Uluru & West MacDonnell Ranges – 31.07.-04.08.2017

31.07.
An diesem Morgen war der Wecker wieder früh für 6:30 Uhr gestellt worden. Dieses Mal standen wir aber auch auf, um den Sonnenaufgang beim Uluru zu sehen. Natalie hatte etwas Magenschmerzen und schlief lieber weiter. Also machten Tobi und ich uns auf den Weg. Wir waren etwas spät dran und entschieden uns spontan bei der gleichen Stelle Stopp zu machen, wie beim gestrigen Sonnenuntergang. Die ‚richtige‘ Plattform befindet sich genau auf der anderen Seite des Ulurus. Dafür blieb aber keine Zeit mehr, da die Sonne schon leicht zu sehen war.

Guten Morgen allerseits 🙂

Um 8 Uhr waren wir zurück am Zelt und legten uns noch eine Weile zum Aufwärmen hin bevor wir frühstückten. Anschließend räumten wir alles ins Auto und fuhren los. Gegen kurz vor 11 starteten wir unsere Base Walk Wanderung. Diese führt einmal um den Ulurz herum. Viele klettern auch auf den Uluru hinauf, doch für die Aboriginies ist dies eine Art der Entehrung ihres heiligen Berges. Deswegen dachten wir, es reicht uns bestimmt auch die Umrundung. Wir erkannten schnell das Problem, warum so viele Menschen den Uluru immer noch besteigen. Die Seile, die von Pfahl zu Pfahl gespannt wurden, laden gerade dazu ein hinaufzuklettern.
Der Weg um den Uluru erstreckt sich über 10 km und mittlerweile schien die Sonne recht stark. Also bei wunderbarem Wetter die Wanderung gestartet 🙂 Es gibt einige Stellen, bzw. Unterschlüpfe am Fuße des riesigen Felsens, bei denen die Kinder ‚unterrichtet‘ wurden oder die Frauen gekocht haben. Jede Höhle diente einem anderen Zweck.
An einem Wasserloch vorbei, bei dem die Aboriginies öfters auf Jagd gegangen waren, entfernte man sich ein Stück vom Uluru. Das Ausmaß des über 350 Meter hohen Inselberges konnte man noch immer nur erahnen. Besonders die riesigen Bruchstellen beeindruckten uns. Etwa nach der Hälfte der Strecke legten wir eine Fotopause ein.

Wuuuhuuu!

Nach 3,5 Stunden kamen wir auch wieder am Parkplatz an. Die Wanderung ist ganz schön, aber mir gefällt das Lichtspektakel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang um einiges besser.
Mit dem Auto ging es nochmal um den Uluru rum und wir legten einen kurzen Halt bei der Sonnenaufgangsplattform ein, da wir es ja morgens nicht geschafft hatten herzukommen. Ein paar Fotos und dann hieß es leider Abschied nehmen. Goodbye Kata Tjuta National Park 🙂

Es war sehr schön hier*-*

Der Plan bis kurz vor Alice Springs zu kommen, wurde kurzerhand verworfen, da wir schon 4 Uhr hatten. In der Dämmerung kamen wir in Curtin Springs an und fingen sofort an zu kochen. Nudeln mit Thunfischsoße.
01.08.
Nachdem wir uns morgens extrem viel Zeit gelassen hatten, ging es heute wieder Richtung Alice Springs. Dort steuerten wir zunächst mal die ANZ an, um unsere Geldvorräte aufzustocken. Danach ging es einkaufen, bevor wir uns auf den Weg in die West MacDonnell Ranges machten. Für heute war aber nichts mehr geplant, sodass wir auch direkt einen Campingplatz am Ellery Creek Big Hole anfuhren. Zu Abend machten wir uns wieder leckere Wraps mit Hähnchen.
02.08.
Für heute war der Plan die Sehenswürdigkeiten der MacDonnell Ranges anzulaufen. Nach dem Frühstück mussten wir gar nicht lange gehen, denn wir haben bei einem übernachtet. Also gingen wir nur wenige Hundert Meter und kamen am Wasserloch des Ellery Creek an. Eine sehr schöne Stelle und man kann hier schwimmen gehen. Doch dafür war es und definitiv nicht warm genug! 😀

