen. Hier probierten wir uns durch die verschiedenen Sorten und besonderes Honig aus dem Regenwald fand ich sehr lecker. Beim Kuranda Heritage Market schauten wir bei vielen Souvenirshops, einem deutschen Restaurant, in dem es Bratwurst und Weizenbier zu kaufen gibt und einem Fotoladen mit wunderschönen Bildern aus Australien vorbei. Einen etwas längeren Halt legten wir bei einem Stand mit Tüftelspielen ein. Unser Ergeiz hatte uns gepackt und wir hörten nicht auf bis wir es geschafft hatten. Es dauerte etwas, aber wir sind dann doch noch weggekommen 😀
Von hier aus ging es zu den Barron Falls. Wir spazierten über Stege, die in den Bäumen befestigt wurden durch den Regenwald und hielten Ausschau nach Schlangen. Außer Truthähne sahen wir aber leider nicht viel Lebendes.

Barron Falls zur Trockzeit

Der Wasserfall führt momentan leider recht wenig Wasser. In der Regenzeit hätten wir ihn mal gerne gesehen, das ist bestimmt beeindruckend.
Nun aber wieder zurück zum Auto und Richtung Port Douglas einen Campingplatz anfahren.
Viele Grüße an die fleißigen Leser

Tablelands – 30.06.-04.07.2017

30.06.

Nachdem wir heute schon in den Morgenstunden von einer lachenden Gruppe Kookabooras aufgeweckt wurden, schliefen wir anschließend nicht mehr wirklich lang. Der blaue Himmel lockte mich nach draußen für eine kleine Runde am Strand von Mission Beach. Nach Frühstück und Dusche fuhren wir nach Innisfail, wo wir zuerst wie gewohnt zur ANZ gebührenfrei Geld abheben und dieses anschließend zur Westpac auf unsere Konten einzahlen gingen. Im Anschluss wurde beim Einkaufen dann wieder etwas am Geldhahn gezapft. Mit einem kurzen Stopp zum Snacken fuhren wir zu den Josephine Falls, die uns von einem netten Campingplatzbewohner empfohlen worden waren. Hier sollte man über eine Steinrutsche in einen Naturpool rutschen können, in einem ganz besonderen Ambiente. Leider regnete es mittlerweile permanent, sodass wir zwar die 300 m in den Regenwald gingen bis zum Creek, aber dann nur den Pool mit ein paar badenden Gästen und den Wasserfall von verschiedenen Lookouts aus begutachteten. Hier war es trotzdem so schön, dass wir entschlossen, bei besserem Wetter wiederzukommen und uns den Badespaß somit nicht entgehen zu lassen. Wir fuhren weiter in die Atherton Tablelands. Dort sollte es weitere Bademöglichkeiten in der Natur geben, was uns aktuell magisch anzuziehen scheint, da wir ja nun kaum noch im Meer baden können. Außerdem ist es wohl eine nette und notwendige Ergänzung zu kostenlosen Campingplätzen ohne Dusche 😀 Aufgrund des Wetters war unser nächstes Ziel am Nachmittag ein solcher Campingplatz in Kairi. Dort war nicht viel los und unser Spaceship schnell in den Schlaf- und Chillmodus transformiert. Wir spielten Karten, aßen Tzatziki mit Baguettes und Salat und schauten am Abend einen Film.
01.07.

Heute morgen hörte ich schon den Regen unnachgiebig auf das Zelt prasseln, weshalb ich erstmal wenig motiviert war aufzustehen. Um 10 Uhr sorgte der Hunger dafür, dass wir schließlich aus den Betten krochen. Erst als die Wolkendecke brüchig wurde und die ersten Sonnenstrahlen durchbrachen, entschlossen wir nach Atherton zu fahren und in der Touristeninformation nachzufragen, was es in der Gegend zu sehen gibt. Wir brauchten nicht lange in die Stadt und bald hatten wir eine Karte und Tipps zur Region. Zunächst fuhren wir nun zum Curtain Fig Tree, einer einzigartigen Formation der Wurzeln eines Feigenbaums, dessen Wirt abgestorben und in einen Nachbarbaum gekippt war. Durch die unzähligen Wurzeln des Feigenbaums war mit der Zeit einen riesigen Vorhang im Regenwald entstanden.

Ganz schön alte Gardinen 😀

Am Infopoint gab es außerdem noch eine ziemlich große Spinne zu sehen, die es wohl nicht sonderlich stört, dass ihr die begeisterten Turisten – uns eingeschlossen – wohl ständig auf die Pelle rücken. Als weiteren Stopp heute hatten wir uns einen Kratersee, Lake Eacham, ausgesucht. Zunächst gingen wir an dem sehr klaren Badesee spazieren, in dem laut einer Infotafel auch ein friedfertiger Alligator leben soll. Diesen bekamen wir nicht zu sehen, dafür aber einige Schildkröten, die sich größtenteils auf Baumstämmen am Wasser sonnten.

Wer findet die Turtles?

Wir wären schon beinahe abgefahren, sind dann aber doch noch ins Wasser gesprungen. Letztendlich hatte sich der Ausflug echt gelohnt, da die Sonne gelegentlich rauskam und wir immerhin etwa ne dreiviertel Stunde dort plantschten und immer wieder von einer Stufe im Wasser sprangen.

Klappe die 30te 😀 Die Möhrenfresserin

Dann stand die Sonne schon wieder ziemlich tief, weshalb wir zum Campingplatz in Kairi zurückkehrten. Dort machten wir uns Hotdogs und aßen zu viel Pudding, sodass wir danach nur noch ins Bett wollten 😀

02.07.

Das Wetter heute meinte es nicht gut mit uns. Die ständigen Regenschauer der Nacht setzten sich weiter fort, weshalb wir uns nach dem Frühstück im Auto abgesehen vom Spülen in einer Regenpause lange nicht mehr hinausbewegten. Stattdessen wurde gespielt, gebloggt und hauptsächlich gechillt. Nach einem Hotdog-Snack wurde das Wetter langsam besser. Genug vom Faulenzen! Ich nutzte die Sonnenstrahlen, um eine Runde in den Feldern laufen zu gehen und konnte im Anschluss Patrik davon überzeugen, ein Workout auf dem Spielplatz mitzumachen. Als wir zurückkamen, hatte Natalie schon das Essen vorbereitet 🙂 Danach hieß es wieder entspannen, während wir uns endlich mal neue Fotos anschauten. Vorm Einschlafen hörte ich dann wieder die ersten Regentropfen aufs Zelt fallen.
03.07.

