Auf nach Australien – 10.04.2017

Hey ihr Lieben,
heute melden wir uns zum letzten Mal aus Neuseeland, denn heute geht es ein ganzes Stück und zu gleich zwei Zeitzonen zurück Richtung Westen. Heute stand der Flug nach Australien, dem Hauptziel unserer Reise, an dem wir die nächsten 4 bis 5 Monate leben, reisen, arbeiten und wahrscheinlich jede Menge Spaß und Abenteuer erleben werden, an. Vor allem hoffen wir aktuell aber auf besseres Wetter, aber da machen uns die Wettervorhersagen der nächsten Tage für Melbourne schonmal Hoffnung 😀 Ja wir haben richtig Lust auf Australien, vor allem jetzt den Reisestil etwas verändern und mal für längere Zeit an einem Ort bleiben zu können auf unserem bisher noch wenig festgelegten Trip die Ostküste entlang bis nach Cairns.
Um 19:40 Uhr sollte unser Flugzeug abheben, also hatten wir auch keinen Stress. Da Patrik morgens aufgestanden ist und nachgefragt hatte, ob wir die Checkout-Zeit von 10 auf 12 Uhr verlegen könnten, konnten wir sogar etwa 2 Stunden länger schlafen. Das war auch ganz gut, da wir erst spät eingeschlafen sind. Also konnten wir gegen 10 Uhr aufstehen, nochmal duschen, frühstücken und ein paar der Teile des Equipments, das wir leider nicht mehr losgeworden sind, in und an unsere Backpacks packen. Gaskocher, Topf und das Zelt als Ersatz für meine undichte Isomatte sollten uns weiterhin begleiten. Unsere Gastgeber haben sich sehr über einige der restlichen Campingutensilien als Angebot für spätere Gäste gefreut. Dann gings los mit dem Bus zum Airport. Dort hatten wir dann noch 3 Stunden bis zum Ceck-In zu überbrücken.

Am Airport ankommen

Unsere Backpacks in die Schutzbeutel gepackt ging es schließlich zum Schalter. Meinen Backpack mussten wir nochmal öffnen, um den Kocher von nahezu jedem Mitarbeiter im Umkreis von 10m auf Gasgeruch beriechen zu lassen. Alles okay, zumindest bekamen wir neues Tape um ihn wieder einzupacken. Nachdem dann auch mein Backpack wieder als Sondergepäck eine Extraband genommen hatte, sind wir auf durch die Sicherheitskontrolle ins Terminal. 2 Pommes und etwa 2 Stunden später ging es dann an Bord. Wir saßen in der vorletzten Reihe, aber leider hatten wir keinen Fensterplatz erwischt. Die Flugzeit passte mit 3,25 Stunden perfekt, um mit einigen Essensunterbrechungen Rogue One zu schauen. Und dann war es soweit. Wir landeten in Melbourne 🙂 nachdem wir schneller als erwartet durch die Kontrolle gekommen waren, da man uns quasi in den Mund legte, dass unsere Schuhe sicher sauber und trocken wären, standen wir plötzlich vorm Flughafen und fragten uns, warum wir keine Visa eingetragen bekommen hatten. Auf Nachfrage bekamen wir die Info, dass dies abgeschafft wurde. Schade. Den Eintrag hätten wir nämlich gerne im Reisepass gehabt.
Zumindest waren wir uns jetzt sicher, dass alles richtig gelaufen ist und fuhren mit dem Skybus in die Stadt. Dort wären wir beinahe mit dem Metrotrain schwarz gefahren, in dem Glauben, dass dieser für die Kurzstrecke kostenlos wäre. Gut, dass wir nochmal nachfragt und uns dann für die kostenlose Straßenbahn entschieden haben. Nach wenigen Stationen und 1x Umsteigen waren wir dann da. Der Aldi auf der Franklin Street, der sich ebenfalls im Erdgeschoss unserer Zieladresse befinden sollte, war schnell gefunden. Da man uns im Empfangsbereich von Milano Apartments nicht sagen wollte, in welchem Zimmer unsere Gastgeberin von Airbnb wohnt, waren wir froh als diese die Tür hereinmarschierte und uns schnell durch die Empfangshalle und über den Aufzug in die 32te Etage zum Apartment brachte. Und das war richtig schön und die Aussicht hervorragend.

Der erste Ausblick auf die Stadt

Endlich angekommen! Und jetzt haben wir fast eine Woche, um Melbourne zu erkunden und die Vorzüge des Apartments zu genießen. Müde von dem langen trägen Tag gingen wir dann auch ins Bett und freuten uns schonmal auf das Fitnessstudio, das Schwimmbecken und den Spa-Bereich.
Das nächste Kapitel beginnt… wir sind gespannt 🙂