Bestes Wetter um den Tag zu starten

Es sollte dann so weitergehen, dass wir immer eine recht kurze Strecke fuhren und eine mehr oder weniger kleine Wanderung bis zum Ziel machten. Als nächstes steuerten wir die Serpentine Gorge an. Der Spaziergang am Flussbett entlang genügte uns jedoch nicht. Deswegen kletterten wir einen ziemlich steilen Weg hinauf zum Lookout. Der Weg war für Natalie so anstrengend, dass sie für kein Bild mehr zu haben war. Oben angekommen, legte sie sich flach auf die Steine am Rande der Klippen und regenerierte im Wind 🙂

Das war die Anstrengung wert

Eine wunderbare Aussicht und mein Highlight für heute! Nach einigen Fotos konnte Natalie schließlich auch wieder aufstehen und so gingen wir zurück.
Der nächste Halt war bei den Ochre Pits. Dies ist eine kleine Schlucht an einem Bachlauf und besonders für das verschiedenfarbige Gestein bekannt. Bloß nichts von den Felswänden abbrechen, das wird mit einer hohen Geldstrafe versehen!
Nun fuhren wir bis nach Glen Helen durch, unserem westlichsten Stopp. Am Finke River entlang, dem bedeutensten Fluss Zentralaustraliens, der an dieser Stelle nur sehr trocken dafür wirkte, kamen wir auch an dieser Schlucht an. Und hier führte der Fluss auch gut Wasser. Besonders lange hielten wir uns eigentlich niegends auf und so fuhren wir zum Mt. Sonder Lookout. Bei der schönen Aussicht wollten wir eigentlich eine Snackpause einlegen, doch die Fliegen… also schnell wieder ins Auto!
Es ging zurück in die Richtung des Campingplatzes und der letzte Halt für heute war bei der Ormister Gorge. Bevor wir uns diese anschauten gönnten wir uns das ein oder andere Eis und Natalie zusätzlich einen Eiscafe. Nun aber los, wir entschieden uns dazu, zunächst den kurzen Walk zu machen, der über ein ausgetrocknetes Flussbett zum Wasserloch führte. Die kunterbunten Vögel gefielen uns hier sehr, besonders die rosafarbenen Kakadus.

Guckguck, wer ist da? 😀

Das Wasserloch selber lud definitiv nicht zum Schwimmen ein. Sehr bräunlich und mehrere tote Fische… Die Schlucht war dafür sehr schön. Das rötliche Gebirge hat es uns auch hier angetan!
Wir wollten uns eigentlich nur etwas wärmer anziehen und anschließend einen längeren Walk zu einem Aussichtspunkt starten, doch die Sonne stand schon sehr tief und das Gebirge wurde kaum noch bestrahlt. Also nahmen wir eine kurze Dusche beim gegenüberliegenden Campingplatz und fuhren zurück zum Ellery Creek. Es ist ganz gut, dass die Reise so langsam zuende geht, denn eine Stange vom Zelt war kaputt gegangen. Die Reperatur dauerte eine Weile, aber sie sollte halten! 🙂
03.08.
Nach dem Frühstück ging es heute gegen 10 Uhr weiter mit den MacDonnell Ranges. Wir fuhren eine ganze Weile bis zur Standley Chasm. Dort muss man jedoch ein Ticket kaufen, um zur Bergspalte spazieren zu können. Zumindest soll man das. Also kauften wir jeder ein Ticket für 10$ und gingen los. Informationsschilder geben auf dem Weg Auskunft über die Gegend, die vor hunderten Millionen Jahren etwa die Höhe vom heutigen Himalaya-Gebirge hatte. Man kommt aber recht schnell am Ziel an. Die Spalte ist etwa 15 Meter hoch und überzeugt mit ihren rötlich braunen Farben. Leider ist sie nur nicht allzu lang, sodass nach nicht einmal 100 Metern eine Absperrung den Weg blockiert.