Der nächste Tag begann wie der letzte, nur dass wir etwas später aufstanden. Wir verbrachten wieder viel Zeit im Auto, während es draußen überwiegend regnete. Einen weiteren Tag wollte ich hier aber nicht verbingen. Also brachen wir am am frühen Nachmittag auf und fuhren nach einem Einkauf in Atherton runter zu den Millstream Falls. Das Wetter wurde allmählich besser und mit der Zeit war es sogar überwiegend sonnig. Bei meiner ersten Alkoholkontrolle ever kurz vor dem ausgewählten Campingplatz erzählte uns der Polizist von den Innot Hot Springs ein Stück weiter bei einem anderen Campingplatz. Mit der Aussicht auf ein Naturbad warfen wir nur einen kurzen Blick auf unseren Campingplatz und fuhren weiter zu den heißen Quellen. Als wir sie schließlich gefunden hatten, waren wir jedoch nicht überzeugt. Im warmen bis heißen Bach der derzeit knöcheltief war zu baden, reizte uns nicht und, da die Bewertungen des anliegenden Campingplatzes mit eigenen Pools nicht dafür sprachen, fuhren wir das Stück zurück und bauten unser Lager am vorab ausgesuchten Platz auf. Heute gab es sehr leckre Wraps und nach dem Essen verbrachten wir mal wieder etwas Zeit im Auto. Beim Zähneputzen am Toilettenhäuschen sahen wir wieder Frösche, Geckos und Kakerlaken und aus dem ein oder anderen Baum leuchteten die Augen eines vermeintlichen Opossums auf uns hinab.

04.07.

Diese Nacht fielen endlich die letzten Regentropfen. Unterm blauen Himmel war das Aufstehen wieder leicht 🙂 Wir ließen uns heute morgen Zeit, während ein Wohnwagen nach dem anderen vom Campingplatz rollte. Dann wurde es aber auch langsam Zeit, zu den Big Millstream Falls aufzubrechen, zumal ein Schwarm Papageien wieder im Baum über uns wütete und das Zelt einkackte. Ein kurzer Fußweg führte uns dort vom Parkplatz zur Aussichtsplattform.

Nur gucken! Nicht anfassen 😀 Es war trotzdem schön 🙂

Leider konnte man an dieser wundeschönen Stelle nicht schwimmen, aber dafür fuhren wir ja zu unserem nächsten Ziel, den Millaa Millaa Falls. Der Regen der letzten Tage hatte hier seine Spuren hinterlassen, sodass die Füße auf dem Weg die Treppe runter ein Schlammbad nahmen. Der Wasserfall ist wirklich schön und das Becken darunter eine offensichtliche Einladung zum Badespaß. Aus dem Grund waren wir aber auch alles andere als die Einzigen. Hier kommen regelmäßig Busse aus Cairns an, die eine neue Ladung Turisten für circa eine halbe Stunde absetzen. Wir nutzten immer die Gelegenheit, wenn gerade eine Busladung aufbrach und die Sonne rauskam und waren so hauptsächlich ganz alleine im Wasser.

Der Klassiker an den Millaa Millaa Falls! Hier besonders gelungen 😀

Man konnte hier bis hinter den Wasserfall schwimmen und ihn dann wieder durchspringen. Es war eine hervorragende Erfrischung 😀 Später waren uns zu viele Leute dort, weshalb wir zurück zum Parkplatz aufbrachen. Dort wurde gerade eine Diamantpython im Wald ausgesetzt die sich in eine Werkstatt verirrt hatte. Gutes Timing! Das war die bisher größte wilde Schlange unserer Reise, ein faszinierendes Raubtier! Wir hatten ja noch ein Ziel auf der Liste, zu dem wie zurückkehren wollten. Da es heute aber schon spät war, fuhren wir einen kostenlosen Campingplatz in der Nähe der Josephine Falls an, am Golden Hole. Den Campingplatz hatten wir ganz für uns allein. Ob das wohl an dem Krokodilwarnhinweis lag, der am Weg zum Flussufer aufgestellt war? Neugierig schauten wir am Fluss vorbei, um endlich ein Krokodil zu sehen. Mit Sicherheitsabstand natürlich 😉 Fehlanzeige … keine Crocs zu sichten. Dann kann ich wohl auch entspannt im Zelt schlafen 😀 Vorher gabs noch ein meisterliches Essen mit belegtem türkischen Brot und einen Kinoabend. The Ridiculous 6. Schaut ihn euch an 😀
Bis die Tage

Paluma National Park bis Mission Beach – 26.-29.06.2017

26.06
Zunächst mussten wir heute morgen nach dem Aufstehen einkaufen gehen, da wir ja gestern vorm geschlossenen Woolworths gestanden hatten. Anschließend fuhren wir erst ein Stück bevor wie Halt an einem Campingplatz machten, um zu frühstücken.
Das heutige Ziel war der Paluma National Park, den wir von einem netten älteren Paar empfohlen bekommen haben. Dort sollte es zum Big Crystal Creek gehen. Als wir ankamen, zogen wir uns Badesachen an und spazierten einige Hundert Meter bis zum Bach. Es ist kein normaler Bach, denn hier kann man eine natürliche Steinrutsche hinabgleiten. Es ist zwar nur etwa 5 Meter lang, aber sah trotzdem sehr einladend aus. Das machten wir natürlich direkt mal! Auf die Steine gesetzt und los.

Und ab dafür 😀

Das kristallklare Wasser machte dem Namem alle Ehre.
Nach einigen Rutschpartien musste Tobi es übertreiben und wurde aus der Bahn geschleudert, sodass er uns beide fast umhaute. Dabei hat er sich aber auch das Steißbein gestoßen. Tobi scheint auf dieser Reise wirklich auf Sammlung von kleinen Narben und blauen Flecken zu sein 😉
Im kleinen Becken vor der Steinrutsche nahmen wir eine erfrischende Dusche beim Wasserfall und glitten noch wenige Male hinab. Das ist ein cooler Ort, aber die Rutsche dürfte etwas länger sein 🙂
Von hier ging es zum Little Crystal Creek. Wir kletterten über Steine und mit einer Brücke im Hintergrund, war diese Stelle ein sehr schönes Fotomotiv. Nur leider waren immer fremde Leute im Weg.