Tuff Tuff Tuff, wir fahren in den Zoo – 09.04.2017

Die Nacht in den sehr weichen Betten war für uns und vor allem für Tobi, nach 5 Wochen Camping sehr erholsam und entspannend. Doch leider etwas zu kurz, da heute die Rückgabe des Autos um 10 Uhr anstand. Nach einem großen Müsli hieß es dann Rucksack packen und ab ins Auto. Eine letzte Fahrt! Zunächst mussten wir volltanken und dann waren wir schon bei Ace Rental Cars angekommen. Hier konnten wir dann von unseren beiden Vorfällen erzählen, aber alles halb so wild!
Morgen geht unser Flug nach Melbourne und wir haben eine ganz bestimmte Erfahrung noch nicht gemacht. Da wir Sie in der freien Natur nicht gesehen hatten, wollten wir heute in den Orana Wildlife Park. Es handelt sich natürlich um den Kiwi. Wir sind zwar der Meinung, sie rufen gehört zu haben, aber gesehen haben wir sie noch nicht.
Doch wie kommen wir nun von Ace Rental Cars zum Park, der noch hinter dem Flughafen liegt. Mit dem Bus wollten wir es versuchen und steuerten somit eine Bushaltestelle an. Hier warteten wir kurz, da kam auch schon der Bus. Es gab nur ein Problem. Der Busfahrer erklärte uns, dass dort keine Busse hinfahren. Man könnte höchstens ein Shuttle oder ein Taxi rufen, aber wir wollten es auf eine andere Weise versuchen. Mit Trampen! 😀
Gut, dass ich meinen Collegeblock und einen Kugelschreiber dabei hatte. Wir schrieben Orana drauf und hielten den Daumen raus. Zu unserer Verblüffung hielt nach gut einer Minute schon ein Auto an. Die Dame fuhr zurück nach Oamaru, was in der Nähe von Dunedin liegt. Wir konnten den Stadtnamen aber nicht sofort zuordnen und probierten es einfach mal aus. 🙂
Durch Google Maps erkannten wir dann wohin genau sie wollte und dann stand fest, dass wir das Auto relativ schnell wieder verlassen mussten. Sie ließ uns an einer Kreuzung raus und wir überlegten, wie wir nun fortfahren sollten. Die Ausgangslage war gar nicht mal so schlecht zum Trampen dachten wir. Es waren zwar noch gut 10km, aber man musste nur noch 2 Mal abbiegen.
Also hielten wir das Schild nochmal hoch. Als wir nach etwa 10 Minuten aufbrachen, hielt doch noch ein Auto an. Ein indisches Paar war es dieses Mal. Sie waren schon vorbeigefahren und sind extra wegen uns umgedreht. Sehr nette und hilfsbereite Leute. Aber an der ersten Kreuzung war auch in diesem Auto Schluss und so hieß es ein weiteres Mal, Daumen und Schilder raus.
Bis zur nächsten Kreuzung waren es 4km und wir wollten unbedingt die Kiwi Fütterung im Park sehen, die um halb 2 stattfinden sollte. Aber auf dieser Straße sollten wir keinen finden, der für uns anhielt. Nachdem wir sehr frustriert waren und dem Ein oder Anderen am liebsten den Mittelfinger gezeigt hätten, errichten wir die Kreuzung gegen 1 Uhr. Bis zum Park müssten wir noch über 5km zurücklegen und so streckten wir hier nochmal mit dem letzten Fünkchen Hoffnung die Daumen Richtung Straße aus. Mit dem Motto „Alles oder Nichts“ hielt dann tatsächlich ein sehr netter Mann an. Er hatte im Gegensatz zu vielen anderen, die winkend und lächelnd vorbeigefahren waren, eigentlich keinen Platz für uns 3. 2 kleine Kids saßen in ihren Kindersitzen und auch der Kofferraum war vollgestopft mit Babykram. Natalie und Tobi quetschten sich in den Kofferraum und ich nahm auf dem Beifahrersitz platz. Der liebe Herr hatte das gleiche Ziel mit seinen Kindern wie wir und gab uns auf der Fahrt noch ein paar Tipps für die Parkbesichtigung.
Es war dann 5 vor halb 2 als wir am Park ankamen. Wir bezahlten den Eintritt mit regulärem Studentenrabatt und liefen zum Kiwi House.

Kiwis 😀

Es durften leider keine Bilder gemacht werden, da die Kiwis durch das Blitzlicht ansonsten wohl für den Rest ihres Lebens geschockt werden würden. Wir hatten es also tatsächlich geschafft zur Fütterung da zu sein und hatten dafür außer Geduld und riesigen Dankeschöns nichts bezahlt. 🙂
An die Dunkelkammer mussten unsere Augen sich erstmal gewöhnen, doch dann sahen wir sie endlich! Etwas größer als Hühner mit einem langen Schnabel, den sie ab und an als Gehhilfe benutzen, schlichen sie in ihrem von einer Glaswand umgebenen Gehege herum und kamen immer wieder zum Futternapf, um sich den Bauch vollzuschlagen. Wir beobachteten das Treiben der Kiwis eine ganze Weile und schauten danach noch bei der Fütterung der Tasmanischen Teufel und der Löwen vorbei.

Der Tasmanische Teufel!

Dann sollte es das schon gewesen sein mit dem Orana Wildlife Park. Es gibt zwar sehr viele Tiere zu sehen, aber unser Highlight war eben der Kiwi! Dafür waren wir schließlich hierhin gekommen. Also genügte uns ein Blick aus der Ferne auf die Giraffen, Nashörner oder Büffel während wir auf das Shuttle warteten. Ja, wir wollten erstmal nicht mehr trampen, denn wir hatten großen Hunger und hatten uns sogar für heute dann wirklich einen Burgerladen rausgesucht 😀
Das Shuttle kostete leider 45$, aber dafür hatten wir auf dem Hinweg kein Geld ausgegeben. Velvet Burger lautete unsere Wahl. Und einen großen Vorteil hat es zudem, denn es liegt nur etwa 10 Minuten Fußweg von unserer Unterkunft entfernt.
Tobi und ich nahmen einen Babe Burger und Natalie einen Velvet Lady. Die Burger sind sehr lecker und nur zu empfehlen! Als Beilage hatten wir Süßkartoffeln mit Sweet-Chilli-Soße.

Burgertime*-*

Mit halbwegs vollen Bäuchen 😉 machten wir uns dann auf den Heimweg. Als wir am PakNSave vorbeikamen, hatten wir nochmal die geniale Idee Eis zu kaufen. Zuhause schnibbelten wir dann Kinder Schokolade und Cookies zum Eis und genossen anschließend den letzten Abend auf den weichen Betten während wir langsam auch unsere Backpacks packten. Morgen gehts dann los nach Australien 🙂
Liebe Grüße in die Heimat