Wo sich einst der Fluss seinen Weg bahnte…

Nun ging es zur Simpsons Gap. Die war auch gar nicht mehr weit. Dort angekommen, spazierten wir wieder gleich drauf los. Wir hielten vor allem Ausschau nach den Schwarzfuß-Felskängurus. Doch die wussten sich gut zu verstecken! Auch diese Schlucht inklusive Wasserloch sah sehr schön aus. Doch wir wollten wenigstens diese Felskängurus zu Gesicht bekommen. Wir hielten es schon generell für ein Gerücht, dass im Outback unter anderem die Riesenkängurus leben 😉
Auf dem Weg zum Auto entdeckten wir dann endlich ein Exemplar mithilfe eines Rangers. Von nun an fanden wir immer mehr von ihnen. Sie versteckten sich verdankt gut in den ganzen Felsbrocken.

Endlich nochmal ein paar lebende Tieren 😉

Jetzt ließen wir diesen Nationalpark hinter uns. Er ist zwar nicht so spektakulär wie der Kings Canyon oder Kata Tjuta, aber vor allem ein Besuch wert bevor man weiter ins Outback reist. In Alice Springs fuhren wir, nachdem Tobi Klebeband für seinen Flug nach Perth besorgt hatte, zum Anzac Hill. Dieser dient als Aussichtspunkt über Alice, doch wir nutzten hier eigentlich nur den Empfang 😀
Von hier aus fuhren wir ein Stück aus der Stadt hinaus zu einem kostenlosen Campingplatz, wo Tobi anfing seinen Backpack zu packen. Ja, morgen ist es dann so weit… Tobi verlässt uns und verbringt die letzten 3 Tage seiner Australienreise in Perth, bevor es zurück nach Deutschland geht. Am Abend stand mit Nudeln und Pesto Resteverwertung an. Lange blieben wir nicht mehr wach, da Tobis Flug recht früh geht.
04.08.
Da wir um 8 Uhr losfahren wollten, wurden wir gegen 7 Uhr vom Wecker geweckt. Aber keine Eile, wir drehten uns erst nochmal um. Nach einem dürftigen Toast-Frühstück machten wir uns kurz nach 8 Uhr auf den Weg. Bis zum Flughafen von Alice Springs ist es aber auch nicht weit. Um kurz nach halb 9 zogen wir das Parkticket und begaben uns ins Terminal. Das Terminal war dann auch direkt der ganze Flughafen. Wir witzelten schon, dass Tobi mit einer 10-Mann Propeller-Maschine fliegen würde 😀
Gegen viertel nach 9 checkte Tobi ein und dann hieß es langsam Abschied nehmen. Ein paar Tränen kullerten und wir mussten uns echt darüber kaputtlachen, aber dann ein letzter Drücker. Wir kommen ja bald schon nach.
Eine Ära geht zuende… eine sehr schöne!

Time to say Goodbye

Ein letztes Mal gewunken, machten wir und nun auf den Weg in die Stadt, einkaufen. Von da an hieß es Strecke machen, doch dieses Mal gen Süden. South Australia, wir kommen!
Es dauerte auch gar nicht lange, da waren wir auch schon über die Grenze.

Und wieder ein neuer Bundesstaat

Der Weg führte uns heute bis nach Coober Pedy. Eine Stadt, die zu etwa 2/3 unter der Erde liegt. Doch wir kamen spät an und suchten uns nur noch einen Schlafplatz. Beim Oasis Tourist Park wurden wir fündig. Die Besichtigung der ‚Stadt‘ stand für morgen an.
Also bis bald 🙂

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