Little Crystal Creek

Nun ging es wieder die engen Serpentinen entlang, zurück Richtung Strand. Fast direkt am Strand liegt nämlich unser heutiger Campingplatz. Doch ins Wasser gehen, ist hier eine eher schlechte Idee. Denn hier stehen Krododil-Warnschilder. Da blieben wir doch dem Wasser fern und hofften, dass heute Nacht kein Krokodil das Zelt durchsucht 😀
27.06.
Zum Glück ist Tobi von den Krokodilen verschont geblieben, wobei wir alle doch gerne eins sehen würden 🙂
Nach einem Einkauf in Ingham, führte unser Weg heute zu den Wallaman Falls, der größte einstufige Wasserfall Australiens. Doch während sich das Starchild Hügel um Hügel weiter bergauf kämpfte, fing es langsam an zu regnen. Am Campingplatz angekommen, schüttete es wie aus Eimern. Zum Glück gab es ein Münztelefon, um eine Campingbewilligung zu erwerben. Denn hier mitten im Nirgendwo gab es kein Empfang. Aber alles halb so wild 🙂
Heute wollten wir dann nicht bei dem Regen zum Wasserfall und verbrachten den Nachmittag im Auto. Nach einigen Runden The Game, die wir alle verloren haben, begaben wir uns ans Kochen. Kartoffel mit Tzatziki und einem Feta-Tomaten-Teller. Das schmeckte echt gut.
In einer Regenpause bauten wir das Zelt auf und hofften, dass es sich nun ausgeregnet hatte. Dem war nicht so… 😀
28.06.
Die Nacht hat es komplett durchgeregnet und auch im Zelt ist es ein wenig nass geworden. Beim Frühstück habe ich Tobi vor einem Käfer gerettet, der erst aussah wie eine Redback-Spider. Tobis Wanderlust konnten wir beide aufgrund des matschigen Bodens und immernoch diesigem Wetter nicht so wirklich teilen 😀
Wir fuhren erstmal zum Parkplatz von den Wallaman Falls und gingen zum Lookout. Der Wasserfall verschwindet leider immer wieder hinter den Wolken, sodass wir relativ lange am Lookout standen, um einen freien Blick zu erhaschen.
Der Wasserfall ist 268 Meter hoch, doch danach sieht es überhaupt nicht aus. Ich stand eine ganze Weile am Geländer und dachte, wie mir eine solche Dimension so ‚klein‘ vorkommen kann. Als wir dann Menschen am Fuß des Wasserfalls erkannten, wurde es uns direkt klar. Die Menschen unten wirkten wie winzige Figürchen, die über Felsen hin zum Wasser kletterten. Ohne diesen Vergleich hätte ich die Größe vermutlich für ein Gerücht gehalten.
Ein Stück weiter schauten wir beim Gorge Lookout vorbei. Von hier hat man zu unserer Verwunderung keinen Ausblick auf die Wassermassen. Doch uns fiel vor allem auf, dass sich die Wolken verzogen hatten. Wir gingen die paar Hundert Meter zügig zurück, um noch einen schönen Ausblick auf den ganzen Wasserfall zu kriegen.

Schnell ein Foto machen!

Nun ging es zurück Richtung Küste. Halt machten wir in Cardwell. Kurz im Visitor Center reingeschaut und anschließend einen Steg entlang gelaufen. Wir hielten Ausschau nach Krokodilen, denn diese sollte es auch hier wieder geben. Am Ende des Steges sahen wir nur, wie etwas kurzzeitig aus dem Wasser schoss. Natürlich hofften wir auf ein Krododil, aber vermutlich war es nur ein dickerer Fisch gewesen, der dem Angler an den Haken gegangen war.
Von hier fuhren wir wenige Kilometer weiter zu den Spa Pools. Nein, wir gönnten uns kein teures Wellnessprogramm, sondern schauten bei kleinen, natürlichen Becken in einem Flusslauf vorbei. Trotz des Regens der letzten Tage führte der Fluss nicht so viel Wasser.

Unser Pool *-*

Nachdem Tobi und ich eine Zeit ‚Staudamm‘ gespielt hatten, flüchteten wir vom Gewässer, da uns einige Mücken mal wieder auf die Pelle rückten. Nach einem Snack machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Der Abend hatte vor allem etwas für Spinnenliebhaber. Zunächst wollte Natalie auf Klo gehen und kam dann zurückgelaufen mit den Worten, „Wollt ihr mal ’ne ecklige Spinne sehen“. Im Bad wartete dann eine Tarantel auf uns. Zwar eklig, aber auch faszinierend! Das war die größte Spinne soweit, die wir in Australien gesehen hatten. Doch am Abend, nachdem ich eine ewig lange Ameisenstraße verfolgt hatte, sahen wir noch ein schönes Exemplar. Diese hatte sich im Baum versteckt.
Wir merken schon, wir kommen immer weiter in den Norden! Willkommen in den Tropen 😉
29.06.
Nach einer schwülen Nacht machten wir uns recht früh auf nach Mission Beach. Mittlerweile befinden wir uns in Cassowary-Zone. Vor diesen Laufvögeln sollte man sich jedoch in Acht nehmen. Der Reiseführer empfiehlt uns bei Sichtung eines Kasuaren, nicht wegzulaufen, aber auch nicht stehen zu bleiben. Man soll sich möglichst hinter einem Baum verstecken 😀 Besonders wenn sie Junge haben, können sie ziemlich gefährlich werden. Wir hielten Ausschau, doch leider konnten wir keinen auffinden. Obwohl gefühlt jeden Kilometer ein Warnschild stand, dass man lansgam fahren und nach Kasuaren Ausschau halten sollte. Als wir es gerade abgeschrieben hatten einen zu sehen, rief Natalie vom Rücksitz „Da links ist einer!“ Wir bremsten sofort ab, um einen besseren Blick auf ihn zu bekommen.

Im Auto waren wir in Sicherheit 😉

Der Kasuar überquerte die Straße und lief auf dem Fußgängerweg davon. Tobi dachte schon an die Passanten, die dem Kasuar entgegenkommen und dann panisch in die Büsche springen 😀
Am Campingplatz ergatterten wir glücklicherweise noch den letzten verfügbaren Stellplatz und bauten unser Lager auf.

Kurzer Blick auf den Mission Beach

Als es wieder anfing zu regnen, zogen wir in die Campkitchen um und verloren wieder einige Runden The Game. Später fiel uns auf, dass wir die ganze Zeit mit zu wenig Handkarten spielten. Anschließend gewannen wir beinahe jede Runde und das Spiel wurde zu einfach 😀 Nachdem eine Gruppe älterer Leute uns fasziniert vom Geruch beim Kochen beobachtet hatten, schlemmten wir die Nudeln mit Thunfischsoße. Das mit einfachste Gericht kommt hier in Australien echt gut an 🙂 Den Abend verbrachten wir mit Skypen und Schiffeversenken.
Bis Morgen

Magnetic Island – 23.-25.06.2017

23.06.