Reinfall – 08.04.2017

Hallo Zusammen,

die Tage bis Australien werden gezählt. Doch auch in Neuseeland wollten wir auf letztem Wege noch ein paar schöne Erinnerungen mitnehmen. Wie angekündigt haben wir für heute eine Tour gebucht. Swimming with Dolphins! Hektordelfine wollten wir heute hautnah in ihrem Territorium erleben. Dann starten wir mal. Wie fast immer sind wir auch heute an einem Campingplatz in unserem resistenten Zelt aufgewacht. Heute hieß es nur schnell alle Sachen zusammen packen und nichts wie weg. Dieser Platz bot nicht sonderlich viel. Zwei stinkende Plumpsklos, eine Bank und anscheinend einen See mit toxischen Algen. So beschlossen wir einen Platz mit öffentlichen Toiletten und Sitzbänken anzufahren. Hier haben wir in Ruhe gefrühstückt und uns fertig gemacht. Dann ging es auch schon weiter. Strecke musste gemacht werden! Wir wollten ja unbedingt mit den Delfinen schwimmen. Und auch das Wetter hat heute mitgespielt. Es war anfangs bewölkt, aber je näher wir Akaroa kammen, desto sonniger wurde es. Wir freuten uns sehr die Reise mit einem solchen Erlebnis abzuschließen. Nach 2 Stunden waren wir endlich da. Sogar mehr als pünktlich. 12 o’clock zeigte uns die Uhr an. Also hatten wir noch 1 1/2 Stunden Zeit. Trotzdem gingen wir zu dem Shop, um uns zu erkundigen, was wir alles mitbringen müssen und um uns anzumelden. Eine deutsche Mitarbeiterin teilte uns mit, dass wir um „viertel eins“ nochmal vorbeischauen sollen, damit uns genaure Informationen zu den „Conditions“ auf dem Meer mitgeteilt werden können. Dann machen wir uns auf den Weg und schlendern mal durch die Stadt. Auch wenn diese ziemlich klein war, haben wir am Auto festgestellt, dass wir fast eine Stunde dort verbracht haben. Nun aber schnell alle Sachen packen und auf zum Shop!!! Die Vorfreue wurde immer größer und größer. Nun saßen wir in einem kleinen Raum und bekamen mitgeteilt, was der Skipper in Bezug auf die vorherige Fahrt über die Conditions mitgeteilt hat. Leider schlechte Nachrichten. Ständig wiederholte die Mitarbeiterin nur, rough Conditions, strong and confident swimmer, very wavy, sea sick. Alle Beteiligten sollten sich überlegen, ob sie unter diesen Bedingungen rausfahren wollten oder nicht. Denn es könnte sein, dass Delfine zwar gesichtet werden, aber ein Swim unmöglich ist. Ein Paar hat sich sofort entschieden und ist gegangen. Bei drei Personen mit verschiedenen sportlichen und finanziellen Hintergründen ist es aber nie einfach eine Entscheidung zu treffen und so ging die Diskussion los. Eigentlich hatten wir alle ein etwas mulmiges Gefühl. Würde uns das Schwimmen unter diesen Bedinungen Spaß machen? Würden wir überhaupt zu einem Swim kommen und ist uns das Geld dann für NUR Delfine gucken überhaupt wert? Entscheidung getroffen. Wir canceln die Fahrt. In Australien gibt es bestimmt auch gute Gelegenheiten mit Delfinen zu schwimmen. Enttäuscht gingen wir zum Auto. Naja wenn wir schon hier auf der Halbinsel sind, können wir auch eine Bucht anfahren. Vielleicht haben wir mal Glück und treffen dort auf Delfine! Le Bons Bay gaben wir in Google Maps ein.

Le Bons Bay

Circa 30 Minuten hat die Fahrt gedauert. Die Bucht war ganz schön, aber da haben wir in Neuseeland schon bessere gesehen. Und auch Delfine konnten wir leider nicht aufspüren. Eigentlich könnten wir fahren, da auch Baden bei dieser kalten Brise rausfiel. Einen kleinen Spaziergang am Strand machten wir aber dennoch. Ah. Was ist das? Ein Knochen. Tobias Augen leuchteten auf! Er war fasziniert von diesem Fund und begann Spekulationen aufzustellen, was es für ein Knochen sein könnte und zu welchem Tier es gehören könnte. Skelett eines Delfines setzen wir auf die To Google Liste. Uns setze der Wind immer zu. Von Sekunde zu Sekunde wurde es gefühlt immer kälter… Lasst uns lieber schnell ins Auto und unsere gebuchte Unterkunft in Christchurch anfahren. Schließlich muss das Auto vor der Abgabe morgen noch komplett ausgeräumt werden. Gesagt, getan. Es ging weiter.

Letzter Blick auf Akaroa

An einem Countdown konnten wir natürlich nicht einfach vorbeifahren! Mit unseren dieses mal erstaunlich leeren Tüten fuhren wir die letzten Minuten zur Unterkunft. Angekommen. Von außen wirkt das kleine Häuschen ganz süß und gepflegt. Die Gastgeberin war super freundlich und hat uns direkt herzlich empfangen. Unseren Schlüssel hatten wir. Das große Auspacken ging los. Unser Zimmer sah zwischenzeitlich aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Chaos, Chaos, Chaos

Wider aller Erwartungen haben wir das Auto zu dritt schnell ausgeräumt. Die erste Zeit verbrachten wir damit ein wenig Ordnung zu schaffen, unsere Backpacks teilweise zu packen und vor allem uns nach Tagen endlich wieder vernünftig zu duschen. 21:30 Uhr. Wir haben immer noch nicht gekocht, der Hunger war langsam groß. Jetzt noch ausgiebig kochen? Hmm. Die Lust hält sich in Grenzen. Stichwort hier, Teamwork und Arbeitsteilung. Alle Reste sollten soweit es möglich war verwertet werden. Das Ergebnis der Kochsession: ein leckerer Salat, Reis mit Gemüse und Hähnchenbrust mit einer selfmade Nachopanade. Lecker, aber viel zu viel. Essen, erledigt. Abwasch, erledigt. Bettfertig machen, erledigt. Doch danach zog sich unser Abend doch länger als geplant. Vor 12 Uhr sind wir nicht eingeschlafen, auch wenn unsere Betten unglaublich weich und einladen waren!!! Zzzzz…

Dunedin & Moeraki Boulders – 06.04. & 07.04.2017

Heyho unsere Lieben,
wir erreichen die letzten Stationen unserer Neuseelandreise. Heute gibts nochmal einen Doppelblog. Grund dafür ist das sehr bescheidene Wetter am Donnerstag. Da bis in den Morgen der Regen auf das Zelt prasselte, verschob sich das Aufstehen und Frühstücken heute wieder deutlich nach hinten. Nach dem Frühstück im Zelt sind wir dann noch eine Weile liegen geblieben. Gegen halb 12 haben wir uns dann auf den Weg nach Dunedin gemacht. Der Regen machte eine Pause, aber die Wolkendecke versprach Nachschub. Wir machten einen Zwischenstopp bei Pack’nSave und fuhren die Küste der Otago Peninsula entlang bis wir am Taiaroa Head ankamen, wo es Pinguine geben soll. Es war kalt und windig und regnete leicht, also sind wir erst in das Royal Albatros Center gegangen. Dort gab es einige Informationen zur lokalen Tierwelt. Außerdem gab es geführten Touren vor Sonnenuntergang, um sich die kleinen blauen Pinguine anzuschauen. Da das Wetter aber so mies war und wir weder zig Stunden hier warten oder wiederkommen wollten, schauten wir uns den Strand an, wo die kleinen Höhlen und Häuschen der Pinguine am Wegrand zu sehen waren und einige Seehunde schliefen. Leider war alles abgesperrt, sodass wir nicht rüber zum Aussichtspunkt für die Albatroskolonie gehen konnten. Zumindest flog der ein oder andere über uns hinweg. Wir machten uns dann auf den Rückweg. In die Stadt wollten wir bei dem Wetter nicht gehen, besorgten uns nochmal WLAN bei Burgerking und kehrten dann auf den Zeltplatz zurück. Nach dem inaktiven Tag schlugen uns heute Abend auch noch richtig die Bäuche voll mit Tortellini und dem Rest Salat von gestern. Ja und dann war der Tag auch schon wieder um und zum Abschluss regnete es nochmal. Morgen sollte das Wetter ja zumindest wieder besser werden.
Und das wurde es auch…

Am nächsten Morgen bin ich wieder als erster aufgestanden und habe bei einem kleinen Spaziergang bei der Pferderennbahn ein paar Picknick-Bänke entdeckt. Dort frühstückten wir dann zusammen und schauten dabei einigen Jockeys zu, die auf ihren Pferden ein paar Trainingsrunden absolvierten. Nachdem wir noch ein paar Fotos von unserem Zelt und einem Teil der Ausrüstung gemacht hatten, um dies online zur Übernahme anzubieten, sind wir dann nochmal nach Dunedin aufgebrochen. Dort haben wir am Bahnhof geparkt, der echt hübsch und endlich in dem Stil gebaut war, nach dem wir aufgrund einer Doku Ausschau gehalten hatten.

Von vorne war er leider mit Bussen zugeparkt

Bei den weiteren Gebäuden, die wir uns in der Stadt anschauten, hatten wir weniger Glück. Hier waren Gerüste aufgebaut, da die Gebäude wahrscheinlich noch aufgrund des letzten Erdbebens gestützt und restauriert werden müssen. Die Sonnencreme im Eifer der ersten Sonnenstrahlen hätte ich mir allerdings sparen können. Nicht lange in der Stadt unterwegs zog es sich nämlich zu und es begann zu regnen. Der Plan, ein Eis zu essen, wurde dann auch noch verworfen und wir machten uns auf den Weg zurück zum Auto und ließen Dunedin und schließlich auch den Regen hinter uns. Das nächste Ziel waren die Moeraki Boulders. Das sind einige große Gesteinskugeln, die am Strand liegen und frei zugängig sind.

Ne Runde Kugelstoßen?

Wir hätten zwar noch etwas weiter fahren müssen, um unter den Wolken hervorzukommen, aber immerhin war es trocken und am Ende des Strandes die Sonne zu sehen. Dort konnten wir trotz einiger Touristen jede Menge Fotos machen.

Nur ein Bild einer langen Fotosession, die Muskelkater brachte 🙂

Toll dieser Ort und schade, dass wir nicht noch bis zum Sonnenuntergang bleiben konnten. Wir mussten aber noch etwas Strecke Richtung Christchurch machen, um am nächsten Tag pünktlich zur gebuchten Tour in Akaroa anzukommen. Also kamen wir nach einem WLAN-Stopp an einer Bibliothek am kostenlosen Campingplatz im Dunkeln an. Wir suchten uns einen weniger matschigen Ort fürs Lager, um uns nicht festzufahren, denn das hatten hier scheinbar schon einige geschafft. Dann kochten wir zu Patriks Freude nochmal Nudeln mit Schinken-Sahne-Soße und gingen nach dem Essen schnell ins Bett, schon gespannt auf den nächsten Tag.
Dazu gibts dann morgen mehr 🙂 liebe Grüße

Curio & Surat Bay – 05.04.2017

Guten Morgen,
Tobi war mal wieder der erste, der aus dem Zelt rausgekrochen war. Er war an den Strand gegangen und hat die Bucht beobachtet. Als Natalie und ich hinzu kamen, hatte er gerade etwas im Wasser entdeckt. Und tatsächlich, da waren Delfine! Um genau zu sein Hector-Delfine. Sie tauchten immer wieder an die Wasseroberfläche. Nachdem wir sie eine Weile beobachtet hatten, mussten wir aber frühstücken gehen, da wir bis 10 Uhr ausschecken mussten. Heute gab es zusätzlich zum Müsli noch den Rest Pancakes von gestern. Als wir uns noch schnell abgeduscht hatten, fuhren wir mit dem Auto zum Aussichtspunkt. Gott sei dank! Die Delfine waren immer noch da! Und dieses Mal sprang sogar ein kleiner Delfin aus dem Wasser*-*. Am liebsten wären wir ins Meer gesprungen, aber es war zu kalt und einfach zu heftige Wellen. Also blieb uns nichts weiter übrig als die Delfine vom Hügel aus zu beobachten. Aber selbst das war aufregend und wunderschön! Immer wieder tauchten sie auf.

Eine kleine Delfin-Schule*-*

Nachdem die Delfine die felsige Küste einmal hoch und runter geschwommen waren, 1,5 Stunden vergangen waren und wir sie eine Weile nicht mehr gesehen hatten, machten wir uns dann auf. Denn heute stand noch so einiges auf dem Plan.
Das erste Ziel waren die Cathedral Caves. Hier erwartete uns leider eine Enttäuschung, denn zu diesen kommt man nur über ein Privatgelände. Es wird Geld verlangt, um reinfahren zu dürfen, aber diese Möglichkeit bot sich uns nichtmal. Wir standen vor einem geschlossenen Tor mit einem Schild. Dort war zu lesen, dass das Tor nur in einem bestimmten Zeitfenster um die Ebbe aufgeschlossen wird. Bis dahin waren es noch gut 2 Stunden und somit entschieden wir weiterzufahren. Nagut weiter geht’s!
Nach einer zehn Kilometer langen Gravel Road erreichten wir die Purakaunui Falls. Hier arbeiteten gerade Mitarbeiter des Departement of Conservations. Nachdem selbst die Arbeiter oben auf dem Wasserfall stehend von sich Fotos gemacht hatten, stand dann mal kurz keiner mehr im Wege.