Da ich draußen auf dem Parkplatz vor der Rezeption im Auto schlief, befürchtete ich schon, dass man mich wecken würde, um zu überprüfen, ob ich überhaupt zum Hostel gehöre. Aber nichts dergleichen. Ich konnte die Nacht durchschlafen, wenn auch spät, weil die Musik der Bar mich noch eine Weile wach hielt. Wir frühstückten im Garten der Anlage und packten dann alles ins Auto, um auf die andere Seite der Insel rüber zu fahren. Die Bucht die wir dort ansteuerten hieß mal wieder Horseshoe Bay und es brauchte nur etwa 10 Minuten, die Küste entlang und über ein paar Berge zu fahren. Da es ja gestern Abend dunkel war, sahen wir nun schon etwas von der recht ruhig und idyllisch wirkenden Insel. Da der überwiegend bedeckte Himmel unsere Lust aufs Schnorcheln dämpfte, nahmen wir auf einer Picknickbank an der Horseshoe Bay Platz und verbrachten dort einige Zeit bis wir einer Portion Fish’n’chips vom Laden gegenüber nicht mehr widerstehen konnten. Nach dem Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang am Strand, wobei man aufgrund der Ebbe dem Meer an ein paar Booten vorbei hinterherlaufen musste. Wir gingen über den wattartigen Boden bis zum Riff wobei dies mit Schlamm überzogen war und eher die Seesterne, Schnecken, Krebse und die schwarze Matschepampe interessant waren. Zurück an der Picknickbank wurden wir noch von Papageien besucht, wobei zwischenzeitlich jeder von uns einen auf dem Kopf hatte.

Sorgt immer für viel Spaß 😀

Leider waren wir nicht schnell genug, um ein Gruppenselfie zu machen. Schließlich brachen wir auf und fuhren zunächst zum hier gelegenen Bungalow Park, der uns aber nicht so sehr zusagte, da auch hier das Auto auf einem Parkplatz vor der Anlage geparkt wird. Wir entschieden doch wieder in der XBase zu übernachten und machten auf dem Weg dorthin am Bremner Point am Geoffrey Bay Halt, wo wir direkt einige der erhofften Felskängurus antrafen. Man hatte bereits etwas Futter am Rande der Felsen abgelegt, weshalb dort gut was los war. Einige besonders faule Exemplare schliefen, andere aktivere sprangen umher und einige warteten darauf etwas zu fressen angeboten zu bekommen. Es war nämlich nicht schwer die kleinen Klettermeister von den Felsen herunterzulocken und z.B. an einer Möhre knabbern zu lassen. Ein Jungtier war besonders neugierig und ließ sich immer wieder aus der Deckung locken.

Das Kleine war ganz vorne mit dabei 😀

Wir spazierten noch etwas die Küste entlang an dem ein oder anderen Felskänguru vorbei. Es ist echt beeindruckend zu sehen, wie flink und geschickt sie über die Steine springen. Nun fuhren wir zurück zur XBase, wo wir kochten und uns nochmal ein riesiges Eis machten. Am Abend hielten wir uns noch etwas bei der Bar auf, bevor wir um 11 Uhr schlafen gingen.

24.06.

Heute morgen brauchten wir zwar nicht auszuchecken, aber wir brachen trotzdem relativ früh auf zum The Forts Track, um ein Stück zu wandern. Denn dafür hatte ich mich morgens aufgrund des vorerst bedeckten Wetters als Alternative zum Schnorcheln eingesetzt. Vom Parkplatz aus ging es in den Wald auf einer Strecke, die zu den militärischen Befestigungsanlagen aus dem zweiten Weltkrieg führt, die herrliche Aussichten auf die Insel, den Ozean und das Festland ermöglichen sollen. Das Wetter war natürlich brilliant, als wir loszogen und die ersten Echsen, Nester der Grünen Ameisen und schließlich auch eine dünne aber lange Schlange am Wegrand erblickten.

Endlich wurde wieder gewandert 🙂 Lookout-Hopping!

Höhepunkt dieses Wanderweges, zu dem wir uns aufgrund einer Ankündigung von Koalas entschieden haben, waren tatsächlich die alten Militärbauten. Denn dort hatte man vor allem von den Aussichtstürmen einen phänomenalen Blick auf die mit Wald und unzähligen großen runden Gesteinsbrocken übersähte Insel mit ihren Buchten und der Meeresstraße zum Festland. Auf dem Rückweg haben wir dann tatsächlich noch einen Koala gesehen, der direkt auf Gesichtshöhe am Wegrand in einem Baum döste. Es war schön nochmal so nah zu kommen 🙂

Unser Quotenkoala für Magnetic Island 😉 im Traumland wahrscheinlich ganz aktiv 😀

Auf der Rückfahrt machten wir einen kleinen Abstecher zu den Felskängurus, von denen aber, da wir früher ankamen, erst wenige Tiere anwesend waren.

Hmm welchen Namen kann man denen denn geben? Felskängurus 😀

Zurück an der XBase haben wir uns den Strand angeschaut, wobei das Wasser allerdings zu trüb zum Schnorcheln wirkte. Wir spielten Billiard an der Bar, während der ein oder anderen Backpacker dazustieß. Schließlich wurde es Zeit zu essen. Es gab Wraps und zum Nachtisch nochmal Eis. Dann entspannten wir noch etwas in den Hängematten und ließen den Tag mit einem Workout im Garten und Cocktails an der Bar ausklingen.
25.06.

Um 9 Uhr morgens kam das Aufweckkommando am Auto vorbei. Zum Glück waren es nur Patrik und Natalie. Nach dem Frühstück packten wir wieder alle Sachen und ließen die XBase hinter uns. Und es ging wieder zur Horseshoe Bay mit der Überlegung dort zu schnorcheln. Das Wetter war auch am letzten Tag vorwiegend bedeckt, weshalb wir erstmal über den heutigen Markt spazierten und uns anschließend etwas abseits eine Bank suchten.

Trotzdem eine tolle Atmosphäre!

Später spielten wir aus, wer die heutige Runde Fish’n’chips bezahlen muss, was vor allem auf Natalie ging und kauften uns zum Abschluss ein Eis, das ich im Gegensatz zu den anderen beiden schon auf dem Weg zum Strand aufgegessen hatte. Also spazierten wir etwas durch die Bucht und fuhren vor der Überfahrt nochmal an der XBase auf eine Dusche vorbei, bevor wir um viertel nach 5 die Fähre nach Townsville nahmen. Wir hatten eine schöne Aussicht, als die Abendsonne hinter den Bergen verschwand und beobachteten ein in den Hafen einfahrendes Containerschiff. Auf dem Festland wurde erstmal ein Woolworth aufgesucht, der aber kurz zuvor geschlossen hatte. Also fuhren wir einen Campingplatz an einer Raststation an und griffen auf Nudeln mit Pesto zurück. Nach ein paar Runden The Game machten wir es uns dann alle in unseren Betten im Auto so bequem wie möglich, da Zelten mal wieder nicht erlaubt war.
Bis morgen 🙂