Purakaunui Falls

Jetzt standen wieder Tiere auf dem Programm..
Es ging zur Surat Bay, denn dort soll es eine Seelöwenkolonie geben. Nachdem wir eine ganze Weile am Strand lang gegangen waren, erkannte ich 50m vor uns einen Seelöwen. Als wir näher kamen, blieb er ganz relaxt. Erst als wir ein paar Meter vorbei waren, stand er plötzlich auf und watschelte in Richtung Meer. Am Wasser angekommen, ließ er sich ins Wasser platschen. Aufgrund der fortschreitenden Ebbe war es nicht mehr tief genug zum Schwimmen. Er musste noch ein ganzes Stück zurücklegen. Dabei ließ er sich immer wieder ins Wasser fallen, um endllich schwimmen zu können. Irgendwann hatte er es dann doch geschafft, obwohl es zeitweise danach aussah als ob er einfach aufgeben und auf die Flut warten würde. Es war sehr windig am Strand, aber wir gingen noch ein ganzes Stück weiter. Und das sollte sich bezahlt machen! Immer wieder kamen wir an Seelöwen vorbei, die man teilweise erst sehr spät von Steinen oder Baumstämmen unterscheiden konnte. Ein Seelöwe kam sogar aus dem Wasser und wälzte sich noch im Sand herum als wir 10m entfernt Fotos machten.

Winke Winke 🙂

Aufgrund noch ausstehender Sachen drehten wir nach einer guten Stunde um. Der Rückweg ging mit dem Rückenwind aber deutlich schneller. Mit dem Auto ging es dann zur Bibliothek in Owaka, wo wir unsere letzte Tour für Neuseeland buchten. Das hat ne Menge Geld gekostet! 😀 Aber mehr dazu in den folgenden Blogs.
Die letzt Station für heute war das Nugget Point Lighthouse. Als wir den Aussichtspunkt erreichten, wehte uns wieder einmal eine heftige Brise entgegen. Einige Robben sahen wir unten auf den ‚Nuggets‘ entspannen oder in ihren Pools spielen.

Am Nugget Point

Nun wurde es auch langsam dunkel als wir uns nach Dunedin aufmachten. Der erste Campingplatz war wieder nichts für uns. Auf dem Weg zu unserem heutigen Unterschlupf durfte ich dann auch noch ein uns wachrütelndes Erlebnis vollführen. Es war dunkel und wir waren schon fast da, als ich an einer Kreuzung für einige Meter den Geisterfahrer „spielte“ 😮
Aber selbst das schafften wir, vor allem weil kaum Verkehr war und so kamen wir an der Pferderennbahn an, bauten das Zelt auf und aßen unser Baguette mit Thunfisch während es anfing zu regnen.
Gute Nacht

Curio Bay – 04.04.2017

Halli Hallo,

langsam neigt sich unsere Zeit in Neuseeland dem Ende. Uns bleiben noch ein paar Tage bis es nach Australien geht. Travel hatten wir nun einige Wochen. In Oz soll zum Travel auch das Work dazukommen. Aber dazu zu späteren Zeitpunkten mehr. Lasst uns nun auf den 4. April konzentrieren. Unser Tag begang mit einem fast klaren Himmel am Monkey Island.

Die Affen sind los!

Diesen Sonnenschein wollten wir direkt mal nutzen und ein wenig Wäsche waschen. Für den ein oder anderen von uns wurde es auch mal dringend Zeit. Unsere geplante Dusche wurde erstmal aufgeschoben.
Frühstück im Zelt? Erledigt.
Da die Ebbe an diesem Morgen relativ fortgeschritten war, hatten wir die Chance zur Monkey Island zu gehen. Die „Insel‘ ist sehr klein und auch nur bei Flut tatsächlich eine Insel. Wir hielten uns nicht lange dort auf. Wir hatten noch andere Punkte auf unserem heutigen Programm. Nun stand nach diesem kurzen Besuch nur noch die Körperpflege aus. Im Meer versteht sich. Heute wurde nicht groß gezögert. Kurzer Prozess. Ab ins Wasser. Schön mit Anlauf! Chicken, Chicken, Chicken und fertig waren wir. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie kalt das Wasser war. Und trotz Sonne war uns nicht sonderlich warm. Im Gegenteil! Der Wind machte alles noch schlimmer. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich ahnen wie sich tausende Nadelstiche anfühlen müssen. Leider war die Prozedur noch nicht beendet. Wir mussten uns nämlich von dem Salzwasser befreien. Brrrr…
Mit einem frischen Gefühl konnten wir daraufhin das Zelt abbauen und uns auf den Weg Richtung Curio Bay machen.
Heute durfte Tobi ans Steuer und uns ans Ziel bringen. Dieses Mal mehr oder weniger sicher. Denn zwischenzeitlich war er wohl mit den Gedanken in Deutschland und bewies sich dabei als guter Geisterfahrer. Was sich wohl die Dame im Auto hinter uns gedacht haben muss als wir wieder vor ihr von der anderen Straßenseite eingeschert sind. Gott sei Dank war unser Zwischenstopp PaknSave fast erreicht. Am Parkplatz gestand Tobi uns nach der rasanten Aktion, dass er diese Erfahrung nicht nochmal machen möchte! Einmal in Neuseeland Geisterfahrer spielen, kann er von seiner To Do Liste abhaken! Am PaknSave wollten wir nur kurz das Wlan nutzen, um uns um den Blog zu kümmern und über das Wetter der nächsten Tage zu informieren. Dann ging es auch schon weiter. Unser nächster Stopp sollte Bluff sein. Hier fuhren wir noch eine halbe Stunde hin. Eigentlich wollten wir in dieser kleinen Stadt nichts besonderes sehen. Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass Bluff der südlichste Punkt Neuseelands ist. Doch eine Broschüre belehrte uns eines Besserens. Slope Point ist der südlichste Punkt der Südinsel. Naja Bluff wollten wir dennoch nicht ausfallen lassen. So sind wir für einen kurzen Snack zum Bluff Hill Lookout gefahren. Der Lookout ist eigentlich ziemlich schön gestaltet. Über einen spirlarförmigen Weg mit zahlreichen Informationen zu einheimischen Tieren oder auch zu geschichtlichen Hintergründen gelangt man auf den Aussichtspunkt. Hier zeigen Marmorplatten welche Insel am Horizont zu sehen sind. Unseren Aufenthalt in Bluff beendeten wir mit einigen Fotos am Stirling Point.
Unser letzter Stopp vor der Curio Bay war der Slope Point. Diesen erreichten wir über eine längere holprige Gravelroad. Am Parkplatz angekommen, waren wir etwas verwundert. Es führte kein Weg zu den Klippen. Wir konnten lediglich riesen Weiden mit Schaafen sehen. Einem Schild am Zaun konnten wir entnehmen, dass wir über die Weide spazieren müssen, um an den südlichsten Punkt zu gelangen. Am liebsten wäre ich einem Schaaf hinterher gelaufen, hätte es gefangen und gestreichelt. Leider waren diese nicht sehr kontaktfreudig. Circa 10 Minuten trennten uns noch vom Slope Point. Dort angekommen lauschten wir den an den Klippen brechenden Wellen, genossen den Ausblick auf den Ozean und hielten stets Ausschau nach Delfinen. Vergebens. Auch trotz der kalten Winde konnten wir diesen Punkt nicht ohne ein paar Fotos verlassen.