Townsville – 21.-22.06.2017

21.06.
Heute gab es nach dem Frühstück eine weitere Trainingseinheit. Und dieses Mal ließ sich Natalie sogar dazu überreden auch mitzumachen. Das wird morgen bestimmt Muskelkater geben 🙂
Weit fuhren wir heute nicht, denn der nächste Campingplatz lag noch vor Ayr in Home Hill. Mit Campkitchen und kostenlosen, warmen Duschen stand für uns sofort fest, hier bleiben wir! Zuerst gingen wir aber noch in Ayr einkaufen. Dann hieß es zurück zum Campingplatz und eine Stelle suchen, denn bei dem Angebot gibt es einige Camper, die hier ihre Nacht verbringen wollen. Der einzige Nachteil war, dass man kein Zelt aufbauen konnte. Also hieß es wieder alle Mann im Auto übernachten.
Bei einem kleinen Pet Shop um die Ecke schauten wir auch noch vorbei, doch Hunde oder Kaninchen gab es leider nicht zu sehen. Nur ein paar Vögel und Fische, denen es aber auch nicht so gut zu gehen schien. Zurück zum Auto, bauten wir Stühle und Tische draußen auf und begannen Kartenspiele zu spielen. Nach ein paar Runden setzten wir Pudding an. Schön selbstgemachter Schokoladen-Pudding. Es war noch lange Zeit und wir spielten einige Runden während der Pudding abkühlte. Später aßen wir dann Tzatziki mit Baguette und zum Nachtisch Schokoladenpudding mit Schlagsahne. Yummy!
Da uns Mücken anfingen zu belästigen, verschwanden wir im Auto nach einem sehr ruhigen Tag.
22.06.
Die Nacht war erholsamer als man sich vorstellt, wenn wie alle im Auto schlafen. Dabei macht sich Natalie’s Größe aber bezahlt. Denn sie schläft einfach quer 😀
Der Plan für heute war, nach Townsville zu fahren und abends an einem nahgelegenen Campingplatz, ebenso mit Duschen, zu übernachten. Doch es wird anders kommen…
Unser erster Halt war bei der Riverway-Lagune. Generell finden wir richtig gut, dass es überall BBQs gibt und kostenlose Lagunen, in denen man sich bei heißem Wetter abkühlen konnte.
Heute war es zwar ein wenig bewölkt, aber sobald die Sonne auf uns schien, sehnten wir uns nach einer Abkühlung. Also Schwimmsachen an und nach einem kurzen Snack ging es ins Wasser.

Ab in die Lagune 🙂

Schön entspannt geplanscht und zum Ende hin veranstalteten Natalie und ich einen Tauchwettbewerb, den zu meiner Überraschung Natalie gewann 🙂 Tobi gab mir einen Tipp, ich solle ein wenig hyperventilieren. Ich atmete eine Weile schnell ein und aus und tauchte ein weiteres Mal los. Und tatsächlich kam ich um einiges weiter als zuvor. Nun hatten wir langsam genug und duschten uns ab.
Im Auto überlegten wir, was wir nun machen wollen. Unsere Entscheidung fiel auf das Infocentre. Schnell dorthin gefahren und uns dort über Magnetic Island informiert. Wir buchten spontan eine Fähre für heute Abend. Ab Morgen solle der Preis nämlich teurer werden, da die Schulferien in Queensland anfangen.
Ein bisschen Zeit blieb uns noch, sodass wir im Woolworths für die Tage einkauften.
Auf dem Weg zur Fähre standen wir plötzlich vorm Eingang für die Containerschiffe, doch unsere Ablegestation hatten wir dann auch noch gefunden. Kurz gewartet und schon fuhren wir samt Starchild auf die Fähre auf.

Auf nach Magnetic Island*-*

Die Überfahrt war vor allem länger und wackliger als gedacht! Vom Sitzbereich aus schauten wir immer wieder zu den Autos und hofften, dass sie stehen bleiben würden. Denn ein rötliches Auto war besonders rollfreudig 😀
Als wir ankamen, war es aber auch schon dunkel, sodass für heute eigentlich nur noch Einchecken auf dem Programm hatten. Magnetic Island ist relativ klein. Deswegen waren wir auch innerhalb weniger Minuten an der XBase angekommen. Für 10$ pro Person und Nacht konnten wir dort unser Zelt aufbauen. Anschließend machten wir uns Wraps und schlürften den Willkommens-Cocktail.
Die Erkundung der Insel beginnt dann hoffentlich morgen 🙂

Bowen – 19.-20.06.2017

19.06.

Heute morgen mussten wir uns nach dem Frühstück beeilen, um pünktlich um 10 Uhr die Schranke des Campingplatzes zu passieren. Unser nächter Stopp war in Bowen, denn dort erhofften wir uns Arbeit zu finden. Schneller als erwartet standen wir vor dem ersten Workinghostel. Allerdings erfuhren wir gleich, dass man uns erst in circa 3 Wochen einen Job vermitteln könnte. Bis dahin dort ohne Einkommen die Unterkunft zu bezahlen, machte natürlich keinen Sinn. Der Zyklon hatte die Erntezeit wohl deutlich nach hinten verschoben… was für ein Pech! Bei zwei weiteren Adressen hatten wir ebenfalls kein Glück und fuhren schließlich zu einem Holidaypark um die Ecke. Dort schauten wir im Internet noch etwas nach Stellenanzeigen und waren nach der ernüchternden Suche bei der Hitze besonders froh, erstmal ein Bad im Pool zu nehmen. Danach kochten wir noch ein Thai Curry und machten uns ein riesiges Eis, um den Tag erfreulich ausklingen zu lassen.
20.06.

Der nächste Morgen begann, wo der letzte Tag geendet hatte, mit einem Frühstück am Pool. Wir hatten eigentlich noch keinen Plan, was wir mit dem Tag heute anfangen sollten, als wir mit dem Starchild vom Campingplatz fuhren. Deshalb machten wir einen Halt direkt davor auf einem Parkplatz und schauten in den Reiseführern und im WLAN, wo es in der Nähe einen Badestrand gibt. Na endlich war ein Ziel gefunden. Also Motor an und los! Grrrrr … Das wurde mal wieder zum Problem. Der Batterie hatte die Kurzstrecke gar nicht gefallen. Aber wir wussten ja wie der Hase läuft und riefen direkt den Pannendienst an, der nach einer guten halben Stunde ankam und uns Starthilfe gab. Nachdem uns der Mechaniker den miserablen Zustand unserer Batterie bescheinigt hatte, folgten wir ihm zur Werkstatt. Dort warteten wir noch eine Weile im Wartezimmer neben einem Aquarium mit dem wohl menschenfeindlichsten Fisch der Welt. Zumindest versuchte er permanent in meinen Kopf zu beißen. Insgesamt 1,5 Stunden kostete uns die Panne, aber dann fuhren wir mit einer neuen Batterie ausgerüstet endlich los zu unserem Ziel, dem Horseshoe Bay. Echt gut, dass wir mit der Bezahlung nichts zu tun hatten. Das wurde alles von Spaceships geregelt. Schnell besorgten wir noch ein paar Dinge, sodass wir uns an der Bucht erstmal an eine Bank setzen und Croissants schlemmen konnten.