Wo wollt ihr lieber hin? 😀

Langsam mussten wir aber gehen, da uns zum einen ziemlich kalt wurde und zum anderen unser eigentliches Ziel die Curio Bay noch nicht erreicht war. Eine gute halbe Stunde später konnte das Navi ausgemacht und unser Auto abgestellt werden. Um an die Bay zu gelangen, muss man durch einen Holiday Park fahren. Hm, wenn wir schon hier sind, können wir eigentlich auch nach den Preisen fragen und gegebenenfalls hier bleiben. Ok. Gegen 40$ ist nichts einzuwenden. So suchten wir uns eine windstille Stelle und stellten das Auto ab. Das Zelt konnte erstmal warten. Viel wichtiger waren die Delfine, Seelöwen und Pinguine, die wir in dieser Bucht sehen wollten. Leider wurden wir enttäuscht. Morgen ist auch ein Tag!!

Ausschau halten nach Delfinen 🙂

Also machten wir uns auf den Rückweg, um das Zelt aufzubauen und die letzten Stunden, die die Küche noch geöffnet war, zu nutzen und uns Pfannkuchen zu machen. Kurz vor neun wurde es dann ein wenig stressig. Gut, dass wir relativ gesättigt waren. Und was Gutes hatte die Sache auch an sich. Wir werden morgen was leckeres zum Frühstück haben.
Alle Sachen wurden schnell gespült und eingeräumt. Was steht dann abends noch aus? Das fertig Machen für die Schlafsäcke. Na dann gute Nacht und bis demnächst!

Milford Sound – 03.04.2017

Kia ora euch allen:)
Der verfluchte Wecker klingelte heute schon um 5 Uhr. Ich hatte miserabel geschlafen und alle hatten das erste mal etwas kalte Füße gekriegt diese Nacht. Als wir dann um viertel nach aus den Schlafsäcken krochen und begannen alles aufzuräumen, war es eisig draußen. Das Zelt mussten wir mal wieder klitschnass verpacken. Aufs Frühstück wurde vorerst verzichtet und wir waren froh, um kurz nach sechs im warmen Auto sitzend den gut zugeparkten Campingplatz verlassen zu können. Warum die frühe Flucht? Im Milford Sound, dem bekanntesten Fjord Neuseelands, wartete ja für 8:55 Uhr eine Bootstour auf uns. Wir fuhren durch den Sonnenaufgang immer weiter in die Berge hinein bis wir schließlich der Straße durch eine massive Bergwand folgten, um nach gut einem Kilometer auf der anderen Seite zwischen ebenso großen Bergen runter zum Visitor Center des Milford Sounds zu fahren. Vom Parkplatz aus machten wir uns dann auf den Weg zum Terminal Cruises, von wo alle Anbieter mit ihren Bootstouren starten. Unser Anbieter war Juicy und wir waren froh, dass es hier an Bord ein kleines Frühstück und etwas Saft inklusive gab, weil die Zeit aufgrund eines Umweges zum Tanken nicht mehr für Müslis gereicht hatte. Das Wetter war perfekt. Wir hatten blauen Himmel, nur hatte es die Sonne noch nicht ganz über die Berge geschafft, weshalb es auf dem Oberdeck, über das der kalte Wind wehte, zu kalt für uns wurde. Als das Boot abfuhr, hatten wir uns gerade unten mit unserem Frühstück, einer Art Quiche mit diversen Soßen hingesetzt. Das war sogar lecker. Wir  haben uns aber beeilt, wieder nach oben zu kommen, um die Aussicht zu genießen. Und die war echt schön! Und wurde im Verlauf des Trips noch schöner. Wir fuhren den gesamten Fjord entlang und pausierten an Felswänden, Wasserfällen, die von Regenbogen geziert waren, und beobachteten einige Seehunde auf ihren Felsen, während der Kapitän über Lautsprecher etwas dazu erzählte.

Wir sind immer ganz nah ran gefahren. Wer mochte, konnte ganz vorn eine Regenbogendusche nehmen

Am Ende fuhr er noch an den Stirling Falls mit dem Bug in den Wasserfall und verpasste allen eine Dusche 😀 allerdings mit Ankündigung und bei dem Wetter sind wir vorn auf dem Oberdeck geblieben und haben die Gelegenheit genutzt, mit Jahrtausende altem Gletscherwasser besprüht zu werden. Dann waren wir auch schon fast wieder im Hafen angekommen und nutzten das nun fast leere Oberdeck noch für Fotos von dem wunderschönen Panorama.

Da draußen waren wir 🙂

Nach knapp 2 Stunden gingen wir wieder an Land. Wir wollten eigentlich im Anschluss noch ins Underwater Observatory gehen, aber dieses ist nur über eine bestimmte Bootstour möglich. Also sind wir zurück zum Visitor Center und haben dort endlich groß gefrühstückt.
Dann gings weiter Richtung Süden zur Monkey Island. Während der etwa dreistündigen Fahrt machten wir einen Halt an den Mirror Lakes. Die kleinen Seen am Straßenrand bilden unter windstillen Bedingungen schöne Reflexionen der Landschaft ab. Es war leider zu windig, aber immerhin waren die Seen ziemlich klar und die Aussicht schön.