Am Ende des Hufeisens 🙂

Baden gingen wir hier zwar nicht, aber zumindest schlenderten wir am Wasser entlang und kletterten über die großen Steinbrocken am Ende des Strandes. Dort suchten wir uns eine Stelle, von der aus wir eine Weile die Aussicht genossen, bevor wir uns langsam wieder auf den Weg machten.

Entspannen auf den Felsbrocken

Endstation war ein kostenloser Campingplatz hinter Bowen, wo wir uns an einer Picknickbank ausbreiteten. Wir kochten, als die Dämmerung gerade begann und der Startschuss für die Mosquitoinvasion gefallen war. Es war eine Plage. All unsere Insektensprays und die langen Klamotten halfen nicht wirklich, sodass wir uns zum Essen ins Auto flüchteten. Da verbrachten wir dann auch den restlichen Abend, bis ich mich schließlich im Zelt schlafen legte.
Bis gleich 🙂

Whitsundays II – 18.06.2017

Wie gestern Abend angekündigt, ging gegen kurz nach 6 Uhr der Motor an. Ich war aber schon ein paar Minuten vorher wach, da viele Leute auf Toilette gingen. Und das Klo lag eben direkt neben unserem Bett. Ansonsten ließ es sich richtig gut schlafen und das Schwanken war auch minimal. Aus dem Bett geklettert und an Deck. Natalie und ich legten uns gemütlich in die Hängematte und verfolgten den Sonnenaufgang.

So lässt es sich leben 😉

Nach einem leckeren Frühstück ging es schon gegen 8 Uhr das erste Mal Schnorcheln. Etwas überrascht, so früh ins Wasser zu „müssen“, waren wir schon 😀
Stingersuits angezogen und alle waren bereit. Die Crew warf Toast über Bord und wollte Fische anlocken. Das gelang auch! Unglaublich große und interessante Fische schnappten sich die Stücke.

Es wurden immer mehr!

Per Schlauchboot wurden wir näher an die Küste gefahren und sprangen ins Wasser. Unfassbar wie viele unterschiedliche Fische dort waren. Kunterbunt und wild gestreift. Manche sahen aus wie gelbe Skalare. Aus den Felsen kamen lange, weiße Fühler hervor, wir gingen davon aus, dass sich dort Hummer versteckten. Grünliche und rosane Papageienfische überall. Das war beeindruckend! In einer tieferen Spalte sahen wir größere Schattierungen und ab und zu konnte man einen weißen Mund erkennen 🙂 Fischschwärme umzingelten uns und schwammen teilweise gegen die GoPro. Dann kam auch einmal ein dicker Fisch von weit unten hervor. Mit Sicherheit über einen Meter lang.
So langsam machten wir uns zum Boot auf. Als wir dort ankamen, wurden die großen Fische immernoch gefüttert. Die Crew warf die Toaststücke fast auf uns, sodass die Fische um uns herum eskalierten und teilweise gegen unsere Köpfe schwammen. Das war mega cool!
Am Deck sonnten wir uns etwas, aber keine Stunde später sollte es dann schon wieder an der nächsten Bucht Schnorcheln gehen. Diese Stelle liegt etwas geschützter und wurde nicht vom Zyklon beschädigt. Somit sind vor allem mehr Korallen vorhanden. Wir platschten ins Wasser und schwammen an einem Felsrand entlang. Hier gibt es wirklich sehr viele Korallen. Ein ganz anderes Erlebnis als vorher aber trotzdem sehr schön bei all den Farben.
Tobi zeigte uns dann sogar etwas wonach jeder Ausschau gehalten hatte, eine Anemone. Und in dieser war sogar ein Clownfisch. Er ist dunkler und größer als die, die man aus Dokumentationen oder Findet Nemo kennt 😀

Ein wenig versteckt, aber da ist unser erster Clownfisch 🙂

Zurück an Bord gab es eine Früchteplatte. Als es weiterging, lockte einer der Crew einen Seeadler mit einer Pfeife an. Er warf einige Stücke rohes Fleisch in die Luft, die der Seeadler dann gekonnt auffing. Kleinere Raubvögel kamen auch dazu, doch diese hatten mehr Schwierigkeiten das Fleisch zu fangen. Eine Möwe stibitzte das Fleisch dann wenn es auf der Wasseroberfläche aufkam.
Später machten wir nochmal Halt und sprangen nacheinander vom Boot ins Wasser. Nebenbei fuhr der Skipper ein Pärchen an einen Strand. Dort machte der Mann seiner Freundin einen Heiratsantrag. Nach einigen Glückwünschen fuhren wir weiter und hissten noch einmal die Segel. Die restliche Fahrt entspannten wir dann auf der Safeside, bis wir wieder am Hafen ankamen. Da Flut war konnte die Matador dieses Mal sogar dort anlegen. Wir packten unsere Sachen zusammen und so ging dieses Erlebnis langsam zuende.
Wir können die Matador nur empfehlen. Super Essen, tolle Schnorcheltrips, hilfreiche und interessante Informationen über Tier- und Pflanzenwelt und eine echt coole Crew! Danke!
Wir checkten beim gleichen Campingplatz ein wie vorm Segeln und aßen abends Hotdogs.
Das waren sehr schöne 2 Tage! Viele Grüße um die Welt.