Leider ein wenig Wellengang. Man achte auf die Baumstämme im Wasser

Wir kamen weiterhin gut durch und waren gegen 18 Uhr bei einem Campingplatz direkt hinter einer Düne zum Strand von Orepuki mit der kleinen Insel, auf die man bei Ebbe zu Fuß klettern kann. In der Ferne war eine Wolkenfront, die uns nach einem kleinen Spaziergang zum Strand von der Sonne abschirmte, aber der Sonnenuntergang beim Kochen war trotzdem schön.

Schweizer Käse am Himmel. Monkey Island darunter

Der kalte Wind trieb uns aber zum Essen ins Zelt. Wir sind dann nur noch kurz raus, um die Zähne zu putzen, und anschließend ins Zelt, wo wir zum ersten Mal lang genug wach waren, um zusammen Fotos zu schauen. Lange hat Natalie aber nicht durchgehalten. Draußen wartete etwa 100 m entfernt Monkey Island auf seine Affen. Dazu dann morgen:)
Liebe Grüße um die Welt

Jetzt aber wirklich zu den Fjorden – 02.04.2017

Hallöle,
Heute stand vor allem Eins auf dem Programm, Strecke machen! Wofür? Damit wir morgen im besten Wetter am Milford Sound sein können!
Natalie war heute die Person, die was länger liegen blieb, während erst Tobi und später auch ich draußen Fotos am machen waren.

Good Morning 🙂

Durch die Zeitumstellung auf Winterzeit hatten wir sogar eine Stunde ‚geschenkt‘ bekommen. Nach dem Frühstück an einer kleinen Klippe mit Blick auf den Mount Cook, packten wir unser Zelt zusammen und machten uns auf den Weg zum Visitor Center. Frisch gemacht fuhren wir die nächste Station an. In Twizel gibt es eine kleine Bibliothek, die wir aufsuchten, um WLAN zu kriegen. Tour für morgen gebucht, Check! Die Vorfreude auf morgen stieg immer mehr.
Ab nun hieß es über 350km zu fahren. Dabei war noch ein Zwischenstopp in Queenstown geplant. Spontan entschieden wir uns jedoch für einen Halt an der Kawarau Brigde kurz vor Queenstown. Diese Brücke ist bekannt für ein bestimmtes Adventure! Bungy-Jumping!
Aus 43m lassen sich hier die Leute von einer Brücke über einen sehr schönen Fluss fallen.

Hier gibt es den Adrenalin-Kick 😀

Ein paar Spünge schauten wir uns an, dann ging es aber weiter. Unsere Einkaufsliste sollte abgearbeitet werden. Dafür fuhren wir zunächst PakNSave an, danach den uns mittlerweile bekannten Countdown. Kurz überlegte ich noch meine 2$ Flipflops im Warehouse gegenüber reklamieren zu gehen. Das war es mir dann aber doch nicht wert 😀
Der heutige Campingplatz liegt in Manapouri, etwas südlich von Te Anau. Er heißt Campsite beside Bridge. Wenn man hier ankommt, fragt man sich zunächst ob es überhaupt legal ist hier auf der Weide zu campen. Und dann bekommt man auch noch ein wunderschönes Klo zu Gesicht. Dieses sieht aus als wäre es im Mittelalter gebaut. Dementsprechend zerfallen ist der Betonsitz. Zusätzlich stehen sehr viele Mülltüten in der kleinen Kabine. Erstmal egal, wir hatten davon schon vorher gelesen und einen Plan B. Vor uns waren nur drei weitere hier angekommen, wodurch wir uns eine gute Stelle für das Zelt aussuchen konnten und es sofort aufbauten. Als nächstes stand Essen auf dem Plan. Kartoffelpüre mit Erbsen und Möhren und Würstchen. Über Campermate suchten wir uns nun öffentliche Toiletten und nahmen einen 10 Minufen Weg mit dem Auto in Kauf. Jetzt waren alle wieder zufrieden 😉 Doch wir hatten noch eine Idee. Campermate versprach bei einem Campingplatz, der auf dem Weg lag, 7 Minuten warme Duschen. Nachdem wir die letzten Tage immer in eiskalten Seen waren, dachten wir, dass wir uns das mal ansehen. Es sah gut aus. Denn wir genoßen eine schnelle, warme Dusche und verschwanden ganz schnell wieder mit dem Auto in Richtung Campingplatz. Es war schon spät geworden als wir ankamen und das Licht wurde mal wieder ausgeknipst. Doch die Weide neben der Brücke hatte sich stark gefüllt. Das Auto konnten wir nicht mehr zu unserem Zelt stellen, aber halb so wild.
Schnell in die Schlafsäcke! Denn es war arschkalt geworden! Nach einer Weile, in der wir durch fremde Gespräche inklusive Rülbsen und Furzen belästigt wurden, gingen wir schlafen. Denn wir müssen morgen ganz früh raus! 🙂
Liebe Grüße

Lakes, Lakes, Lakes – 01.04.2017

Hallo Freunde und Familie,

nach der Planänderung gestern steht heute nun die Erkundung der Umgebung an. Das heißt Lake Tasman und Lake Tekapo! Wobei Lake Pukaki auch sehr schön ist und einen unglaublichen Anblick auf Mount Cook bietet. So fiel uns der Entschluss eine weitere Nacht hier zu bleiben sehr einfach. Unser Zeitplan war… Eigentlich war kein richtiger Zeitplan vorhanden und so murmelten wir uns noch etwas in unsere Schlafsäcke ein. Irgendwann wurde es aber Zeit fürs Frühstück. Da die Jungs mit der Karte für den Blog beschäftigt waren, schnappte ich mir kurzer Hand alle Frühstückssachen und machte uns Müsli. Gestärkt machten wir uns langsam auf den Weg, denn die Sonne kämpfe sich hinter den Bergen hervor und auch die Wolken verzogen sich immer mehr. Ein kurzer Halt am Visitor Center und wir waren wieder frisch. Die Fahrt konnte vorgesetzt werden. Richtung Mount Cook Nationalpark sollte es gehen. Eine gute Stunde verging bis wir am Parkplatz ankamen. Ein kurzer Blick auf die Schilder sollte uns helfen die möglichen Wanderwege aufzusuchen. Die Blue Lakes, den Tasman Glacier und Lake Tasman wollten wir uns mal anschauen. Naja die Blue Lakes waren alles andere als Blue. Enttäuschend. Aber das wurde uns auch schon im Vorhinein mitgeteilt.

bluE Lakes? 😀

Aber so schlimm ist es auch nicht. Wir haben schon einige blaue Seen und vor allem diverse türkis-blaue Strände gesehen. Über weitere Treppen kamen wir an einem kleinen und überschaulichen Aussichtspunkt an. Wow. Beeindruckend. Von hier konnten wir die Aussicht auf den Glacier und den Lake genießen. Wobei ich sagen muss, dass ich den Glacier gar nicht auf Anhieb sah, da er zum einen hauptsächlich hinter einer Ecke des Berges verläuft und zum anderen fast komplett von Asche bedeckt war. Lake Tasman war noch weiter von der Farbe blau entfernt als die Blue Lakes. Er war nämlich grau! Nichtsdestotrotz ein fantastischer Anblick hier in Mitten der Bergketten. Nach einem kurzen Besuch von Gollum mussten wir dann auch mal langsam gehen.

Gollum is following you!

 

Wolken zogen langsam über den Mount Cook und die anderen anliegenden Berge. Oh Nein! Wir müssen schnell zum Lake Tekapo. Die Treppen sind wir runtergelaufen, ziemlich gefährlich. Nicht das ich nachher die Treppen runterstürze und mir noch mehr blaue Flecke hole. Schnell einsteigen und losfahren. Der Sonne hinterher!!! Dieser Plan ging nicht ganz auf. Die Wolkenfront hatte uns eingeholt. Am Lake Tekapo war es dann leider nicht mehr so schön. Aber solange es nicht regnet ist alles in Ordnung. Wobei es durch den Wind ziemlich kalt wurde. Generell wird es in Neuseeland im Süden leider nicht wärmer, sondern kälter. Anlässlich des Wetters und paar anderer Gründe haben wir unseren Aufenthalt nach wenigen Fotos beendet.

Tada! Lake Tekapo!

Auf ging es zum Campingplatz oder wohl eher zum Visitor Center. Hier konnten wir kochen und uns direkt fertig machen. Danach ging es aber wirklich zum Campingplatz. Ab in die Schlasäck und darauf freuen, dass uns in der Nacht eine Stunde geschenkt wird und wir uns morgen in Richtung Milford Sound aufmachen.

Planänderung – 31.03.2017

Good morning 🙂
Eigentlich war es ein ganz schöner Tag heute. Den Wecker hatten wir früh gestellt, um die 3 Stunden von Lumsden zum Milford Sound fahren zu können und dort den Tag zu verbringen. Aufwachen fiel bei der Aussicht aus dem Zelt auf den roten Wolkenhimmel nicht schwer.

Schon aufgewacht oder noch am träumen? 😉

Nachdem wir ein Baguette verspeist und alles im Auto verstaut hatten, parkten wir noch an der Libary und schauten nochmal nach den voraussichtlich eher mauen Wettervorhersagen in der Region. Na super… Wir stellten fest, dass wir, falls wir unseren Plan weiter durchziehen, die nächsten Stationen bis Dunedin im Regen verbringen würden. Nachdem wir das Wetter auf den anderen Stationen der verbleibenden Route gecheckt hatten, überlegten wir, wie wir am besten umplanen. Eigentlich machte nur Sinn, die Seen im Landesinneren, abzuarbeiten und dafür wieder zurück über Queenstown Richtung Norden zu fahren. Am Lake Tekapo sollte es am Wochenende immerhin nicht regnen und sogar die ein oder andere Sonnenstunde zusammenkommen. Also hoch fürs Wochenende zuerst zum Lake Pukaki auf einen kostenlosen Campingplatz und dann am Montag morgens zu schönem Wetter am Milford Sound zurück sein. Okay also fuhren wir zurück nach Queenstown. Und das traf sich gut, da wir beim Planen auch festgestellt hatten, dass wir Halterung und Adapter der GoPro mit meimem Mountainbike abgegeben hatten. Alles wieder an Bord sind wir erstmal in den uns schon vertrauten Countdown gesprungen, um etwas Proviant mitzunehmen. Dann gings weiter Richtung Mount Cook. Natalie hatte das Los gezogen und fuhr uns insgesamt 4 Stunden bis wir am Lake Pukaki ankamen. Und die Schotterstraßen verlangten unserem flachen Nissan Tinder und Natalies Nerven einiges ab. Mit Eskorte wurden dann alle Erhöhungen erfolglos umfahren und ein Zeltplatz gefunden.

Das hatte sich gelohnt

Das war eine einmalige Location direkt auf den blonden Hügeln am See, rundum Berge und am anderen Ende des Sees der teils vereiste Mount Cook. Und das beste daran war, dass das Wetter mitspielte. Die ersten Sonnenstunden waren uns während der langen Pfannkuchen-Hawaii-Session schonmal vergönnt 🙂

Das auch:D eins der besten Abendessen!

Nur der Campingplatz hatte bis auf zwei vollkommen heruntergekommene Plumpsklos, wobei eines quasi ohne Tür war, nichts an Einrichtungen zu bieten. Und die Klos waren online schon als Herausforderung beschrieben, weshalb Natalie zwei Taschentuchpfropfen in der Nase bevorzugte. Hätte Patrik beim Spülen am See dann nicht glücklicherweise ein öffentliches Klo am Visitor Center bei Campermate entdeckt, wäre ich wahrscheinlich nicht um das Plumpsklo oder Freedomshitting, wie es hier genannt wurde, drum herumgekommen. Also nichts wie hin. Mit dem Visitor Center hatten wir nun eine gute Anlaufstelle mit toller Aussicht und Picknick-Bänken gefunden, die wir noch häufiger anfahren sollten. Als wir zurück waren, war es dann auch dunkel und wir verkrochen uns ins Zelt, machten noch Notizen und Blogs fertig und schliefen gegen halb 11 ein.
Ob unser neuer Plan weiterhin gut aufging, erfahrt ihr dann später 🙂 liebe Grüße