17.06.2017 – Whitsundays I

Hallo ihr Lieben,

unser Wecker klingelte heute sehr früh, denn unsere Segeltour startet heute. Juhu!!!
Unser Frühstück fiel sehr spartanisch aus. Wir brauchten nur alles auf, was wir noch hatten.
Gegen kurz nach halb acht waren wir mit allen Vorbereitungen und Aufräumarbeiten fertig. Fast wie geplant. Die Strecke bis zum Hafen war relativ kurz und so waren wir nach 5 Minuten angekommen. Wir zogen uns ein Parkticket. Nun können wir zum Treffpunkt. Ab und an kamen mir ein paar Zweifel, ob wir tatsächlich unter den richtigen Sonnenschirmen stehen. Nach einigen Minuten der erlösende Ruf: „Matador“. Endlich… Wir sammelten uns an einem Tisch, um einige Formulare zur Sicherheitsunterweisung zu unterschreiben. Es war nicht leicht sich auf den Text zu konzentrieren, wenn ein kleiner Goldi einen die ganze Zeit ablenkt. Die Prodezur hat sich gezogen. Doch endlich kriegten wir die Stingersuits und wurden sogar für die erste Überfahrt zum Schiff aufgerufen. Die Matador konnte auf Grund der Ebbe nicht in den Hafen einfahren und so mussten die 27 Leute in 3 Fuhren zum Schiff gebracht werden. Als alle sicher am Segelschiff angekommen waren, wurden die Betten zugeteilt. Pati und ich bekamen eines der oberen Doppelbetten und Tobi durfe es sich in dem Einzelbett unter uns bequem machen. Schnell in Schwimmsachen geschlüpft und was drüber gezogen. So können wir uns oben ans Deck setzen. Wie kleine I-Dötzchen saßen wir uns hin und lauschten dem Skipper. Auf eine humorvolle Art und Weise brachte er uns alles nah, was auf dem Schiff passieren könnte. Ach. Und unser heutiges Ziel wurde uns auch mitgeteilt. WHITEHAVEN BEACH!!! Etwa eine halbe Stunde bis Stunde später wurden die Segel gesetzt. Das Boot hatte ab jetzt Schräglage. Nun durfen wir uns für die Safe-Side oder Suicide entscheiden. Natürlich mussten wir alle die hochgelegene Safe-Side nehmen. Aber vorne konnte selbst diese Seite uns keinen Schutz vor Spritzwasser geben. Wir segelten und segelten. Plötzlich… Etwas wie ein großer Fisch jagte an der Wasseroberfläche. Es kam näher. Es war kein Fisch, sondern ein kleiner Hammerhai. Unglaublich. Wir haben uns alle so gefreut einen Hammerhai gesehen zu haben, auch wenn es nur wenige Sekunden gedauert hat. Wir segelten noch ein wenig weiter. Eine windstille Passage war erreicht und die Segel mussten wieder eingefahren werden. Nun waren wir wieder auf den Motor angewiesen. LUUUNCH! Juhu. Essen. Das wurde nun langsam Zeit. Wir konnten uns Brötchen belegen. Hört sich unspektakulär an, war aber ganz lecker. Glücklicherweise war der Ozean relativ still, sodass wir in Ruhe essen konnten und dennoch unserem Ziel immer näher kamen. Aus der Ferne sahen wir schon andere Schiffe, die in einer kleinen Bucht geankert haben. Dennoch… Ein paar Fragezeichen hatten wir ins Gesicht geschrieben. Nach Whitehaven sah es hier ganz und gar nicht aus.
Shity Beach wie uns der Skipper nachher mitteilte, trifft es wahrlich gut. Dieser Strand dient aber auch nur als Startpunkt einer kurzen Wanderung zum Whitehaven Beach.
Mit einem kleinen Boot wurden wir zum Shity Beach rübergefahren. Alle angekommen und so konnte die Wanderung losgehen. Am Hill Inlet Lookout hieß es ganz viele Fotos machen.

Hill Inlet bei Ebbe

Wenn wir wiederkommen und die Flut fortgeschritten ist, wird der Whitehaven Beach nicht mehr aussehen wie zuvor. Nach einem Gruppenbild und einigen Informationen setzten wir unsere Wanderung fort. Über einen Steg wurden wir langsam zum weißen Sand geführt. Endlich. Unsere Füße berührten den Sand. „Der Sand fühlt sich an wie Mehl“ ist wohl eine passende Beschreibung. Nun heißt es den Strand erkunden. Ein kleiner Stopp zum Schnorcheln. Gut, dass Pati mir erfolgreich ausgeredet hat meine Schnorchel Sachen mitzunehmen. Danke nochmal. Die Jungs schnorchelten vor sich hin, aber viel zu sehen gab es wohl nicht. Einen kurzen Fußweg später waren wir an den kleinen Flüsschen, die durch die Ebbe entstanden sind, angekommen. In diesem Inlet sollte es Stachelrochen und Babyzitronenhaie geben. Leider bekamen wir nur die Stachelrochen zu sehen. Naja, was heißt leider. Der Anblick hat auch schon gereicht. Faszinierende Tiere!! Vorsichtig pirschten wir uns immer näher an die runden schwarzen Schatten, um einen besseren Blick zu erhalten. Das ein oder andere Mal wurden wir auch belohnt. Wir merkten wie sich die Flut vorarbeitet. Definitiv der richtige Zeitpunkt um zu gehen und auf dem Weg noch ein paar Fotos zu machen. Ein großer weißer Baumstamm lag mitten am Strand. Hier machten wir ein paar Fotos.

Whitehaven Beach *-*

Ein wenig übermütig versuchte ich am Ende auf dem Stamm zu balancieren und bewies, dass auch ich ein Talent besitze mir wehzutun. Ein paar Schürfwunden sind schon ok! Wir warteten kurz auf Tobi und mussten uns dann beeilen, da wir nochmal zum Lookout wollten, um das Inlet bei Flut zu betrachten.

Hill Inlet bei Flut

Nun hieß es etwas hetzen. Im Endeffekt gar nicht nötig, da noch einige von unserer Truppe am Lookout waren und sogar länger als wir blieben. Mit dem kleinen Boot wurden wir wieder zum Segelboot gebracht. Während wir zum Ankerpunkt segelten, gab es einen gesunden Snack. Wie sich rausstellte war unsere Anlegestelle in der kleinen windstillen Passage, die wir zuvor durchfahren haben. Der Skipper lud uns zu einer Erzählstunde ein, um uns die Zeit bis zum Essen zu vertreiben. Keine halbe Stunde später wurden wir zum essen gerufen. Spaghetti Bolognese. Yummy. Erste Runde. Essen auf den Teller. Essen. Zweite Runde. Am Ende war dennoch ganz schön viel übrig. Kein Problem. Der Mast wurde zum Meer hin ausgefahren und die Beleuchtung angeschaltet. Wir sollten die Reste einfach ins Wasser werfen, um so Riffhaie anzulocken. Die Leute fingen an ihre Reste ins Wasser zu schütten. Kleine Fische, größere Fische und nach einer ganzen Weile auch kleine Riffhaie. Diese machten Jagt auf die kleinen Fische. Leider waren sie viel zu schnell, als dass wir sie richtig gut erkennen könnten. Das Spekatakel war vorbei. Der Mast wurde eingefahren. Da es draußen zwar schon dunkel war, aber kein bisschen kalt, blieben wir auf dem Deck liegen und beobachteten die Sterne. Ein schöner Weg, um diesen Tag ausklingen zu lassen.

Bis Bald 🙂

Rockhampton & Eungalla NP – 13.-16.06.2017

13.06.

Beim Frühstück heute morgen gab es eine Neuigkeit. Nachdem unsere Edelsteinsuche nicht erfolgreich war, wurde es jetzt Zeit, sich wieder auf herkömmliche Mittel zu fokussieren. Und dazu gab es ein interessantes Inserat für Fruitpicking ein Stück weiter südlich. Natalie und Patrik schickten gleich eine Bewerbung raus. Danach fuhren wir noch bei einem Geschäft vorbei, bei dem wir nochmal einen Eimer Minenstaub durchsuchten, denn das hatte gestern am meisten Spaß gemacht. Bobby gab uns nochmal einige Tipps und wir fanden einige kleine Edelsteine in verschiedenen Farben. Am Ende schenkte der Verkäufer uns noch ein paar dazu. So kamen 90 Gramm zusammen, ungefähr 900 bis 4000 €, wenn es sich dabei um einen einzigen Stein handeln würde. Von hier ging es dann wieder zurück Richtung Küste durch die trockene, karge Landschaft, die aufgrund der roten Erde bereits einen Vorgeschmack zum Outback gab. Wir fuhren bis Rockhampton, wo wir Einkaufen gehen wollten. Und, als wir vergebens nach einem Aldi in der Umgebung schauten, dämmerte es uns, dass wir wohl nicht die Gelegenheit genutzt hatten, im letzten Aldi Richtung Norden nochmal richtig zuzuschlagen. Also begannen wir damit uns an Woolworth zu gewöhnen und fuhren anschließend zu einem kostenlosen Campingplatz etwas außerhalb der Stadt.
14.06.
Heute morgen gabs leider keine Rückmeldung von der Farm. Stattdessen buchten wir einen Segeltrip auf einem ehemaligen Rennsegelboot, der Matador, für 2 Tage und eine Nacht bei den Whitsunday Islands. Wenigstens das Schnäppchen zum halben Preis von 199$, dass wir bei bookme gefunden hatten, gab uns das Gefühl, nicht nur Geld ausgegeben, sondern auch etwas verdient bzw. gespart zu haben 😀
Wir nutzten noch die erfrischende Outdoor-Dusche des Campingplatzes, bevor wir in die Stadt fuhren. In Rockhampton spazierten wir die Quay Street und die Promenade herunter, die mit ihren Häusern im viktorianischen Stil für den Westerncharakter dieser Hauptstadt der Rindzucht steht. Dann wollten wir noch ein Eis bei Gelatissimo essen, was wir bei einem Stopp am Einkaufszentrum erledigten. Von hier fuhren wir weiter in den Sonnenuntergang bis zum Rande des Eungalla National Parks, der wieder etwas landeinwärts liegt. Am angesteuerten Campingplatz begrüßte uns ein Schild mit dem Hinweis, dass Camping nicht erlaubt ist, weshalb wir zu einem Hotel in der Nähe fuhren, das Campen auf einer ehemaligen Weide dahinter anbietet. Beim Kochen im Dunkeln verabschiedete sich noch einer unserer Campingstühle.

15.06.

Am Morgen schauten uns zwei Pferde von ihrer Koppel nebenan aus zu, als wir aus unseren Betten krabbelten. Heute brachen wir in den Eungalla National Park auf, zuerst zur Finch Hatton Gorge. Der Weg dorthin führte durch den ein oder anderen Bach hindurch, bis wir den Parkplatz am Fuß der Berge erreichten.

Doch ein Amphibienfahrzeug 😀

Der Wanderweg selber war an sich schon wunderschön. Es ging durch den Wald an einem glasklaren Gebirgsbach entlang, der sich immer weiter ins Gestein hineinarbeitete, je näher wir unserem Ziel kamen.

Einfach geniale Aussichten am Wegrand

Und das waren die Pools der Wasserfälle, in denen man schwimmen kann. Zuerst erreichten wir die Araluen Falls, in deren Pool zunächst nur Patrik und ich schwimmen gingen, da Natalie uns erstmal den Vortritt ließ. Denn das Wasser war saukalt und dementsprechend schwammen wir nur eben zum Wasserfall und wieder zurück. Die Haut brannte richtig als wir wieder aus dem Wasser waren. Einmal musste Natalie aber auch noch rein für ein Foto 😀

Doch noch ein Gruppenfoto 😀

Danach konnten wir uns in der Sonne wieder aufwärmen. Dabei bekamen wir Gesellschaft von einigen Echsen. Der Wanderweg führte noch 1,5 km weiter hoch bis zum Wheel of Fire, einem weiteren Staubecken, in das ein sprudelnder mehrstufiger Wasserfall aus einer riesigen Felsrinne fließt. Wir machten Fotos und entschieden uns dann für ein weiteres Bad. Natalie nahm dabei unfreiwillig eine Rutsche als Einstieg.

Um den Wasserfall so zu sehen, muss man ins Wasser 😀 aber nicht zu lang!

Dann gingen wir schließlich den schönen Pfad wieder zurück und fuhren mit dem Auto hoch in die Berge des Nationalparks bis nach Broken River. Hier gingen wir einen kleinen Rundweg am Fluss, wo man Schnabeltiere sehen kann. Am letzten Aussichtspunkt hatten wir Glück. Hier sahen wir tatsächlich unsere ersten wilden Schnabeltiere. Immer wieder kamen zwei Exemplare für einige Sekunden an die Oberfläche, um zu fressen. Unser Campingplatz war direkt dort am Fluss auf der anderen Seite, sodass wir hofften sie morgen früh nochmals beobachten zu können.

Ganz schön klein, so ein Platypus 🙂

16.06.

Die Nacht über habe ich nicht gut geschlafen, sodass ich schon früh am Flussufer war und ein Schnabeltier beobachtete. Auch Patrik und Natalie kamen gleich dazu. Eines war aktiv, aber dennoch waren auch heute die Lichtverhältnisse nicht optimal für meine Kamera. Schließlich brachen wir nach Mackay an die Küste auf. In der Lagune gingen wir doch nicht schwimmen, da es bedeckt war und ein Großteil gesperrt. Wir nutzten hier die Gelegenheit, einzukaufen und bei Kmart einen neuen Campingstuhl zu besorgen. Den bekamen wir hier für unschlagbare 6$ und fanden auch einen Großteil des Spaceships-Inventars. Gut zu wissen! Dann wurde es Zeit nach Airlie Beach zu fahren, wo wir ja morgen früh zum Segeln aufbrechen werden. Dort angekommen waren wir froh noch einen guten Zeltplatz in einem Holidaypark zu bekommen. Nach dem Waschen gingen Patrik und Natalie schonmal in den Pool. Ich ging anschließend auch noch alleine, weil ich in der Zeit mit einem netten deutschen Paar gequatscht hatte. Das Baden hätte ich besser sein gelassen, weil ich die Gelegenheit nutzte, mir ein paar Schrammen zuzuziehen. Am Abend nach dem Essen entspannten wir noch bei Livemusik und packten unsere Sachen für morgen. Wir freuten uns schon riesig auf die Whitsundays! Dazu morgen mehr 🙂